Egotod – wenn er denn endlich sterben würde

Egotod – wenn er denn endlich sterben würde

Es gibt nicht mehr viel, was mich so leicht aus meiner inneren Ruhe bringen kann, aber Angebote wie das folgende können das noch. In meiner eigenen Praxis erlebe ich ja ständig, dass viele Menschen auf dem Weg glauben, sie müssten diesen Ideen folgen  – manchmal mit fatalen Folgen. Einfach, weil sie es nicht besser wissen und oft in der Hoffnung, etwas/jemand wird jetzt schnell und effektiv alle ihre Probleme beseitigen. Und Egotod klingt irgendwie schräg genug … für die Abenteurer, und die Ewigsuchenden vertrauen sich gerne jedem an, der die richtige Locksprache verwendet.

“Ich arbeite mit Einzelpersonen, die auf ihrem Weg zur Ichlosigkeit, zum Erwachen begleitet werden möchten. Der Prozess des Erwachens ist mitunter sehr verwirrend und schmerzhaft – er bedeutet den Tod des Egos. Ich biete Unterstützung dabei, dass Du Dich unterwegs nicht verläufst und möglichst bald Dein Ziel erreichst. Der Prozess des Erwachens ist mitunter sehr verwirrend und schmerzhaft und führt sehr oft zu starken Widerständen und krisenhaften Zuständen, die von der Außenwelt und mitunter auch vom Individuum selbst als psychische Störung oder Lebenskrise interpretiert werden. ” Zitat Ende;

Eine Psychologin, Yoga & Tanztherapeutin mit buddhistischem Hintergrund

Ich bin mir auch sehr bewusst darüber, dass meine Irritation mit dem leidigen Thema keineswegs daran viel verändern wird. Aber wenn es nur ein paar Personen hilft, durch diesen Artikel etwas mehr Klarheit darüber zu bekommen, dann hat es sich schon gelohnt. Ständiges Schweigen hilft halt auch nicht immer.

Der Tod des Egos, Weg zur Ichlosigkeit

Es ist wirklich zum Haareraufen, dass dieser Schwachsinn immer wieder propagiert wird. Ja klar dass manche psychische Störungen bekommen, wenn man ihre Persönlichkeit zerstören will!!!!!
Ich verstehe nicht, was so schwer daran ist zu verstehen, dass das erstens gar nicht geht und zweitens völliger Unsinn ist. Warum also immer noch diese alte Leier herunterbeten? Die Egopersönlichkeit kann nicht zerstört werden, sie kann nur kennengelernt, integriert und mitgenommen werden auf dem Weg der persönlichen Entwicklung – dem Pfad der Bewusstseinsarbeit.

Warum um Himmels willen soll jemand Ichlos werden wollen? Auf dieser Erde und in dieser Zeit? Wie sollte denn dann das normale Leben gemeistert werden? Nur weil das mal vor langer Zeit gesagt wurde?

Keine “Anbieter der Ichlosigkeit” haben das selber geschafft, aber sie bleiben an der Idee verkrampft hängen, weil sie anscheinend nicht wissen, wie sie da wieder herauskommen. Tja, manchmal muss man halt einen Irrtum auch zugeben, damit hat sich das erledigt und man geht weiter. Kein großes Drama. Wenn die Egolos-Proponenten das allerdings selber bis jetzt noch nicht herausgefunden haben, ist sowieso Hopfen und Malz verloren.

Persönlichkeit, sprich Ego und die Seele

Die Struktur für unser geistiges Selbst hat oft unterschiedliche Namen und es gibt verwirrend viele Modelle. Wörter werden oft unterschiedlich angewendet bzw. ausgelegt – und deshalb ist es so leicht, Menschen zu verwirren und zu täuschen, da sich kaum jemand die Zeit nimmt herauszufinden, was denn mit den einzelnen Worten und Konzepten wirklich gemeint ist.

Ich verwende das Modell: Mensch (Persönlichkeit), Seele, Höheres Selbst und darüber die Monade.

Im Laufe der Inkarnationen gibt es das Leben und den Moment, wo die Persönlichkeit genügend gereift ist, dass sie beginnt, sich mit der Seele zu verbinden. Letztendlich führt das zu einer harmonischen Verschmelzung mit der Seele – wenn alles gut geht – und dieser Prozess kann unter Umständen sogar einige Leben dauern.

Diesen Verschmelzungsprozess hat man irrtümlicherweise als Egotod bezeichnet. Aber das Ego stirbt nicht, es transformiert sich nur, sprich wird BEWUSSTer und schnell geht da sowieso mal gar nichts. Die Psyche schafft das einfach nicht im normalen Leben und wer lebt schon ein ganzes Leben im Ashram/Kloster? Und auch in diesen Gemeinschaften wird selten eine “echte” Seelenverschmelzung erreicht, denn der emotionale Köper mit seinen Thematiken wird dort oftmals nur unterdrückt oder ausgehungert und alle Regungen und Bedürfnisse des physischen Körpers im Astralkörper “eingesperrt”. Man verbringt viel Zeit im Mentalkörper und im Nicht-Sein und von dort kommen diese Ideen der “Egolosigkeit”. Yes, nice try.

Ist ja nicht, dass ich das nicht auch schon so versucht habe – aber sorry Leute, musste wieder “runter vom Dach” und ordentliche Zwischenetagen bauen. D. h. alle feinstofflichen Körper müssen mitgenommen werden auf dieser Reise ins höhere Bewusstsein (früher auch Erleuchtung genannt). Alle Ereignisse (Dramen, Traumen, Schmerzen) dieses Lebens und auch anderer Leben sind im EMOTIONAL- ASTRALKÖRPER gespeichert. Der Mentalkörper hat dafür keine gesunde, nachhaltige Lösungen, denn er ist auf einer ganz anderen Frequenzebene. Er hat nur Bypassing (also eine Umgehung) im Repertoire.

Und, Mentalkörper Erleuchtung ist eben nur die halbe Miete. Ohne einem geheilten, geklärten und updated Emotional- Astral Körper gibt es keinen vollständigen Zugang zum Buddhi Körper, sprich zum Höheren Selbst. Die Schwingungsfrequenz wäre zu niedrig. Das Ziel jedes ernsthaften “Jüngers auf dem Pfad” ist es allerdings, die Buddhi-Ebene zu erreichen – aber heutzutage müssen wir das ohne Bypassing und schnell künstlich das Ego töten, schaffen.

Ich denke ihr wisst alle, wie schwer es letztendlich ist, nur kleine Dinge in sich permanent zu verändern; es geht selten von heute auf morgen. Die gesamte Struktur des Emotionalkörpers inklusive der Inneren Personen, die ja die Persönlichkeit (Ego) ausmachen, schnell zu verändern bzw. gänzlich aufzulösen ist doch totaler Schwachsinn. Eine kohärente Verbindung aller Inneren Anteile mit einem Bewussten Ich (Seele) dauert schon eine gefühlte Ewigkeit, wenn man weiß was man tut. Es ist unglaublich viel innere Arbeit damit verbunden; bei vielen Menschen ist auch Therapie notwendig, um die Wunden und Traumen der einzelnen Teile in sich heilen zu können!

Also, “möglichst bald dein Ziel zu erreichen …” das kann nur jemand ohne eigene gültige Seelenanbindung “anbieten”, ansonsten weiß man, wie unverantwortlich und letztendlich unethisch das ist.

“Euer Ego ist als Sensor für euer äußeres Leben gedacht. Ihr könnt es weder loswerden noch sublimieren. Falls ihr das versucht, wird das alte Gesetz des Universums “Wenn man sich etwas widersetzt, bleibt es bestehen” das Ego in eine immer noch stärkere Position bringen.

Euer Ego ist ein überaus wertvoller Aspekt von euch. Es muss nur ins Gleichgewicht gebracht werden.”

Zitat aus: “P`TAAH Das Geschenk” von Jani King

Was passiert also zwischen der Seele und der Persönlichkeit?

Während intensiver Persönlichkeitsarbeit (dem Erwachen) bekommt die Seele von uns ein Signal, dass wir “aufwachen” und erst dann fängt sie an, sich für den physischen Menschen (sich selbst in Inkarnation) zu interessieren. Für die normale Seele und dem Menschen beginnt erst jetzt die Phase der Annäherung und eventuellen Seelenverbindung, was letztendlich zu einem seelendurchfluteten Menschen führt und einen großen Einweihungsschritt darstellt. Die einzige Ausnahme ist eine sehr fortgeschrittene Seele. Die ist oftmals gleich von Geburt an sehr präsent und sorgt dafür, dass die Persönlichkeit nicht zu weit vom Weg abkommt (was natürlich auch passieren kann), denn sie hat kein Interesse daran neues Karma zu kreieren.

Also, eine bewusste Seelenverbindung mit der Persönlichkeit herzustellen ist knallharte Arbeit, wie alle Teilnehmer meiner CoReOn Gruppen bezeugen können, und führt keineswegs zu einem Egotod oder Ichlosigkeit, sondern zu mehr und mehr Führung der Seele über die Persönlichkeit!

Nachdem die Phase der Seelenverschmelzung mit der Persönlichkeit abgeschlossen ist, fängt die Seele den Prozess an, sich mit dem Höheren Selbst zu verbinden. Das ist die Phase, wo der Kausalkörper anfängt sich (LANGSAM) aufzulösen und alles was dort gespeichert ist, geht ins höhere Bewusstsein über. So beginnt sich die SEELE langsam “aufzulösen” indem sie wieder ins Höhere Selbst (HS) “absorbiert / zurückgebracht” wird.

Das könnte man als “Egotod” bezeichnen, vor allem, wenn man bedenkt, dass in manchen (alten) Lehren das Wort Ego für die Seele steht. Das wird auch als die Phase des “Horrors des Nicht-Seins” beschrieben und ich denke, diesen Zustand haben die buddhistischen Meister gemeint als sie vom Egotod sprachen, sie hatten halt nur keine besseren (und modernere) Erklärungsmodelle dafür.

Viel später dann beginnt das HS sich wiederum mit ihrer Monade zu verschmelzen. D.h. die Monade kann auf der Ebene des HS beliebig Veränderungen durchführen und Inhalte auslesen und sobald das menschliche Bewusstsein alle Ebenen des HS durchschritten hat und die monadische Ebene erreicht und sich damit verbindet, zieht die Monade das HS in sich zurück. Sie könnte das HS aber jederzeit auch wieder aus ihrem Memory-Komplex (“Gedächtnis”) manifestieren . . . ja, sie könnte nach dem Erfahren der Ebene der Persönlichkeit sogar alle Ebenen bis hinunter in die physisch-ätherische neu manifestieren, da sie am Entwicklungsweg die Kontrolle über alle Ebenen bis ganz nach unten erlernt hat. Der Kausalkörper ist da die wesentliche Zwischenstruktur, die nur bis zum Erreichen des Höheren Selbst von der Persönlichkeit aus (das der Manifestation der Monade entspricht) nötig ist und danach wie Stützräder vom Fahrrad abmontiert wird.

Bei diesen Verschmelzungsprozessen geht allerdings nichts verloren, es fühlt sich aber immer wieder so an, deshalb wird von Tod oder Auflösung gesprochen. In diesen Prozessen wird das gesamte Wissen, das die Seele bzw. das HS über lange Zeit angesammelt hat, in die nächsthöhere Ebene “transferiert” und so wird das ganze Wissen, das ganze Erlebte, dem ganzen Wesen auf der neuen Ebene zur Verfügung gestellt. Und das ist das “Opfer” das immer wieder geleistet wird; man “stirbt” durch die einzelnen Phasen und findet sich neu auf der nächsten Ebenen wieder; das ist es, von dem immer wieder berichtet wird.

Aber, die meisten Menschen gegenwärtig auf Erden sind so weit vom Stadium eines Egotods entfernt wie Erde zum Jupiter. Meines Wissens nach gibt es ungefähr 1000 Menschen derzeit auf Erden, die sich bewusst in den Buddhi-Körper (Höhere Selbst Ebene) bewegen – und das ist schon eine Guru+ Ebene.

Eine kurze Zusammenfassung der verschiedene Stufen des Erwachens oder auch Einweihung genannt

Das Wort “Einweihung” ist ja sehr unpopulär geworden, aber ich habe noch keinen besseren Ersatz dafür gefunden, ohne alles bis ins Unkenntliche zu verzerren. Inzwischen bin ich der Meinung, dass Menschen auf dem Weg bestimmte “Worte” zugemutet werden können (wie Esoterik und Einweihung) und dass sie in der Lage sind, klar zu unterscheiden wann wer von was spricht.

Ich verwende Einweihung in der gleichen Weise wie die Geistige Hierarchie, um bestimmte größere Meilensteine in der Bewusstseinsentwicklung eines Menschen verständlich zu erklären.

Erste Einweihung – das sogenannte Erwachen

Zur Zeit bewegen sich Millionen von Menschen in Richtung 1te Einweihung. In dieser wichtigen Phase geht es um die erstmalige BEWUSSTE Verbindung des physischen Körpers mit der Seele. Das bedeutet, dass die Seele sich jetzt immer aktiver darum bemüht, den Annäherungsprozess der Persönlichkeit zu unterstützen. In der westlichen Welt, wo immer mehr Menschen ein gesünderes, sportlicheres Leben anstreben und damit beginnen, ihren Körper bewusst zu führen (statt allen körperlichen Vorlieben unbewusst nachzugeben und somit der Körper die Führung wieder übernimmt), zeigt sich das ganz deutlich.

Man “wacht auf”, kümmert sich mehr um die Umwelt, überlegt genauer was dem Körper zugeführt wird, man wird wesentlich sensibler auf Umwelteinflüsse usw. Der Mensch schaut auf seinen Körper und lernt ihn zu feiern, zu genießen und als göttlich zu betrachten. Das wachsende Bewusstsein darüber, dass der Körper der physische Tempel ist, der die Seele beherbergt, hilft dabei, das Leben (wieder) etwas mehr als sinnliche Freude zu erfahren. Der Mensch wird zum ersten mal wirklich BEWUSST darüber, dass er mehr als nur ein Körper ist und (eventuell) eine Seele hat. Er beginnt sich “mit oben” zu verbinden bzw. versucht herauszufinden, wie das am besten bewerkstelligt werden kann. Schließlich gipfelt diese Bemühung in der ersten Einweihung.

Diese Einweihung nimmt die eigene Seele an der Persönlichkeit vor und hat nichts mit einer physischen Zeremonie zu tun – die Zeremonie findet auf der Ebene des Kausalkörpers der Seele statt und kann im Gehirnbewusstsein der Persönlichkeit registriert werden. Die Seele ist ab diesem Zeitpunkt zum ersten Mal bewusst mit der Persönlichkeit verbunden. Dieses Ereignis hat permanenten Charakter und die Verbindung bleibt für alle folgenden Inkarnationen bestehen.

Der große Schritt zur 1ten Einweihung geschieht gerade als Gruppe, denn ein bestimmtes Gruppen- oder Gemeinschaftsbewusstsein muss dafür bereits existieren um als Gruppe das zu schaffen – was es jetzt tut.

Zweite Einweihung bzw. die nächste Stufe des Erwachens

Die 2te Einweihung betrifft jetzt in einem verhältnismässig großen Ausmaß die gesamte Menschheit. Diese Einweihung betrifft jenen Aspekt der Persönlichkeit, der einem jeden die grössten Schwierigkeiten bereitet: den Emotional- und Astralkörper. Heute wird die Mehrheit der Menschen von Gefühlen und einer empfindsamen Erwiderung auf Umstände getrieben. Hier geht es um die Astralebene mit ihrer Unbeständigkeit, ihren Stürmen, ihrer Ruhe, ihren überwältigenden emotionellen Reaktionen. Sie reagiert auf jede Anregung, jeden Wunsch und alle Begierden.

Wenn man sich der 2ten Einweihung nähert bzw. tief darin steckt, spürt man das recht schnell, denn viele alte (oft schon als erledigt abgehakt) Probleme emotionaler Natur tauchen erneut auf. Man beginnt, sich mit Emotionen, Beziehungen usw. auf einer wesentlich tieferen Ebene zu beschäftigen. Jetzt geht es um die emotionale Seelenanbindung und die Vertiefung des Erwachens. Das bedeutet, dass die Seele sich über das Herzchakra in den Solar Plexus bewegt und versucht, sich mit der kompletten Gefühlsnatur der Persönlichkeit zu vereinen. Das ist die Ebene des Emotionalkörpers mit allen Inneren Anteilen und der Astralebene. Das ist sicher die schwierigste aller Phasen auf dem Weg und wurde in der Vergangenheit auch von vielen “Jüngern auf dem Pfad” versucht zu umgehen. Die gesamte christliche wie auch östliche Spiritualität hat das bis zum Exzess praktiziert.

