Im Gehirn gibt es keine Gedanken

Im Gehirn gibt es keine Gedanken

Auf Stevens Blog fand ich ein interessantes Interview aus dem Jahr 2011, also nicht mehr neu, aber immer noch sehr relevant. Es fasziniert mich endlos, dass solche Fragen überhaupt existieren. Unfassbar, dass Menschen so viel vergessen können, sich absolut nicht mehr daran erinnern, wer sie wirklich sind.

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Lerne deine Gefühle und Gedanken kennen

geschrieben von Steven Black:

Wie ich einigen E-Mails entnehmen kann, scheint bei einigen Leser/Innen der Glaube vorzuherrschen, es ginge immer um dicke Probleme, die sich zu unüberwindbar scheinenden Hürden auftürmen. Nein, dem ist nicht so, bei weitem nicht. Aber klar, solche “Dinge” gibts bei vielen Menschen. Die Mehrheit aber hat damit nicht wirklich zu kämpfen, sie denken, sie hätten die “Dinge” – mehr oder weniger, im Griff.

Natürlich, die Leute gibts sicher auch. By the Way, was dem einen sein Trauma, ist dem anderen vielleicht nur sein Kopfweh ..

In meinen gegenwärtigen Beiträgen geht’s vielmehr um eine Neukalibrierung unseres “Betriebssystems”. Einer Sortierung des “Festplattenspeichers”, Neuordnung von Inhalten des Denkens, Fühlens, des erlebten und wahrgenommenen.

Wir alle kennen das sattsam bekannte “Gedankenkarussell” – was viele Menschen als eine Kakophonie mehrerer, sich teilweise widersprechender Stimmen wahrnehmen. Und aber WER denkt hier, WER ist dafür verantwortlich?  Wir selbst? WENN das stimmen würde, dann wärs ja einfach, da bräuchte man bloß aufhören zu denken, nicht wahr?

Aber so einfach funktioniert es meist nicht, ich meine, daß sind schon wir, nur – welcher Anteil von uns? Unser Gegenwarts-Selbst ist es nämlich nicht ..

Warum wir erst anfangen, uns selbst besser zu verstehen:

Was wir Gedanken nennen, sind oftmals nur Monologe unserer inneren Anteile. Daraus beginnen dann auch innere Dialoge, weil wir drauf reagieren, wenn die Gedanken uns nerven – wir sagen etwa, “verzeih dich, hau ab, ich kann das jetzt nicht brauchen”, etc.  Man verbannt diese inneren Stimmen, weil das, was sie sagen uns unangenehm, lästig und anstrengend ist.  Aber diese Verbannung ist nicht aufrechtzuerhalten, sie kommen aus dem Unterbewusstsein, wohin sie von uns selbst verdrängt wurden. Sie werden immer wieder erscheinen, wenn wir am wenigsten drauf gefasst sind. Wenn wir müde, unaufmerksam, unbewusster sind ..

Das bewusste denken, unseres Jetzt Selbst ist was völlig anderes.

Wir finden vielleicht jene Stimme noch ganz prima, die uns dran erinnert aufzuräumen, wichtige Dinge zu erledigen, die uns motiviert und sogar hilfreich dabei ist, etwas real umzusetzen.

Aber was ist mit den Stimmen und Impulsen, die uns kritisieren, die uns ständig unter Druck setzen etwas zu tun, was uns unangenehm ist? Was ist mit dem inneren Richter, dem inneren Verteidiger, der stets Selbstrechtfertigungen bereit hält, aber beispielsweise, bei einem Streit mit dem Lebenspartner sofort die Verteidigungslinien absteckt? Mitten in dem zuerst eher harmlosen Streit/Meinungsverschiedenheit,  sagt der Partner etwas, was eine Emotion auslöst und einen mit Urgewalt überrollt. Plötzlich sehen wir mit den Augen jenes Anteils, übernehmen dessen verzerrte Sichtweise, einer “Schwarz-Weiß Perspektive” von Anklage und Schuldmustern – und sprechen gemeine und verletzende Worte.

