{"id":256630,"date":"2026-10-29T10:43:14","date_gmt":"2026-10-29T08:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/renatehechenberger.com\/?p=256630"},"modified":"2026-10-29T12:23:54","modified_gmt":"2026-10-29T10:23:54","slug":"was-haelt-mich-eigentlich-hier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/renatehechenberger.com\/en\/was-haelt-mich-eigentlich-hier\/","title":{"rendered":"Was h\u00e4lt mich eigentlich hier?"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;section&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;row&#8220; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.16&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.8&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Wenn Bleiben mehr Kraft verlangt als Gehen<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gab eine Zeit in meiner internationalen F\u00fchrungskarriere, in der ich mich immer h\u00e4ufiger fragte, warum ich eigentlich noch blieb.<\/p>\n<p>Ich hatte viele Jahre in gro\u00dfen Organisationen gearbeitet, Verantwortung getragen, internationale Projekte geleitet und gelernt, mich in komplexen Machtstrukturen zu bewegen. Ich kannte die Regeln, wusste, wie Entscheidungen zustande kamen und wie viel Geduld Ver\u00e4nderungen erforderten. Ich hatte immer wieder versucht, Dinge zu ver\u00e4ndern, die mir nicht sinnvoll oder richtig erschienen.<\/p>\n<p>Irgendwann war ich m\u00fcde geworden. Nicht von der Verantwortung oder der Arbeit an sich, sondern davon, immer wieder an denselben Grenzen anzukommen. Von Diskussionen, in denen sich wenig bewegte, und von Strukturen, deren Ver\u00e4nderung offenbar niemand ernsthaft wollte. Erfahrung, gute Argumente und Beharrlichkeit konnten durchaus etwas bewirken. Doch mein tats\u00e4chlicher Einfluss blieb zunehmend hinter dem zur\u00fcck, was ich f\u00fcr notwendig hielt.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ver\u00e4nderte sich mein eigenes Leben. Ich besch\u00e4ftigte mich intensiv mit spiritueller und pers\u00f6nlicher Entwicklung, begann meine Vorstellungen von Erfolg und Verantwortung neu zu betrachten und wollte meine Energie zunehmend f\u00fcr andere Dinge einsetzen. F\u00fcr die t\u00e4glichen Auseinandersetzungen im Unternehmen blieb immer weniger davon \u00fcbrig. Ich war ersch\u00f6pft, und der Gedanke, dieses berufliche Leben noch viele Jahre fortzusetzen, hatte seine fr\u00fchere Selbstverst\u00e4ndlichkeit verloren.<\/p>\n<p>Als ich schlie\u00dflich ging, hatte ich keinen ausgearbeiteten Plan f\u00fcr meine n\u00e4chsten zehn Jahre. Ich wusste vor allem, dass ich unter diesen Bedingungen nicht l\u00e4nger arbeiten wollte. Ich wollte selbstst\u00e4ndig sein, meine Entscheidungen selbst treffen und nicht mehr st\u00e4ndig darum ringen m\u00fcssen, innerhalb fremdbestimmter Strukturen etwas ver\u00e4ndern zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Damals empfand ich meinen Abschied vor allem als pers\u00f6nliche Entscheidung. Heute erkenne ich darin eine Frage, die weit \u00fcber meine eigene Geschichte hinausreicht.<\/p>\n<p><strong>Wenn erfolgreiche Frauen ihre Positionen verlassen<\/strong><\/p>\n<p>Vor Kurzem stie\u00df ich auf <em>The Exit Interviews<\/em>, eine Initiative von Deepa Purushothaman, der Gr\u00fcnderin von <em>the re.write<\/em>. Sie richtet sich an erfahrene Frauen, die dar\u00fcber nachdenken, ihre berufliche Position zu verlassen, bereits gegangen sind oder aus ihr gedr\u00e4ngt wurden. Frauen, die erfolgreiche Karrieren aufgebaut haben und nun vor Entscheidungen stehen, f\u00fcr die es kaum \u00f6ffentliche Vorbilder und noch weniger ehrliche Gespr\u00e4che gibt.<\/p>\n<p>Mich hat diese Initiative unmittelbar ber\u00fchrt. Nat\u00fcrlich erinnerte sie mich an meine eigene Geschichte. Was mich aber besonders nachdenklich machte, war die Vorstellung, wie viel Erfahrung, Urteilsverm\u00f6gen und gewachsener Einfluss verloren gehen k\u00f6nnen, wenn Frauen nach jahrzehntelanger beruflicher Entwicklung eine Organisation verlassen.