Wie wichtig diese Phase für viele Millionen Menschen (und die gesamte Menschheit) ist, zeigt sich klar durch die absolute Explosion an Literatur, Workshops, Seminaren usw. die sich jetzt mit emotionalen Themen beschäftigen. “Aus dem Kopf in den Köper oder in die Emotionen” ist das grundlegende Thema. Man beginnt sich sehr intensiv mit dem Inhalt des Solar Plexus auseinanderzusetzen. Gleichzeitig muss das Herzchakra weiter geöffnet und geheilt und mit der zunehmenden Seelenenergie vertraut gemacht werden. Viele Seelen, die bereits höhere Einweihungsstufen aus anderen Leben hinter sich haben, sind jetzt wieder inkarniert, um genau dieses fehlende Stück Bewusstsein “nachzuholen”, da es erst jetzt wirklich möglich geworden ist. In früheren Zeiten und Leben gab es dafür kaum Gruppenbewusstsein und auch keine geeigneten Lehrer. Einige meiner Klienten kommen aus dieser Gruppe.

Moderne buddhistische Lehrer fangen an zu erkennen, dass ein rein mentaler Weg und alte östliche Lehren nicht mehr ausreichend sind für westliche Schüler und Aspiranten und beginnen, sich den Herausforderungen und Bedürfnissen eines Menschen, der sich auf die 2. Einweihung vorbereitet, oder sich schon mitten darin befindet, mehr gerecht zu werden. Psychologen mit buddhistischem Hintergrund wie John Welwood und Robert Augustus Masters sind z. Zt. bahnbrechend, indem sie neue Wege aufzeigen wie Buddhismus, Emotionalität, Spiritualität und normales Leben auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden können, und so zu lebbarer Spiritualität werden. Jeff Brown’s neues Buch Grounded Spirituality ist eine exzellentes Beispiel dafür, wie sich dieses neue Bewusstsein gerade aus seinem Kokon schält.

Ab der 2ten Einweihung kann die Seele bewusst die Persönlichkeit nutzen und damit arbeiten und man ist “fix” auf dem (spirituellen) Pfad/Weg angekommen.

Dritte Einweihung – Vertiefung des Erwachens

Ab der 3ten Einweihung wird der Kausalkörper, der jetzt Teil der inkarnierten Persönlichkeit geworden ist und sich jetzt “nach oben” richtet, dauerhaft mit dem Höheren Selbst und der Monade verbunden. Ab diesem Zeitpunkt fließen 75% Buddhi-Substanz (Höhere Selbst Substanz) durch den Ätherkörper. Der Kausalkörper verliert ab diesem Zeitpunkt an Einfluss, da jetzt eine direktere Verbindung zwischen Persönlichkeit und Höherem Selbst besteht.

Die 3te Einweihung kann noch im selben Leben (wie die 2te) oder im darauffolgenden stattfinden. Dabei handelt es sich meist um eine mühsame Zeit, in der die Persönlichkeit sich zunehmend mental von den Stufen der Persönlichkeit ausgehend, in die noch höheren Ebenen zwischen dem Kausalkörper und dem Höheren Selbst ausdehnt. Es geht jetzt darum, konkrete mentale Spannungen durch widersprüchliche Gedankenmodelle auszugleichen, zu integrieren und zu bereinigen. Das passiert, indem das höhere Denken zunehmend durch das Höhere Selbst über die Intuition “erleuchtet” wird und die Persönlichkeit immer mehr zu einem passiven Empfänger der Gedanken der Seele wird. Sie ist jetzt aber auch Empfänger der seelischen Empfindungen über den Emotionalkörper und damit bereit, gefahrlos die Energien des Höheren Selbst zu empfangen. Die Seele, die sich jetzt mit der Persönlichkeit vereint hat, beginnt sich in diesem Prozess gemeinsam mit der integrierten Persönlichkeit dem Höheren Selbst zuzuwenden. Sobald ein bestimmter Punkt relativ stabil erreicht wird, kommt es zur dritten Einweihung. Das bedeutet, dass die seelenintegrierte Persönlichkeit durch das Feuer der Monade fest mit dem Höheren Selbst verbunden wird.

Der Mensch ist jetzt zum ersten Mal mit dem Höheren Selbst BEWUSST vereint. Es strömen jetzt ca. 75% der höheren Energien durch seinen physischen Körper. Die Seele hat damit ihre Führungsposition zum Teil schon an das Höhere Selbst abgegeben, welche ab diesem Zeitpunkt die Führung über die Seele bzw. die damit verbundene Persönlichkeit übernimmt. Die “Eingeweihte” ist damit auf einem Level angelangt, wo ihr echte “Macht” zum ersten Mal anvertraut wird, da sie unter fester Führung ihres göttlichen Selbst steht und damit diese Macht verantwortlicher handhaben kann. Nicht Macht im weltlichen Sinne. Bei Macht meine ich hier, dass dieser Mensch bewusster weiß war er/sie tut und kann andere auf ihrem Weg unterstützen bzw. begleiten. Macht, wo energetische Dinge schneller verändert werden können. Macht, andere mental und emotional leichter zu “lenken”. Macht, Energien in die Welt zu bringen, die viel verändern und bewirken können. Also ja, Macht die mit SEHR viel Verantwortung kommt. Man geht durch eine längere “Testphase” wo eben genau beobachtet wird, wie man mit der neu-erlangten Macht im täglichen Leben umgeht, wie sie angewendet wird, wo es noch Schwachpunkte gibt usw. Man lernt im Anwenden – im täglichen Leben. Und so kommen sukzessive die nächsten “MachtEbenen” dazu, wenn das HS darauf vertraut, dass die Persönlichkeit damit umgehen kann.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die ersten drei Einweihungen darin bestehen, die Persönlichkeit mit ihrer Seele sukzessive zu verbinden:

  • In der ersten Stufe wird der bereits beherrschte physische Körper sowie das Herzzentrum mit dem Kausalkörper verbunden, wobei die Seele noch lernen muss, mit den Emotionen der Persönlichkeit richtig umzugehen. Bis zur nächsten Stufe können noch viele Leben verstreichen.
  • In der zweiten Stufe erfolgt die vollständige Anbindung des Herzzentrums über den Solar-Plexus an den Emotionalkörper der Persönlichkeit, der jetzt stabil unter der Führung der Seele steht.
  • In der dritten Stufe wird schließlich der Kausalkörper der Seele auf den oberen Mentalebenen über die Energie der Monade mit dem Höheren Selbst permanent verbunden.

Einweihungen Vier bis Neun

Die gibt es auch, sind aber hier nicht wichtig, denn es befindet sich kaum jemand in diesen Phasen. Erst ab der 5ten Einweihung beginnt man die Phase der Kausalkörperauflösung (also der “Egotod” – Ego als Wort für die Seele) durchzustehen und das betrifft z. Zt. vielleicht 150 Menschen von acht Milliarden, also warum davon überhaupt reden? Und ab der sechsten befindet man sich nicht mehr in einem physischen Köper – eigentlich auch schon ab der 5ten, aber manche machen das noch im Physischen.

CoReOn ist ein Weg, wo man die zweite oder/und dritte Einweihungsphase durchlaufen kann

In meiner persönlichen Entwicklung befinde ich mich in einer intensiven Vertiefung der Phase der Anbindung zum Höheren Selbst und der Monade. Das bringt viele Herausforderungen mit sich und auch Schwierigkeiten mit dem physischen Körper. Teilweise unsägliche Müdigkeit, gefolgt von aktiven Phasen. Genauer über die Zustände zu berichten, die ich auf meiner Entwicklungsstufe erlebe, macht keinen Sinn, denn es kreiert meistens mehr Verwirrung als gutes, denn Menschen haben eine Tendenz, diese Zustände dann auf sich zu projizieren und das führt unweigerlich in turbulentes Fahrwasser für die Betroffenen. Ich beobachte das immer wieder mit den Lehren von Eckhart Tolle. Nichts was er sagt, ist falsch, keineswegs. Es passt nur nicht für Menschen, die kaum eine stabile Seelenanbindung haben! Sie plagen sich mit Theorien und Konzepten, die für ihren Entwicklungsstand überhaupt nicht vorgesehen sind. Und wir bekommen dann viele Facebook Postings mit endlos langweiligen Sprüchen … und so mutieren tiefsinnige Weisheiten zu Gedankenmüll.

In meinem Fall führt meine Entwicklungsphase oftmals zu längeren “Auszeiten” (deshalb hört ihr immer wieder mal länger nichts von mir), weil ich es in bestimmten Phasen kaum schaffe, mich mit “normalen” irdischen Dingen zu beschäftigen. Der Computer, Denken, Schreiben usw. wird zur Qual. Und ohne die Unterstützung von den Menschen die mir nahestehen und den CoReOn Gruppen, wäre es für mich fast unmöglich, diesen Spagat zwischen Buddhi-Bewusstsein und menschlichem Bewusstsein täglich zu navigieren. Es ist also auch ein Gruppenprojekt. Und, auch auf meiner Ebene ist Ichlosigkeit oder Egotod noch kein Thema, aber man nähert sich der Kausalkörperauflösung mit Riesenschritten.

Ich hoffe, ich konnte etwas mehr Klarheit in dieses verzwickte Thema bringen, denn es ist nicht o.k. wenn vor allem Menschen bei Verdacht auf schwere Traumata, besonders wenn eine hohe Suggestibilität bei niedriger innerer Stabilität vorliegt, suggeriert bekommen dass, wenn sie ihr Ego auflösen, alles gut wird! Das gesamte Überlebenssystem der Person, inklusive Wächter, geht auf Höchstalarm, denn wenn es kaum Schutzbarrieren gibt, ist es durchaus möglich durch diverse spirituelle Techniken in Verbindung mit Egoauflösung direkt mitten im tiefsten, dunkelsten Bereich zu landen, und das könnte fatale Folgen (Re-Traumatisierung, spontane Dekompensation, Psychose etc.) haben!

Macht euch also bitte klar: Egotod und Ichlosigkeit anzustreben tut genau das Gegenteil und kann zu schweren Psychosen führen! Und nährt ein Feld, welches schon lange nicht mehr genährt gehört! Bitte seid achtsam, geht nicht leichtfertig mit euch um, bedenkt die Folgen und übernehmt Verantwortung für euer Handeln und Denken.

Viele Menschen wissen, was FELDER bewirken. Doch kommt zu diesem Wissen das Erlebnis der Erfahrung hinzu, so öffnet sich uns eine höhere Dimension des Seins. Meine “Arbeit” hier auf Erden beinhaltet auch, das FELD eines friedlichen, ko-kreativen, ko-evolutionären, ko-inspierten WIR zu nähren. In dieses Feld kommt man allerdings erst erfolgreich, wenn die Seele mit ihrer Persönlichkeit verschmilzt. Und das ist es was so viele von euch zur schieren Verzweiflung bringt, dass das “so langsam geht” und Leute sich kaum von ihren alten Emotionen und Gedanken lösen können. Es wird keine nachhaltige, tiefgreifende Veränderung passieren, bis diese Stufe nicht von einer großen Gruppe Menschen erreicht ist. Aber, viele sind auf dem Weg!

Dieses neue WIR Feld gibt es jetzt und schwingt als Noosphäre um den gesamten Erdball.
Dieses FELD wird genährt von der Kraft und Weisheit unseres Herzens. Nicht durch nachgeplapperte Ideen der Ichlosigkeit und des Egotods.
André Heller sagte gerade in einem Interview, dass unsere Muttersprache nicht Deutsch oder Swahili ist, sondern MITGEFÜHL! Wie schön 🙂

In diesem Sinne AUFWACHEN und aufhören, Felder zu nähren aus Unwissenheit oder einfach aus Starsinn.

Freude und Segen und umfassendes Gelingen dir, euch, uns allen.
Zusammen erleben wir Einheit in der Vielfalt, Individualität in der Gemeinschaft.
Auf unser aller Neues WIR.

 

 

 

Om Mani Padme Hum ?

 

Ich freue mich immer, von euch zu hören!
Benutzt dafür die Kommentarfuktion. Danke.

© 11 /2019 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

 

Das gnadenlose Geschäft mit Ayahuasca

Das gnadenlose Geschäft mit Ayahuasca

Eine klare Ansage einer österreichischen Schamanin zum Thema Schamanismus und seine teils traurigen Auswüchse.

Mit freundlicher Genehmigung von Sonia Emilia Rainbow, schamanismus.net

Dieser Artikel wird polarisieren. Das weiß ich.

Ich erachte es als wichtig, als Älteste und Weisheitshüterin dieser Zeit, als Tochter von Mutter Erde, Schwester der Mondin, Hüterin der weiblichen Kraft und der Pflanzen, Weggefährtin von „madre ayahuasca“, meine Stimme zu erheben.

Ich schreibe hier nicht über die wunderbare, einzigartige spirituelle Intelligenz und all die Möglichkeiten von Ayahuasca, sondern mein Blick richtet sich kritisch auf den Markt und weist auf Gefahren hin. Darüber wird nämlich kaum berichtet.

Seit über 35 Jahren kenne ich Ayahuasca. Es ist die Pflanze der Schamanen im Amazonasgebiet. Viel Zeit habe ich dort verbracht, tausende Male selbst die Medizin getrunken. In meiner traditionellen Ausbildung als schamanische Heilerin und Lehrerin über 16 Jahre hinweg lernte ich nicht nur den Geist, den Spirit, die Seele dieser Pflanzenmedizin kennen, sondern sie war ein Teil meines Weges. Sie prägte meine Entwicklung, meine Erfahrungen. Ich bin ihr zutiefst verbunden.

Die Suche nach Heilung und dem Sinn des Lebens

Die Menschen in der heutigen Zeit sind konfrontiert mit vielen Veränderungen und Herausforderungen.
Gleichzeitig gibt es eine kollektive Bewusst – Seins – Veränderung. Immer mehr erkennen, dass es mehr gibt als das Weltbild, das uns mitgegeben wurde und uns geprägt hat.

Wir beginnen das Universum, den Kosmos, unsere spirituelle Seele zu sehen und zu fühlen. Warum bin ich hier auf dieser Erde? Was ist der Sinn, der Zweck? Habe ich eine bestimmte Aufgabe hier auf Erden zu erfüllen und wenn ja welche?

Dazu sind viele unglücklich und/oder unzufrieden, wollen wissen, ob sie nicht einen Weg hätten der erfüllender ist, der Sinn macht?

Manche wollen jedoch auch tiefer forschen in ihrem SEIN, verstehen, mitwirken und mitweben an dem was nun geschieht, einem neuen Bewusst-Sein, einer neuen Gesellschaft auf dieser Erde.

Der zivilisierte Mensch sehnt sich nach Magie und Zauber, nach dem hinter und zwischen den Dingen, nach tiefen Gefühlen des Glücks und der Zufriedenheit, nach der Gewissheit eine Bestimmung, eine Mission, eine Aufgabe zu haben, nach Etwas ganz besonderem in und hinter dem einzelnen Leben und dem Weltgeschehen. Nach Verbundenheit und Angebundenheit zur Natur, Kosmos und den göttlichen Kräften.

Die Einnahme einer „Schamanenpflanze“ mit einer psychoaktiven Substanz in der Visionen versprochen werden, schnelle Heilung propagiert wird, spirituelle Führung aus anderen Welten gesucht, Erlösung von Problemen in ein paar Stunden erhofft, mag manchen sehr verlockend erscheinen, denn das Angebot steigt bekannterweise mit der Nachfrage.

Und der Hype nach Ayahuasca hier in Europa ist im stetigem Wachstum.

Es ist ein inneres Abenteuer mit Erfolgsgarantie erfahre ich in den Social Medias.

Jedoch hat das was in Europa hier stattfindet absolut nichts mit der ursprünglichen schamanischen Arbeit mit der Pflanze zu tun.

Im Allgemeinen wage ich zu behaupten, dass die „Szene“ mehr als fragwürdig und bedenklich geworden ist.

Gut möglich, dass vielen nicht wirklich bewusst ist, dass der Umgang und „Verkaufen“ der Pflanze hier in Europa ein konsumieren, benutzen, gebrauchen und missbrauchen ist.

Vorbereitung

Ein ganzes Jahr musste ich mich vorbereiten bevor ich vor über 35 Jahren das erstemal Ayahuasca einnehmen durfte. Da galt es eine bestimmte Ernährung einzuhalten und noch vieles mehr. Manchen Lehren und Prüfungen wurde ich unterzogen, um zu sehen, ob ich denn in der Tat die Kraft und die Reife haben würde, dem Geist dieser Pflanze zu begegnen, um von ihr zu lernen. Und diese Vorbereitung galt nicht nur für mich unwissende „gringa“ sondern für alle die die „madre“ wie Ayahuasca liebevoll im Amazonas genannt wird, kennenlernen möchten.

Amazonas

Ayahuasca ist eine sehr mächtige und kraftvolle Medizinpflanze. Seit Jahrhunderten wird sie von den Schamanen im Amazonas verwendet. Das Getränk besteht in der Regel aus 2 Pflanzen, manchmal mehr. Aufgrund ihrer magischen Kraft und unter anderem auch aufgrund ihrer stark psychoaktiven Wirkung, benötigt diese Erfahrung jedoch absolute psychische und physische Stabilität.

