Farbmeditation für gesundheitliche Probleme

Farbmeditation für gesundheitliche Probleme

Einige meiner Klienten schaffen sich durch die Anwendung von Farbmeditation eine Art spirituelle Kraftquelle. Diejenigen, die mit ernsten gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben, berichten, die besten Resultate stellten sich ein, wenn sie einmal pro Tag 30 Minuten oder zweimal pro Tag 15 bis 20 Minuten übten.

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass die folgende Meditationsübung keine körperlichen Krankheiten heilen kann. Die geistige Kraft jedes Menschen und seine Konzentrationsfähigkeit unterscheiden sich von der anderer Menschen, genauso wie das Wesen ihrer Krankheiten. Nichtsdestotrotz lässt sich das menschliche Immunsystem stärken, indem wir Verbindung mit unserem Höheren Selbst aufnehmen.

Beispiel einer Farbmeditation

1. Entspanne zunächst deinen Geist. Bringe alle deine eigenen Energien zur dir zurück, die du den Tag über verstreut hast. Entlasse alle Energien und Menschen, mit denen du in Berührung warst. Reinige dich 5 Minuten lang, indem du dir vorstellst, dass die gesamte negative Gedankenenergie – einschließlich der Ängste wegen deiner Krankheit – in einen schwarzen Lichtstrahl gesogen wird. Stell dir einen Staubsauger vor, der in deinem Körper von Kopf bis Fuß die ganze Dunkelheit des Schmerzes und des Verletztseins aufgrund deiner Krankheit aufsaugt und aus deinem Körper entfernt.

2. Erzeuge jetzt einen hellblauen Lichtring über deinem Kopf, der stellvertretend für deinen Geistführer steht und den du um Hilfe bittest, während du mit jedem Atemzug innerlich ruhig wirst. Konzentriere dich fünf Minuten lang auf deinen Atem, während du die Atemzüge zählst. Achte sorgfältig darauf, dass du beim Einatmen loslässt und im Ausatmen Spannungen abbaust. Es geht darum, deinen Atem im Rhythmus mit deinem Körper zu harmonisieren.

3. Stell dir nun dein höheres Bewusstsein als einen sich ausdehnende weißgoldenen Ballon vor, um deinen Körper schützen zu helfen. Stelle folgenden Satz vor dein geistiges Auge: „Ich möchte, dass der Teil von mir, der unsterblich ist, den sterblichen Teil beschützt.“ Jetzt beginnt die tiefste Konzentrationsphase. Du ziehst die Reinheit von weißem Licht aus dem Ballon und schickst es in Form eines Kraftstrahls in deine inneren Organe. Da die weißen Blutkörperchen die Kraft deines Immunsystems repräsentieren, stelle sie dir als kleine Bläschen vor, die in deinem Körper zirkulieren. Stell dir vor, dass die weißen Bläschen die Krebszellen (oder andere Krankheitsherde) angreifen und sie mit der Kraft des Lichtes auflösen.

4. Wenn  du auch chemotherapeutisch betreut wirst, ergänze diese Behandlungsform, indem du die Farbe Lavendel (wie sie etwa eine Infrarotlampe erzeugen würde) in alle Teile deines Körpers aussendest. Das ist die göttliche Farbe der Weisheit und der spirituellen Kraft.

5. Jetzt visualisiere die Farbe Grün, um die durch den Krebs beeinträchtigten Zellen zu heilen. Du kannst in den schwierigsten Phasen diese Farbe abwechselnd mit dem Blau deines Geistführers mischen. Such dir deine eigenen (Farb)Nuancen und stelle dir das Grün als Flüssigkeit vor, die dein Inneres heilt.

6. Jetzt ist es wieder an der Zeit, den blauen Lichtring über deinen Kopf zu erzeugen, um so geistige Kraft und Mut in den geschwächten Körper fließen zu lassen. Stell dir vor, dass dieses blaue Licht wie ein Schutzschild deinen ganzen Körper bedeckt. Spüre die heilende Kraft dieses Lichts der Liebe in deinem Inneren und außerhalb deines Körpers. Verharre eine Zeitlang in diesem Zustand und beende die Meditation, indem du ein Mantra wie etwa „Heilung, Heilung, Heilung“ einige Male wiederholst.

