Krisenmanagement

von Feb 8, 2017

Tagesimpuls 8.2.17

Krise bedeutet: Drama, Alarm, Stress, Schock, starke innere Unruhe.

Du hast keinen Ausweg mehr.

Die alten Überlebensstrategien greifen nicht mehr.

Krise bedeutet: Der Teil in dir, der die größte Panik hat, übernimmt.

Alles was bis jetzt funktioniert hat, bricht weg.

Krise bedeutet: Angst und Verzweiflung.

Krise stellt die Frage: Was passiert, wenn ich das nicht mehr in die Reihe bekomme?

Krise wird gefühlt zur existentiellen Bedrohung.

Krise bedeutet Verlust.

Krise fühlt sich an, wie ein Abgrund in den man fällt.

Krise bedeutet aber auch eine (neue) Chance …

Keine Krise erledigt sich von Heute auf Morgen.

In der Krise gilt: Lebe von Moment zu Moment.

Und das bedeutet: Brich deinen Tag in einzelne Segmente, kleine ZeitPortionen, in denen du nur das tust, was du wirklich schaffen kannst und was dir möglich ist. Hör auf dich anzutreiben oder zu überfordern – es nützt sowieso nichts.

Tägliche Hilfe in Krisen:

Erkenne an, was ist. Du kannst es im Moment nicht ändern. Steh dazu!

Fühle den Teil in dir der Widerstand leistet – Widerstand verstärkt, was du nicht willst.

Kümmere dich um die inneren KindAnteile – sie haben jetzt große Angst.

Wenn der Innere Antreiber und der Innere Kritiker aktiv werden: Hinsetzen, atmen, 10 Minuten still werden und einfach diese Aspekte von dir FÜHLEN bzw. ihnen zuhören; schreib, auf was die Stimme in deinem Kopf sagt; sag dem Teil, dass du ihn hörst, sie wahrnimmst so, wie sie sich im Moment fühlt. Es muss NICHTS getan werden, einfach wahrnehmen und ernsthaft zur Kenntnis nehmen. Nicht mit den Teilen argumentieren oder vom Gegenteil überzeugen, das hilft gar nichts, sondern verstärkt das Stress- und Angstgefühl. Sie entspannen sich, wenn sie wahrgenommen werden, sich gehört/gesehen fühlen.

Erlaube ALLEN deinen Gefühlen da zu sein, es funktioniert sowieso nicht, wenn du sie wegdrückst. Weine, schreie, lass deine Wut raus, wenn du alleine bist. Setz dir dazu einen festen Zeitpunkt. Zerschneide etwas, wirf das alte Porzellan, geh Holz hacken ..

Verbinde dich mit deinem Körper – wenn möglich mehrmals am Tag: Atme bewusst, mache ein paar Dehnübungen oder Yoga, beweg dich an der frischen Luft, spiel mit deinem Haustier (wenn du eines hast), koch dir was gutes, räum den Kühlschrank auf, wirf alte Sachen weg, such dir etwas, was dir immer schon Freude gemacht hat und versuche es zu tun, schau öfter mal in den Himmel oder betrachte deine Blumen und mach dir bewusst, dass es etwas gibt, das größer ist als du und deine Krise.

Mache TRE – eine der besten Übungen für Stress und Krisensituationen, danach funktioniert vielleicht eine geführte Meditation.

Wann immer stressige Gedanken hochkommen, die sich endlos im Kreis bewegen, stell dir diese einfache Frage:

Was könnte ich tun, um jetzt zur Ruhe kommen?

Wie kann ich mich trösten – ohne zu Alkohol oder anderen Mittelchen zu greifen? Schokolade ist erlaubt 🙂

Was brauche ich jetzt in diesem Moment, damit es mir besser geht? Es sollte etwas sein, dass DU dir selber geben kannst.

Oder versuche Folgendes:

Wenn ich wüsste, was mir gut tut, würde ich jetzt …

Sag dem Inneren Kind in dir, dass es darauf vertrauen kann, dass du gut für euch sorgst.

Sag dir öfter: Diese Krise ist nicht der Untergang meiner Welt. Auch wenn es sich jetzt so anfühlt!

Führe ein Dankbarkeitstagebuch. Auch in der Krise gibt es Dinge, für die du dankbar sein kannst.

Wenn dich düstere Zukunftsgedanken oder schmerzhafte Erinnerungen überfluten, sag laut: STOPP. Kehre zurück ins Jetzt und achte nur auf das, was jetzt, in diesem Moment, zu tun ist. Konzentriere dich bewusst darauf. Fange wieder mit den Punkten von oben an.

Wenn du den Impuls hast mit jemanden darüber zu reden, sei achtsam wem du davon erzählst. Haben sie die Gabe und die Geduld dir wirklich zuhören zu können, ohne sofort Ratschläge zu erteilen, deine Situation zu bagatellisieren oder dich zu etwas drängen wollen?

Vor allem – strapaziere sie nicht mit deinem immer gleichen Gejammere.

Sag dir immer wieder: „Ich schaffe das!“ Es wirkt. Entwickle ein hilfreiches Bild für das, was du willst, auch wenn es noch nicht da ist.

Mach dir bewusst, dass deine Krise einen Sinn und ein Ende hat, auch wenn du es im Moment noch nicht erkennen kannst. Krisen erschüttern das Alte, rufen dich auf, aufzuwachen und Dinge zu ändern. Sie überprüft, was noch echt ist. Sie zeigt auf, was gehen darf und was bleiben kann.

Wenn das alles nichts hilft: Such dir professionelle Hilfe.

Ich wünsche dir für heute einen Krisen- und Stressfreien Tag.
Alles Liebe, Renate

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