Wichtig ist auch zu wissen, dass im Amazonas bei den einheimischen Völkern tatsächlich nur die Schamanen Ayahuasca trinken. Nicht die Patienten, die Hilfesuchende. Der Schamane hat die Pflanze über Jahre hinweg als Verbündete gewonnen. Und er überträgt ihre heilende Wirkung und die von den spirituellen Welten über seinen Gesang, seine Hände, sein Pfeifen zu den Patienten.
Das mag für den westlichen Menschen nicht einfach vorzustellen sein, aber meine Erfahrung ist, dass wir hier sowieso begrenzt mit unserem Denken sind.

Bei all den Heilzeremonien mit Einheimischen an denen ich teilgenommen hatte, sah ich kaum einen nativen selbst Ayahuasca trinken insofern er / sie nicht auf dem Weg zum HeilerIn waren oder es sonst eine sehr spezielle Voraussetzung gegeben hat, warum die Pflanze innerlich eingenommen wird.

Es sind die Weissen und Mestizen die den Tee trinken wollen.
Manchmal um jeden Preis.

Nicht für JEDEN

Jedoch ist Ayahuasca, entgegen der in Europa vorherrschender Meinung und Werbung bei weitem nicht für jedermann und jederfrau.

Die Pflanze war und ist ein Teil des Weges für die Amazonasschamanen um mit den Geistern in Kontakt zu gehen. Unter anderem auch um den Energiekörper zu sehen, sowie das Innere des materiellen Körpers und der Zellen.

Es erfordert eine große innere Stabilität um diesen Weg zu gehen. Man kann kein Ayahuasca einnehmen um eine körperliche, emotionale oder mentale Stabilität zu erhalten. Diese muss vorerst gegeben sein.

Das bedeutet, es braucht auch eine dementsprechende Vorbereitung. Diese kann für jemand der keine Erfahrung mit diesen Welten hat, niemals an einem Wochenende oder in ein paar Tage gegeben werden.

Bei den indianischen Völkern selbst bedeutet der Umgang mit Ayahuasca ein langer Weg des schamanischen Lernens, Lernen der Lieder und Sprache der Pflanzen.
Schamanische Diäten dauern manchmal jahrelang, es werden nur bestimmte Lebensmittel gegessen, kein Alkohol, keine bewusstseinsverändernde Substanzen, keine Sexualität.

Zeremonien in Europa

Das spannende: Die meisten die Ayahuasca Zeremonien in Deutschland, Schweiz, Österreich und auch anderswo anbieten kennen nicht mal eine schamanische Diät, die ein wichtiger Bestandteil der Arbeit mit Ayahuasca ist, geschweige denn die Vorbereitung.

So las ich die letzten Tage, wiederum in Facebook bei einer Organisation die europaweit Zeremonien anbieten, dass keine spezielle Vorbereitung notwendig wäre.

Auch dann nicht, wenn Teilnehmer das Getränk mit nach Hause nehmen und es alleine einnehmen. Eine derartige Verantwortungslosigkeit ist kaum zu übertreffen und ist in meinen Augen eine grobe Fahrlässigkeit.

Die meisten wissen zwar ansatzweise über traditionelles „setting“ aber kaum jemand hat sich in der Tat einer schamanischen Diät/Lehrzeit hingegeben. Und das gilt übrigens nicht nur für die Weissen, sondern auch für natives.

Immer noch bekommen hierzulande Menschen die indigener Abstammung sind automatisch einen riesengroßen Vertrauensvorschuss was die schamanische Arbeit anbelangt. Dennoch ist es so dass gerade von den jüngeren Generation kaum jemand dabei sein wird, der auch tatsächlich in eine schamanische Diät Lehrzeit ging die traditioneller Weise Jahre umfasst, nicht einige wenige Wochen oder Monate.

Von den Westlern wiederum sind es eher Wissenschaftler, Ärzte und Psychologen die denken, sie bräuchten ein tieferes Studium der Pflanzen nicht, denn ihre westliche Ausbildung gibt ihnen den Bonus schon weiter zu sein.

AYAHUASCA ist übrigens keine THERAPEUTENPFLANZE, keine Medizin für eine sogenannte psycholytische Therapie, auch kein Allheilmittel für unheilbare Krankheiten oder psychischen Problemen, sondern eine SCHAMANISCHE Kraft, die soviel mehr erfordert als wie eine westliche therapeutische, medizinische oder spirituelle AUSBILDUNG, mehr erfordert als ein paarmal Ayahuasca zu trinken, mehr erfordert als schöne Lieder singen zu können. Und auch mehr erfordert als ein paar Mal in den Amazonas zu reisen und dort an Zeremonien teilzunehmen die den Touristen angeboten wird.

Ich erachte es als einen ziemlich großen Hochmut von Menschen die diese Rituale anbieten, und auch von manch Menschen die diese zu sich nehmen, zu denken, sie brauchen all das traditionelle langjährige Studium im Umgang mit dieser Pflanze nicht.

Sie kennen die Sprache der Pflanzen nicht, nicht die Gebete , webende Worte und die alten Lieder, die die Kraft der Pflanze öffnen um die Energien und Kräfte, die Räume und Felder zu organisieren, strukturieren. Die Schritte, die Wege, die Ebenen um solche Erfahrungen zu leiten. Denn dafür müsste man mindestens zwölf Jahre lernen, sieben Jahre diätieren und noch vieles mehr.

Was für eine Ignoranz zu denken, man braucht die „veralteten Wege“ nicht mehr, da man das eigene Bewusstsein und die eigene schamanische Kraft so „hoch“ einschätzt.

Schöne und gute Worte zu schreiben und zu sagen um Ayahuasca gut zu verkaufen werden jedoch letztendlich nicht über die Laienhaftigkeit hinwegtäuschen können

Fakten:

Busy Busy Business
AYAHUASCA ist ein riesengroßer BUSINESS-ZWEIG in der spirituellen Szene geworden. Heilzeremonien mit Ayahuasca, San Pedro oder Peyote und auch Kambo boomen wie noch nie zuvor.

Denn auch im esoterisch-spirituellem Markt funktionieren seit eh und je schnelles Fast-Food-Service garniert von riesengroßen Versprechungen und teilweise falschen Garantien.

Die große Anzahl von Ayahuascazeremonien in Österreich dürfte auch aufgrund einer Fehlinformation im Internet zustandekommen. Erstaunlicherweise schreibt jemand im Internet auf seiner Homepage schon seit Jahren, dass in Österreich Ayahuasca erlaubt ist (und beruft sich auf eine Quelle von 1995!!!!!) und Hunderte schreiben es nach. Ohne zu recherchieren. Dabei muss nur ein Blick auf die Seite des BKA geworfen werden und schon schnell liest man folgendes schwarz auf weiss.

Gesetzliche Lage in Österreich

Im Suchtmittelgesetz von November 2015 ist die Weitergabe oder Vermittlung eines Produktes mit psychotropen Stoffen egal ob natürlicher oder synthetischen Ursprunges ( DMT und HARMALIN gehören da auch dazu) mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen, wer damit verdient bis zu 3 Jahren. Dasselbe gilt für alle anderen psychoaktiven Substanzen, wie z.B. auch die Pilze.
Darüber sollten sich Anbieter wie Teilnehmer bewusst sein.

Ayahuasca und Psychosen

Ich zitiere aus einer Werbung für Ayahuasca – Retreats in Österreich und Deutschland:
„ Ayahuasca ruft keine Psychosen hervor“

WAS für eine fatale AUSSAGE!
Sehr wohl löst Ayahuasca Psychosen aus.
Und zwar im Besonderen wenn eine Veranlagung für Depression, Schizophrenie, bi-polare Störung oder andere emotional starke Reaktionen in einem Menschen vorhanden sind.

Und wenn ich mich so umschaue dann stelle ich fest, dass sicher an die 95% der Menschen in ihrem Kindheits – Ich feststecken. Das bedeutet, wir haben als Kind emotionale Antworten entwickelt um überleben zu können und diese Muster sind im Erwachsenenleben immer noch aktiv. Ayahuasca kann nun als ein Trigger wirken, das was im Inneren wirkt zu verstärken. Es bringt alles hervor was in einem ist. Und wenn es die negativen Emotionen sowie Traumas sind, dann muss nicht nur der Leiter sondern auch der Teilnehmer damit umzugehen wissen.

Schwierig wirkt sich die Einnahme aus bei Menschen in deren Leben Alkohol oder anderen Substanzen wie Marihuana eine wichtige Rolle spielen.

Ich habe mich viel im Amazonas bewegt und habe unzählige Menschen getroffen die durch die Medizineinnahme in eine Psychose schlitterten.

Auch hier in Europa bitten mich jeden Monat!!! Menschen um Hilfe und Unterstützung die nach einer Einnahme des Getränkes in einer Zeremonie, mit dem Leben danach nicht mehr zurechtkamen.

Es gibt auch andere wesentliche Indikationen, in denen kein Ayahuasca eingenommen werden darf wie jegliche Medikamenteneinnahme, vor allem Psychopharmika, Schlaftabletten. Äußerste Vorsicht ist auch bei Bluthochdruck, Asthma und Herzproblemen gegeben, sowie bei schweren körperlichen Erkrankungen, da die Medizineinnahme Kraft und Energie benötigt. Auch die gleichzeitige Einnahme mit Antibiotika und Chemotherapie kann zu tödlichen Folgen führen.

Von Visionen, Wünschen, Bedürfnisse und Sehnsüchten

Eines der ersten Dinge die ich lernte auf meinem Weg ist das Visionen nicht gleich Visionen nicht gleich Visionen sind. Wallace Black Elk pflegte zu sagen, dass 90 % von dem was wir Vision, Botschaften der Geister nennen keine Visionen sind, sondern die Wünsche und Stimme unseres Egos.
Mit Visionen, aber auch den inneren Bildern und Stimmen muss man umgehen können, sie auch richtig zu deuten wissen.
Die Menschen hier neigen unvorbereitet oftmals dazu ihr EGO zu stärken und eine unglaubliche ICH Bezogenheit zu entwickeln.
Der Kontakt mit den Geisterwelten (real oder imaginiert) verleiht manchem sehr schnell die Illusion etwas ganz Besonderes und Auserwähltes zu sein.

Die Schau in andere Welten und Erkenntnisse vermitteln allzugerne die Illusion der Erleuchtung.

Da wird von einem Tag auf den anderen die Familie verlassen weil man sich martyrerhaft, heldenhaft in der Mission der „spirits“ sieht. Die Arbeit wird gekündigt weil man sich selbst bereits als Schamane sieht, jemand der mir Pflanzen reden kann und was immer einem auch die inneren Stimmen einflüstern.

Eine Mission, eine Aufgabe andere Menschen zu begleiten will ich auch niemandem absprechen. Aber es ist ein langer Weg bis dahin.

Und wie mich immer mein Lehrer Juan Perez unterwies.
„Bevor du als Schamanin deinen Weg gehen kannst musst du lernen was es bedeutet in der Verantwortung zu sein.
Als Mutter und Partnerin. Du musst fähig sein, einen ganz normalen Job auszuüben und damit zufrieden und glücklich zu sein. Du musst dich materiell selbst erhalten können, ohne die Zuwendung von anderen. Und die Liste ging endlos weiter … „

Ayahuasca schenkt eine Fülle an Bildern, Eindrücken, Visionen. Man wird überflutet damit. Die Medizin bringt alles hervor was in einem ist. Bevor es die Stärken sind sind es Ängste, Traumas über deren Schwelle man wandern muss. Der Körper reinigt sich. Man nennt den spirit des Ayahuascas auch trickster. Denn wir erinnern uns, es ist in erster Linie eine schamanische Kraft keine therapeutische. (wobei das eine das andere natürlich nicht ausschliesst). Und diese lieben es durchaus mit unserem Ego zu spielen insofern wir da nicht rein und klar sind.

Manchmal öffnet die „madre“ihre Türen und nimmt einen mit in ihre Welten um zu unterrichten, zu heilen oder was auch immer geschehen soll. Dann können sich Grenzen komplett auflösen. Auch auf der materiellen Ebene. Der Körper fliesst auseinander. Das EGO, die eigene Persönlichkeit löst sich auf. Wo man nicht mehr weiß ob man Frau oder Mann ist, welchen Namen man trägt, ob es eine Familie gibt. Ob man auf der Erde lebt.

Das kann für manche unglaublich beängstigend sein und heftigste Panikattacken hervorrufen.
Auch das wissen die nativen Schamanen und darum brauchte es in der Vergangenheit immer eine lange Vorbereitungszeit um die Kraft zu haben, höhere Welten betreten zu können.

Wirtschaftszweig Ayahuascatourismus

Im Tiefland des Amazonasbeckens welches sich von Peru über Brasilien bis hin nach Kolumbien erstreckt, hat sich in den letzten 30 Jahren der Ayahuascatourismus als ein völlig neuer Wirtschaftszweig entwickelt.

Populär wurden die „Pflanzen der Schamanen“ Anfang der 70er Jahre über die Bücher von Carlos Castaneda. Er ist einer der ersten erfolgreichen Autoren, die über eine „Lehrzeit“ mit einem indianischen Schamanen berichtete. Der erste Band, ein Bestseller in weltweiter Millionenauflage erzählt unter anderem von Castanedas Erfahrungen mit Zauberpflanzen. Dies löste eine erste Reisewelle zu den mexikanischen Indianern vom Stamme der Huichols aus, die jedoch lieber in ihrem nativen Namen, den Wixaritari genannt werden.

Überfordert von all den peyotehungrigen Weissen, die da plötzlich die Dörfer belagerten, begannen sich die Schamanen als solche nicht nicht mehr zu zeigen und die Bevölkerung verhielt sich sehr abweisend gegenüber all den Suchenden.

Da verlagerte sich das Geschehen in den Amazonas. Die Indianer dort verhielten sich den Menschen in Bezug auf Ayahuasca kooperativer, und erkannten sehr schnell das Geldpotential welches in Ayahuasca liegt.

Nun leben tausende und Abertausende von ayahuascatrinkenden Touristen. Infrastrukturen wachsen wie Pilze aus dem Boden und setzt man heute in Iquitos den Fuß aus dem Flughafengebäude sind die ersten Angebote die einen ereilen. Ayahuasca? Camp? Fuerte medicina, buena medicina.

Da wundert es auch keinen mehr, dass an die 90% der Camp- und Schamanenangebote in Wirklichkeit Fakes sind. Gutes Mitverdienen an der Suche nach Rausch und Ekstase der anderen Art.

Jedoch auch die traditionellen, die guten Schamanen denken, okay.
Dann sollen sie halt trinken, wenn sie wollen.
Selber schuld dann wenn sie damit nicht umgehen können und verrückt werden dabei. Sie sehen dies als Lehre der „spirits“.
Im Motto: Die Geister die ich rief …..

Der Lebensraum der indianischen Bevölkerung im Amazonas wird seit Jahrzehnten sukzessive zerstört. Die Grundversorgung ist nicht mehr sichergestellt. Flüsse mit Quecksilber und Öl verseucht, Wälder für Palmtree Plantagen gerodet, Tierarten sind ausgestorben, Fische verschwinden.

Monat für Monat kommen immer mehr Stämme aus dem Urwald um sich der Zivilisation zuzuwenden. Doch in dieser Welt braucht es Geld und Ayahuasca lässt sich gut an die Touristen verkaufen.
Es ist ein grosses Drama das hier geschieht und nur einigen wenigen Maestras und Maestros gelingt es ihren alten Weg zu halten und nicht dem „mainstream“ des Ayahuascatourismus zu erliegen.

In den meisten Ayahuascacamps, welche größtenteils übrigens von Weissen finanziert und geleitet werden, die Schamanen jedoch ihren Namen dafür geben, wird auch schon lange auf gutes setting und Vorbereitungen verzichtet, so wie es früher der Brauch war.

Denn dafür haben ja die Touristen kaum Zeit.

Die nativen Schamanen haben oft keine andere Wahl als am ganzen Spuk mitzuwirken, weil es die einzige Möglichkeit ist Geld zu verdienen für die ganze Familie und Verwandtschaft.

Glücklich sind sie dabei meist nicht. Die Kontrolle über die Medizin entgleitet ihnen. Hungernde und kranke Familienmitglieder in großer Armut jedoch der Druck. Jeder indianische Amazonasschamane ernährt mit dem Geld nicht nur seine Familie, sondern gleich die ganze Verwandtschaft und Freunde mit.

Dieses Jahr wurde eine meiner langjährigen Lehrerinnen, Olivia Lomaz Arevalo, 91 von einem kanadischen Touristen erschossen. Er war psychisch labil und Olivia weigerte sich mit ihm eine Zeremonie durchzuführen um die er bat.
Bei meinem letzten Aufenthalt im Februar erzählte mir shibipa Maestra dass die Übergriffe von Touristen auf Schamaninnen immer mehr zunehmen und die schon Begleitschutz während einer Zeremonie in einem Touristenzentrum anfordern und wünschen – da es immer öfters zu unkontrollierbaren Situationen kommt.

