Schamanismus und seine Auswüchse

Schamanismus und seine Auswüchse

Die derzeitige Schamanen-Schwemme ist ein Thema, welches auch mich bewegt. In meiner Praxis tauchen immer wieder Klienten auf, welche in diversen Schamanen-Seminaren “alles” darüber gelernt haben – und ja, jetzt geht es ihnen “gar nicht mehr gut”. Sie wollten (meistens) im Prinzip etwas “irdisches”, geerdetes – nicht nur so eine “abgehobene” Esoterik .. und so ein kleiner Ayahuasca Trip wäre auch nicht schlecht – ein bisschen Nervenkitzel muss es schon bringen und landen dann begeistert in diversen schamanisch angehauchten Seminaren/Ausbildungen – whatever.

Schamanismus ist eine sehr altehrwürdige Tradition und eine, zu der man sich berufen fühlen sollte. Eine Tradition, die man ein leben lang lernt und studiert und sich ihr “ergibt”. Es bedeutet nicht, etwas im Wald herum hüpfen und räuchern. Und dann noch alles mögliche dazumischen aus anderen Kulturkreisen und Traditionen. Es ist schon “spannend” zu beobachten, dass all die Lehrer anscheinend selber keine Ahnung darüber haben, mit welchen Energien (“schamanisch” bedeutet immer auf astralen Ebenen unterwegs zu sein – aber es ist ja soooo schön irdisch!) sie da unterwegs sind. Welche energetischen Felder, Wesenheiten usw. da zusammen gemischt werden und vor allem scheint niemand eine Ahnung darüber zu haben, dass, wenn man das ganze Menü in einen Topf wirft, es erstens entsetzlich schmeckt und zweitens einem Magenbeschwerden kreieren wird.

Das Thema steht schon länger auf meiner “Schreibliste” – und siehe da, was finde ich “zufällig”: Diesen super Artikel von Minerva  zu dem Thema – YES, MAGIC HAPPENS 🙂

Schamanen Überall – Ein Artikel von Minerva, der Nordsee Hexe

Als ich im Jahre 2001 begonnen habe, mit Menschen zu arbeiten, Lebensberatend und Schamanisch-magisch – als Hexe, tätig zu werden, so entwickelte sich das langsam und aus sich selbst heraus. Damals gab es von etwa 10 Leuten, mit denen ich arbeitete vielleicht mal einen, der in die Richtung des Schamanen oder der Hexe wollte, ein paar mehr vielleicht, die überlegten, in die Heilpraktische Schiene zu gehen. Heute sind es von 10 Menschen, mit denen ich arbeite oder die in den Laden kommen, mindestens 8, die unbedingt Heiler/in oder gleich Schamanin werden wollen. Oder schon einer sind.

Am besten noch alles zusammen, Heiler, Schamane, Druide, Hexe, Engel Medium, ect..…ich weiß nicht, warum sich mittlerweile so viele dazu  „berufen „fühlen. Benötigen wir wirklich so viele Schamanen in unserer Gesellschaft?

Und warum ändert sich dann nichts, wenn doch so viele mittlerweile schamanisch tätig sind??? Oder ist es eher so , das sich Menschen mal wieder einfach nur wichtigmachen wollen, um sich selbst besser zu fühlen? Sich von der Masse abheben zu wollen?? Eine Modeerscheinung?! Das Gefühl zu haben, was Besonderes zu sein. Oder auch das „besondere Geld „damit zu machen? Sich dadurch Gehör zu verschaffen, sich berufen zu fühlen, ein “Guru” oder “Heiler” zu werden??

© Nordseehexe Minerva

Schamanenschulen und diverse Seminare für alle Gelegenheiten, tauchen auf und sprießen seit wenigen Jahren, wie Unkraut aus dem Boden und mindestens jeder dritte Besucher meines Hexenladens nennt sich mittlerweile auch Schamane oder Heiler oder oder… Tun wir da nicht den wirklichen , indigenen, Schamanen unrecht? Habe ich früher laut über eine Bezeichnung wie “Celtic Reiki“ oder “Göttinnen Reiki”, gelacht, so vergeht es mir mittlerweile immer wieder, wenn ich manch einen Kundenbericht oder Erzählungen einer meiner Klienten lausche….

Ich bekomme immer ein kaltes Grausen, wenn ich davon höre oder lese, wie in sogenannten “Schamanenschulen” in Gruppen von mehr als 20 Leuten „gelehrt” werden, egal welche Intention dahintersteckt.

© Nordseehexe Minerva

Ist das nicht Konsum Schamanismus?!  Für die Masse?! Werden wir nicht von den Geistern selbst berufen? Teilen wir uns nicht, zersplittern, um uns aus eigenem Antrieb wieder zusammen zu setzten?? Werden wir nicht geführt, weil wir selbst lernen, wie sich das Leben anfühlt. Über Jahre und Jahrzehnte hinweg?! Meist auch schon, wenn wir ganz klein sind? Solch genannte „Schulen“ nennen die echten Indigenen Schamanen übrigens: Plastik Schamanismus. Zu Recht? …Ich befürchte schon.

Weiterhin irritieren mich solche Menschen, die ihren Weg scheinbar schon lange gefunden haben. Sie sind Fengshui Experte, Reiki Meister oder Yoga Lehrer.  Meist ja auch gut in dem was sie tun und das schon viele Jahre lang. Aber plötzlich, da findet man dann auf ihren Internet Seiten Begriffe wie: “Schamanische Ausbildung/en” …, “Schamanische Naturrituale”  oder “Schamanische Tätigkeiten….“ ( Witzig, die Bezeichnung “Schamanische Naturrituale.”.. denkt mal darüber nach. Für den Laien sei dies erläutert: Schamanische Rituale sind immer Naturrituale, was auch sonst??! Naturrituale müssen nicht unbedingt “schamanisch” sein. Denn schamanisch heisst, ich nehme Kontakt mit den Geistern auf und werde Vermittler und Botschafter. Also ist der Begriff ein Doppelgemoppel. Es heißt entweder, Schamanische Rituale oder Naturrituale….)

Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es zum lachen, es zeigt sehr genau die moderne Mentalität: Höher, Schneller , Weiter…und eben: Doppelgemoppel….damit auch ja alles abgedeckt und jeder bedient werden kann.