Was ist mit dem inneren Ankläger? Und es gibt n paar mehr .. welche Gefühle, welche Reaktionen haben wir für das Verhalten dieser Anteile? Mögen wir sie, finden wir sie abstoßend? Meist etikettieren wir jene als “gut”, die uns angenehm sind und als “böse”, als uns nicht zugehörig, welche uns und unserer Umgebung unangenehm sind. (Los, ab in den Knast mit dir .. )

Diese Stimmen, Gefühle, Impulse und Emotionen sind innere Anteile, real existierende und sehr individuell agierende “Personas”, sogenannte Unterpersönlichkeiten. Einige davon mögen von Kindheitsaspekten kommen, andere sind womöglich schon viel länger anwesend. Sie alle besitzen sehr wertvolle Eigenschaften, können hilfreich sein und unser DaSein unterstützen. Sie sind KEINE Metapher, wie ich selbst erlebte. Aber einige dieser “inneren Familie” haben unschönes erlebt, haben destruktive Emotionen und Glaubenssätze inhaliert, die womöglich gar nicht die ihren waren, sondern von der Außenwelt, den Eltern, usw. – übernommen wurden.

Werden diese erlebten Emotionen, Gefühle und Glaubensmuster von uns weggedrückt, werden sie ins Unterbewusstsein wandern und von dort aus ihr Unwesen treiben. Nur weil wir diese Gefühle nicht wahrnehmen wollen, werden sie nicht verschwinden .. (seufz ..)

Wir dürfen heute die Idee eines Ichs, als alleine unabhängige Wesenheit gründlich verneinen.

Mensch in materieller Verkörperung, bedeutet ein vielschichtiges, komplexes Gebilde an Gefühlen, Mustern, Emotionen, Energiefeldern und Ebenen zu sein, ein ganzes Konglomerat innerer Strukturen. Dessen unglaubliche Bandbreite und Ausdrucksmöglichkeiten, dessen Phantasie und Intelligenz durch geistige, physische und spirituelle Verletzungen, sowie angenommenen Glaubenssätzen beschränkt wird. Viele davon fügt sich der Mensch selber zu, aufgrund Unwissenheit und mangelnder Erfahrung .. andere kommen durch Erziehung, Schulwesen, Medien, durch Manipulation, Indoktrination, usw.

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Alles Raus was keine Miete bezahlt

Alles Raus was keine Miete bezahlt

Wieder ein sehr tief berührender Artikel von Steven zum Thema Selbstfindung, Geburtstraumen usw.; es zeigt so klar welch ungaubliche Hindernisse Menschen doch fähig sind zu überwinden und am Ende immer noch Gutes in einem Selbst und im Leben finden. Sehr encouraging für alle, genau da weiterzumachen wo man sich gerade befindet, und endlich mit der wahnsinnigen Idee aufzuhören an diesem Punkt in unserer Evolution noch zu glauben, Entwicklung würde je aufhören – oder wir würden je an ihrem Ende ankommen.

geschrieben von Steven Black:

Hallo Leute,

Ein wichtiger Grund, daß diese ganzen Kindheits –und Geburtstraumen für mich schlüssig und fundiert sind, liegt natürlich in meinen persönlichen Erfahrungen. Und eigentlich will ich darüber nun wirklich nichts schreiben, doch ich hab so das Gefühl, daß dies eine sehr gesunde Sache für mich ist und euch kann es einen Einblick bieten, um den Kontext besser zu verstehen.

Nun denn, wollen wir nicht lange um den “heißen Brei” schleichen – als meine Mutter mit mir schwanger war und zur Entbindung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, übrigens eine an und für sich problemlose Schwangerschaft, aber, dummerweise gab es ausgerechnet zu jener Zeit in der Säuglingsstation einen Typhusausbruch. Und wie das halt beim medizinischen Establishment so gehandhabt wurde, beschlossen sie gleich als “Sofortmaßnahme” die QUARANTÄNE für ALLE Babys, nicht nur die an Typhus erkrankt waren. Und ich hatte gar nichts, aber kam halt zum “Kusshand” damit ..