Gerade in den letzten Jahren ist ein grosser Andrang auf die Schamaninnen – nachdem es immer mehr zu Schwierigkeiten mit männlichen Schamanen im Amazonas kam, da ihnen die Kontrolle über sich selbst und die Medizin immer mehr entgleitet.

Aufgrund der Problematiken die sich immer mehr verdichten sind nun auch schon viele Schamanen und Schamaninnen dazu übergegangen im Ayahuasca weniger psychoaktives Chakaruna beizumengen. Zudem dürfen nurmehr einfache schamanische Pflanzen diätiert werden. Die keine anspruchsvollen Rahmenbedingungen brauchen, die kaum ein Weisser einhalten und durchhalten kann.

Viele Diskussionen sind unter den Amazonasschamanen und ihrem Volk über den Gebrauch und das Angebot von Zeremonien gestartet – seit ich diesen Artikel 2016 das erstemal online stellte. Damals wurden meine Worte sehr entrüstet zurückgewiesen – hier in Europa genauso wie in Peru.

Tragische Ereignisse, Überforderungen und auch die Tatsache der Ausrottung der Lianenpflanze Banisteriopsis caapi bringen nun ein Umdenken in diese Episode der spirituellen Heil-Suche.

FAZIT:

Schamanischen Kräften zu begegnen erfordert viel Vorbereitung.
Die wichtigste ist, Verantwortung im eigenen Leben übernehmen zu können. Bin ich ein guter Partner, Elternteil, Freund etc.

Kann ich die Aufgabe die mir das Leben und das Universum jetzt schenkt gut annehmen, und bin ich glücklich in meinem Leben.

Um Ayahuasca kennenzulernen, macht einen großen Bogen um die Retreats hier, besonders auch dann wenn ein tönendes Marketing dahintersteckt.

Arbeitet primär an Eurer inneren spirituellen und persönlicher Reife und Stabilität.
Fahrt in den Dschungel, meidet alle Camps, lebt mit den Einheimischen, werdet ein Teil der Gemeinschaft, arbeitet wie sie, esst wie sie, beobachtet die Natur, lasst Euch auf den Dschungel ein, nehmt euch mindestens ein bis drei Jahre Zeit, bittet die „spirits“ um Unterstützung, seid bereit euch einer mindestens einjährigen schamanischen Diät ohne Wenn und Aber hinzugeben (ohne Ayahuascaeinnahme) und ihr habt die beste Voraussetzung gut geführt und geleitet zu werden.

Insofern auch die „spirits“ diesen Weg für dich als geeignet empfinden.
Demut, Achtsamkeit ist das Um und AUF auf dem schamanischen Wege. Nicht alles was uns begegnet oder angeboten wird ist von den „spirits“ geführt. Da kann man sich auch ganz schnell schön was vormachen. Gerade auf dem spirituellen Weg gibt es viele Verführungen und Attraktionen, die Umwege und Dramen bedeuten, doch letztendlich natürlich immer unserem Wachstum dienen 
Mystifizierungen deuten jedoch meist auf eine Falle hin, wo es wert ist, gut hinzusehen.

Schamane ist nicht gleich Schamane ist nicht gleich Schamane. Wenn man versucht die „spirits“ der Medizin für sich zu benutzen, auszutricksen, das Ego zu nähren oder was auch immer, so gewährt die „Mutter“ einem einen gewissen Zeitraum dieses menschliche Spiel, manchmal Jahre. Doch der Fall dann kann ein ganz tiefer sein. Und geschieht dann doch letztendlich aus der Liebe damit unsere Seele unsere Persönlichkeit wachsen darf, sich entwickeln, aufwachen.

Mir war es ein großes Bedürfnis, Euch meine Sicht mitzuteilen.

Wenn dich meine Worte erreichen und Resonanz finden, fein. Wenn nicht, auch okay. Ich freue mich, wenn es zumindest Denkanstöße freisetzt und höchstenfalls einen anderen Umgang und Respekt mit Ayahuasca und anderen Medizinpflanzen bei dem einen und anderen einleitet.

Danke für eure Zeit und Aufmerksamkeit, die ihr diesen Zeilen geschenkt habt.

In Verbundenheit
Sonia Emilia Rainbow
schamanismus.net

Text: © Sonia Emilia Rainbow.  Alle Rechte Vorbehalten.
Foto credit: © agsandrew – Shutterstock/com

Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Schamanismus und seine Auswüchse

Schamanismus und seine Auswüchse

Die derzeitige Schamanen-Schwemme ist ein Thema, welches auch mich bewegt. In meiner Praxis tauchen immer wieder Klienten auf, welche in diversen Schamanen-Seminaren “alles” darüber gelernt haben – und ja, jetzt geht es ihnen “gar nicht mehr gut”. Sie wollten (meistens) im Prinzip etwas “irdisches”, geerdetes – nicht nur so eine “abgehobene” Esoterik .. und so ein kleiner Ayahuasca Trip wäre auch nicht schlecht – ein bisschen Nervenkitzel muss es schon bringen und landen dann begeistert in diversen schamanisch angehauchten Seminaren/Ausbildungen – whatever.

Schamanismus ist eine sehr altehrwürdige Tradition und eine, zu der man sich berufen fühlen sollte. Eine Tradition, die man ein leben lang lernt und studiert und sich ihr “ergibt”. Es bedeutet nicht, etwas im Wald herum hüpfen und räuchern. Und dann noch alles mögliche dazumischen aus anderen Kulturkreisen und Traditionen. Es ist schon “spannend” zu beobachten, dass all die Lehrer anscheinend selber keine Ahnung darüber haben, mit welchen Energien (“schamanisch” bedeutet immer auf astralen Ebenen unterwegs zu sein – aber es ist ja soooo schön irdisch!) sie da unterwegs sind. Welche energetischen Felder, Wesenheiten usw. da zusammen gemischt werden und vor allem scheint niemand eine Ahnung darüber zu haben, dass, wenn man das ganze Menü in einen Topf wirft, es erstens entsetzlich schmeckt und zweitens einem Magenbeschwerden kreieren wird.

Das Thema steht schon länger auf meiner “Schreibliste” – und siehe da, was finde ich “zufällig”: Diesen super Artikel von Minerva  zu dem Thema – YES, MAGIC HAPPENS 🙂

Schamanen Überall – Ein Artikel von Minerva, der Nordsee Hexe

Als ich im Jahre 2001 begonnen habe, mit Menschen zu arbeiten, Lebensberatend und Schamanisch-magisch – als Hexe, tätig zu werden, so entwickelte sich das langsam und aus sich selbst heraus. Damals gab es von etwa 10 Leuten, mit denen ich arbeitete vielleicht mal einen, der in die Richtung des Schamanen oder der Hexe wollte, ein paar mehr vielleicht, die überlegten, in die Heilpraktische Schiene zu gehen. Heute sind es von 10 Menschen, mit denen ich arbeite oder die in den Laden kommen, mindestens 8, die unbedingt Heiler/in oder gleich Schamanin werden wollen. Oder schon einer sind.

Am besten noch alles zusammen, Heiler, Schamane, Druide, Hexe, Engel Medium, ect..…ich weiß nicht, warum sich mittlerweile so viele dazu  „berufen „fühlen. Benötigen wir wirklich so viele Schamanen in unserer Gesellschaft?

Und warum ändert sich dann nichts, wenn doch so viele mittlerweile schamanisch tätig sind??? Oder ist es eher so , das sich Menschen mal wieder einfach nur wichtigmachen wollen, um sich selbst besser zu fühlen? Sich von der Masse abheben zu wollen?? Eine Modeerscheinung?! Das Gefühl zu haben, was Besonderes zu sein. Oder auch das „besondere Geld „damit zu machen? Sich dadurch Gehör zu verschaffen, sich berufen zu fühlen, ein “Guru” oder “Heiler” zu werden??

© Nordseehexe Minerva

Schamanenschulen und diverse Seminare für alle Gelegenheiten, tauchen auf und sprießen seit wenigen Jahren, wie Unkraut aus dem Boden und mindestens jeder dritte Besucher meines Hexenladens nennt sich mittlerweile auch Schamane oder Heiler oder oder… Tun wir da nicht den wirklichen , indigenen, Schamanen unrecht? Habe ich früher laut über eine Bezeichnung wie “Celtic Reiki“ oder “Göttinnen Reiki”, gelacht, so vergeht es mir mittlerweile immer wieder, wenn ich manch einen Kundenbericht oder Erzählungen einer meiner Klienten lausche….

Ich bekomme immer ein kaltes Grausen, wenn ich davon höre oder lese, wie in sogenannten “Schamanenschulen” in Gruppen von mehr als 20 Leuten „gelehrt” werden, egal welche Intention dahintersteckt.

© Nordseehexe Minerva

Ist das nicht Konsum Schamanismus?!  Für die Masse?! Werden wir nicht von den Geistern selbst berufen? Teilen wir uns nicht, zersplittern, um uns aus eigenem Antrieb wieder zusammen zu setzten?? Werden wir nicht geführt, weil wir selbst lernen, wie sich das Leben anfühlt. Über Jahre und Jahrzehnte hinweg?! Meist auch schon, wenn wir ganz klein sind? Solch genannte „Schulen“ nennen die echten Indigenen Schamanen übrigens: Plastik Schamanismus. Zu Recht? …Ich befürchte schon.

Weiterhin irritieren mich solche Menschen, die ihren Weg scheinbar schon lange gefunden haben. Sie sind Fengshui Experte, Reiki Meister oder Yoga Lehrer.  Meist ja auch gut in dem was sie tun und das schon viele Jahre lang. Aber plötzlich, da findet man dann auf ihren Internet Seiten Begriffe wie: “Schamanische Ausbildung/en” …, “Schamanische Naturrituale”  oder “Schamanische Tätigkeiten….“ ( Witzig, die Bezeichnung “Schamanische Naturrituale.”.. denkt mal darüber nach. Für den Laien sei dies erläutert: Schamanische Rituale sind immer Naturrituale, was auch sonst??! Naturrituale müssen nicht unbedingt “schamanisch” sein. Denn schamanisch heisst, ich nehme Kontakt mit den Geistern auf und werde Vermittler und Botschafter. Also ist der Begriff ein Doppelgemoppel. Es heißt entweder, Schamanische Rituale oder Naturrituale….)

Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es zum lachen, es zeigt sehr genau die moderne Mentalität: Höher, Schneller , Weiter…und eben: Doppelgemoppel….damit auch ja alles abgedeckt und jeder bedient werden kann.

Ich habe , wenn ich auf so eine dieser Internetseiten stoße oder aufmerksam gemacht werde, immer ein großes Fragezeichen vor dem inneren Auge…Ein “WARUM”???!!! formt sich dann. Ich finde, Menschen, die alles Mögliche anbieten oder / und dazu noch aus sämtlichen Kulturkreisen, weniger kompetent. (Von wenigen Ausnahmen mal abgesehen, die gibt es natürlich immer)…

Beipiel: Keltisches Reiki oder Yoga Schamanismus oder Engel Yoga oder Engel Reiki…krass auch: Keltisch – Germanischer – Erzengel Schamanismus… krasser geht fast nicht mehr. ( Ob es wohl schon ein Schamanic-Reiki gibt??! Oh…natürlich…Google sagt: JA!)

Warum schmeisst man bitte das alles durcheinander?! Große Güte! Es ist ja auch sooo praktisch, mit dem “Schamanismus“ oder??… Ich muss mich nicht festlegen, keiner Religion angehören oder gleich alles in einen Topf schmeißen. Das ist einfach. Ich such mir halt das heraus, was mir passt. So spreche ich ganz viele Leute an und kann noch mehr Geld damit machen!! Was ist denn bitte sonst da die Intention??? Ich schmeiß einfach mal ein Teil Christentum, ein wenig Kabbala und ein wenig Buddhismus zusammen, klar, ein wenig Mystik und Magie, das darf nicht fehlen und schon hab ich mein Konzept. Ein bisschen Räuchern, ein wenig Trommeln und die Schamanischen Reisen dürfen ja nicht fehlen! Ob das nun stimmig ist oder nicht. Egal.

© Nordseehexe Minerva

Die Leute sollen gar nicht an sich weiterkommen, die sollen nur das Gefühl haben, sie sind danach wer. Und schön teuer muss es auch noch sein. Fertig! Vielleicht kommt noch ein wenig Distanzlosigkeit, Frechheit und Unbelehrbarkeit dazu. Schon stimmt die Guru Mischung! Ich für meinen Teil habe beschlossen, ich bin und bleibe Hexe. Die Hexe ist die “indigene Schamanin Europas” bzw. dieses Sprachraumes. Eine Hagazussa. Schamane, aber auch Hagazussa, bedeutet “Vermittler”, genau das ist und war die Hexe zu allen Zeiten in unserem Kulturkreis. Die hiesige Ur- Schamanin.

Ich lege mich auf meine heidnische Religion fest, auf meine Nordischen – Slawischen Wurzeln, denn ohne diese Rituale, zu ehren der alten Götter, ohne diese ist für mich alles andere leer und unsinnig. Jahreskreisfeste, die Raunächte, die Sonnenwenden, all das ist nicht neutral. Sie haben mit den alten Bräuchen und heidnischen Göttern zu tun! Da mischen mittlerweile viel zu viele mit ihrem “Halbwissen” darin herum. Esoterisches / Spirituelles Wischiwaschi! Ich bin nicht weichgespült, ich habe immer noch meine Meinung. Dass es viel im Hexenkult gibt und geben kann, jede/R da so ihren eigenen Weg finden muss und soll, das verwehre ich niemandem. Aber bestimmte Regeln müssten dennoch eingehalten werden.

In sehr vielen Dingen sehe ich, das viel möglich ist und alles sein kann, aber manches geht einfach eben nicht oder wäre ein Verrat an die alte Religion, ein Verrat an den Ahnen und den Geistern dieses Landes!

© Nordseehexe Minerva

Noch ein Punkt: Schamanischer Massentourismus, da findet man über das Wochenende seine Erleuchtung. Man nimmt jeden und jede. Die Masse macht es! Natürlich! Zum Schamanen in nur 14 Tagen! Zum Schamanisch arbeitenden, in einem Wochenendseminar! Alles klar!

Wow…ich glaub , ich habe mein halbes Leben damit weggeschmissen zu lernen…. Das ist ein Fausthieb in das Gesicht jedes praktizierenden echten Schamanen! Ein Schlag in die Magengrube jedes Naturvolkes, mit wirklichen Schamanen!

Das man sein Leben ändern muss, vieles was anerzogen ist, sowie alte Denkmuster, ändern muss, das wird in solchen Seminaren kaum vermittelt, da könnte man ja zahlende Kunden verlieren. Wir müssen uns bewusst werden, ich weis als Europäer ist das schwer, manches KÖNNEN WIR NICHT KAUFEN! Und gerade der Schamanische Weg hat mit Erfahrungen zu tun, und die benötigen viel Lebenszeit und die Arbeit an sich selbst. Viele verwechseln dazu noch Psychosen mit Schamanischen Eingebungen. Das Ego wird so groß, dass sie alles und jedes ” erwerben ” müssen. Sie geben sich selbst tausende von Namen und Namenszusätze…. Und wundern sich, wenn sie nur einige Zeit später von einer Krankheit in die nächste rutschen. Und mehr und mehr die Erdung verlieren und ihre Spirits Tango tanzen, weil sie selbst den eigenen Weg schon lange, vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.

Wen wundert es, wenn es immer mehr Menschen mit phychischen Auffälligkeiten gibt, denn das kommt dabei heraus, wenn man ” Schamane in 14 Tagen” werden will…..

© Nordseehexe Minerva

Auch wenn für den ein oder anderen dieser Eintrag “überheblich” klingen mag , soll mir egal sein. Ich habe über 20 Jahre Erfahrung und eine eigene Meinung zu dieser Entwicklung. Aber ich ziehe auch meine Konsequenz aus dieser ganzen “Schamanen Sache”, denn ich werde im kommenden Herbst / Winter meine Internetseite zerbröseln, um sie neu aufzubauen und zu reduzieren.

Auf das was ich bin:
Eine Hexe – die indigene Schamanin dieses Kulturkreises!

http://schwarz-elster.blogspot.com/2018/05/schamanen-uberall.html?m=0

 

Om Mani Padme Hum ?

 

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Ich freue mich über deine Meinung!

Von Herz zu Herz ?
Renate

© 5/2018 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
Foto credit: © Jozef Klopacka – Shutterstock/com
Foto credit Fun Frog: © Julien Tromeur – Shutterstock/com
Text Schamanen Überall: © Nordseehexe Minerva – mit Erlaubnis hier weitergepostet

Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Drei Schlüsselmerkmale von Focusing

Drei Schlüsselmerkmale von Focusing

Von Ann Weiser Cornell

Erschienen in The Focusing Connection, März 1998

(Ins Deutsche übertragen von Karin Meyer)

Es gibt drei Schlüsseleigenschaften bzw. Merkmale, die Focusing von jeder anderen Methode für innere Achtsamkeit und persönliches Wachstum unterscheiden. Die erste ist etwas, das der „Felt Sense“ genannt wird. Die zweite ist eine besondere Art der engagierten annehmenden inneren Aufmerksamkeit. Und die dritte ist eine radikale Philosophie von dem, was Veränderung fördert. Wir wollen diese Schlüsseleigenschaften eine nach der anderen behandeln.