Ich habe , wenn ich auf so eine dieser Internetseiten stoße oder aufmerksam gemacht werde, immer ein großes Fragezeichen vor dem inneren Auge…Ein “WARUM”???!!! formt sich dann. Ich finde, Menschen, die alles Mögliche anbieten oder / und dazu noch aus sämtlichen Kulturkreisen, weniger kompetent. (Von wenigen Ausnahmen mal abgesehen, die gibt es natürlich immer)…

Beipiel: Keltisches Reiki oder Yoga Schamanismus oder Engel Yoga oder Engel Reiki…krass auch: Keltisch – Germanischer – Erzengel Schamanismus… krasser geht fast nicht mehr. ( Ob es wohl schon ein Schamanic-Reiki gibt??! Oh…natürlich…Google sagt: JA!)

Warum schmeisst man bitte das alles durcheinander?! Große Güte! Es ist ja auch sooo praktisch, mit dem “Schamanismus“ oder??… Ich muss mich nicht festlegen, keiner Religion angehören oder gleich alles in einen Topf schmeißen. Das ist einfach. Ich such mir halt das heraus, was mir passt. So spreche ich ganz viele Leute an und kann noch mehr Geld damit machen!! Was ist denn bitte sonst da die Intention??? Ich schmeiß einfach mal ein Teil Christentum, ein wenig Kabbala und ein wenig Buddhismus zusammen, klar, ein wenig Mystik und Magie, das darf nicht fehlen und schon hab ich mein Konzept. Ein bisschen Räuchern, ein wenig Trommeln und die Schamanischen Reisen dürfen ja nicht fehlen! Ob das nun stimmig ist oder nicht. Egal.

© Nordseehexe Minerva

Die Leute sollen gar nicht an sich weiterkommen, die sollen nur das Gefühl haben, sie sind danach wer. Und schön teuer muss es auch noch sein. Fertig! Vielleicht kommt noch ein wenig Distanzlosigkeit, Frechheit und Unbelehrbarkeit dazu. Schon stimmt die Guru Mischung! Ich für meinen Teil habe beschlossen, ich bin und bleibe Hexe. Die Hexe ist die “indigene Schamanin Europas” bzw. dieses Sprachraumes. Eine Hagazussa. Schamane, aber auch Hagazussa, bedeutet “Vermittler”, genau das ist und war die Hexe zu allen Zeiten in unserem Kulturkreis. Die hiesige Ur- Schamanin.

Ich lege mich auf meine heidnische Religion fest, auf meine Nordischen – Slawischen Wurzeln, denn ohne diese Rituale, zu ehren der alten Götter, ohne diese ist für mich alles andere leer und unsinnig. Jahreskreisfeste, die Raunächte, die Sonnenwenden, all das ist nicht neutral. Sie haben mit den alten Bräuchen und heidnischen Göttern zu tun! Da mischen mittlerweile viel zu viele mit ihrem “Halbwissen” darin herum. Esoterisches / Spirituelles Wischiwaschi! Ich bin nicht weichgespült, ich habe immer noch meine Meinung. Dass es viel im Hexenkult gibt und geben kann, jede/R da so ihren eigenen Weg finden muss und soll, das verwehre ich niemandem. Aber bestimmte Regeln müssten dennoch eingehalten werden.

In sehr vielen Dingen sehe ich, das viel möglich ist und alles sein kann, aber manches geht einfach eben nicht oder wäre ein Verrat an die alte Religion, ein Verrat an den Ahnen und den Geistern dieses Landes!

© Nordseehexe Minerva

Noch ein Punkt: Schamanischer Massentourismus, da findet man über das Wochenende seine Erleuchtung. Man nimmt jeden und jede. Die Masse macht es! Natürlich! Zum Schamanen in nur 14 Tagen! Zum Schamanisch arbeitenden, in einem Wochenendseminar! Alles klar!

Wow…ich glaub , ich habe mein halbes Leben damit weggeschmissen zu lernen…. Das ist ein Fausthieb in das Gesicht jedes praktizierenden echten Schamanen! Ein Schlag in die Magengrube jedes Naturvolkes, mit wirklichen Schamanen!

Das man sein Leben ändern muss, vieles was anerzogen ist, sowie alte Denkmuster, ändern muss, das wird in solchen Seminaren kaum vermittelt, da könnte man ja zahlende Kunden verlieren. Wir müssen uns bewusst werden, ich weis als Europäer ist das schwer, manches KÖNNEN WIR NICHT KAUFEN! Und gerade der Schamanische Weg hat mit Erfahrungen zu tun, und die benötigen viel Lebenszeit und die Arbeit an sich selbst. Viele verwechseln dazu noch Psychosen mit Schamanischen Eingebungen. Das Ego wird so groß, dass sie alles und jedes ” erwerben ” müssen. Sie geben sich selbst tausende von Namen und Namenszusätze…. Und wundern sich, wenn sie nur einige Zeit später von einer Krankheit in die nächste rutschen. Und mehr und mehr die Erdung verlieren und ihre Spirits Tango tanzen, weil sie selbst den eigenen Weg schon lange, vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.

Wen wundert es, wenn es immer mehr Menschen mit phychischen Auffälligkeiten gibt, denn das kommt dabei heraus, wenn man ” Schamane in 14 Tagen” werden will…..

© Nordseehexe Minerva

Auch wenn für den ein oder anderen dieser Eintrag “überheblich” klingen mag , soll mir egal sein. Ich habe über 20 Jahre Erfahrung und eine eigene Meinung zu dieser Entwicklung. Aber ich ziehe auch meine Konsequenz aus dieser ganzen “Schamanen Sache”, denn ich werde im kommenden Herbst / Winter meine Internetseite zerbröseln, um sie neu aufzubauen und zu reduzieren.

Auf das was ich bin:
Eine Hexe – die indigene Schamanin dieses Kulturkreises!

http://schwarz-elster.blogspot.com/2018/05/schamanen-uberall.html?m=0

 

Om Mani Padme Hum 💚

 

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Ich freue mich über deine Meinung!

Von Herz zu Herz 💕
Renate

© 5/2018 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Text Schamanen Überall: © Nordseehexe Minerva – mit Erlaubnis hier weitergepostet

Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Drei Schlüsselmerkmale von Focusing

Drei Schlüsselmerkmale von Focusing

Von Ann Weiser Cornell

Erschienen in The Focusing Connection, März 1998

(Ins Deutsche übertragen von Karin Meyer)

Es gibt drei Schlüsseleigenschaften bzw. Merkmale, die Focusing von jeder anderen Methode für innere Achtsamkeit und persönliches Wachstum unterscheiden. Die erste ist etwas, das der „Felt Sense“ genannt wird. Die zweite ist eine besondere Art der engagierten annehmenden inneren Aufmerksamkeit. Und die dritte ist eine radikale Philosophie von dem, was Veränderung fördert. Wir wollen diese Schlüsseleigenschaften eine nach der anderen behandeln.