<\/p>\n<p>Wir sprechen seit Jahrzehnten \u00fcber die Hindernisse, die Frauen auf dem Weg in F\u00fchrungspositionen \u00fcberwinden m\u00fcssen. \u00dcber ungleiche Chancen, informelle Netzwerke und jene Machtstrukturen, die bestimmen, wer Zugang zu den entscheidenden Positionen erh\u00e4lt. Diese Diskussion bleibt notwendig.<\/p>\n<p>Doch der Aufstieg ist nur ein Teil der Geschichte. Nachdem eine Frau eine F\u00fchrungsposition erreicht hat, beginnt eine andere Auseinandersetzung. Nun geht es darum, unter welchen Bedingungen sie ihre F\u00e4higkeiten einsetzen kann, welchen Einfluss sie tats\u00e4chlich erh\u00e4lt und wie weit sie bereit ist, die Erwartungen einer Organisation zu \u00fcbernehmen, um ihre Position zu behalten.<\/p>\n<p>Der Fr\u00fchjahrsbericht 2026 der AllBright Stiftung liefert einen interessanten strukturellen Hinweis. In den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungen der 100 gr\u00f6\u00dften deutschen Familienunternehmen verlie\u00dfen zwischen M\u00e4rz 2024 und M\u00e4rz 2026 anteilig 32 Prozent der Frauen und 24 Prozent der M\u00e4nner ihre Positionen. Die individuellen Gr\u00fcnde gehen aus diesen Zahlen nicht hervor. Sie erkl\u00e4ren also nicht, weshalb die betreffenden Frauen und M\u00e4nner gingen.<\/p>\n<p>Sie erinnern jedoch daran, dass der Zugang zu F\u00fchrungspositionen nicht die einzige Frage sein kann.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Ebenso wichtig sind die Bedingungen, unter denen erfahrene Frauen ihre Verantwortung langfristig wahrnehmen k\u00f6nnen und wollen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Die Bindungen, die mit uns wachsen<\/strong><\/p>\n<p>Von au\u00dfen betrachtet gibt es h\u00e4ufig gute Gr\u00fcnde, in einer erfolgreichen beruflichen Position zu bleiben. Ein gesichertes Einkommen, Anerkennung, Einfluss und gewachsene Beziehungen geh\u00f6ren ebenso dazu wie die Verantwortung f\u00fcr Mitarbeitende und Projekte.<\/p>\n<p>\u00dcber viele Jahre entsteht daraus ein Geflecht von Bindungen, das weit \u00fcber einen Arbeitsvertrag hinausreicht. Eine F\u00fchrungsposition bestimmt den Alltag, strukturiert Beziehungen, pr\u00e4gt das Selbstverst\u00e4ndnis und beeinflusst zunehmend auch die Vorstellung davon, wer man ist.<\/p>\n<p>Ich denke dabei an Kletterranken, die sich \u00fcber lange Zeit um ein Spalier gelegt haben. Diese Struktur gibt zun\u00e4chst Halt und Orientierung. Sie tr\u00e4gt das Wachstum, lenkt es in bestimmte Richtungen und erlaubt der Pflanze, eine H\u00f6he zu erreichen, die ohne Unterst\u00fctzung m\u00f6glicherweise nicht erreichbar gewesen w\u00e4re. Mit den Jahren werden die Verbindungen jedoch immer enger. Die Ranken verschlingen sich mit dem Spalier, bis es schwierig wird, die Pflanze von der Struktur zu l\u00f6sen, ohne einen Teil ihres bisherigen Wachstums zu beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches geschieht mit unseren beruflichen und pers\u00f6nlichen Bindungen. Wir entwickeln Verhaltensweisen, \u00fcbernehmen Erwartungen und verinnerlichen Vorstellungen davon, was als erfolgreich, professionell oder loyal gilt. Vieles davon ist hilfreich und hat uns \u00fcber lange Zeit getragen. Problematisch wird es, wenn wir diese \u00fcbernommenen Vorstellungen nicht mehr von unseren eigenen \u00dcberzeugungen unterscheiden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dann erscheint die Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber einer Organisation als selbstverst\u00e4ndliche Verpflichtung, auch wenn wir ihre Entscheidungen zunehmend infrage stellen. Verantwortung kann zu einer Bindung werden, die wir kaum noch ablegen k\u00f6nnen. Und die Vorstellung, eine erfolgreiche Laufbahn zu verlassen, ber\u00fchrt nicht mehr nur die berufliche Zukunft, sondern die eigene Identit\u00e4t.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die Einsicht, dass etwas nicht mehr stimmt, f\u00fchrt keineswegs automatisch zu einer Entscheidung.