Zum Focusing-Prozess gehört es, in den Körper zu gehen und dort eine besondere Art von Körpergefühl zu finden, das wir „Felt Sense“ nennen. Eugene Gendlin war der Erste, der ihm einen Namen gab und auf einen Felt Sense hinwies, obwohl menschliche Wesen immer Felt Senses gehabt haben, seit sie menschliche Wesen sind. Ein Felt Sense ist – um es einfach auszudrücken – ein Körpergefühl, das eine Bedeutung hat. Sie sind sich bestimmt schon irgendwann in Ihrem Leben eines Felt Sense bewusst geworden und möglicherweise spüren Sie oft einen.

Stellen Sie sich vor, Sie telefonieren mit jemandem, den Sie lieben, der weit weg ist, Sie vermissen diesen Menschen sehr und Sie haben gerade bei diesem Telefonat die Mitteilung erhalten, dass Sie ihn nicht so bald wieder sehen werden. Sie legen auf und Sie fühlen eine Schwere in Ihrem Brustkorb, vielleicht in der Herzgegend. Oder nehmen wir an, Sie sitzen in einem Raum voller Menschen, jeder kommt an die Reihe, etwas zu sagen, und während die Reihe näher und näher an Sie heranrückt, fühlen Sie eine Anspannung in Ihrem Magen, wie eine Feder, die immer weiter aufgezogen wird. Oder nehmen wir an, Sie machen einen Spaziergang an einem wunderschönen frischen Morgen, gerade nach einem Regen, und Sie kommen über einen Hügel und vor Ihnen in der Luft steht ein vollkommener Regenbogen, dessen beide Enden den Boden berühren, und während Sie da stehen und schauen, fühlen Sie, wie in Ihrem Brustkorb ein sich ausdehnendes, fließendes, warmes Gefühl aufsteigt. Das alles sind Felt Senses.

Wenn Sie nur mit Emotionen arbeiten, dann ist Angst Angst. Es ist nur Angst, nicht mehr. Aber wenn Sie auf der Ebene des Felt Sense arbeiten, können Sie spüren, dass diese Angst, die Sie gerade jetzt fühlen, sich von der Angst, die Sie gestern gefühlt haben, unterscheidet. Vielleicht war die Angst von gestern wie ein kalter Felsbrocken im Magen und die Angst von heute ist wie ein Zurückweichen. Wenn Sie bei der Angst von heute bleiben, fangen Sie an, etwas wie ein scheues Geschöpf zu fühlen, das zurück in eine Höhle gezogen wird. Sie bekommen das Gefühl, dass wenn Sie lange genug bei ihm sitzen, Sie sogar den wirklichen Grund herausfinden könnten, warum es so ängstlich ist. Ein Felt Sense ist oft zart und wenn Sie ihm Aufmerksamkeit schenken, entdecken Sie, dass er komplex ist. Es ist mehr da. Wir haben ein Vokabular für die Emotionen, die wir wieder und wieder fühlen, aber jeder Felt Sense ist anders. Sie können trotzdem mit einer Emotion anfangen und dann den Felt Sense dazu spüren, wie Sie ihn jetzt gerade in Ihrem Körper fühlen.

Einen Felt Sense zu spüren ist nichts, was auch andere Methoden lehren. Außer denen, die Focusing betreiben, spricht keiner über diese Erfahrungsdimension, die weder Emotion noch Gedanke ist, die zart ist, aber trotzdem konkret gefühlt wird und absolut körperlich real ist.  Den Felt Sense zu spüren ist eins der Merkmale, die Focusing ausmachen.

Das zweite Schlüsselmerkmal von Focusing ist eine besondere Art der engagierten annehmenden inneren Aufmerksamkeit.

Im Focusing-Prozess bringen Sie dem Felt Sense, nachdem Sie sich seiner bewusst geworden sind, eine besondere Art der Aufmerksamkeit entgegen. Ich drücke das gerne so aus: Sie setzen sich hin, um ihn besser kennen zu lernen. Ich nenne diese Qualität gerne „interessierte Neugier“. Wenn Sie diese interessierte Neugier in eine Beziehung zu dem Felt Sense bringen, sind Sie offen dafür, das zu spüren, was da, aber noch nicht in Worte gefasst ist. Dieser Prozess des Spürens braucht Zeit – er ist nicht unmittelbar da. Im Idealfall hat man also die Bereitschaft, sich diese Zeit zu nehmen, zu warten, am Rand von dem Noch-nicht-recht-wissen, was das ist –  geduldig, akzeptierend, neugierig und offen. Langsam spüren Sie mehr. Das kann etwa so sein, wie wenn Sie in einen verdunkelten Raum kommen und da sitzen. Und wenn Ihre Augen sich an das schwache Licht gewöhnt haben, nehmen Sie mehr wahr als anfangs. Sie hätten auch in den Raum kommen und dann wieder forteilen können, ohne achtzugeben, ob Sie da irgendetwas spüren. Es ist die Achtsamkeit, das Interesse, der Wunsch, es kennen zu lernen, was einen mehr erfahren lässt.

Es findet kein Versuch, irgendetwas zu verändern, statt. An nichts wird irgendetwas gemacht. In diesem Sinn ist dieser Prozess sehr annehmend. Wir akzeptieren, dass dieser Felt Sense hier ist, so wie er ist, gerade jetzt. Wir sind interessiert daran, wie er ist. Wir wollen ihn kennen lernen, so wie er ist.

Trotzdem ist da etwas, was mehr ist als nur das Akzeptieren. In dieser interessierten, neugierigen inneren Aufmerksamkeit ist auch eine zuversichtliche Erwartung, dass dieser Felt Sense sich auf seine eigene Weise verändern wird, dass er etwas tun wird, was Gene Gendlin „Schritte machen“ nennt. Was bedeutet „Schritte machen“?

Die Innenwelt ist nie statisch. Wenn Sie ihr Bewusstheit entgegenbringen, entfaltet sie sich, kommt in Bewegung, wird ihr eigener nächster Schritt.

Eine Frau fokussiert beispielsweise auf ein schweres Gefühl in der Brust, von dem sie spürt, dass es mit der Beziehung zu einer Freundin verbunden ist. Die Fokussierende hat kürzlich ihre Arbeit aufgegeben und sie hat gerade entdeckt, dass die Freundin sich für diese Position bewirbt. Sie hat sich wiederholt gesagt, dass das nicht wichtig ist, aber das Gefühl, dass etwas verkehrt ist, blieb. Jetzt setzt sie sich hin und fokussiert.

Sie bringt die Aufmerksamkeit in den Raum von Hals-Brust-Bauch in ihrem Körper und bald entdeckt sie dieses schwere Gefühl, das die ganze Woche lang irgendwie da war. Sie sagt „Hallo“ zu ihm. Sie beschreibt es erneut: „Schwer… auch angespannt… besonders in Magen und Brustkorb.“ Dann setzt sie sich mit ihm hin, um es besser kennen zu lernen. Sie ist interessiert und neugierig. Beachten Sie, wie dieses Interesse und diese Neugier das Gegenteil von dem ist, was sie vorher gemacht hat, nämlich sich selbst zu sagen, dass das nicht wichtig ist. Sie wartet, mit dieser engagierten, akzeptierenden Aufmerksamkeit.

Sie kann spüren, dass dieser Teil von ihr ärgerlich ist. „Wie konnte sie nur? Wie konnte sie das nur tun?“, sagt er über ihre Freundin. Normalerweise wäre sie in Versuchung, sich zu sagen, dass ärgerlich zu sein unangemessen ist, aber das ist jetzt Focusing, also sagt sie nur zu dieser Stelle „Ich höre dich“ und wartet mit Interesse und Neugier auf das „Mehr“, das da ist.

Nach einer Minute fängt sie an zu spüren, dass dieser Teil von ihr auch traurig ist. „Traurig“ überrascht sie, traurig hat sie nicht erwartet. Sie fragt: „Oh, was macht dich traurig?“ Als Antwort spürt sie etwas wie „entwertet sein“. Sie wartet, da ist mehr. Oh, es hat etwas damit zu tun, dass ihr nicht geglaubt wurde! Als sie versteht, dass es etwas damit zu tun hat, dass ihr nicht geglaubt wurde, kommt ein plötzlicher Ansturm von Erinnerungen: all die Male, die sie ihrer Freundin erzählt hat, wie schwierig es war, für ihren Chef zu arbeiten. „Es ist, als ob sie mir nicht geglaubt hat“, ist das Gefühl.

Jetzt fühlt unsere Fokussierende Befreiung in ihrem Körper. Das war ein Schritt. Das Auftauchen von „traurig“ nach dem Ärger war auch ein Schritt. Der Focusing-Prozess ist eine Reihe von Veränderungsschritten, in der jeder eine frische Einsicht und eine frische körperliche Befreiung bringt, ein Aha! Ist dies das Ende? Sie hätte sicher hier aufhören können. Aber wenn sie weitermachen wollte, würde sie zu dem Gefühl, dass ihr nicht geglaubt wurde, zurückgehen und ihm wieder interessierte Neugier entgegenbringen. Es könnte sein, dass für sie etwas Besonderes darin ist, dass ihr nicht geglaubt wurde, etwas, das mit ihrer eigenen Geschichte verbunden ist, was wiederum Befreiung bringt, wenn es gehört und verstanden wird.

Focusing bringt Einsicht und Befreiung, aber das ist nicht alles, was es bringt. Es führt auch zu neuem Verhalten. Im Fall dieser Frau können wir uns leicht vorstellen, dass jetzt die Art, wie sie sich ihrer Freundin gegenüber verhält, offener, auf eine angemessenere Weise vertrauensvoll ist. Es kann sein, dass andere Gebiete ihres Lebens mit diesem Gefühl, dass ihr kein Glauben geschenkt wird, verbunden waren, und die werden sich nach diesem Prozess auch verwandeln. Dieses neue Verhalten ergibt sich auf einfache, natürliche Weise, ohne dass etwas mit Willenskraft oder Anstrengung getan werden muss. Und das führt uns zu der dritten Eigenschaft von Focusing.

Die dritte Schlüsseleigenschaft oder das dritte Schlüsselmerkmal, das Focusing von jeder anderen Methode der inneren Achtsamkeit und des persönlichen Wachstums unterscheidet, ist eine radikale Philosophie darüber, was Veränderung fördert.

Wie verändern wir uns? Wie verändern wir uns nicht? Wenn Sie wie viele der Menschen sind, die sich für Focusing interessieren, fühlen Sie sich wahrscheinlich festgefahren oder blockiert in einem oder mehreren Gebieten Ihres Lebens. Da ist etwas an Ihnen oder Ihren Lebensumständen oder Ihren Gefühlen und Reaktionen auf Dinge, das Sie ändern möchten. Das ist nur natürlich. Aber lassen Sie uns nun zwei Wege gegenüberstellen, an diesen Wunsch zur Veränderung heranzugehen.

Ein Weg nimmt Folgendes an: Wenn man will, dass sich etwas ändert, muss man es dazu bringen, dass es sich ändert.  Man muss etwas tun damit. Wir können das den Weg des Tun-und-in-Ordnung-Bringens nennen. Der andere Weg, den wir den Weg des Dabei-Sein-und-Zulassens nennen können, nimmt an, dass Veränderung und Fluss der natürliche Lauf der Dinge sind. Und wenn etwas sich nicht zu verändern scheint, sind es aufmerksame Zuwendung und Bewusstheit, was es braucht – mit einer Haltung, die ihm erlaubt, so zu sein, wie es ist, aber offen bleibt für seine nächsten Schritte.

Unser Alltagsleben ist tief durchdrungen von der Einstellung des Tun-und-in-Ordnung-Bringens. Wenn Sie einer Freundin ein Problem erzählen, wie oft ist deren Reaktion, dass sie Ihnen einen Rat gibt, wie Sie das Problem in Ordnung bringen können. Viele unserer modernen Therapiemethoden enthalten auch diese Einstellung. Die Kognitive Therapie zum Beispiel fordert Sie auf, Ihr Gespräch mit sich selbst zu ändern. Hypnotherapie bringt häufig neue Bilder und Überzeugungen ins Spiel, um alte zu ersetzen. Somit ist die Philosophie des Dabei-Sein-und-Zulassens, die Focusing verkörpert, eine radikale Philosophie. Sie drehtunsere üblichen Erwartungen und Weltansichten um. Es ist fast so, als ob ich Ihnen sagen würde, dass dieser Stuhl, auf dem Sie sitzen, ein Elefant werden möchte, und wenn Sie ihm interessierte Aufmerksamkeit entgegenbringen, wird er anfangen, sich zu verwandeln. Was für eine abenteuerliche Idee! Aber so abenteuerlich klingt es für einen tief verwurzelten Teil von uns, wenn uns gesagt wird, dass eine Angst, die wir fühlen, sich in etwas verwandeln könnte, was überhaupt keine Angst ist, wenn ihr interessierte Aufmerksamkeit entgegengebracht wird.

Wenn Menschen, die mit Focusing zu tun haben, über „die Weisheit des Körpers“ reden, ist es das, was sie meinen: dass der Felt Sense „weiß“, was sein nächster Schritt sein muss, so sicher, wie ein Baby weiß, dass es Wärme und Behaglichkeit und Nahrung braucht. So sicher, wie ein Radieschensame weiß, dass er zum Radieschen heranwachsen wird. Wir müssen niemals dem Felt Sense sagen, was er werden soll, wir müssen ihn nicht dazu bringen, dass er sich verwandelt. Wir müssen nur die Bedingungen schaffen, die ihm erlauben, sich zu verwandeln, ähnlich wie ein guter Gärtner für Licht und Boden und Wasser sorgt, ohne dem Radieschen zu sagen, dass es eine Gurke werden soll.

Om Mani Padme Hum ?

Da ich immer daran interessiert bin, dich näher kennen zu lernen, würde ich mich sehr freuen, wenn du unter diesen Artikel etwas darüber schreibst, was dich gerade am stärksten zu diesem Thema bewegt. ?

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Literatur:

Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Bewusstsein versus Bewusstheit

Bewusstsein versus Bewusstheit

Ein Gastartikel von Gaby Meyer.

In diesem Artikel möchte ich diese Thematik neu beleuchten, um uns selbst und unser Denken zu reflektieren, was nun genau Ich Du Wir uns darunter vorstellen. Was ist es, dass das Eine wie das Andere ausmacht? Wofür steht es wirklich? Was ist die tiefe Bedeutung dahinter?

Frage an Dich: Was ist im Grunde die tiefe Bedeutung von Bewusstsein und Bewusstheit und warum schleudern wir diese zwei so oft durcheinander?

Dann folge mir einfach und mache Dir Deine eigenen Vorstellungen. Lass Dich inspirieren und vielleicht entdeckst Du ebenfalls, dass unsere Sprach- und Denkweise, so wie wir eben unterwegs sind, zu allen Zeiten, manchmal irrsinnige Wege gehen – Dinge einfach ausgedrückt werden, ohne zu ´wissen´ was wir da von uns geben, wie dies wirkt und rüberkommt.

Allzu oft höre und lese ich diese zwei Begriffe in vielerlei Tenor. Bunt durcheinander gewürfelt werden sie, je nachdem wer was zu sagen hat und sich dieser Worte bemächtigt. In fast jedem spirituellen Artikel findest Du wenigstens eines dieser Worte angewandt.

Schauen wir doch einmal was wir finden (Lexikon, Duden), wenn wir es trennen:

  • -bewusst:

im Sinne von sich zurechtfinden, zu wissen, im Klaren sein über etwas, volle Bedeutung klar erkannt, sorgsam u bemüht auf etwas achten

  1. absichtlich, gewollt, willentlich (bewusster Anhänger von etwas zu sein)
  2. klar erkennend, geistig wach (sich einer Sache sehr bewusst)
  3. ins klare, wache vorgedrungen (bewusste/unbewusste Vorstellung)
  • -heit:

Diese Wortendung wurde im allgemeinen (Althochdeutsch) zu Eigenschaftsnominalisierung – also Hauptwortbildung (Haupt-, Ding-, Nennwort), das eine Eigenschaft beschreibt. Die Art und Weise wie oder auch eine Erscheinung beschreibt.

  • -sein:

Unregelmäßiges Verb, hier wohl im Sinne als: Beschreibung eines bestimmten Zustands, Lage, Befinden, bestimmter Umstände, als Darstellung jemandes Besitz oder Substantiviert als: Leben/Dasein, das Sein

Dies mag schulmeisterlich genügen, so dass wir uns ein Bild machen können, was die Bedeutung sein könnte, was dahintersteckt, woher es stammt.