Zum Focusing-Prozess gehört es, in den Körper zu gehen und dort eine besondere Art von Körpergefühl zu finden, das wir „Felt Sense“ nennen. Eugene Gendlin war der Erste, der ihm einen Namen gab und auf einen Felt Sense hinwies, obwohl menschliche Wesen immer Felt Senses gehabt haben, seit sie menschliche Wesen sind. Ein Felt Sense ist – um es einfach auszudrücken – ein Körpergefühl, das eine Bedeutung hat. Sie sind sich bestimmt schon irgendwann in Ihrem Leben eines Felt Sense bewusst geworden und möglicherweise spüren Sie oft einen.

Stellen Sie sich vor, Sie telefonieren mit jemandem, den Sie lieben, der weit weg ist, Sie vermissen diesen Menschen sehr und Sie haben gerade bei diesem Telefonat die Mitteilung erhalten, dass Sie ihn nicht so bald wieder sehen werden. Sie legen auf und Sie fühlen eine Schwere in Ihrem Brustkorb, vielleicht in der Herzgegend. Oder nehmen wir an, Sie sitzen in einem Raum voller Menschen, jeder kommt an die Reihe, etwas zu sagen, und während die Reihe näher und näher an Sie heranrückt, fühlen Sie eine Anspannung in Ihrem Magen, wie eine Feder, die immer weiter aufgezogen wird. Oder nehmen wir an, Sie machen einen Spaziergang an einem wunderschönen frischen Morgen, gerade nach einem Regen, und Sie kommen über einen Hügel und vor Ihnen in der Luft steht ein vollkommener Regenbogen, dessen beide Enden den Boden berühren, und während Sie da stehen und schauen, fühlen Sie, wie in Ihrem Brustkorb ein sich ausdehnendes, fließendes, warmes Gefühl aufsteigt. Das alles sind Felt Senses.

Wenn Sie nur mit Emotionen arbeiten, dann ist Angst Angst. Es ist nur Angst, nicht mehr. Aber wenn Sie auf der Ebene des Felt Sense arbeiten, können Sie spüren, dass diese Angst, die Sie gerade jetzt fühlen, sich von der Angst, die Sie gestern gefühlt haben, unterscheidet. Vielleicht war die Angst von gestern wie ein kalter Felsbrocken im Magen und die Angst von heute ist wie ein Zurückweichen. Wenn Sie bei der Angst von heute bleiben, fangen Sie an, etwas wie ein scheues Geschöpf zu fühlen, das zurück in eine Höhle gezogen wird. Sie bekommen das Gefühl, dass wenn Sie lange genug bei ihm sitzen, Sie sogar den wirklichen Grund herausfinden könnten, warum es so ängstlich ist. Ein Felt Sense ist oft zart und wenn Sie ihm Aufmerksamkeit schenken, entdecken Sie, dass er komplex ist. Es ist mehr da. Wir haben ein Vokabular für die Emotionen, die wir wieder und wieder fühlen, aber jeder Felt Sense ist anders. Sie können trotzdem mit einer Emotion anfangen und dann den Felt Sense dazu spüren, wie Sie ihn jetzt gerade in Ihrem Körper fühlen.

Einen Felt Sense zu spüren ist nichts, was auch andere Methoden lehren. Außer denen, die Focusing betreiben, spricht keiner über diese Erfahrungsdimension, die weder Emotion noch Gedanke ist, die zart ist, aber trotzdem konkret gefühlt wird und absolut körperlich real ist.  Den Felt Sense zu spüren ist eins der Merkmale, die Focusing ausmachen.

Das zweite Schlüsselmerkmal von Focusing ist eine besondere Art der engagierten annehmenden inneren Aufmerksamkeit.

Im Focusing-Prozess bringen Sie dem Felt Sense, nachdem Sie sich seiner bewusst geworden sind, eine besondere Art der Aufmerksamkeit entgegen. Ich drücke das gerne so aus: Sie setzen sich hin, um ihn besser kennen zu lernen. Ich nenne diese Qualität gerne „interessierte Neugier“. Wenn Sie diese interessierte Neugier in eine Beziehung zu dem Felt Sense bringen, sind Sie offen dafür, das zu spüren, was da, aber noch nicht in Worte gefasst ist. Dieser Prozess des Spürens braucht Zeit – er ist nicht unmittelbar da. Im Idealfall hat man also die Bereitschaft, sich diese Zeit zu nehmen, zu warten, am Rand von dem Noch-nicht-recht-wissen, was das ist –  geduldig, akzeptierend, neugierig und offen. Langsam spüren Sie mehr. Das kann etwa so sein, wie wenn Sie in einen verdunkelten Raum kommen und da sitzen. Und wenn Ihre Augen sich an das schwache Licht gewöhnt haben, nehmen Sie mehr wahr als anfangs. Sie hätten auch in den Raum kommen und dann wieder forteilen können, ohne achtzugeben, ob Sie da irgendetwas spüren. Es ist die Achtsamkeit, das Interesse, der Wunsch, es kennen zu lernen, was einen mehr erfahren lässt.

Es findet kein Versuch, irgendetwas zu verändern, statt. An nichts wird irgendetwas gemacht. In diesem Sinn ist dieser Prozess sehr annehmend. Wir akzeptieren, dass dieser Felt Sense hier ist, so wie er ist, gerade jetzt. Wir sind interessiert daran, wie er ist. Wir wollen ihn kennen lernen, so wie er ist.

Trotzdem ist da etwas, was mehr ist als nur das Akzeptieren. In dieser interessierten, neugierigen inneren Aufmerksamkeit ist auch eine zuversichtliche Erwartung, dass dieser Felt Sense sich auf seine eigene Weise verändern wird, dass er etwas tun wird, was Gene Gendlin „Schritte machen“ nennt. Was bedeutet „Schritte machen“?

Die Innenwelt ist nie statisch. Wenn Sie ihr Bewusstheit entgegenbringen, entfaltet sie sich, kommt in Bewegung, wird ihr eigener nächster Schritt.

Eine Frau fokussiert beispielsweise auf ein schweres Gefühl in der Brust, von dem sie spürt, dass es mit der Beziehung zu einer Freundin verbunden ist. Die Fokussierende hat kürzlich ihre Arbeit aufgegeben und sie hat gerade entdeckt, dass die Freundin sich für diese Position bewirbt. Sie hat sich wiederholt gesagt, dass das nicht wichtig ist, aber das Gefühl, dass etwas verkehrt ist, blieb. Jetzt setzt sie sich hin und fokussiert.