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Zwischen dem Erkennen und dem Handeln k\u00f6nnen Jahre liegen, in denen wir dieselben M\u00f6glichkeiten immer wieder durchdenken, Ver\u00e4nderungen erhoffen, neue Anl\u00e4ufe unternehmen und uns schlie\u00dflich doch mit dem Vorhandenen arrangieren.<\/p>\n<p>Ich kenne diese Jahre aus eigener Erfahrung. Und ich kenne sie aus den Gespr\u00e4chen mit Frauen, die in beruflichen oder pers\u00f6nlichen Situationen blieben, obwohl sie l\u00e4ngst erkannt hatten, wie unbefriedigend diese geworden waren.<\/p>\n<p><strong>Die Selbstverst\u00e4ndlichkeit der Anpassung<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner internationalen F\u00fchrungslaufbahn habe ich einen Satz in unterschiedlichen Varianten immer wieder geh\u00f6rt: <em>You have to get used to it. Deal with it. Don&#8217;t expect us men to change that.<\/em><\/p>\n<p>Gew\u00f6hn dich daran. Komm damit zurecht. Erwarte nicht, dass wir uns \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re falsch, daraus eine allgemeine Aussage \u00fcber die M\u00e4nner abzuleiten, mit denen ich gearbeitet habe. Viele meiner m\u00e4nnlichen Kollegen und Vorgesetzten waren ausgezeichnete F\u00fchrungskr\u00e4fte und verl\u00e4ssliche Partner. Einige meiner schwierigsten Erfahrungen mit autorit\u00e4rer F\u00fchrung machte ich sogar in meinen fr\u00fchen Berufsjahren mit weiblichen Vorgesetzten. Die Bereitschaft, bestehende Machtverh\u00e4ltnisse zu verteidigen und von anderen Anpassung zu verlangen, ist keineswegs an ein Geschlecht gebunden.<\/p>\n<p>Was mir r\u00fcckblickend auff\u00e4llt, ist, wie selbstverst\u00e4ndlich solche Forderungen gestellt wurden. Die Organisation hatte ihre Regeln, und wer erfolgreich sein wollte, musste lernen, sich darin zurechtzufinden. Das wurde als berufliche Reife betrachtet. Wer Schwierigkeiten damit hatte, sollte an seiner Belastbarkeit, seiner Konfliktf\u00e4higkeit oder seiner Einstellung arbeiten.<\/p>\n<p>Auch heute begegnet mir diese Haltung in vielen Diskussionen \u00fcber F\u00fchrung und pers\u00f6nliche Entwicklung. Wir sprechen dar\u00fcber, wie Menschen unter Druck gelassen bleiben, schwierige Pers\u00f6nlichkeiten besser verstehen, ihre Emotionen regulieren und sich in konfliktreichen Situationen souver\u00e4n behaupten k\u00f6nnen. Das sind wichtige F\u00e4higkeiten, insbesondere f\u00fcr Menschen, die Verantwortung tragen.<\/p>\n<p>Allerdings f\u00e4llt mir auf, wie selbstverst\u00e4ndlich die Entwicklungsaufgabe dabei h\u00e4ufig dem Einzelnen zugeschrieben wird. Die F\u00fchrungskraft soll lernen, mit den Bedingungen umzugehen. Die Frage, ob diese Bedingungen selbst ver\u00e4ndert werden m\u00fcssten, bleibt oft im Hintergrund.<\/p>\n<p>Eine Frau kann lernen, auf Abwertung anders zu reagieren, ihre Grenzen deutlicher zu vertreten und ihren eigenen Selbstwert weniger von der Zustimmung anderer abh\u00e4ngig zu machen. Doch was geschieht, wenn sich trotz dieser Entwicklung die Machtverh\u00e4ltnisse nicht ver\u00e4ndern, ihre Einw\u00e4nde weiterhin \u00fcbergangen werden und die Organisation keinen ernsthaften Anlass sieht, ihre eigenen Regeln zu \u00fcberpr\u00fcfen?<\/p>\n<p>Hier zeigt sich eine Grenze der pers\u00f6nlichen Entwicklungsarbeit. Wir k\u00f6nnen Menschen dabei unterst\u00fctzen, ihre Reaktionen und Handlungsm\u00f6glichkeiten zu ver\u00e4ndern. Wir d\u00fcrfen daraus aber nicht die Erwartung ableiten, dass sie sich damit an jede problematische Struktur anpassen k\u00f6nnen oder sollen.<\/p>\n<p>Gerade erfahrene Frauen haben oft bereits sehr viel Anpassungsarbeit geleistet. Sie haben gelernt, mit Widerst\u00e4nden umzugehen, informelle Machtverh\u00e4ltnisse zu verstehen und ihre Anliegen unter schwierigen Bedingungen durchzusetzen.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Wenn eine erfahrene Frau irgendwann nicht mehr bereit ist, denselben Aufwand zu betreiben, muss das nicht bedeuten, dass ihr die notwendige St\u00e4rke fehlt. Es kann auch bedeuten, dass sie den Wert ihrer Energie anders beurteilt als fr\u00fcher.