Was real bedeutete, daß ich meiner Mutter “rapido” weggenommen und abgesondert wurde, für gleich ganze geschlagene 3 Monate.

Wollen wir mal kurz gucken, was das für Auswirkungen haben kann:

Das Baby mit drei Monaten. Kein Säugling mehr!

“Dein Baby interessiert sich für alles, was rundherum geschieht. Es kann nun bereits mehr als 2,5 Meter weit sehen und beobachtet Gesichter und Gegenstände genau.
Es unterscheidet Farben: Es sieht zunächst rot, dann grün und blau und schließlich gelb. Sein Gehör entwickelt sich: Es reagiert auf unerwartete Geräusche und bewegt den Kopf. Sein Rücken ist schon stärker, jedoch noch nicht ausreichend, um ohne Stütze sitzen zu können.”

Was im Klartext heißt, es kriegt alles mit! Na super, so, keine Bruststillung, keine Mutterberührungen, keine Liebe, ultrahocherhitzte Kunstmilch von fremden Frauen gefüttert, irgendwelche komischen Typen im weißen Kittel, die mit kalten Instrumenten an dir rumbasteln und NULL, Niente, kein KONTAKT mit den Eltern! Und ich versichere euch, ich HABE alles mitbekommen – ich komme gleich noch drauf zurück ..

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                                                                                   Quelle:->

Meine Eltern hats nicht weniger mitgenommen, sie standen täglich an der Klinikpforte, wurden abgewiesen und schmissen mit Sachen vor Wut aufs Personal .. hat man mir halt später so erzählt, aber das glaub ich auch. Ich meine, stellt euch mal vor, man nimmt euch euer Kind weg, obwohl absolut klar ist, daß es keinen Typhus hatte!  Da flippt man sicher vor lauter Freude ..

Okay, will das jetzt echt nicht theatralisieren, andere Kinder wurden gleich für ganz weggegeben, mussten ins Waisenhaus, etc. DAS sind jedoch ALLES heavy Erlebnisse, die dir was verpassen fürs Leben. Grade die ersten 3 Monate sind ja nun unglaublich wichtig für die EMOTIONALE Entwicklung.  

Das nächste, wieder nicht lustige Erlebnis, kam im Alter von etwa 1, 5 Jahren. Meine Eltern ließen sich scheiden, meine Mutter war gezwungen eine Arbeit anzunehmen und gab mich für ca. 1 Jahr zu einer “Stiefoma”. Ich kann meiner Mutter dafür keinen Vorwurf machen, so war das damals halt, sie hat rund um die Uhr alle möglichen Jobs gemacht, um relativ “unabhängig” sein zu können. Ja, Shit Happens,  I’m Not Amused, aber solche Dinger liefen auch bei vielen anderen.

Für das Kind ist das aber nichts anderes wie VERRAT, es fühlt sich ungeliebt und verstoßen, ungeachtet diverser realer Lebensanforderungen, die an die Mutter gestellt wurden. Denn ein Kind, daß will eigentlich nur eines, es verlangt nach LIEBE!

Es fühlt sich Orientierungslos, verwirrt und weiß absolut nicht, wie ihm geschieht.

Was soll ich sagen, in einer meiner Sitzungen wurde ich mit dem Anblick dieses Babys, also meinem frühen Ich konfrontiert, wie es in der Säuglingsstation alleine ist, nach Leibeskräften nach seiner Mutter schreit und sich vor allerlei MONSTERN fürchtet, die es sieht. Ich will das nicht diskutieren, ob sie nun wirklich real waren, oder der Phantasie eines Kleinkindes entsprangen, das sich einfach nur fürchtet, weils Mutterseelenalleine ist. Aber ich kann mir ohne weiteres vorstellen, daß Kleinkinder hellsichtig sind und ätherische Dinge wahrnehmen.

Anyway, aber ihr glaubt echt nicht, was diese Heilerperson alles aus mir rausgeholt hat! 

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