Sie bringt die Aufmerksamkeit in den Raum von Hals-Brust-Bauch in ihrem Körper und bald entdeckt sie dieses schwere Gefühl, das die ganze Woche lang irgendwie da war. Sie sagt „Hallo“ zu ihm. Sie beschreibt es erneut: „Schwer… auch angespannt… besonders in Magen und Brustkorb.“ Dann setzt sie sich mit ihm hin, um es besser kennen zu lernen. Sie ist interessiert und neugierig. Beachten Sie, wie dieses Interesse und diese Neugier das Gegenteil von dem ist, was sie vorher gemacht hat, nämlich sich selbst zu sagen, dass das nicht wichtig ist. Sie wartet, mit dieser engagierten, akzeptierenden Aufmerksamkeit.

Sie kann spüren, dass dieser Teil von ihr ärgerlich ist. „Wie konnte sie nur? Wie konnte sie das nur tun?“, sagt er über ihre Freundin. Normalerweise wäre sie in Versuchung, sich zu sagen, dass ärgerlich zu sein unangemessen ist, aber das ist jetzt Focusing, also sagt sie nur zu dieser Stelle „Ich höre dich“ und wartet mit Interesse und Neugier auf das „Mehr“, das da ist.

Nach einer Minute fängt sie an zu spüren, dass dieser Teil von ihr auch traurig ist. „Traurig“ überrascht sie, traurig hat sie nicht erwartet. Sie fragt: „Oh, was macht dich traurig?“ Als Antwort spürt sie etwas wie „entwertet sein“. Sie wartet, da ist mehr. Oh, es hat etwas damit zu tun, dass ihr nicht geglaubt wurde! Als sie versteht, dass es etwas damit zu tun hat, dass ihr nicht geglaubt wurde, kommt ein plötzlicher Ansturm von Erinnerungen: all die Male, die sie ihrer Freundin erzählt hat, wie schwierig es war, für ihren Chef zu arbeiten. „Es ist, als ob sie mir nicht geglaubt hat“, ist das Gefühl.

Jetzt fühlt unsere Fokussierende Befreiung in ihrem Körper. Das war ein Schritt. Das Auftauchen von „traurig“ nach dem Ärger war auch ein Schritt. Der Focusing-Prozess ist eine Reihe von Veränderungsschritten, in der jeder eine frische Einsicht und eine frische körperliche Befreiung bringt, ein Aha! Ist dies das Ende? Sie hätte sicher hier aufhören können. Aber wenn sie weitermachen wollte, würde sie zu dem Gefühl, dass ihr nicht geglaubt wurde, zurückgehen und ihm wieder interessierte Neugier entgegenbringen. Es könnte sein, dass für sie etwas Besonderes darin ist, dass ihr nicht geglaubt wurde, etwas, das mit ihrer eigenen Geschichte verbunden ist, was wiederum Befreiung bringt, wenn es gehört und verstanden wird.

Focusing bringt Einsicht und Befreiung, aber das ist nicht alles, was es bringt. Es führt auch zu neuem Verhalten. Im Fall dieser Frau können wir uns leicht vorstellen, dass jetzt die Art, wie sie sich ihrer Freundin gegenüber verhält, offener, auf eine angemessenere Weise vertrauensvoll ist. Es kann sein, dass andere Gebiete ihres Lebens mit diesem Gefühl, dass ihr kein Glauben geschenkt wird, verbunden waren, und die werden sich nach diesem Prozess auch verwandeln. Dieses neue Verhalten ergibt sich auf einfache, natürliche Weise, ohne dass etwas mit Willenskraft oder Anstrengung getan werden muss. Und das führt uns zu der dritten Eigenschaft von Focusing.

Die dritte Schlüsseleigenschaft oder das dritte Schlüsselmerkmal, das Focusing von jeder anderen Methode der inneren Achtsamkeit und des persönlichen Wachstums unterscheidet, ist eine radikale Philosophie darüber, was Veränderung fördert.

Wie verändern wir uns? Wie verändern wir uns nicht? Wenn Sie wie viele der Menschen sind, die sich für Focusing interessieren, fühlen Sie sich wahrscheinlich festgefahren oder blockiert in einem oder mehreren Gebieten Ihres Lebens. Da ist etwas an Ihnen oder Ihren Lebensumständen oder Ihren Gefühlen und Reaktionen auf Dinge, das Sie ändern möchten. Das ist nur natürlich. Aber lassen Sie uns nun zwei Wege gegenüberstellen, an diesen Wunsch zur Veränderung heranzugehen.

Ein Weg nimmt Folgendes an: Wenn man will, dass sich etwas ändert, muss man es dazu bringen, dass es sich ändert.  Man muss etwas tun damit. Wir können das den Weg des Tun-und-in-Ordnung-Bringens nennen. Der andere Weg, den wir den Weg des Dabei-Sein-und-Zulassens nennen können, nimmt an, dass Veränderung und Fluss der natürliche Lauf der Dinge sind. Und wenn etwas sich nicht zu verändern scheint, sind es aufmerksame Zuwendung und Bewusstheit, was es braucht – mit einer Haltung, die ihm erlaubt, so zu sein, wie es ist, aber offen bleibt für seine nächsten Schritte.

Unser Alltagsleben ist tief durchdrungen von der Einstellung des Tun-und-in-Ordnung-Bringens. Wenn Sie einer Freundin ein Problem erzählen, wie oft ist deren Reaktion, dass sie Ihnen einen Rat gibt, wie Sie das Problem in Ordnung bringen können. Viele unserer modernen Therapiemethoden enthalten auch diese Einstellung. Die Kognitive Therapie zum Beispiel fordert Sie auf, Ihr Gespräch mit sich selbst zu ändern. Hypnotherapie bringt häufig neue Bilder und Überzeugungen ins Spiel, um alte zu ersetzen. Somit ist die Philosophie des Dabei-Sein-und-Zulassens, die Focusing verkörpert, eine radikale Philosophie. Sie drehtunsere üblichen Erwartungen und Weltansichten um. Es ist fast so, als ob ich Ihnen sagen würde, dass dieser Stuhl, auf dem Sie sitzen, ein Elefant werden möchte, und wenn Sie ihm interessierte Aufmerksamkeit entgegenbringen, wird er anfangen, sich zu verwandeln. Was für eine abenteuerliche Idee! Aber so abenteuerlich klingt es für einen tief verwurzelten Teil von uns, wenn uns gesagt wird, dass eine Angst, die wir fühlen, sich in etwas verwandeln könnte, was überhaupt keine Angst ist, wenn ihr interessierte Aufmerksamkeit entgegengebracht wird.