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Der Preis des Bleibens<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Menschen dar\u00fcber nachdenken, eine langj\u00e4hrige berufliche Position aufzugeben, betrachten sie gew\u00f6hnlich zuerst die m\u00f6glichen Verluste. Das Einkommen, die finanzielle Sicherheit, den Status, das gewachsene Netzwerk und die Ungewissheit dar\u00fcber, ob eine andere T\u00e4tigkeit dieselben M\u00f6glichkeiten bieten w\u00fcrde. Hinzu kommen famili\u00e4re Verpflichtungen und Verantwortungen, die sich nicht einfach beiseiteschieben lassen.<\/p>\n<p>Diese \u00dcberlegungen sind notwendig. F\u00fcr manche Frauen k\u00f6nnen die wirtschaftlichen und pers\u00f6nlichen Folgen eines Ausstiegs existenziell sein. Finanzielle Abh\u00e4ngigkeiten, gesundheitliche Fragen, fehlende berufliche Alternativen und die Sorge f\u00fcr andere Menschen begrenzen den tats\u00e4chlichen Handlungsspielraum erheblich.<\/p>\n<p>In meinem vergangenen Orchard Letter \u00fcber <em>unbewohnte Macht<\/em> habe ich mich unter anderem mit Sarah Wynn-Williams und ihren Erfahrungen bei Facebook besch\u00e4ftigt. Ihre Schilderungen zeigen, wie eng eine berufliche Position mit der finanziellen und gesundheitlichen Absicherung einer Familie verbunden sein kann. Unter solchen Bedingungen ist die Aufforderung, eine belastende Situation einfach zu verlassen, wenig hilfreich.<\/p>\n<p>Wir sollten deshalb vorsichtig sein, das Bleiben vorschnell als mangelnden Mut oder fehlende Selbstbestimmung zu interpretieren.<\/p>\n<p>Gleichzeitig gibt es einen anderen Preis, der sich weniger leicht berechnen l\u00e4sst und den wir im Laufe der Jahre oft aus dem Blick verlieren.<\/p>\n<blockquote>\n<p>W\u00e4hrend wir sorgf\u00e4ltig berechnen, was uns das Gehen kosten k\u00f6nnte, gew\u00f6hnen wir uns daran, den Preis des Bleibens weniger genau zu betrachten.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Er zeigt sich in der Energie, die wir t\u00e4glich aufwenden, um zwischen unseren eigenen \u00dcberzeugungen und den Anforderungen der Organisation zu vermitteln. In wiederkehrenden inneren Auseinandersetzungen, in der Frustration \u00fcber nicht ver\u00e4nderbare Verh\u00e4ltnisse und in der zunehmenden Distanz zu einer Arbeit, die uns fr\u00fcher viel bedeutet hat. Mitunter ber\u00fchrt dieser Zustand unsere Gesundheit, unsere Beziehungen und unsere F\u00e4higkeit, uns eine andere Zukunft vorzustellen.<\/p>\n<p>Diese Kosten entstehen selten von einem Tag auf den anderen. Sie sammeln sich \u00fcber Jahre an und werden gerade deshalb leicht als unvermeidlicher Bestandteil eines verantwortungsvollen Berufslebens betrachtet.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich noch gut daran, wie viel Energie ich selbst in den Versuch investierte, innerhalb etablierter Strukturen Ver\u00e4nderungen zu erreichen. Dabei ging es mir keineswegs darum, jede Entscheidung nach meinen Vorstellungen durchzusetzen. Ich verstand durchaus, dass Organisationen unterschiedlichen Interessen verpflichtet sind und dass F\u00fchrung immer auch Kompromisse verlangt.<\/p>\n<p>Aber es gibt einen Unterschied zwischen notwendigen Kompromissen und der dauerhaften Erfahrung, dass grundlegende Fragen kaum noch zur Diskussion stehen. Irgendwann begann ich mich zu fragen, ob ich meine F\u00e4higkeiten und meine verbleibende Energie weiterhin daf\u00fcr einsetzen wollte, gegen Verh\u00e4ltnisse anzukommen, die sich offensichtlich nur sehr begrenzt ver\u00e4ndern lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Diese Frage war f\u00fcr mich entscheidender als die Vorstellung eines bereits fertig geplanten neuen Lebens.<\/p>\n<p><strong>Gehen oder anders bleiben?