Meditation als tägliche Übung ist zwar harte Arbeit, doch sie zahlt sich aus. Man kann beim Meditieren nichts falsch machen. Jeder muss sein eigenes Programm finden, durch das Geist und Gefühl gleichermaßen angesprochen werden, sodass den persönlichen Bedürfnissen Rechnung getragen wird. Tiefe Meditation versetzt uns in einen göttlichen Bewusstseinszustand und sorgt dafür, dass sich die Seele zeitweise von der Persönlichkeit lösen kann. Dadurch sind wir in die Lage versetzt, in eine andere dimensionale Realität zu transzendieren, wo alles im konzentrierten Geist in ein einziges Ganzes zusammengefasst wird. Tägliche Meditationsübungen sind auch ein gutes Mittel, mit liebevollen Geistwesen Kontakt aufzunehmen.

Meine Energiearbeit trägt dazu bei, die Blasen von traumatischen Emotionen und Erfahrungen, welche den Körper und das Energiesystem blockieren und verstopfen, aufzufinden und zu entladen.

Viele Male, wenn ein traumatisches Ereignis oder eine Emotion stattfindet (auch kleine), wenn wir es nicht verarbeiten, es freisetzen und integrieren können, kann diese Emotion im Körper, der Aura, den Chakren und / oder der Meridiane sich als Schmerz und Krankheit manifestieren.

In unserer gemeinsamen Arbeit heilen wir diese emotionalen SchmerzBlasen und schaffen neuen, lichterfüllten Raum in uns.

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Von Herz zu Herz ?
Renate

© 01 /2018 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Renate’s Story

Renate im Interview bei Mara Thelling von Feminine Spirit Lifestyle Magazine: Ganz am Anfang habe ich dir ja erzählt, dass mich dein Blog sehr inspiriert hat, mehr über dich erfahren zu wollen. Wie ist es dazu gekommen, dass du einen Blog schreibst und wo siehst du da inhaltlich deine Schwerpunkte?

Zuerst einmal ein herzliches Dankeschön für deine Einladung Gast bei dir zu sein und für die Gelegenheit, mich deinen LeserInnen vorstellen zu dürfen.

Ich wollte als Kind schon schreiben – wusste nur nie genau wie und was. Als ich 2008 zurück nach Österreich kam und meine Humanenergetiker-Praxis eröffnete, schien es mir eine gute Idee, damit anzufangen. Blogs sind ein wunderbares Medium, um zu schreiben – ohne gleich ein Buch zu produzieren.

Meine Schwerpunkte sind Spiritualität, Bewusstheitstraining, Geistige Heilung und meine „Spezialität“ ist die Arbeit mit der Seele und den Inneren Persönlichkeitsanteilen auf energetischer Ebene.

Du bist Spirituelle Lehrerin und Humanenergetikerin. Zu diesen zwei Aufgabengebieten würde ich gern mehr von dir wissen wollen. Wo siehst du deinen Schwerpunkt und was ist eine Humanenergetikerin?

Spirituelle Wegbegleitung ist mein Angebot für diejenigen, die den Entwicklungsweg des CoReOn gehen wollen. Für Menschen, die einen spirituellen Lifestyle bevorzugen und die fallen im Großen und Ganzen in zwei Gruppen:

1. Die sogenannten „Alten Seelen“*: Sie sind (meines Erachtens) schon weit fortgeschritten auf ihrem Inkarnationsweg, haben unendlich viel erlebt, finden es meistens schwierig auf der Erde und können mit dem „normalen“ spirituellen Angebot nicht mehr viel anfangen, da sie das meiste davon schon irgendwann gelebt, alle dazugehörigen Illusionen aufgedeckt und erkannt haben. Viele von ihnen suchen eine Beschleunigung auf dem Weg nach Hause (zurück in die spirituellen Welten) und sie wollen gesehen, erkannt, erfühlt werden für das, was und wer sie wirklich sind.

Die Alten Seelen (Stufen 1-5)“* kommen meistens zu mir, wenn sie feststecken und nicht mehr weiter kommen, aber wissen, dass sie weitermachen müssen. Viele von ihnen sind schon mehr dort als hier, finden das Leben schwer, haben keine Lust mehr auf all die Dramen hier, fühlen sich oft unverstanden, fremd und auch sehr frustriert mit dem Spielfeld der Jungen Seelen hier auf Erden, da der Großteil der Seelen in der westlichen Welt sich in den Stufen der Jungen Seele befinden (*über 50% der Bevölkerung in Deutschland – nach V .  H a s s e l m a n n ). Österreich hat einen etwas größeren Anteil an Reifen und Alten Seelen, die Schweiz noch mehr.

Alte Seelen haben oft Probleme mit ihrem Körper, viele sind sehr fragil, müde und teilweise auch verwirrt und sie brauchen sicher keinen „Grünschnabel“ der ihnen sagt, wenn ihr Knie schmerzt, dass sie da was „loslassen“ müssen. Der Großteil an Therapeuten, Coaches und Heiler im Westen befinden sich in den Entwicklungsstufen der Reifen Seele, sie haben also noch nicht wirklich eine Referenz zu den Herausforderungen der Alten Seele – sie haben das ja noch nicht gelebt bzw. erfahren.