Wenn Menschen, die mit Focusing zu tun haben, über „die Weisheit des Körpers“ reden, ist es das, was sie meinen: dass der Felt Sense „weiß“, was sein nächster Schritt sein muss, so sicher, wie ein Baby weiß, dass es Wärme und Behaglichkeit und Nahrung braucht. So sicher, wie ein Radieschensame weiß, dass er zum Radieschen heranwachsen wird. Wir müssen niemals dem Felt Sense sagen, was er werden soll, wir müssen ihn nicht dazu bringen, dass er sich verwandelt. Wir müssen nur die Bedingungen schaffen, die ihm erlauben, sich zu verwandeln, ähnlich wie ein guter Gärtner für Licht und Boden und Wasser sorgt, ohne dem Radieschen zu sagen, dass es eine Gurke werden soll.

Om Mani Padme Hum 💚

Da ich immer daran interessiert bin, dich näher kennen zu lernen, würde ich mich sehr freuen, wenn du unter diesen Artikel etwas darüber schreibst, was dich gerade am stärksten zu diesem Thema bewegt. 😃

Foto credit: © Galushko Sergey – Shutterstock/com
Foto credit Fun Frog: © Julien Tromeur – Shutterstock/com

Literatur:

Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Bewusstsein versus Bewusstheit

Bewusstsein versus Bewusstheit

Ein Gastartikel von Gaby Meyer.

In diesem Artikel möchte ich diese Thematik neu beleuchten, um uns selbst und unser Denken zu reflektieren, was nun genau Ich Du Wir uns darunter vorstellen. Was ist es, dass das Eine wie das Andere ausmacht? Wofür steht es wirklich? Was ist die tiefe Bedeutung dahinter?

Frage an Dich: Was ist im Grunde die tiefe Bedeutung von Bewusstsein und Bewusstheit und warum schleudern wir diese zwei so oft durcheinander?

Dann folge mir einfach und mache Dir Deine eigenen Vorstellungen. Lass Dich inspirieren und vielleicht entdeckst Du ebenfalls, dass unsere Sprach- und Denkweise, so wie wir eben unterwegs sind, zu allen Zeiten, manchmal irrsinnige Wege gehen – Dinge einfach ausgedrückt werden, ohne zu ´wissen´ was wir da von uns geben, wie dies wirkt und rüberkommt.

Allzu oft höre und lese ich diese zwei Begriffe in vielerlei Tenor. Bunt durcheinander gewürfelt werden sie, je nachdem wer was zu sagen hat und sich dieser Worte bemächtigt. In fast jedem spirituellen Artikel findest Du wenigstens eines dieser Worte angewandt.

Schauen wir doch einmal was wir finden (Lexikon, Duden), wenn wir es trennen:

  • -bewusst:

im Sinne von sich zurechtfinden, zu wissen, im Klaren sein über etwas, volle Bedeutung klar erkannt, sorgsam u bemüht auf etwas achten

  1. absichtlich, gewollt, willentlich (bewusster Anhänger von etwas zu sein)
  2. klar erkennend, geistig wach (sich einer Sache sehr bewusst)
  3. ins klare, wache vorgedrungen (bewusste/unbewusste Vorstellung)
  • -heit:

Diese Wortendung wurde im allgemeinen (Althochdeutsch) zu Eigenschaftsnominalisierung – also Hauptwortbildung (Haupt-, Ding-, Nennwort), das eine Eigenschaft beschreibt. Die Art und Weise wie oder auch eine Erscheinung beschreibt.

  • -sein:

Unregelmäßiges Verb, hier wohl im Sinne als: Beschreibung eines bestimmten Zustands, Lage, Befinden, bestimmter Umstände, als Darstellung jemandes Besitz oder Substantiviert als: Leben/Dasein, das Sein

Dies mag schulmeisterlich genügen, so dass wir uns ein Bild machen können, was die Bedeutung sein könnte, was dahintersteckt, woher es stammt.

Wenn wir nun daraus die Worte:
Bewusstheit sowie Bewusstsein bilden, was wollen wir jeweils damit ausdrücken? Was liegt uns am Herzen, wenn wir dieses oder jenes Wort verwenden? Ist es uns klar, warum wir es gebrauchen?

Ganz oft lese ich in einschlägigen Magazinen, Schriftsätzen, Ankündigung von Workshops, Seminaren – meist spiritueller Natur, dass eine Transformation vor sich gehen soll, dass wir dadurch Bewusstsein erlangen sollen oder zumindest es uns in die Richtung schiebt, die wir ja so gerne hätten ……. Bewusster werden, präsenter, klarer, eigenmächtiger, authentischer …… alles in Verbindung und für Dein Bewusstsein.

Was ist jedoch dieses Bewusstsein?

Bewusst Sein?

Seit Jahrhunderten wird versucht es zu definieren, von der Psychologie, der Physik, innerhalb der Spiritualität, der Neurowissenschaft etc. pp…… keiner weiß es genau – und am wenigsten diejenigen, die nicht an ein Bewusstsein glauben oder das, was wir Seele/höheres Selbst nennen, von dem wir bewohnt werden, dass da etwas allgegenwärtig ist, immer da, nie stirbt.

Darum geht es hier auch gar nicht, dass darf jeder für sich selbst heraus- finden. Für meinen Geschmack wird zu unreflektiert, ja selbstverständlich mit diesem Worten umgegangen.

Ist das Bewusstsein nicht DAS Allmächtigste, Höchste, Weiteste, Tiefste, Größte, Mächtigste aller Formen, die wir je beschreiben oder bezeichnen könnten. Ich meine, dieses Bewusstsein – was niemand wirklich dinghaft machen kann, selbst die Wissenschaftler und alle in diesem Dunstkreis nicht – dies ist es ja genau, warum es zwar gebraucht wird und auch dessen Beschreibung und Vorhandensein fast nicht mehr verleugnet werden kann (gut, von einigen Unverbesserlichen schon) …. Aber es ist und bleibt diffus. Wir sind noch nicht im Stande, es zu be-(greifen), wissen noch nicht, was es wirklich bedeutet und fast alle spinnen sich etwas darüber zurecht, färben es ein mit eigenen Erfahrungen, dem was sie gelesen haben, was der neueste Stand er Dinge aus der Metaphysik ist, haben darüber in Workshops gehört – ja be-(nutzen) es einfach für die eigenen Belange und Zwecke.