<\/strong><\/p>\n<p>Aus solchen Erfahrungen l\u00e4sst sich keine allgemeine Empfehlung ableiten, eine unbefriedigende Position zu verlassen. In meiner fr\u00fcheren beratenden und energetischen Arbeit habe ich viele Frauen begleitet, die \u00fcber lange Zeit in beruflichen oder pers\u00f6nlichen Situationen blieben, obwohl sie darunter litten. Dabei habe ich gelernt, wie wenig es hilft, wenn jemand von au\u00dfen bereits zu wissen glaubt, welche Entscheidung die richtige w\u00e4re.<\/p>\n<p>Ein Mensch kann seine Situation sehr klar erkennen und dennoch gute Gr\u00fcnde haben, sie vorerst nicht zu ver\u00e4ndern. Manchmal m\u00fcssen wirtschaftliche Voraussetzungen geschaffen, famili\u00e4re Verpflichtungen ber\u00fccksichtigt oder andere M\u00f6glichkeiten erst sorgf\u00e4ltig aufgebaut werden.<\/p>\n<p>Vor allem aber ist Bleiben nicht immer Ausdruck einer inneren Abh\u00e4ngigkeit. Eine Frau kann sich bewusst daf\u00fcr entscheiden, weiterhin in einer Organisation zu arbeiten, weil ihr die Aufgabe wichtig ist, weil sie dort Menschen unterst\u00fctzen kann oder weil sie nach wie vor reale M\u00f6glichkeiten sieht, etwas zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Dann stellt sich die Frage, ob sie unter anderen Bedingungen bleiben kann. Sie kann ihre Rolle neu definieren, Verantwortung anders verteilen, Grenzen deutlicher setzen und Erwartungen \u00fcberpr\u00fcfen, die sie bisher selbstverst\u00e4ndlich erf\u00fcllt hat. Auch die Art, wie sie ihre eigene Macht aus\u00fcbt, kann sich ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Ein solches Anders-Bleiben setzt jedoch mehr voraus als eine ver\u00e4nderte innere Haltung. Es braucht einen tats\u00e4chlichen Handlungsspielraum und zumindest eine gewisse Bereitschaft der Organisation, andere Formen der Zusammenarbeit zuzulassen. Wo jede Ver\u00e4nderung dauerhaft blockiert wird, kann die Aufforderung, die eigene Haltung zu ver\u00e4ndern, am Ende wieder nur auf zus\u00e4tzliche Anpassung hinauslaufen.<\/p>\n<p>Zwei Frauen k\u00f6nnen \u00e4u\u00dferlich dieselbe Entscheidung treffen und ihre Position behalten, w\u00e4hrend ihre Voraussetzungen v\u00f6llig unterschiedlich sind. Die eine bleibt, weil sie ihre M\u00f6glichkeiten gepr\u00fcft hat und ihre Arbeit unter den gegebenen Bedingungen weiterhin aus\u00fcben m\u00f6chte. Die andere bleibt, weil die wirtschaftlichen Risiken eines Ausstiegs zu gro\u00df sind oder weil sie sich au\u00dferhalb ihrer vertrauten Rolle kein eigenes Leben mehr vorstellen kann.<\/p>\n<p>Beide Situationen verdienen eine genaue Betrachtung, keine vorschnelle Bewertung.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Selbstbestimmung zeigt sich nicht zwangsl\u00e4ufig im Gehen. Sie zeigt sich darin, die eigenen Bindungen und die tats\u00e4chlichen Bedingungen zu erkennen und innerhalb des vorhandenen Handlungsspielraums bewusst zu entscheiden.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Was nach dem Abschied bleibt<\/strong><\/p>\n<p>Als ich meine Corporate-Karriere beendete, wollte ich vor allem eines: nicht mehr von den Entscheidungen anderer dar\u00fcber abh\u00e4ngig sein, wie ich mein berufliches Leben gestaltete. Ich wollte selbstst\u00e4ndig arbeiten und meine Zeit, meine Energie und meine F\u00e4higkeiten nach eigenen Vorstellungen einsetzen.<\/p>\n<p>Was daraus konkret entstehen w\u00fcrde, war damals noch offen. Ich war ersch\u00f6pft und hatte weder den Wunsch noch die Kraft, unmittelbar die n\u00e4chste gro\u00dfe berufliche Laufbahn zu planen. Meine intensive Besch\u00e4ftigung mit Spiritualit\u00e4t, Energiearbeit und pers\u00f6nlicher Entwicklung hatte meinem Leben bereits eine andere Richtung gegeben, aber daraus musste sich erst eine neue berufliche Wirklichkeit entwickeln.