Wenn wir nun daraus die Worte:
Bewusstheit sowie Bewusstsein bilden, was wollen wir jeweils damit ausdrücken? Was liegt uns am Herzen, wenn wir dieses oder jenes Wort verwenden? Ist es uns klar, warum wir es gebrauchen?

Ganz oft lese ich in einschlägigen Magazinen, Schriftsätzen, Ankündigung von Workshops, Seminaren – meist spiritueller Natur, dass eine Transformation vor sich gehen soll, dass wir dadurch Bewusstsein erlangen sollen oder zumindest es uns in die Richtung schiebt, die wir ja so gerne hätten ……. Bewusster werden, präsenter, klarer, eigenmächtiger, authentischer …… alles in Verbindung und für Dein Bewusstsein.

Was ist jedoch dieses Bewusstsein?

Bewusst Sein?

Seit Jahrhunderten wird versucht es zu definieren, von der Psychologie, der Physik, innerhalb der Spiritualität, der Neurowissenschaft etc. pp…… keiner weiß es genau – und am wenigsten diejenigen, die nicht an ein Bewusstsein glauben oder das, was wir Seele/höheres Selbst nennen, von dem wir bewohnt werden, dass da etwas allgegenwärtig ist, immer da, nie stirbt.

Darum geht es hier auch gar nicht, dass darf jeder für sich selbst heraus- finden. Für meinen Geschmack wird zu unreflektiert, ja selbstverständlich mit diesem Worten umgegangen.

Ist das Bewusstsein nicht DAS Allmächtigste, Höchste, Weiteste, Tiefste, Größte, Mächtigste aller Formen, die wir je beschreiben oder bezeichnen könnten. Ich meine, dieses Bewusstsein – was niemand wirklich dinghaft machen kann, selbst die Wissenschaftler und alle in diesem Dunstkreis nicht – dies ist es ja genau, warum es zwar gebraucht wird und auch dessen Beschreibung und Vorhandensein fast nicht mehr verleugnet werden kann (gut, von einigen Unverbesserlichen schon) …. Aber es ist und bleibt diffus. Wir sind noch nicht im Stande, es zu be-(greifen), wissen noch nicht, was es wirklich bedeutet und fast alle spinnen sich etwas darüber zurecht, färben es ein mit eigenen Erfahrungen, dem was sie gelesen haben, was der neueste Stand er Dinge aus der Metaphysik ist, haben darüber in Workshops gehört – ja be-(nutzen) es einfach für die eigenen Belange und Zwecke.

Nur, was soll denn wirklich ausgedrückt werden?

Ist es nicht so, dass das Unbekannte, Unfassbare, Allgegenwärtige, nicht Benennbare, sich ständig Ausdehnende, Verändernde, in allem und jedem Seiende ……. eben nicht einfach mal so benannt werden kann? Wenn überhaupt nur ansatzweise erfahren! Es existiert jenseits von Zeit und Raum denken und ist als Aspekt des nicht-lokalen Bewusstseins (ewiges Jetzt, zeitloser Moment) – da zwischen dem Ich und der Umgebung nicht mehr unterschieden wird – als die einzige Wirklichkeit erfahren – in dem man sich selbst als einen Teil und zugleich als Ganzes erlebt. Dieser Zustand wird Einheitserfahrung genannt.

Wenn ich also lese, dass Du da Dein Bewusstsein durch diese oder jene Transformations-, Seelen-, Schatten-, Selbsterfahrungsarbeit berühren, erweitern, … what ever … kannst, ist dies nicht unermesslich hochgegriffen? Es wirkt auf mich irgendwie grotesk, ein Spiel innerhalb der sogenannten Spiritualität.

Ok, es gibt erweiterte Bewusstseinszustände/außergewöhnliche Bewusstseinserfahrungen durch Drogen, Meditation, Gurus, jahrelanger Praxis – von was auch immer. Wir als Menschen wollen ja so gerne erfahren, von etwas berichten, etwas Besonderes darstellen. Und zu Veränderung deiner Selbst, deiner Umgebung, deines Lebens, der Umstände – die vielleicht nicht mehr tragbar für Dich sind, ist es ganz bestimmt gut, die Form, die jetzt für Dich stimmig ist an Selbsterfahrungstechniken zu praktizieren. Inzwischen raten Lehrer auch von jeglicher Praxis ab, einfach sein, mit dem was ist – um aus dem ständigen Tun heraus zu kommen.

Ich schweife ab 🙂

Aber DAS SEIN: DAS BEWUSSTSEIN – das pure reine klare UNFASSBARE – welches für meinen Geschmack arg missbraucht wird, ist meistens nicht gemeint, da wir dort noch nicht angekommen sind und Worte bei weitem nicht ausreichen es nur ansatzweise zu beschreiben. Hingegen kann ich mir sicher über etwas bewusst sein. Es wird mir etwas klarer, bewusster, ist tiefer durchdrungen worden bestenfalls, um so eine Änderung besagter Thematik, Lebensumstände zu bewirken oder wenigstens anfänglich erfasst zu haben.

Ich glaube, dass wir im allgemeinen Kontext, den wir so sehr gebrauchen – gerade auch die vielen spirituellen Angebote betreffend – eher die Bewusstheit meinen und vielleicht deswegen auch eher benennen sollten.

Ich kann an meiner Bewusstheit arbeiten, kann durch Praktiken, Workshops, Vorträge – wo und durch was auch immer dazu beitragen, bewirken, dass sich meine Bewusstheit schult. Ich bewusster werde, mir meiner bewusst werde und somit auch tiefer eintauche in das was mich und meine Bewusstheit ausmacht.

Das Bewusstsein ist ja bereits da, war immer schon da und ist als Institution benannt gar nicht antastbar, weil dies einfach nicht möglich ist. Wie soll man einen Zustand, ein Sein, das Größere, Ewigliche denn durch spirituelle Praxis verändern, erweitern, es aufspüren – um zu (also etwas tun, um zu … erreichen). ES IST DOCH BEREITS DA – WAR IMMER DA UND WIRD IMMER DA SEIN – EIN MEER VON BEWUSSTSEIN!! Mit oder ohne uns. Gut es heißt, es verändert sich ständig, wächst, pulsiert, persönlich wie kollektiv aber nochmal: direkt und unmittelbar durch spirituelle Praxis mit dem Zwecke das Bewusstsein zu vertiefen, zu verändern. Ich denke, das geht nicht!

Im Lexikon steht:

Die Bewusstheit einer Handlung | mit Bewusstheit handelnde Menschen | ein Mensch von hoher Bewusstheit

Das trifft schon eher den Kern der Sache. Wenn ich also in die Praxis, mit was auch immer gehe, dann kann ich darüber hinaus meine Bewusstheit erweitern, festigen, verändern – daran wirken, arbeiten. Aber nicht das allumfassende Bewusstsein – da dieses nicht bearbeitbar ist und sich einfach nicht auf Worte und Gedanken reduzieren lässt.

Bewusstheit mag heutzutage vielleicht gleichgesetzt werden mit dem modernen Ansatz der Achtsamkeit, des Gewahrseins (MBSR nach Kabat-Zinn war einer der Initiatoren). Davon werden wir ja mehr und mehr überspült, will der Mensch doch lernen, wie er seinen Stress bewältigt, freier, glücklicher, intensiver sein Leben zu leben. Weg vom Autopiloten des Alltagmodus – hin zu im Jetzt sein.

Ich finde Bewusstheit (manchmal auch awareness genannt) bezeichnet die gegenwärtige, nicht-bewertende Wahrnehmung des eigenen Selbst und der Umwelt.

Man kann sich sowohl seiner Sinneswahrnehmungen wie Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken als auch seiner Gedanken, Phantasien, Gefühle, Bedürfnisse, Werte, Handlungen und Körpersensationen (Verspannungen, Wärmeempfindungen usw.) bewusst sein. Bewusstheit ist ein fortschreitender Prozess, steht jedem zur Verfügung und wird subjektiv empfunden. Es gibt ein fortschreitendes Erleben (innen wie außen) von Bewusstheit von Augenblick zu Augenblick und kann eben durch diverse Praktiken vertieft, bearbeitet werden.

Was unmöglich mit dem endlosen Bewusstsein ´gemacht´ werden kann. Bestenfalls selbst erfahren wird, durch tiefes Einlassen, wie in verschiedene Arten von Erfahrungen: so beispielsweise die NTE (Nahtoderfahrung) oder sehr überwältigende lebensverändernde Erfahrungen. Dies wird im allgemeinen heute Einsichtserfahrung oder Erleuchtungserfahrung genannt – was nicht heißt, dass das Streben danach nicht wünschenswert ist! Nur, es kann nicht gemacht werden.

 

Om Mani Padme Hum ?

 

© 04/2018 Gaby Meyer. Alle Rechte Vorbehalten.
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Da ich immer daran interessiert bin, dich näher kennen zu lernen, würde ich mich sehr freuen, wenn du unter diesen Artikel etwas darüber schreibst, was dich gerade am stärksten zu diesem Thema bewegt. Renate.

 

Der Anfang vom Ende des Wahnsinns

Der Anfang vom Ende des Wahnsinns

Das ist Teil 3 der spannenden Serie. Viel Freude beim Lesen und Verdauen 🙂
Renate

Der Anfang vom Ende des Wahnsinns

geschrieben von Steven Black:

Im ersten Beitrag dieser Artikelserie ging es um die Art der Zusammensetzung, was für Wesen und Elemente in der viertdimensionalen astralen Ebene existieren. Im zweiten Beitrag ging es hauptsächlich um die Dynamik, wie die astrale und physische Welt gemeinsame Prozesse erzeugt, die sich in Politik, Wirtschaft und in allerlei globalen Phänomenen niederschlagen.

Heute werden wir uns mehr um die persönliche Seite der Geschichte kümmern – um deine und meine persönliche Seite.

Doch bevor wir dazu kommen, möchte ich noch einen kurzen Abstecher in das Dämonen Thema machen. Mir fiel auf, dass da noch etwas im zweiten Teil fehlte, bzw., zu kurz kam – was hiermit nachgeholt wird. Wir haben uns zwar angesehen, wie dämonische Energien in den Weltkriegen wirkten und wie das Gesetz der Anziehung für die Dynamik dahinter sorgte. Aber mir ist es wichtig, jedwede “schwarz-weiß Malerei” zu vermeiden und daher betrachten wir einmal, woher denn diese Dämonen so kommen.

Eine herkömmliche Idee über den Ursprung von dämonischen Wesen geht etwa so – da gibt es diese dunklen, lichtabgewandten Kräfte, welche die Menschen als Nahrungsquelle benutzen, weil sie anscheinend keine Energie von der göttlichen Quelle selbst bekommen. Auch gibt es Ideen, wonach die helle und die dunkle Seite seit Anbeginn der Schöpfung im Krieg wären und dass dieser Krieg im Reich der Menschen stattfindet. Egal, welche Geschichte man dazu liest, es ist immer eine Projizierung von Gut und Böse und eine sehr dualistisch geprägte Sichtweise, wobei der anklagende Zeigefinger natürlich Richtung Dämonen zeigt.

Okay, schauen wir uns Mal eine etwas andere Version an. Die wird dir vielleicht nicht so gut gefallen, weil die dualistischen Gegensätze dabei verschwimmen werden und damit vielleicht die persönliche Komfortzone den Bach runtergeht. In dieser Beschreibung gehe ich allerdings nur auf die Situation der Erde ein, nicht den gesamten universellen Kontext.

Ich stimme grundsätzlich der Idee zu, dass dämonische Wesenheiten Energiesauger sind. Daher halten sie sich ja auch gerne dort auf, wo es diese Nahrung für sie gibt. Überall dort, wo es Neid, Gier, Hass, Angst, Depression, Missbrauch jeder Art, Gewalt, Opferhaltung, Hilflosigkeit und Ohnmacht gibt. Es gibt eine lange Liste von solchen emotionalen Absonderungen, welche für Dämonische Entitäten eine Nahrungsquelle sind. Und sie verstärken und amplifizieren diese emotionalen Muster in uns.

Wie könnte das auch anders sein, wenn WIR – die Menschen, der Ursprung und die Erschaffer solcher Wesenheiten sind? Ja, wir sind die Quelle ..

Wann immer wir in emotionalen Ausnahmezuständen sind, erzeugen wir über diese Entladungen psychonoetische Lebensformen, deren Gestaltsinhalt ein direkter Abdruck dieses Bewusstseinszustandes ist, inklusive aller Bewertungen, die wir dazu treffen. Das kann man lange noch nicht dämonisch nennen, aber wir haben damit eine Schöpfung kreiert, die sowas wie ein Kind von uns ist. Wenn diese Gestalt lange genug gefüttert wird – und damit ist eine ständige Beschäftigung mit und ein Verharren in diesem Zustand gemeint, dann bekommt diese psychonoetische Gestalt eine immer klarer definierte Form und wird irgendwann so etwas wie ein eigenes Bewusstsein haben – eine Miniaturausgabe unseres eigenen Bewusstseins, welches sich nur über solche emotionale Zustände definiert.

Aber seine einzige Nahrungsquelle besteht aus der Art von Energie, wodurch es erschaffen wurde. Es kennt nichts anderes und kann auch mit was anderem nichts anfangen. Mit der Zeit kann das eine sehr große Wesenheit werden, wenn sie genug gefüttert wird und sie ist ein Teil von uns. Was für eine Gestalt das ist, kommt natürlich stark aufs jeweilige Thema an ..

Auf einer größeren Skala betrachtet – wenn wir einen nur kleinen Blick drauf werfen, was für Gräueltaten wir als Menschen Jahrtausende lang begangen haben, in der Unbewusstheit und auch im Überlebensmodus, dann kann man ein recht gutes Bild darüber bekommen, welche Art von dämonischen Wesenheiten dadurch erschaffen wurden und wie bevölkert die astrale Sphäre damit ist. Eine größere Masse an negativen Energien erschafft natürlich sehr viel größere und grässlichere Entitäten. Und natürlich ist denen daran gelegen, dass ihre Nahrungsquelle, ihre Schöpfer, weiterhin solche Energien produzieren. Das kann man ihnen nicht wirklich verdenken, oder? Aber sie können nicht aus sich selbst heraus aktiv werden, sie brauchen eine “Einladung”, welche durch genau die Art von Energie “ausgesprochen” wird, über welche sie kreiert wurden und wobei das Gesetz der Anziehung – gleiches zieht Gleiches an – in Aktion tritt.

Man sollte sich unschwer vorstellen können, welche dämonische Energien bei Kriegen, Mord, Folter, Sklavenhandel, sexuellen Missbrauch (etc., etc., etc.) gefüttert werden. Und die sogenannte Menschheit als Gesamtes hat kollektiv dabei mitgewirkt, dass es diese Wesenheiten gibt.

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Om Mani Padme Hum ?

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Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Wenn der Wahnsinn über die Ufer tritt

Wenn der Wahnsinn über die Ufer tritt

Das ist Teil 2 und viel Freude beim Lesen und Verdauen 🙂
Renate

Wenn der Wahnsinn über die Ufer tritt

geschrieben von Steven Black:

Wie das Gesetz der Anziehung, zwischen der Physischen und Astralen Ebene globale Effekte erzeugt .  

Der Mechanismus der Realität, wie unsere Welt funktioniert und wie unsere Erfahrungen sich ausspielen, ist ein massives, unglaublich engmaschiges Bezugssystem, zwischen der materiellen und astralen Erfahrungsebene. Das Problem ist, wir sind uns dessen oft viel zu wenig bewusst und wir betrachten uns meist außerhalb der ganzen Ereigniskette. Und das macht uns alle angreifbar für manipulative Einflussnahme, in Politik, Wirtschaft oder jeglicher gesellschaftlicher Zusammenhänge.

Nehmen wir als Beispiel die beiden Weltkriege:

Es gibt viele historische Fakten und Zusammenhänge, die einem erklären, wie es zu diesen Kriegen kam. Wenn uns etwa erzählt wird, das Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand, am 28. Juni 1914 in Sarajewo, sei der unmittelbare Anlass für den ersten Weltkrieg gewesen, so ist das nur ein kleiner Teil einer umfassenderen Geschichte. Sicher, es brachte das Fass zum Überlaufen, aber dieser Krieg wurde auf Jahre voraus vorbereitet.

Über viele Jahre hinweg wurde militärisch aufgerüstet und in den damaligen Medien lief eine bestimmte Propaganda Rhetorik. Erstmals in der Geschichte der Kriegsführung wurden eigene Behörden für Desinformation geschaffen. Man benutzte Plakate, Flugblätter und Zeitungen, Schallplatten, aber auch Filme als Propagandamedium. Häufig genutzte Methoden waren die Herabwürdigung und Lächerlichmachung des Gegners, die Beschwörung der eigenen Stärke, der Kampf- und Siegesmoral und die Verdeutlichung der Notwendigkeit sein Land zu unterstützen.