Nur, was soll denn wirklich ausgedrückt werden?

Ist es nicht so, dass das Unbekannte, Unfassbare, Allgegenwärtige, nicht Benennbare, sich ständig Ausdehnende, Verändernde, in allem und jedem Seiende ……. eben nicht einfach mal so benannt werden kann? Wenn überhaupt nur ansatzweise erfahren! Es existiert jenseits von Zeit und Raum denken und ist als Aspekt des nicht-lokalen Bewusstseins (ewiges Jetzt, zeitloser Moment) – da zwischen dem Ich und der Umgebung nicht mehr unterschieden wird – als die einzige Wirklichkeit erfahren – in dem man sich selbst als einen Teil und zugleich als Ganzes erlebt. Dieser Zustand wird Einheitserfahrung genannt.

Wenn ich also lese, dass Du da Dein Bewusstsein durch diese oder jene Transformations-, Seelen-, Schatten-, Selbsterfahrungsarbeit berühren, erweitern, … what ever … kannst, ist dies nicht unermesslich hochgegriffen? Es wirkt auf mich irgendwie grotesk, ein Spiel innerhalb der sogenannten Spiritualität.

Ok, es gibt erweiterte Bewusstseinszustände/außergewöhnliche Bewusstseinserfahrungen durch Drogen, Meditation, Gurus, jahrelanger Praxis – von was auch immer. Wir als Menschen wollen ja so gerne erfahren, von etwas berichten, etwas Besonderes darstellen. Und zu Veränderung deiner Selbst, deiner Umgebung, deines Lebens, der Umstände – die vielleicht nicht mehr tragbar für Dich sind, ist es ganz bestimmt gut, die Form, die jetzt für Dich stimmig ist an Selbsterfahrungstechniken zu praktizieren. Inzwischen raten Lehrer auch von jeglicher Praxis ab, einfach sein, mit dem was ist – um aus dem ständigen Tun heraus zu kommen.

Ich schweife ab 🙂

Aber DAS SEIN: DAS BEWUSSTSEIN – das pure reine klare UNFASSBARE – welches für meinen Geschmack arg missbraucht wird, ist meistens nicht gemeint, da wir dort noch nicht angekommen sind und Worte bei weitem nicht ausreichen es nur ansatzweise zu beschreiben. Hingegen kann ich mir sicher über etwas bewusst sein. Es wird mir etwas klarer, bewusster, ist tiefer durchdrungen worden bestenfalls, um so eine Änderung besagter Thematik, Lebensumstände zu bewirken oder wenigstens anfänglich erfasst zu haben.

Ich glaube, dass wir im allgemeinen Kontext, den wir so sehr gebrauchen – gerade auch die vielen spirituellen Angebote betreffend – eher die Bewusstheit meinen und vielleicht deswegen auch eher benennen sollten.

Ich kann an meiner Bewusstheit arbeiten, kann durch Praktiken, Workshops, Vorträge – wo und durch was auch immer dazu beitragen, bewirken, dass sich meine Bewusstheit schult. Ich bewusster werde, mir meiner bewusst werde und somit auch tiefer eintauche in das was mich und meine Bewusstheit ausmacht.

Das Bewusstsein ist ja bereits da, war immer schon da und ist als Institution benannt gar nicht antastbar, weil dies einfach nicht möglich ist. Wie soll man einen Zustand, ein Sein, das Größere, Ewigliche denn durch spirituelle Praxis verändern, erweitern, es aufspüren – um zu (also etwas tun, um zu … erreichen). ES IST DOCH BEREITS DA – WAR IMMER DA UND WIRD IMMER DA SEIN – EIN MEER VON BEWUSSTSEIN!! Mit oder ohne uns. Gut es heißt, es verändert sich ständig, wächst, pulsiert, persönlich wie kollektiv aber nochmal: direkt und unmittelbar durch spirituelle Praxis mit dem Zwecke das Bewusstsein zu vertiefen, zu verändern. Ich denke, das geht nicht!

Im Lexikon steht:

Die Bewusstheit einer Handlung | mit Bewusstheit handelnde Menschen | ein Mensch von hoher Bewusstheit

Das trifft schon eher den Kern der Sache. Wenn ich also in die Praxis, mit was auch immer gehe, dann kann ich darüber hinaus meine Bewusstheit erweitern, festigen, verändern – daran wirken, arbeiten. Aber nicht das allumfassende Bewusstsein – da dieses nicht bearbeitbar ist und sich einfach nicht auf Worte und Gedanken reduzieren lässt.

Bewusstheit mag heutzutage vielleicht gleichgesetzt werden mit dem modernen Ansatz der Achtsamkeit, des Gewahrseins (MBSR nach Kabat-Zinn war einer der Initiatoren). Davon werden wir ja mehr und mehr überspült, will der Mensch doch lernen, wie er seinen Stress bewältigt, freier, glücklicher, intensiver sein Leben zu leben. Weg vom Autopiloten des Alltagmodus – hin zu im Jetzt sein.

Ich finde Bewusstheit (manchmal auch awareness genannt) bezeichnet die gegenwärtige, nicht-bewertende Wahrnehmung des eigenen Selbst und der Umwelt.

Man kann sich sowohl seiner Sinneswahrnehmungen wie Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken als auch seiner Gedanken, Phantasien, Gefühle, Bedürfnisse, Werte, Handlungen und Körpersensationen (Verspannungen, Wärmeempfindungen usw.) bewusst sein. Bewusstheit ist ein fortschreitender Prozess, steht jedem zur Verfügung und wird subjektiv empfunden. Es gibt ein fortschreitendes Erleben (innen wie außen) von Bewusstheit von Augenblick zu Augenblick und kann eben durch diverse Praktiken vertieft, bearbeitet werden.

Was unmöglich mit dem endlosen Bewusstsein ´gemacht´ werden kann. Bestenfalls selbst erfahren wird, durch tiefes Einlassen, wie in verschiedene Arten von Erfahrungen: so beispielsweise die NTE (Nahtoderfahrung) oder sehr überwältigende lebensverändernde Erfahrungen. Dies wird im allgemeinen heute Einsichtserfahrung oder Erleuchtungserfahrung genannt – was nicht heißt, dass das Streben danach nicht wünschenswert ist! Nur, es kann nicht gemacht werden.