<\/p>\n<p class=\"p1\">Untersch\u00e4tzt hatte ich allerdings den Verlust der vertrauten beruflichen Infrastruktur. Nach drei\u00dfig Jahren in gro\u00dfen Unternehmen war ich es gewohnt, mit Assistentinnen, Kolleginnen, Budgets und umfangreichen Ressourcen zu arbeiten. Pl\u00f6tzlich war nichts davon mehr da. Ich musste mich um alles selbst k\u00fcmmern, hatte niemanden, mit dem ich berufliche Entscheidungen selbstverst\u00e4ndlich besprechen konnte, und keine Organisation mehr im Hintergrund, die mich unterst\u00fctzte. Nach der ersten Euphorie \u00fcber meine neu gewonnene Freiheit empfand ich diesen \u00dcbergang als ausgesprochen schwierig. Ich hatte mir gew\u00fcnscht, endlich selbst entscheiden zu k\u00f6nnen. Wie ungewohnt und mitunter einsam diese vollst\u00e4ndige Eigenverantwortung sein w\u00fcrde, hatte ich nicht vorausgesehen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Ich probierte unterschiedliche M\u00f6glichkeiten aus. Einige erwiesen sich als interessante Erfahrungen, andere zeigten mir ziemlich schnell, was ich nicht tun wollte. Diese Phase war keineswegs so geradlinig, wie berufliche Neuanf\u00e4nge im R\u00fcckblick manchmal dargestellt werden.<\/p>\n<p>Nach meinem Ausscheiden trafen die Folgen der Finanzkrise die internationale Hotelentwicklung mit gro\u00dfer Wucht. Der Gesch\u00e4ftsbereich, in dem ich gearbeitet hatte, kam weitgehend zum Stillstand. Zahlreiche F\u00fchrungspositionen wurden abgebaut, auch auf der kontinentalen Ebene mit dem damaligen Head Office in Amsterdam.<\/p>\n<p>Ich war aus anderen Gr\u00fcnden gegangen. Dennoch wurde mir durch diese Entwicklung noch einmal bewusst, wie schnell selbst scheinbar gefestigte berufliche Strukturen verschwinden k\u00f6nnen. Eine Position, die \u00fcber viele Jahre Sicherheit und Zugeh\u00f6rigkeit vermittelt hat, bietet keine Garantie daf\u00fcr, dass diese Sicherheit auch k\u00fcnftig bestehen bleibt.<\/p>\n<p>Was wir w\u00e4hrend einer langen beruflichen Laufbahn entwickeln, geht dadurch allerdings nicht verloren. Erfahrung, Urteilsverm\u00f6gen, die F\u00e4higkeit, Verantwortung zu tragen und komplexe Zusammenh\u00e4nge zu verstehen, sind nicht an einen bestimmten Titel gebunden. Sie bleiben Teil dessen, was wir geworden sind, auch wenn die Organisation, in der wir diese F\u00e4higkeiten erworben haben, irgendwann nicht mehr unser berufliches Zuhause ist.<\/p>\n<p>Allerdings braucht es h\u00e4ufig Zeit, das auch innerlich zu begreifen. Wenn ein Leben \u00fcber Jahrzehnte von einer bestimmten Rolle organisiert wurde, entsteht mit ihrem Wegfall zun\u00e4chst ein ungewohnter Raum. Die vertrauten Termine, Erwartungen und Beziehungen verschwinden oder ver\u00e4ndern sich. Gleichzeitig entf\u00e4llt ein Teil jener \u00e4u\u00dferen Best\u00e4tigung, an der wir unseren Erfolg und manchmal auch unseren pers\u00f6nlichen Wert gemessen haben.<\/p>\n<p>Dieser \u00dcbergang muss nicht sofort mit neuen Aufgaben, Zielen und Erfolgen gef\u00fcllt werden. Auch das geh\u00f6rt f\u00fcr mich zu einer reiferen Vorstellung von beruflicher und pers\u00f6nlicher Entwicklung: die F\u00e4higkeit, eine bisherige Lebensphase zu beenden, ohne bereits alle Antworten auf die n\u00e4chste zu besitzen.<\/p>\n<p><strong>Wem stellen wir unsere Macht zur Verf\u00fcgung?<\/strong><\/p>\n<p>Im vergangenen Orchard Letter habe ich \u00fcber <em>unbewohnte Macht<\/em> geschrieben. Mich interessierte dabei, wie Menschen innerhalb von Organisationen Einfluss aus\u00fcben, ohne ihre eigene Beteiligung und deren Folgen vollst\u00e4ndig anzuerkennen. Wie sie Regeln \u00fcbernehmen und weitergeben, deren Auswirkungen sie m\u00f6glicherweise selbst kritisch sehen, und wie Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Organisation das eigene Urteil ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n<p>Diese \u00dcberlegungen f\u00fchren f\u00fcr mich zu einer weiteren Frage. Was geschieht, wenn eine Frau ihren Anteil am System erkennt, ihre Verantwortung ernst nimmt und dennoch feststellen muss, dass ihre M\u00f6glichkeiten innerhalb dieser Struktur begrenzt bleiben?<\/p>\n<p>Frauen haben lange darum gek\u00e4mpft, Zugang zu den Positionen zu erhalten, in denen gesellschaftliche und wirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden. Dieser Anspruch bleibt wichtig. Aber wir sollten weibliche Macht nicht ausschlie\u00dflich daran messen, wie viele Frauen solche Positionen erreichen und wie lange sie darin bleiben.