Vorstellungen von Sicherheit

Diese Geschichte ist wirklich „Steven at his best“. Eine einfache und doch so komplizierte Endlos-Diskussion (wie es vielen von uns scheint) in seiner Essenz ganz klar erfasst und auf den Punkt gebracht, mit viel Verständnis und Gefühl. Eine story über den Schmerz des tief verwundeten Herzens und der Liebe zwischen Mann und Frau .. enjoy!

geschrieben von Steven Black:

Now, this is a Story about Sex and LOVE, maybe you like it … _smile_wink_

Also Vorstellungen und Ideen gibts von dem Begriff Sicherheit sicher genug. Der eine meint, es müssten mehr Gefängnisse dafür her, ein anderer will Waffen an jeden ausgeben. Genau, damit sie sich dann “sicherer” fühlen.  In “good old America” sehen dies ne Menge Leute als “reale Alternative”, gegen eine politische Diktatur, zu der America verkommen ist. Aber wer’s glaubt, wird womöglich entdecken, daß sie nur das Spiel der Pläneschmieder spielen, wo der Verlierer von vorneherein feststeht. Feststehen muss, angesichts einer bereits im Frühjahr bekannt gewordenen Munitionslieferung von Hohlspitzgeschossen ( Verkaufsslogan: „Optimale Penetration für finale Wirkung“), geordert von der “Heimatschutzbehörde”, sagenhafte 1,6 Milliarden Geschosse.

Zum Vergleich: Im Irak-Krieg wurden “nur” 6 Millionen Kugeln verfeuert. Ich denke, DAS braucht erstmal nicht weiter kommentiert werden!

Ein Firmenchef eines großen Betriebes mag eine andere Version von Sicherheit haben. Vielleicht fühlt er sich sicherer, wenn er alle überwachen und ständig ihr Arbeitspensum überprüfen lässt. Ja, macht gewiss großen Eindruck auf seine Angestellten. Und falls es mal sowas wie ein ausgeglichenes Betriebsklima gab, ist daß nun eher im Arsch. Wer will denn schon in einer trüben Brühe von Misstrauen und einer Atmosphäre von Generalverdacht arbeiten? Herr Firmenchef wird’s spätestens merken, wenn seine cleversten Mitarbeiter die “Biege machen” und ihm und seinem Sicherheitswahn davonhüpfen. Bleiben werden nur die Kopfnicker und diejenigen, denen nichts anderes übrigbleibt, weil sie Verantwortung für Familie, oder andere Verpflichtungen haben.

Besitzer mittlerer oder kleinerer Betriebe, die fühlen sich eventuell genötigt, persönlich überall reinzuplatzen. Alle anzuschnauzen, um sie auf Trab zu halten, um zu zeigen, wer hier den Hammer schwingt. Das mag manchmal durchaus effektiv sein und für die Angestellten sicher ein “super Feeling”. Aber wird der Eigentümer sich deswegen sicherer fühlen?

Und wie geht’s UNS, die wir keine Firmen haben, die wir keine Leute erschießen möchten, mit dem Gefühl von Sicherheit?

Och, wir haben gar KEIN Problem damit! Neeeeein .. wir fühlen uns alle totally sicher! OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOM!

WOW! Sag bloß?

Erzähl den Blödsinn bitte jemand anderen, ich hab genau gesehen was letzte Woche abgelaufen ist. Als du diese Frau kennengelernt hast, die extrem auf dich steht und wo du ausgesehen hast, wie ein totaler Idiot. Jeder Blinde hat gesehen, daß du ebenfalls vernarrt in sie bist, aber du hast nichts besseres gewusst, als den Coolen raushängen zu lassen.

“Scheint aber gewirkt zu haben, wir lieben uns und haben vorgestern miteinander geschlafen.”

Ja, hast du mir erzählt, alle Details, die ich eigentlich gar nicht wissen wollte .. Aber DAS kannst du dir an den Hut stecken, du hast sie gevögelt, mehr ist das nicht gewesen.

“Ist gar nicht wahr, ich liebe diese Frau”!

Wie interessant, gut, bist du ihr also DESWEGEN ständig ausgewichen, sobald sie dir ein wenig nahe kam? Seltsame Art, ihr deine “Liebe” zu zeigen. Sie ist mutig und war bereit dir ihr Herz zu öffnen, und du machst RUMS, Türe zu! Gut gemacht, ich bin sicher, sie fühlte sich sogleich in Liebe gebadet ..

“Hör auf so blöd rumzuätzen, woher willst denn du das so genau wissen? Warst ja gar nicht dabei.”

Überraschung, SIE hat es mir halt auch erzählt ..

“Ohhhhhhhh .. äh .. “

Mach den offenen Balkon wieder zu, den du Mund nennst. Naja, komm, setzt dich auf den Stuhl da, ich will dir mal eine Geschichte erzählen. Vielleicht verstehst du danach einiges besser, okay?

“Okay, da bin ich aber gespannt”.

Mit Spannung kann ich nicht dienen, aber es ist eine interessante Geschichte:

Also, es war einmal ..

“Ächz, ein Märchen, oder was”?

Schnauze, also, es war einmal .. Nennen wir es eine kleine Sage, denn in ihrem Kern ist sie wahr. In lange schon zurückliegender Zeit, Jahrtausende zurück, als die Erde nur wenig besiedelt und lineare Zeit unbekannt war. Da waren die Männer und die Frauen glücklich miteinander, nichts trübte ihr Verhältnis zueinander. Es war eine Epoche der wirklich gelebten Liebe, keine dieser heute so propagierten Ideen von  “blinder Bedingungslosigkeit”, die einen schrecklichen Realitätsverlust offenbaren. Denn Liebe kann erst dann bedingungslos sein, wenn man sich gesehen und vollständig vom anderen verstanden fühlt. Die Männer und Frauen, von denen hier die Rede ist, haben sich auf Seelenebene erkannt, haben sich gegenseitig ihr ganzes Wesen öffnen können. Sie zeigten sich völlig NACKT, verstehst du?

Sexualität war eine heilige Angelegenheit, ein Austausch tiefer Intimität – und keine Wham, Bäng, danke Mam Sache, wie es derzeit schwer in Mode ist. Und wo Frauen eher als Entsorgungsbehälter sexuellen Sondermülls benutzt werden.

Es gab weder eine Überidentifizierung mit dem Körper, noch mit der Materie an sich, alles war mehr oder weniger in Ordnung und heil – zumindest in den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Auch wenn ihr Alltag beschwerlicher, als in unserem technisierten Zeitalter gewesen ist. Was übrigens eigentlich dazu hätte führen sollen, daß die Erleichterung schwerer Arbeit, dem Menschen wieder mehr Zeit zum nachdenken gibt, damit er wieder über seinen eigenen Sinn und Lebenszweck Überlegungen anstellt. Egal, ist momentan nicht von Belang ..

Jedenfalls fanden sie tiefe Erfüllung und genossen täglich die gegenseitige Hochachtung, Zärtlichkeit und Intimität emotionaler, sowie körperlicher, überschäumender Sexualität. Es war ihnen bewusst, daß sie auf dieser Ebene vollkommene Götter waren. In ihren kleinen, übersichtlichen Gemeinschaften von einigen Tausend Menschen, welche weiträumig verstreut waren, witzelte NIEMAND über Sex, oder machten verborgene sexuelle Andeutungen. Die Männer liefen nicht mit einem jederzeit “aufspringenden Taschenmesser” in der Hose herum, oder starrten jedem Bein lüstern hinterher.

“DAS kann ich nicht glauben” .. :-(

(mehr …)