 

Om Mani Padme Hum 💚

 

© 04/2018 Gaby Meyer. Alle Rechte Vorbehalten.
Foto credit: © Ehrmann Photographic – Shutterstock/com
Foto credit Fun Frog: © Julien Tromeur – Shutterstock/com

Da ich immer daran interessiert bin, dich näher kennen zu lernen, würde ich mich sehr freuen, wenn du unter diesen Artikel etwas darüber schreibst, was dich gerade am stärksten zu diesem Thema bewegt. Renate.

 

Der Anfang vom Ende des Wahnsinns

Der Anfang vom Ende des Wahnsinns

Das ist Teil 3 der spannenden Serie. Viel Freude beim Lesen und Verdauen 🙂
Renate

Der Anfang vom Ende des Wahnsinns

geschrieben von Steven Black:

Im ersten Beitrag dieser Artikelserie ging es um die Art der Zusammensetzung, was für Wesen und Elemente in der viertdimensionalen astralen Ebene existieren. Im zweiten Beitrag ging es hauptsächlich um die Dynamik, wie die astrale und physische Welt gemeinsame Prozesse erzeugt, die sich in Politik, Wirtschaft und in allerlei globalen Phänomenen niederschlagen.

Heute werden wir uns mehr um die persönliche Seite der Geschichte kümmern – um deine und meine persönliche Seite.

Doch bevor wir dazu kommen, möchte ich noch einen kurzen Abstecher in das Dämonen Thema machen. Mir fiel auf, dass da noch etwas im zweiten Teil fehlte, bzw., zu kurz kam – was hiermit nachgeholt wird. Wir haben uns zwar angesehen, wie dämonische Energien in den Weltkriegen wirkten und wie das Gesetz der Anziehung für die Dynamik dahinter sorgte. Aber mir ist es wichtig, jedwede “schwarz-weiß Malerei” zu vermeiden und daher betrachten wir einmal, woher denn diese Dämonen so kommen.

Eine herkömmliche Idee über den Ursprung von dämonischen Wesen geht etwa so – da gibt es diese dunklen, lichtabgewandten Kräfte, welche die Menschen als Nahrungsquelle benutzen, weil sie anscheinend keine Energie von der göttlichen Quelle selbst bekommen. Auch gibt es Ideen, wonach die helle und die dunkle Seite seit Anbeginn der Schöpfung im Krieg wären und dass dieser Krieg im Reich der Menschen stattfindet. Egal, welche Geschichte man dazu liest, es ist immer eine Projizierung von Gut und Böse und eine sehr dualistisch geprägte Sichtweise, wobei der anklagende Zeigefinger natürlich Richtung Dämonen zeigt.

Okay, schauen wir uns Mal eine etwas andere Version an. Die wird dir vielleicht nicht so gut gefallen, weil die dualistischen Gegensätze dabei verschwimmen werden und damit vielleicht die persönliche Komfortzone den Bach runtergeht. In dieser Beschreibung gehe ich allerdings nur auf die Situation der Erde ein, nicht den gesamten universellen Kontext.

Ich stimme grundsätzlich der Idee zu, dass dämonische Wesenheiten Energiesauger sind. Daher halten sie sich ja auch gerne dort auf, wo es diese Nahrung für sie gibt. Überall dort, wo es Neid, Gier, Hass, Angst, Depression, Missbrauch jeder Art, Gewalt, Opferhaltung, Hilflosigkeit und Ohnmacht gibt. Es gibt eine lange Liste von solchen emotionalen Absonderungen, welche für Dämonische Entitäten eine Nahrungsquelle sind. Und sie verstärken und amplifizieren diese emotionalen Muster in uns.

Wie könnte das auch anders sein, wenn WIR – die Menschen, der Ursprung und die Erschaffer solcher Wesenheiten sind? Ja, wir sind die Quelle ..

Wann immer wir in emotionalen Ausnahmezuständen sind, erzeugen wir über diese Entladungen psychonoetische Lebensformen, deren Gestaltsinhalt ein direkter Abdruck dieses Bewusstseinszustandes ist, inklusive aller Bewertungen, die wir dazu treffen. Das kann man lange noch nicht dämonisch nennen, aber wir haben damit eine Schöpfung kreiert, die sowas wie ein Kind von uns ist. Wenn diese Gestalt lange genug gefüttert wird – und damit ist eine ständige Beschäftigung mit und ein Verharren in diesem Zustand gemeint, dann bekommt diese psychonoetische Gestalt eine immer klarer definierte Form und wird irgendwann so etwas wie ein eigenes Bewusstsein haben – eine Miniaturausgabe unseres eigenen Bewusstseins, welches sich nur über solche emotionale Zustände definiert.

Aber seine einzige Nahrungsquelle besteht aus der Art von Energie, wodurch es erschaffen wurde. Es kennt nichts anderes und kann auch mit was anderem nichts anfangen. Mit der Zeit kann das eine sehr große Wesenheit werden, wenn sie genug gefüttert wird und sie ist ein Teil von uns. Was für eine Gestalt das ist, kommt natürlich stark aufs jeweilige Thema an ..

Auf einer größeren Skala betrachtet – wenn wir einen nur kleinen Blick drauf werfen, was für Gräueltaten wir als Menschen Jahrtausende lang begangen haben, in der Unbewusstheit und auch im Überlebensmodus, dann kann man ein recht gutes Bild darüber bekommen, welche Art von dämonischen Wesenheiten dadurch erschaffen wurden und wie bevölkert die astrale Sphäre damit ist. Eine größere Masse an negativen Energien erschafft natürlich sehr viel größere und grässlichere Entitäten. Und natürlich ist denen daran gelegen, dass ihre Nahrungsquelle, ihre Schöpfer, weiterhin solche Energien produzieren. Das kann man ihnen nicht wirklich verdenken, oder? Aber sie können nicht aus sich selbst heraus aktiv werden, sie brauchen eine “Einladung”, welche durch genau die Art von Energie “ausgesprochen” wird, über welche sie kreiert wurden und wobei das Gesetz der Anziehung – gleiches zieht Gleiches an – in Aktion tritt.

Man sollte sich unschwer vorstellen können, welche dämonische Energien bei Kriegen, Mord, Folter, Sklavenhandel, sexuellen Missbrauch (etc., etc., etc.) gefüttert werden. Und die sogenannte Menschheit als Gesamtes hat kollektiv dabei mitgewirkt, dass es diese Wesenheiten gibt.