<\/p>\n<p>Ebenso entscheidend ist, unter welchen Bedingungen sie ihre Macht aus\u00fcben, welche Vorstellungen von F\u00fchrung sie vertreten k\u00f6nnen und ob sie den Raum erhalten, die Organisationen, f\u00fcr die sie Verantwortung tragen, tats\u00e4chlich mitzugestalten.<\/p>\n<p>Wenn erfahrene Frauen gehen, verlieren Organisationen unter Umst\u00e4nden weit mehr als eine besetzte F\u00fchrungsposition. Mit ihnen verschwinden Wissen, Beziehungen, gewachsene Erfahrung und m\u00f6glicherweise auch Perspektiven, die innerhalb der bestehenden Machtstrukturen ohnehin zu wenig Gewicht hatten.<\/p>\n<p>Deshalb sollte uns nicht nur interessieren, weshalb einzelne Frauen ihre Positionen verlassen. Wir sollten auch danach fragen, was in Organisationen geschieht, die ihre erfahrenen F\u00fchrungskr\u00e4fte nicht mehr halten k\u00f6nnen oder ihnen keinen ausreichenden Raum f\u00fcr ihre Wirksamkeit bieten.<\/p>\n<p>Dabei darf die Verantwortung der Organisation nicht dazu f\u00fchren, dass wir die eigene Beteiligung ausblenden. Gerade Frauen in verantwortungsvollen Positionen gestalten die Bedingungen, unter denen andere arbeiten. Sie entscheiden mit dar\u00fcber, welche Verhaltensweisen akzeptiert werden, welche Einw\u00e4nde Geh\u00f6r finden und welche Vorstellungen von erfolgreicher F\u00fchrung weitergegeben werden.<\/p>\n<p>Man kann unter bestimmten Verh\u00e4ltnissen leiden und zugleich daran beteiligt sein, sie aufrechtzuerhalten. Diese unbequeme Erkenntnis aus OL 35 bleibt bestehen. Sie verlangt jedoch, die eigene Verantwortung immer im Verh\u00e4ltnis zum tats\u00e4chlichen Handlungsspielraum zu betrachten.<\/p>\n<blockquote>\n<p>Weibliche Macht hat auch damit zu tun, welchen Menschen, Organisationen und Aufgaben wir unsere Erfahrung, unsere F\u00e4higkeiten und unsere Lebensenergie zur Verf\u00fcgung stellen wollen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Das ist keine Aufforderung, bei jeder Entt\u00e4uschung einen Neuanfang zu suchen. Berufliche Beziehungen brauchen Verl\u00e4sslichkeit, und jede ernsthafte F\u00fchrungsaufgabe bringt Phasen der Auseinandersetzung und Frustration mit sich.<\/p>\n<p>Aber langj\u00e4hrige Loyalit\u00e4t darf nicht bedeuten, dass wir die Bedingungen unseres eigenen beruflichen Lebens irgendwann nicht mehr hinterfragen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Heute, mit dem Abstand vieler Jahre, sehe ich meine damalige Entscheidung klarer. Ich hatte lange versucht, innerhalb eines Systems etwas zu ver\u00e4ndern, und war schlie\u00dflich an einen Punkt gekommen, an dem ich nicht mehr bereit war, mein Leben weiterhin von diesen Auseinandersetzungen bestimmen zu lassen.<\/p>\n<p>Ich musste daf\u00fcr keine neue gro\u00dfe Vision besitzen. Es gen\u00fcgte zun\u00e4chst zu erkennen, dass meine bisherigen Bedingungen nicht mehr zu dem Leben passten, das ich f\u00fchren wollte.<\/p>\n<p><strong>Was h\u00e4lt mich eigentlich hier?<\/strong><\/p>\n<p>Nach Jahren des Aufbaus, des Erfolgs und der Verantwortung haben viele Frauen gelernt, was ihre Position verlangt und welche M\u00f6glichkeiten sie ihnen bietet. Sie kennen ihren Wert, aber auch die Bindungen, die mit ihrem beruflichen Leben entstanden sind.<\/p>\n<p>Darauf, was sie noch h\u00e4lt, kann es sehr unterschiedliche Antworten geben. Manche werden erkennen, dass sie ihre Aufgabe weiterhin aus \u00dcberzeugung erf\u00fcllen m\u00f6chten. Andere m\u00fcssen sich zun\u00e4chst den notwendigen Raum schaffen, um eine Ver\u00e4nderung \u00fcberhaupt in Betracht ziehen zu k\u00f6nnen. Wieder andere stellen fest, dass sie ihre M\u00f6glichkeiten innerhalb der bestehenden Struktur weitgehend ausgesch\u00f6pft haben.<\/p>\n<p>Entscheidend erscheint mir, dass wir diese Antworten nicht vorschnell bewerten und das Bleiben ebenso wenig idealisieren wie das Gehen.