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Leise reitet der Wahnsinn

Leise reitet der Wahnsinn

Stevens Artikel handelt über die 4. dimensionalen Ebene, über den “höheren Emotionalkörper” oder auch Astralkörper genannt. Es ist auch die Ebene der Götter und Dämonen/Geister und unendlich groß und variiert, aber vor allem ist sie sehr komplex.

Das ist Teil 1 und legt die Grundlage für dieses SEHR großen Themenkomplex.

Viel Freude beim lesen und verdauen 🙂
Renate

Leise reitet der Wahnsinn

geschrieben von Steven Black:        

Diesmal geht es um die Zusammenhänge, wie das engmaschige Beziehungssystem zwischen der physischen und der astralen Welt, die Realität gemeinsam erzeugt, die wir persönlich und global erfahren.

Wenn von Realität die Rede ist, dann ist die persönliche, innere Realität, die äußere, persönliche Realität – die wir erfahren und die kollektive, innere und äußere Realität, die wir als Gesellschaft miteinander teilen, gemeint. Die Realität ist also ein ziemlich komplexes “Ding” und sowohl die innere, wie die äußerlich erfahrene Realität, ist eine Ko-Produkt, die durch gemeinschaftliche Interaktionen erzeugt wird.

Die innere Welt des Menschen ist voller Konflikte und Separierung, was uns regelmäßig durch die äußere Welt zurück reflektiert wird. Nirgendwo lässt dich dies leichter ablesen, als in den sozialen Netzwerken des Internet. Wenn man sich beispielsweise die Facebook Timeline von bestimmten Leuten anschaut, so fällt einem ins Auge, wie oft im 15 Minutentakt Inhalte geteilt werden, die extreme emotionale Schwankungen zum Inhalt haben. Etwa so – Weisheiten teilen, Weisheiten teilen, Weisheiten teilen – gefolgt von Empörung teilen, Wut teilen, Bilder von gefolterten Tieren teilen. Dann wieder Weisheiten, Weisheiten, Weisheiten, Empörung, Empörung, Empörung, etc.

Ob das nun “Merkel muss weg” ist, die “schlimmen Flüchtlinge”, “Coca Cola und Nestle müssen weg”, die “Illuminati beherrschen die Welt”, “Soros, Rockefeller, Rothschild sind Satanisten und Clinton, Bush, sind alles Pädophile”, der “Untergang des christlichen Abendlandes”, der “3. Weltkrieg kommt bald”, der “Euro crasht demnächst”, “außerirdische Aliens dominieren die Weltpolitik”, die “Archonten versklaven die Menschheit” – diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Versteht mich nicht falsch   – ich verstehe die Empörung, ich verstehe was da vorgeht und ich selbst habe früher ähnliches Zeug von mir gegeben. Unter der heutigen Perspektive kann ich da nur mehr sagen – du heilige Scheixxe, was habe ich da gemacht?

Der Punkt ist – wir alle wissen nicht, was wir da tun. Sonst würden wir es nämlich nicht machen!

Aber es gibt eben Zeiten in unserem Leben, wo wir in Ohnmacht, Opferhaltungen, innerer Wertlosigkeit verharren und im außen nach Bestätigung und Erklärungen dafür suchen. Der Mensch sucht sich dann seine Sündenböcke im Außen, um sich seine eigene Realität zu erklären. Forscht und sucht Beweise, dreht jeden Stein nach irgendwelchen Indizien um, die sich mit etwas Phantasieeinsatz auch immer wieder finden lassen, aber die Steine in uns selbst, die drehen wir nur selten um. Leider hinterfragen wir uns selbst und unsere eigenen Vorstellungen viel zu wenig. Im Grunde ist uns allen wenig klar, wie sehr unsere emotionalen Reaktionen, unsere Äußerungen und unsere ganze Innenwelt, die äußere Realität MIT-formen.

Uns ist nicht bewusst, auf welche Art die Realität, die wir sehen, in einem extrem kreativen Prozess, zwischen der physischen, dreidimensionalen, materiellen Wirklichkeit und den astralen Räumen auf der viertdimensionalen Ebene, generiert und erzeugt wird. In diesem Beitrag will ich darauf eingehen – how it works. Ich will das jenseits von aller mystischen Romantik oder sinnbefreitem “rosa Plüsch” machen. Der Begriff “Dimensionen” wird hier für die Frequenzbereiche getroffen, die mit unseren Chakren und den damit verbundenen Bereichen des Energiefeldes (Aura) verknüpft sind.

Die viertdimensionalen Welten    ….

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Foto credit: © Sandy MacKensie – Shutterstock/com
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Das Eiskind, Beziehung und deine Seelenverbindung

Das Eiskind, Beziehung und deine Seelenverbindung

Dies ist eine Weiterführung und Vertiefung meines ersten „EisKind“ Artikels und handelt von der schwer fassbaren Verstrickung zwischen dem Drama des Eiskindes, deiner Beziehung (oder keiner Beziehung) und der verlorenen Anbindung bzw. bewussten Verbindung mit der Seele und dadurch dem Göttlichen – der Geistigen Welt, wie es manche nennen. Ich fing gerade an, diese etwas komplexe Thematik einer lieben Leserin meines Blogs zu erklären, also wird jetzt ein Artikel für alle daraus, vor allem, da ich euch mal wieder länger auf „Sparflamme“ gehalten habe – Artikeltechnisch … ?

Über die letzen Monate hinweg beobachte ich, dass auf einmal vermehrt Frauen (und ein paar Männer) in meiner Praxis „auftauchen“, die alle an einem sehr ähnlichen SchmerzPunkt angekommen sind. Vielleicht gehörst du ja auch dazu liebe/r LeserIn.

Diese Menschen haben schon sehr viel gemacht und sind verzweifelt darüber, dass sie immer noch so hamsterradmäßig an ihren Themen rumnagen (vor allem Partnerschaft + Inneres Kind Themen) und ich glaube, dass ich für all diejenigen, denen es so geht, vielleicht ein paar interessante Perspektiven darüber habe, was vielleicht fehlen könnte, der sogenannte Missing Link.

Beziehung & Partnerschaft

Auf der Beziehungsebene kommt jetzt vermehrt das Innere Kind Drama wieder zum Vorschein, egal wie viel Arbeit dazu schon gemacht wurde. Diese Themen sind wie ein Eisberg: Zuerst ist nur die oberste Schicht sichtbar, und mit der fängt man an zu arbeiten. Nach einer Weile kann man sich auf die mittlere Schicht hinzubewegen – hier verbringen die meisten ganz viel Zeit und dann kommt das untere Drittel – die schwierigste Ebene – und das EisKind ist auf Ebene 3 zu Hause und zeigt sich am häufigsten auf der Beziehungsbühne: Es stehen sich immer 2 Kinder gegenüber, die verzweifelt von dem jeweiligen Partner Hilfe für ihren Schmerz und Kummer suchen/erwarten. Und das geht natürlich gar nicht. Dieses Kind sucht auch nicht Sex, es sucht Liebe. Mutter/Vaterliebe – und Liebe ist halt in unserer Gesellschaft im Großen und Ganzen nur über Partnerschaft möglich, also wird die Beziehung zum Schlachtfeld der Kinder.

Alle unsere Beziehungen leiden an einer (scheinbar unheilbaren) Krankheit, und die heißt „extrem bedürftiges inneres Kind“. Es hat inzwischen Suchttendenzen entwickelt und kommt aus dem Suchmodus nicht mehr heraus. Immer wieder klopft es an die Tür, bis du vor lauter Schmerz in dir nicht mehr weißt, was du denn noch tun sollst.

Um in der Partnerschaft endlich Frieden zu finden, muss das EisKind „nach Hause gebracht werden“. Um eine bewusste Seelenverbindung herstellen zu können, muss das EisKind zumindest etwas aufgetaut werden und mehr in das Jetzt kommen, denn es ist dieses EisKind, welches die Verbindung zur „anderen Seite“ hält – oder unterbricht.

Alle die vor 1990 geboren sind haben ein EisKind, ausser sie sind sehr “gut gebundene” Kinder, wie die Psychotherapie das nennt. Es bedeutet, deine Mutter (oder manchmal der Vater) konnten dich wirklich in ihrem Herzen ankommen lassen, was natürlich äusserst selten vorgekommen ist und das ist keine Kritik an unseren Eltern, sondern einfach Tatsache, denn sie hatten keine Erfahrung damit. Bei ihnen ist das EisKind sogar noch viel stärker ausgeprägt, vor allem in den Krieg- und Nachkriegsgenerationen. Die nach 1990 Geborenen, die schon etwas „erwachtere“ Mütter hatten, sind nicht so sehr in diese Wunde verstrickt. Ihre Beziehungen laufen schon etwas anders. Wir, die vor 1990 Geborenen müssen noch viel daran arbeiten.

Mir ist in meinem Leben bisher nur ein einziger Mensch begegnet, die auf dieser Ebene halbwegs gesund war/ist, und sie ist meine FühlBegleiterin! Ein sehr gewolltes Kind mit einer tiefen Anbindung zu ihrer Mutter … was nicht heisst, dass nicht auch sie unendlich viel ProzessArbeit hinter sich hat – aber sie hatte diesen einen unverletzten Raum in ihrem Herzen, aus dem sie das andere Herz (Kind) mit aller Liebe fühlen konnte und trotzdem ganz bei sich blieb. Es war/ ist ein Geschenk, und mit ihrer Hilfe habe ich diesen Raum auch in mir wieder herstellen können – oder besser gesagt, ihn zuerst finden, dann heilen und letztendlich auch für andere aktivieren können. Mein EisKind konnte „enteisen“, sich in mir integrieren und in dieser Zeit ankommen, step by step.

Wenn man sich (gezwungenermaßen) lange im Überlebensmodus hat einrichten müssen, um eben in komplexen LebensSituationen noch funktionieren zu können, ist das sogenannte innere „WächterSystem“ sehr ausgeprägt und der Wächter macht sofort dicht, wenn das Überleben gefährdet ist, egal ob das noch gut für dich ist oder nicht. Es ist noch nicht im Jetzt angekommen, verteidigt also immer noch die alte Situation. Das EisKind hat keine Chance, aus der Versenkung hochzukommen, wenn der Wächter das als zu gefährlich einstuft. Und das Blöde daran ist, dass der Wächter SOFORT lernt, was du gerade gelernt hast und wendet es sofort gegen dich an, in Windeseile. Und diese Teile in uns sind sehr intelligent! Vor allem, wenn du schon lange auf deinem Weg bist, ist dein System natürlich auch dementsprechend „geeicht“ auf all das Spiri-Zeugs ? – und lässt nicht viel durch. Es hat gelernt, wie man das umgehen kann.

WARNUNG: Alleine in die 3. Schicht abzutauchen, um das EisKind zu erreichen, wäre der volle Wahnsinn! Auch ich gehe damit zu meiner FühlBegleiterin und mache das nicht alleine!!! Ob Therapeut, Heilpraktiker, Guru, Schamane, oder wer-auch-immer dich begleitet, diejenige MUSS ihr EisKind (nicht nur ein inneres Kind) an einen guten Ort in sich gebracht haben. Jeder, der mit dir da in diese Tiefen tauchen möchte, MUSS damit in sich halbwegs in Frieden sein. D. h. deine Begleiterin MUSS fühlen können, was du fühlst, während du es fühlst. Sonst passiert gar nichts.

Sie muss das Feld dafür halten können, sonst gibt’s keine Erlösung für diese Erstarrung/Vereisung in dir. Das Feld aufbauen und halten können heisst, diejenige muss ein Resonanzfeld dazu haben und das geht nur, wenn sie das Dramakind in sich heimgeholt hat. Dein EisKind weiß ganz genau, wenn dem nicht so ist, und es wird sich auf ewig und immer weigern, da nochmals herauszukommen, egal wie gut gemeint die Absicht ist. Es weigert sich, den Schmerz des nicht-gefühlt-werdens nochmals zu erleben. Es ist das eingefrorene Muster in dir (wenn du mit der Metapher des EisKindes nicht so gut kannst) und du bleibst weiterhin in der Mittelschicht hängen. Jede (ungelöste) Runde davon bringt das EisKind noch tiefer in die Versenkung, bis es fast unmöglich wird, es noch zu erreichen.

Ich muss also als deine Begleiterin fähig sein, mein Herz soweit aufmachen zu können, dass ich, wenn ich wieder in die Ebene des EisKindes tauchen und es aus seiner Erstarrung lösen möchte, nicht selber in meinem unerlösten Schmerz ertrinke bzw. darin abstürze. Nur dann kann ich dein EisKind in mein geheiltes Herz nehmen, damit es dort aufzutauen beginnen kann. Das ist ein wirklich magischer Moment, wenn es sich zu wandeln beginnt – und es ist magisch. Das EisKind braucht diese ganz reine Herzensliebe, welche NICHT bedingungslos ist, sondern sehr menschlich und persönlich – also BEDINGT! Es ist das Wunder des heilenden, weiblichen, menschlichen Herzens. Männliche Gurus & Heiler etc. können das EisKind z.Zt. noch nicht erreichen, tut mir leid. Das ist im Moment dem Weiblichen vorbehalten, ohne jetzt dem Männlichen zu suggerieren, dass es nicht gleich WERTVOLL und kompetent ist. Es ist es! Aber das EisKind braucht vor allem dringend WEIBLICHE HERZENSWÄRME, denn in tausenden von Jahren Patriarchat ist das abhanden gekommen.

Dieses EisKind will und soll von einer FRAU gefühlt und willkommen geheissen werden, damit es rauskommen und heilen kann. So einfach und schwierig ist das. Und ich kann den Schmerz deines Kindes nur fühlen, wenn ich dazu in Resonanz gehen kann -ohne dabei gleich von dem Todeswunsch des Kindes mitgerissen zu werden und selber das Gefühl von „ich-halte-das-nicht-aus“ zu bekommen. Ist eine echt gefinkelte Sache. Auch sehr liebevolle und mitfühlende Empathen haben ein geschlossenes Herz, nicht verwechseln! Das „geschlossene Herz“ hängt mit dem EisKind zusammen und öffnet sich nicht einfach mit einer spirituellen oder energetischen Technik, Affirmation, Guru or whatever. Es öffnet sich NUR durch RESONANZ. Ein Feld der Liebe wird gebraucht, also nur ein Herz, welches wirklich dort vibriert, kann dem anderen Herzen helfen, sich wieder einzuordnen (zu öffnen) – sozusagen. Dieses (geheilte) Herz fungiert wie ein Navi für das andere Herz.

Wenn ich an diesem Thema arbeite, begleiten mich dabei auch immer ein paar Emanationen der Göttlichen Mutter. Sie kommt in diversen „Göttinnen Formen” und es kommt immer auf die Person an, mit der ich arbeite, welche weibliche Gottheit sich gerade präsentiert. Vor ein paar Tage war es die Heilige Maria, da meine Klientin eine alte und tiefe Verbindung zu ihr hatte. In dieser Kombination von Göttlicher Mutter Energie und meinem offenen Herzensraum kann das EisKind wieder „geheilt“ werden, auftauen, ankommen, den Schock abbauen – dann kann es zurück zur eigentlichen „Besitzerin“ – ich behalte die Kinder nicht bei mir. ?

Das ist das Geschenk aus der Großen Mutter, welche sich nun vermehrt zeigt. Es ist ein neues (weibliches) Heilfeld, das sich gerade auftut, damit dieses EisKind endlich aus seinem Drama erlöst werden kann. Ich habe die Große Mutter vermehrt um Hilfe dafür schon eine Zeitlang richtiggehend angefleht, denn egal was ich probiert habe, es war unendlich schwierig und langwierig, dieses Kind an einen guten Platz zu bringen. Jetzt hat sie endlich „geantwortet“.

Ich weiß, da waren jetzt ganz viele “Muss-Wörter” in Gebrauch, aber es ist nicht “verhandelbar”, deshalb verwende ich ganz bewusst “muss” …

Seelenebene – Verbindung

Um eine echte Seelenverbindung, und so deine göttliche Anbindung wieder herzustellen bzw. aufzubauen, sind wir wieder beim EisKind … auch dafür muss es miteinbezogen werden, denn es verhindert, dass die Kommunikation leicht hin- und her fließt. Es hat die Tür hinter sich zugemacht, also kann die Geistige Welt sich todschreien, du wirst sie nicht hören/ wahrnehmen. Ja es gibt Ausnahmen, ich bin eine davon. Aber wir sind AUSNAHMEN, nicht die Regel. Und trotz aller Ausnahme musste ich unendlich viel tun, um die alte Verbindung wieder herstellen zu können. Also ohne Arbeit geht’s nicht. Basta.

Ich sehe bei vielen gespeichertes – gebunkertes Licht, welches nicht mehr richtig fließen kann – ausgelöst durch die (Kindheits) Schocks – und das fehlt dann deinem System. Du “verhungerst“ sozusagen energetisch, trotz all der inneren Arbeit. Das Gefühl, ganz alleine gelassen und verlassen worden zu sein, ist das Kind in dir. Der große Schock des „Horror des Seins“, wie Barron es nennt, schließt die Tür zur Seele, die Tür zu Gott.