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Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Wenn der Wahnsinn über die Ufer tritt

Wenn der Wahnsinn über die Ufer tritt

Das ist Teil 2 und viel Freude beim Lesen und Verdauen 🙂
Renate

Wenn der Wahnsinn über die Ufer tritt

geschrieben von Steven Black:

Wie das Gesetz der Anziehung, zwischen der Physischen und Astralen Ebene globale Effekte erzeugt .  

Der Mechanismus der Realität, wie unsere Welt funktioniert und wie unsere Erfahrungen sich ausspielen, ist ein massives, unglaublich engmaschiges Bezugssystem, zwischen der materiellen und astralen Erfahrungsebene. Das Problem ist, wir sind uns dessen oft viel zu wenig bewusst und wir betrachten uns meist außerhalb der ganzen Ereigniskette. Und das macht uns alle angreifbar für manipulative Einflussnahme, in Politik, Wirtschaft oder jeglicher gesellschaftlicher Zusammenhänge.

Nehmen wir als Beispiel die beiden Weltkriege:

Es gibt viele historische Fakten und Zusammenhänge, die einem erklären, wie es zu diesen Kriegen kam. Wenn uns etwa erzählt wird, das Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand, am 28. Juni 1914 in Sarajewo, sei der unmittelbare Anlass für den ersten Weltkrieg gewesen, so ist das nur ein kleiner Teil einer umfassenderen Geschichte. Sicher, es brachte das Fass zum Überlaufen, aber dieser Krieg wurde auf Jahre voraus vorbereitet.

Über viele Jahre hinweg wurde militärisch aufgerüstet und in den damaligen Medien lief eine bestimmte Propaganda Rhetorik. Erstmals in der Geschichte der Kriegsführung wurden eigene Behörden für Desinformation geschaffen. Man benutzte Plakate, Flugblätter und Zeitungen, Schallplatten, aber auch Filme als Propagandamedium. Häufig genutzte Methoden waren die Herabwürdigung und Lächerlichmachung des Gegners, die Beschwörung der eigenen Stärke, der Kampf- und Siegesmoral und die Verdeutlichung der Notwendigkeit sein Land zu unterstützen.

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Leise reitet der Wahnsinn

Leise reitet der Wahnsinn

Stevens Artikel handelt über die 4. dimensionalen Ebene, über den “höheren Emotionalkörper” oder auch Astralkörper genannt. Es ist auch die Ebene der Götter und Dämonen/Geister und unendlich groß und variiert, aber vor allem ist sie sehr komplex.

Das ist Teil 1 und legt die Grundlage für dieses SEHR großen Themenkomplex.

Viel Freude beim lesen und verdauen 🙂
Renate

Leise reitet der Wahnsinn

geschrieben von Steven Black:        

Diesmal geht es um die Zusammenhänge, wie das engmaschige Beziehungssystem zwischen der physischen und der astralen Welt, die Realität gemeinsam erzeugt, die wir persönlich und global erfahren.

Wenn von Realität die Rede ist, dann ist die persönliche, innere Realität, die äußere, persönliche Realität – die wir erfahren und die kollektive, innere und äußere Realität, die wir als Gesellschaft miteinander teilen, gemeint. Die Realität ist also ein ziemlich komplexes “Ding” und sowohl die innere, wie die äußerlich erfahrene Realität, ist eine Ko-Produkt, die durch gemeinschaftliche Interaktionen erzeugt wird.

Die innere Welt des Menschen ist voller Konflikte und Separierung, was uns regelmäßig durch die äußere Welt zurück reflektiert wird. Nirgendwo lässt dich dies leichter ablesen, als in den sozialen Netzwerken des Internet. Wenn man sich beispielsweise die Facebook Timeline von bestimmten Leuten anschaut, so fällt einem ins Auge, wie oft im 15 Minutentakt Inhalte geteilt werden, die extreme emotionale Schwankungen zum Inhalt haben. Etwa so – Weisheiten teilen, Weisheiten teilen, Weisheiten teilen – gefolgt von Empörung teilen, Wut teilen, Bilder von gefolterten Tieren teilen. Dann wieder Weisheiten, Weisheiten, Weisheiten, Empörung, Empörung, Empörung, etc.

Ob das nun “Merkel muss weg” ist, die “schlimmen Flüchtlinge”, “Coca Cola und Nestle müssen weg”, die “Illuminati beherrschen die Welt”, “Soros, Rockefeller, Rothschild sind Satanisten und Clinton, Bush, sind alles Pädophile”, der “Untergang des christlichen Abendlandes”, der “3. Weltkrieg kommt bald”, der “Euro crasht demnächst”, “außerirdische Aliens dominieren die Weltpolitik”, die “Archonten versklaven die Menschheit” – diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Versteht mich nicht falsch   – ich verstehe die Empörung, ich verstehe was da vorgeht und ich selbst habe früher ähnliches Zeug von mir gegeben. Unter der heutigen Perspektive kann ich da nur mehr sagen – du heilige Scheixxe, was habe ich da gemacht?

Der Punkt ist – wir alle wissen nicht, was wir da tun. Sonst würden wir es nämlich nicht machen!

Aber es gibt eben Zeiten in unserem Leben, wo wir in Ohnmacht, Opferhaltungen, innerer Wertlosigkeit verharren und im außen nach Bestätigung und Erklärungen dafür suchen. Der Mensch sucht sich dann seine Sündenböcke im Außen, um sich seine eigene Realität zu erklären. Forscht und sucht Beweise, dreht jeden Stein nach irgendwelchen Indizien um, die sich mit etwas Phantasieeinsatz auch immer wieder finden lassen, aber die Steine in uns selbst, die drehen wir nur selten um. Leider hinterfragen wir uns selbst und unsere eigenen Vorstellungen viel zu wenig. Im Grunde ist uns allen wenig klar, wie sehr unsere emotionalen Reaktionen, unsere Äußerungen und unsere ganze Innenwelt, die äußere Realität MIT-formen.

Uns ist nicht bewusst, auf welche Art die Realität, die wir sehen, in einem extrem kreativen Prozess, zwischen der physischen, dreidimensionalen, materiellen Wirklichkeit und den astralen Räumen auf der viertdimensionalen Ebene, generiert und erzeugt wird. In diesem Beitrag will ich darauf eingehen – how it works. Ich will das jenseits von aller mystischen Romantik oder sinnbefreitem “rosa Plüsch” machen. Der Begriff “Dimensionen” wird hier für die Frequenzbereiche getroffen, die mit unseren Chakren und den damit verbundenen Bereichen des Energiefeldes (Aura) verknüpft sind.

Die viertdimensionalen Welten    ….

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