<\/p>\n<p>Die Frage verlangt eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben, mit den gewachsenen Bindungen und mit den Bedingungen, unter denen wir unsere Verantwortung tragen.<\/p>\n<p>Und sie verlangt die Bereitschaft, etwas zu pr\u00fcfen, das nach vielen Jahren einer erfolgreichen Karriere erstaunlich schwerfallen kann:<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrde ich mich heute, mit allem, was ich inzwischen wei\u00df, noch einmal f\u00fcr dieses Leben unter denselben Bedingungen entscheiden?<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong><\/p>\n<div>\n<hr \/>\n<\/div>\n<p><em>Weiterf\u00fchrende Quellen: Deepa Purushothaman, <\/em><a href=\"https:\/\/www.workrewrite.com\/exit-interviews\"><em>The Exit Interviews<\/em><\/a><em>, the re.write; <\/em><a href=\"https:\/\/www.allbright-stiftung.de\/aktuelles\/allbright-bericht-familienunternehmen-2026\"><em>AllBright Stiftung, Fr\u00fchjahrsbericht Familienunternehmen 2026<\/em><\/a><em>.<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<em><\/em><\/p>\n<p><em><\/em><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.27.8&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<div class=\"et_pb_module et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n<div class=\"et_pb_text_inner\">\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"et_pb_module et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n<div class=\"et_pb_text_inner\">\n<h3 id=\"%f0%9f%8c%b3-orchard-letter-34\"><strong>\ud83c\udf33 Orchard Letter 36<\/strong><\/h3>\n<p class=\"p1\">Vielleicht fragen Sie sich schon l\u00e4nger, ob Ihre berufliche Position noch zu dem Leben passt, das Sie heute f\u00fchren m\u00f6chten. Sie haben viel aufgebaut, tragen Verantwortung und wissen, was Sie erreicht haben. Gleichzeitig sp\u00fcren Sie, dass etwas nicht mehr stimmt, ohne bereits zu wissen, welche Konsequenzen Sie daraus ziehen wollen.<\/p>\n<p class=\"p1\">In meiner Arbeit als Trusted Advisor finden solche \u00dcberlegungen einen vertraulichen Raum. Gemeinsam betrachten wir, was Sie an Ihre bisherige Rolle bindet, welche \u00e4u\u00dferen Bedingungen Ihre Entscheidungen beeinflussen und wo Ihr tats\u00e4chlicher Handlungsspielraum liegt. Dabei geht es nicht darum, Sie zum Gehen zu bewegen, sondern herauszufinden, ob und unter welchen Bedingungen Sie bleiben m\u00f6chten oder welche anderen Wege f\u00fcr Sie infrage kommen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Ein kostenfreier Power Talk bietet Gelegenheit, Ihre Situation anzusprechen und mich kennenzulernen.<\/p>\n<p class=\"p1\"><b>60 Minuten via Zoom. Vertraulich und ohne Verpflichtung.<\/b><b><\/b><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\"><a href=\"https:\/\/renatehechenberger.com\/power-talk\/\"><b>\u2192 Einen Power Talk vereinbaren<\/b><b><\/b><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"p1\"><b>\u00dcber die Autorin<\/b><b><\/b><\/p>\n<p class=\"p1\">Renate Hechenberger verbindet 30 Jahre internationale F\u00fchrungserfahrung, davon 20 Jahre in leitenden Corporate-Positionen, mit mehr als 15 Jahren spiritueller und energetischer Arbeit an innerer Autorit\u00e4t, Macht und Verantwortung.<\/p>\n<p class=\"p1\">Als Female Power Architect begleitet sie Frauen, die Einfluss haben und Verantwortung tragen, in einem vertraulichen 1:1-Raum. Ihre Arbeit verbindet strategische Klarheit mit energetischer Wahrnehmung und spiritueller Tiefe.<\/p>\n<p class=\"p1\">\u00a9 2026 Renate Hechenberger. Alle Rechte vorbehalten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Bleiben mehr Kraft verlangt als Gehen &nbsp; Es gab eine Zeit in meiner internationalen F\u00fchrungskarriere, in der ich mich immer h\u00e4ufiger fragte, warum ich eigentlich noch blieb. Ich hatte viele Jahre in gro\u00dfen Organisationen gearbeitet, Verantwortung getragen, internationale Projekte geleitet und gelernt, mich in komplexen Machtstrukturen zu bewegen. 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