Bei diesen Menschen sehe ich die (spirituelle) Entourage hinter ihnen stehen, ganz nah und klar – und sie raufen sich die unsichtbaren Haare, den sie können ihren Menschen nicht mehr klar erreichen. Und du schreist und jammerst Runde um Meditationsrunde …

Wenn ich die Entourage wahrnehme bedeutet das für mich, dass die Person vor mir eigentlich eine „advanced soul” ist – also Reife und Alte Seelenstufe (ohne da in Bewertung zu gehen), denn in Jungen Seelen ist meist, wenn überhaupt, nur ein Geistführer anwesend (was sich im Moment wieder ändert, aber das ist eine andere Geschichte). Das Kind in dir kann aber die Verbindung zur Entourage nicht mehr fühlen, denn es ist abgetrennt und es ist das Innere Kind, welches die Verbindung „nach oben“ in der Hand hält. Du brauchst das Innere Kind, um eine gute und gesunde Rückverbindung zu deiner Seele, deinem wirklichen Sein herstellen zu können. Also lohnt es sich immer, in die nächste Stufe der Inneren Kind Arbeit zu gehen.

Ich denke, bis jetzt war es auch nicht wirklich möglich, in diese 3. Ebene leicht vorzudringen, aus unterschiedlichen Gründen, einer davon war die alte Zeit.. Aber jetzt geht es, versprochen.

Wer sich von euch Professionals (Heilerinnen, Coaches, Schamaninnen Therapeutinnen etc.) davon angezogen fühlt, solche Arbeit auf Ebene 3 des Eisberges zu machen und Training/Heilung/Unterstützung dafür haben möchten, meldet euch. Wenn genügend Interesse dafür besteht, werde ich ein WochenendSeminar dafür zaubern – zusammen mit meiner FühlBegleiterin, damit so schnell als möglich viel mehr Menschen für diese Arbeit zur Verfügung stehen, denn es ist soooooo ungemein wichtig, da endlich EFFEKTIVE Hilfe zu leisten. August 2018 würde für mich gut passen …

Nachtrag: Sorry, natürlich dürfen alle Frauen mitmachen, die daran interessiert sind, nicht nur professionals .. ?

Und an das „Ich-mach-das-alles-alleine-und besser-Geschwader: Dann macht es so und seid glücklich – und ganz still!

Für diejenigen, die als Freunde miteinander arbeiten möchten: Super Idee, wenn du dein EisKind an einem guten Platz hast und z.B. eine Technik wie Focusing gut beherrschst. Es braucht nicht immer professionelle Therapeuten, aber bitte nicht unnötig herum experimentieren, vor allem nicht, wenn du wirklich schweres Kindheitstrauma hast. In diesem Fall IMMER nur qualifizierte Psychotherapeuten hinzuziehen, denn es besteht (unter anderem) die Gefahr der Wieder-Traumatisierung.

And, last but not least, es tut mir echt leid ihr Lieben, dass ich mal wieder eine längere Schreibpause eingelegt habe, bin einfach an meiner neuen Webseite, einem neuen Online Kurs usw. am arbeiten – also ganz viel schreiben … und ächz und stöhn ..? und ja, mein Körper – Gesundheit hat auch mehr Aufmerksamkeit von mir gebraucht, also DANKE für eure Geduld und Treue! Ab Mai (hoffe ich) sollte es wieder etwas leichter werden.

Von Herz zu Herz ?
Renate

Hat dir mein Artikel gefallen …. und vor allem, hilft er dir weiter? Hast du Fragen oder Anregungen dazu? Schreib mir über die Kommentarfunktion.

Ich freue mich über deine Meinung

 

Om Mani Padme Hum ?

 

© 02 2018 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

 

Literatur über Focusing

 

Inkarnationsvertrag

Inkarnationsvertrag

Die Worte des “Inkarnationsvertrages” wurden von Joe Conrad in 2002 publiziert – und ich habe den Impuls, es als Thema aufzunehmen, denn es ist immer wieder brandaktuell.

Die Debatte, ob es überhaupt Inkarnationen gibt, wird immer noch heiß geführt, von allen Befürwortern und Gegnern. Natürlich sei es jedermann unbenommen, aus persönlichen, religiösen oder anderen Gründen die Reinkarnationslehre abzulehnen.

Für mich ist interessant, dass manche Menschen die Überzeugung vertreten, dass sämtliche (Inkarnations)-Erinnerungen über die DNA transportiert werden. Dies ist für sie ein scheinbar wissenschaftlicher Beweis gegen den Irrglauben der Reinkarnation. Doch die Behauptung, dass alle Erinnerungen an frühere Leben ihren Ursprung im genetischen Material hätten und in unserer DNA über Generationen hinweg weitergegeben worden seien, ist für mich in vielerlei Hinsicht nicht stichhaltig.

Unbewusste Erinnerungen am traumatische Erlebnisse in einem früheren Leben können in der Tat einen schwer geschädigten physischen Abdruck dieses längst verstorbenen Körpers auf unseren neuen Körper übertragen, doch die Ursache dafür liegt nicht in der DNA. Die molekularen Codes im jetzigen Körper sind nagelneu und gehen auf unseren momentanen stofflichen Körper zurück. Innere Überzeugungen und Haltungen des SeelenGeistes beeinflussen in der Tat das biologische Gehirn. Es gibt Forscher, die der Auffassung sind, dass unsere ewige Intelligenz, zu der auch energetische Eindrücke und Erinnerungsmuster aus früheren Leben gehören, die DNA durchaus beeinflussen kann. Es gibt sehr wohl zahlreiche andere Elemente, die mit Gedankensequenzierung zu tun haben und die wir aus Hunderten früheren Leben in unseren jetzigen Körper mitbringen. Dazu gehören auch unsere Erfahrungen in der geistigen Welt, in der wir keinen Körper haben.

Ein fundiertes Argument gegen auf der DNA gespeicherte Erinnerungen aus früheren Leben ist das umfangreiche Forschungsmaterial, das uns über frühere Leben zur Verfügung steht. Die Körper, die wir in früheren Leben hatten, sind in genetischer Hinsicht so gut wie nie mit unserer jetzigen Familie verwandt. Während ich in einem Leben ein Mitglied der Familie Huber gewesen sein könnte, und zwar zusammen mit anderen aus meiner Seelengruppe, könnten wir uns für das nächste Leben entschlossen haben, zur Familie Miffelbach zu gehören. Der durchschnittliche Mensch hat frühere Leben als Weißer, Asiate und Afrikaner geführt, ohne dass es hier erbliche Verbindungen gebe. Wie sollen also unsere Erinnerungen an eine Existenz auf anderen Welten in Form anderer Wesen auf der menschlichen DNA gespeichert sein, wenn es diese doch nur auf der Erde gibt? Die Antwort ist ganz einfach: Bei der sogenannten genetischen Erinnerung handelt es sich eigentlich um Seelenerinnerungen, die aus dem Unbewussten stammen.

Michael Newton, der leider in 2016 von uns gegangen ist, hat drei Erinnerungskategorien vorgestellt:

1. Bewusste Erinnerung: Dazu gehören alle Erinnerungen, die das Gehirn in unserem biologischen Körper speichert. Zum Ausdruck wird sie durch ein bewusstes Ich-Selbst gebracht, das über Wahrnehmungsfähigkeit verfügt und sich an unserem Planeten anpassen kann. Die bewusste Erinnerung wird durch sinnliche Erfahrungen beeinflusst sowie durch sämtliche biologische und instinktive Triebe primitiver Natur und durch unsere emotionalen Erfahrungen. Sie kann uns im Stich lassen, denn es gibt Abwehrmechanismen, die mit dem zusammenhängen, was in diese Erinnerung  aufgenommen und durch die Eindrücke unsere fünf Sinne bewertet wird.

2. Unsterbliche Erinnerung: Diese Kategorie der Erinnerungen entspringt offenbar aus dem Unterbewusstsein. Das unterbewusste Gedankengut wird im Wesentlichen von Körperfunktionen beeinflusst, die nicht unserer bewussten Kontrolle unterliegen, also etwa Herzfrequenz und Drüsenfunktionen. Allerdings kann sie auch als Magazin unserer bewussten Erinnerung dienen. Die unsterbliche Erinnerung weiß um die Ursprünge dieses Lebens und anderer physischer Leben. Sie ist sozusagen der Lagerraum für vieles aus unserer Psyche, da das Unterbewusstsein die Brücke zwischen Bewusstsein und Überbewusstsein bildet.

3. Göttliche Erinnerung: Hier handelt es sich um Erinnerungen, die aus unserem Überbewusstsein stammen, welches der Sitz der Seele ist. Wenn Gewissen, Intuition und Vorstellungskraft über das Unterbewusstsein zum Ausdruck kommen, dann entstammen sie dieser hören Quelle. Unser ewiger SeelenGeist ist aus höherer konzeptueller Gedankenenergie entstanden, die größer ist als wir selbst. Auch das, was wir Inspiration nennen, könnte der unsterblichen Erinnerung entspringen, doch es gibt eine höhere Intelligenz außerhalb unseres KörperGeistes, die Teil der göttlichen Erinnerung ist. Die Quelle dieser göttlichen Gedanken ist nicht auszumachen. Gelegentlich stellen wir uns darunter die persönliche Erinnerung vor, obwohl die göttliche Erinnerung doch eigentlich die Kommunikation repräsentiert, wenn wir in unserer unsterblichen Existenz sind.

Ich weiß, dass es viel Unfug auf dem Gebiet der Reinkarnation gibt, deshalb habe ich auch vor Jahren meine Seelenrückführungen von meinem Angebotsprogramm genommen. Ich hatte genug vom 15. Napoleon, der 34. Kleopatra und der ach so beliebten Königin eines großen Reiches – vielleicht sogar Elisabeth I. von England .. denn wenn man nicht wirklich bereit dazu ist, mit den gewonnenen Informationen umzugehen bzw. sich damit auseinanderzusetzen, bringt es rein gar nichts.

Es hat sich gezeigt, dass, wenn es notwendig ist, sich die Information sowieso zeigt. Mit meinen CoReOn Gruppen haben wir auch ab und zu Aufstellungen zu dem Thema gemacht, wenn es notwendig war, sich andere Leben zu einem bestimmten Thema anzuschauen. Vor allem das Thema Beziehung ist oft karmisch vorbelastet und manche wiederholen einfach Leben um Leben immer das gleiche Drama. Ich kann nur jedem versichern, dass die Informationen aus anderen Leben meistens nicht angenehmer Natur sind, denn es ist oftmals Trauma, welches sich zeigt, keine langen lustvollen Leben.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass man sich mal auf das Abenteuer “Erde” eingelassen und einen “Inkarnationsvertrag” eingegangen ist, den es zu beenden gilt, egal ob man möchte oder nicht. Auch 1000 Verschwörungstheorien über die bösen Archonten helfen dir da nicht. Du kannst deinem VERTRAG NICHT ENTKOMMEN. Das ist die Regel.

Glaubt mir bitte, ich habe das immer wieder überprüft und natürlich auch versucht, die “Exit Klausel” zu finden, aber ohne Erfolg, tut mir leid. Es scheint, wir müssen den Vertrag einhalten den unser SEELENGEIST eingegangen ist, nicht unser physisches Ich-Bewusstsein!!

Niemand auf dieser Erde ist ein kleines Würmchen, ein Nichts, egal wie viel Manipulation es auch gegeben haben mag. Es ist alles so lange her und wir sind (meiner Meinung nach zumindest) hier auf der Erde inkarniert, um genau diese Manipulationen zu erlösen, heilen, klären und dem Spuk endlich ein Ende zu bereiten.

Auch du liebe Leserin, lieber Leser, hast einmal JA dazu gesagt. Bitte gib jetzt nicht auf, vor allem nicht an den Tagen, wo man meint, dass alles und jeder gegen dich ist, wenn man sich von Gott verlassen fühlt, wenn man absolut sicher glaubt, dass das hier alles ein großer Fehler ist.

DU bist kein Fehler und hast auch keinen Fehler begangen. Du bist hier nicht auf einem Gefängnisplaneten und niemand kann dich ewig manipulieren, wenn du es nicht mehr zulässt. Gott hat dich nicht verlassen. Im Gegenteil: Gott verlässt sich auf dich – dass du es schaffst.

Inkarnationsvertrag – von Joe Conrad

Es ist hilfreich, über jeden Satz einzeln nachzudenken.

§1)Sie erhalten einen Körper. Dieser Körper ist neu und einmalig. Niemand sonst bekommt den gleichen.
§2)Sie erhalten ein Gehirn. Es kann nützlich sein, es zu benutzen.
§3)Sie erhalten ein Herz. Die besten Resultate erzielen Sie, wenn Hirn und Herz ausgewogen benutzt werden.
§4)Sie erhalten Lektionen. Niemand bekommt exakt die selben Lektionen wie Sie oder kann sie Ihnen abnehmen.
§5)Sie können tun, was Sie wollen. Alles, was Sie anderen antun, kommt zu Ihnen zurück.
§6)Eine Lektion wird so lange wiederholt, bis sie begriffen wurde. (Auch inkarnationsübergreifend)
§7)Dieser Vertrag ist für alle gleich. Es gibt keine Privilegien, auch wenn einige das behaupten. (Handschriftliche Änderungen haben keine Gültigkeit.)
§8)Sie bekommen Spiegel, um zu lernen. Viele Spiegel sehen aus wie andere Körper. Sie sind dazu da, Ihnen etwas zu zeigen, das in Ihnen ist.
§9)Wenn Ihr Körper zerstört wird oder aufhört, zu funktionieren, bekommen Sie einen neuen. (Es kann zu Wartezeiten kommen.)
§10)Der Inkarnationsvertrag läuft erst aus, wenn alle Lektionen zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben.
§11)Was befriedigend ist, bestimmen Sie!

Nützliche Hinweise und Tips:

Ziel ist es nicht, beim Verlassen eines Körpers möglichst viel Geld zu haben.
Es gibt keinen Bonus für Berühmtheit oder Beliebtheit.
Sie müssen sich nicht an den Fehlern anderer orientieren.
Regeln sind dazu da, überprüft zu werden.
Behauptungen anderer über das Ziel können Ablenkungen sein.
Sie können nichts falsch machen. Es kann höchstens länger dauern.
Zeit ist eine Illusion!
Sie haben Zugriff auf alle Antworten über eine spezielle Verbindung in Ihrem Herzen.
Alles innerhalb des Schulungsraums reagiert auf Herzensausstrahlung.
Versuche, den Schulungsraum zu beschädigen, führen zu Einschränkungen.
Niemand kann Ihnen die Verantwortung abnehmen.
Gewalt führt niemals zu einer Lösung.
Es kann nützlich sein, darauf zu achten, welche Situationen sich wiederholen.
Drogen (legale und illegale) können die Wahrnehmung der Lektionen verfälschen.
Nur, weil alle sich auf eine Weise verhalten, muß das nicht bedeuten, daß es richtig ist.
Es gibt selten nur eine richtige Lösung.
Sie können einen Antrag auf Vergebung stellen.
Es gibt keine Extraklauseln für niemanden.
Sie werden geliebt. (Auch wenn Sie in der Bronx oder Somalia sind.) Alles andere ist Täuschung.
Lektionen sind besondere Gelegenheiten, sich zu entwickeln und keine böse Absicht.
Es kann riskant sein, seinen Körper anderen anzuvertrauen.
Andere in der Entwicklung zu behindern, bringt keinen Vorteil.
Sie bekommen (vorzugsweise während der Nachtstunden) Gelegenheit, den Körper zu verlassen.
Erinnerungen an Erfahrungen außerhalb des Körpers werden nicht im Körper bzw. Gehirn gespeichert.
Herumspielen an Ihrem Körper ist Ihr gutes Recht. An den Körpern anderer erfordert deren Einwilligung.
Abgucken ist sinnlos!
Wer Ihnen eine Lebensversicherung anbietet, ist ein Betrüger.
Das mutwillige Beenden einer Inkarnation führt zu viel unnützem Papierkram.
Wissenschaftliche Gutachten und heilige Schriften dienen der Verwirrung.
Es geht nicht darum, Erster zu sein.
Es geht nicht darum, cool auszusehen.
Niemand macht in Ihrer Situation eine bessere Figur als Sie.
Sie sind nicht der Einzige, der am Sinn des Inkarnationsvertrages zweifelt.

Da Sie diesem Vertrag zugestimmt haben, ist es unnütz, sich darüber zu beschweren, daß Sie hier sind.
(Jo Conrad, 15.3.2002)

 

Von Herz zu Herz ?
Renate

Da ich immer daran interessiert bin, dich näher kennen zu lernen, würde ich mich sehr freuen, wenn du unter diesen Artikel etwas darüber schreibst, was dich gerade am stärksten zu diesem Thema bewegt. ?

 

© 01 2018 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Literatur

alle Bücher von
Michael Newton
Varda Hasselmann & Frank Schmolke

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