Ein wertvoller Dienst am Selbst

Ein wertvoller Dienst am Selbst

geschrieben von Steven Black:

Erstaunlich, ehrlich erstaunlich, immer wieder stelle ich fest, daß grade die Bücher aus den frühen und mittleren 1990 ern, zumindest einige, auch heute noch wertvolle Schätze sind. Ich kehre immer wieder dorthin zurück, um etwas zu vergleichen oder nachzusehen. Da ist wirklich gutes Teaching Zeugs dabei, im Gegensatz dazu, was heute so manches rumkreucht und publiziert wird ..

Und was finde ich da kürzlich interessantes?

Zwar etwas anders formuliert, aber eine grundsätzlich in dieselbe Richtung gehende Beschreibung, wie Barron die Bildung des strategischen Selbst darlegte. Von der Separierung und Aufteilung des Selbst, sein Erleben in “da drinnen” und “da draußen” aufzugliedern. Zusätzlich wird eine Methode zur Selbsterforschung und Auflösung jener “Wände” geboten. Einen kleinen Haken hat diese Sache allerdings:  Man sollte gut sein im FÜHLEN .. aber hey, Meister sind noch nie vom Himmel geplumpst .. also was solls, nur der Versuch macht kluch!

Für einige Leser/Innen, welche die D.S. Barron Artikel übers strategische Selbst ansprechend finden, mag es eventuell frustrierend sein, all die interessanten Zusammenhänge zu lesen, aber dann zu hören, man muss einen adäquaten Heiler finden. Manche haben vielleicht weder das Geld, oder finden noch nicht den Mut hierfür, sie möchten nicht mit ihren Geschichten nach außen treten.

Daher möchte ich heute die angesprochenen 3 Seiten aus dem Buch “LICHT ARBEIT” von Barbara Ann Brennan, einer außergewöhnlich kompetenten Heilerin vorstellen. Wer ihre Werke kennt, wird das gerne bestätigen. Man findet darin kein seichtes Geschwurbel, sondern handfeste Erklärungen die Verständnis bilden.

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Natürlich, die Frau kennt den Begriff “strategisches Selbst” nicht, ihr Spezialgebiet sind die Energiefelder des Menschen. Auch keine Subpersonen, die inneren Kinder – und andere Aspekte, sind ihr jedoch geläufig.

Aber angesichts der Tatsache, daß sich das “strategische Selbst/Ego im Mentalkörper eingenistet hat, wofür B. Ann Brennan (und ihre Geistführerin Heyoan) die Metapher “2 Wände” wählten, dürfte die vorgestellte Methode ihren Nutzen haben, weil sich dadurch die Energiefelder klären können. Nämlich mit dem Ziel, die Wände aufzulösen und die Energien wieder ins fließen zu bringen.

Auch legt Brennan sehr gut dar, wie der in der Kindheit angelegte Prozess, der auf der Grundlage beruht, daß die eigene emotionale Realität nicht anerkannt und bestätigt wird, zu Trennung, sowie den Problemen unserer Gegenwart und Zukunft führt.

Nachstehend dann, noch einige Anmerkungen dazu ..

Auszug aus: “LICHT ARBEIT” von Barbara Ann Brennan: (S. 241, 242, 243; )

“Die Vorstellung des Getrenntseins erzeugt Angst und Opfermentalität; beides stützt die Illusion der Machtlosigkeit. Dagegen machen Verantwortlichkeit und Annehmen der Wirklichkeit stark; sie erzeugen die Kraft, die eigene Wirklichkeit zu prägen. Wenn es stimmt, daß Sie unbewusst die Dinge gestalten, wie sie sind, dann liegt es in Ihrer Hand, Veränderung zu bewirken. Betrachten wir deshalb den Prozess des Vergessens genauer.

Solange wir Kinder sind, findet nur ein kleiner Teil unserer Erfahrung in den Reaktionen unserer Umgebung Bestätigung. Das schafft einen inneren Konflikt zwischen Selbsterhaltung und Bestätigung durch andere. Als Kinder brauchen wir sehr viel Bestätigung; wir sind in einer Phase des Lernens und dieses Lernen beruht auf Bestätigung von außen. Das Ergebnis ist, daß wir uns entweder eine geheime Phantasiewelt schaffen oder daß wir uns von dem Großteil unserer inneren Wirklichkeit, der keine Bestätigung gefunden hat, abwenden, um ihn irgendwo für zukünftige Verifikation zu bewahren.

Wir blocken also Erfahrungen, seien es Bilder, Gedanken oder Gefühle, ab. Durch diese Blockierung trennen wir uns zumindest zeitweise von einem Teil unserer Erfahrung. Wir trennen uns von uns selbst und vergessen, wer wir sind. In den Kapiteln 9 und 10 haben wir uns ausführlich mit Blockierungen im Energiefeld beschäftigt. Die Wirkung dieser Blockierungen besteht in der Unterbrechung des gesunden Energieflusses in der Aura, was schließlich zu Krankheit führt. Man spricht auch von stagnierender Seelensubstanz -Anhäufung von Energiebewusstsein, das wir von uns abgeschnitten haben. Betrachten wir den Ablauf gestaltpsychologisch unter Zuhilfenahme des Begriffes »Wand«.

Wann immer Sie Unbehagen empfinden, stoßen Sie sich an der Wand, die Sie zwischen Ihrem größeren integrierten Selbst und einem Teil von sich errichtet haben. Diese Wand dient dazu, einen Teil Ihres Selbst auszugrenzen, den Sie gegenwärtig nicht in Ihre Erfahrung hineinnehmen möchten. Im Laufe der Zeit wird diese Wand stärker und Sie vergessen, daß Sie einen Teil Ihres Selbst ausgegrenzt haben. Das Ausgegrenzte erscheint Ihnen dann als etwas Äußerliches, so als würde die Mauer eine gefürchtete äußere Kraft abhalten.

Diese inneren Wände schaffen wir in Äonen der Seelenerfahrung. Je länger sie bestehen, um so mehr glauben wir, daß sie uns vor äußeren Gefahren schützen, und sehen nicht, daß sie das Selbst vom Selbst trennen. Sie scheinen Sicherheit zu gewähren, aber sie verfestigen doch nur immer mehr die Erfahrung der Trennung.

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