Es sind meistens erst die Alten Seelen und die späten Stufen Reif*, die wirklich gewillt sind, sich den Herausforderungen eines spirituellen Pfades zu widmen, sie bleiben dran, sie geben das Commitment. Sie haben ja klar ein Ziel vor Augen – alles abzuschließen. In den meisten von ihnen ist darüber schon ein Bewusstsein. Mit dieser Gruppe fühle ich mich am wohlsten, hier ist meine ganze Liebe, meine Freude, meine Passion für diese Arbeit, auch meine Bereicherung und ein sich-gegenseitiges-unterstützen und halten. Denn auch ich werde meistens erst von dieser Seelengruppe wirklich wahrgenommen und wertgeschätzt, für das was ich wirklich bringe und machen kann. Es sind kleine Gruppen, aber sehr wertgeschätzt und gehegt und gepflegt von mir.

2. Die jüngere Generation (sie sind max. dreißig Jahr alt) von speziellen Seelen, die hier sind, um die neue Zeit in Bewegung zu bringen, die neuen Runden zu setzen für die nächsten paar tausend Jahre. Sie sind meistens diejenigen, die schnell mit mir in Resonanz gehen, so aus dem Bauch heraus, sie kommen einfach ohne viel von mir zu wissen, als ob sie richtiggehend „hereingebeamt“ werden. Sie lernen sehr schnell, verstehen meist sofort, von was ich spreche, und haben ein Energiesystem (einen 5-D Lichtkörper), der schon darauf vorbereitet ist. Sie brauchen nur jemanden der ihr System „lesen“ kann und ihnen hilft, die nötigen energetischen Adjustierungen zu machen, d. h. das, was kaputt geworden ist durch Geburt und Familiengenen, heilen, reparieren und aktivieren. Die Klienten in dieser Gruppe kommen erst seit kurzer Zeit. Sie tröpfeln einzeln herein und sie liegen mir sehr am Herzen.

Humanenergetiker ist die offizielle gewerbliche Berufsbezeichnung in Österreich für Menschen, die auf der energetischen Ebene arbeiten. Wir sind ExpertInnen für das Energiefeld.

Die sogenannten „Reifen Seelen“* (Stufen 3-7) sind die Klientenbasis für die Energetikerin, die Heilerin in mir. Erst in den Stufen „Reif“ ist die Seele bereit, sich mit sich selber auseinander zu setzen. Sie fängt an sich zu erforschen, erfühlen, ertasten. Die Frage „Wer bin Ich“ stellt sich meist erst in diesem Stadium. Reife Seelen wollen Behandlungen, sie wollen auflösen, aufstellen, erlösen, geheilt werden, loslassen, herausfinden wer sie sind, woher sie kommen – es gibt unendlich viele Fragen. Sie sind nicht unbedingt an einem “Weg” per se interessiert, sondern mehr an einer „Methode“ die ihnen hilft, sich selbst zu finden – zumindest in ersten Ansätzen. Diese Gruppe stellt die große Mehrheit meiner Klienten dar.

Anmerkung: * Ich verwende hier die Wörter „Alte und Reife Seele“* nach der S e e l e n l e h r e von V.  H a s s e l m a n n (siehe Buchtipp ganz unten), da diese im deutschen Sprachraum relativ gut bekannt sind und so ein gutes „Erklärungsmodell“ abgeben. Menschen in den Seelenstufen „Jung“ oder „Kind“ sind im generellen nicht an meiner Arbeit interessiert, aber ich hatte Gelegenheit in Asien, mit einigen von ihnen zu arbeiten. Ansonsten habe ich nichts mit der S e e l e n l e h r e von V.  H a s s e l m a n n per se zu tun. Ich mache auch keine Seelenmatrix Readings nach H a s s e l m a n n (Seelenalter, Rolle usw.) – nur um das klar zu kommunizieren.

Ich nehme Seelenalter anhand der „S e e l e n F a r b e“ (Primary Core Color) wahr – wie in den Büchern von M .  N e w t o n („Die Reisen der Seele“) so schön beschrieben. Meine „primary core color“ ist Tiefblau mit beginnenden violetten Farbschattierungen – Stufe 6 nach Newton – deshalb kann ich auch mit Alten Seelen arbeiten.

Du bist in Tirol geboren und aufgewachsen und hast viele Jahre als leitende Angestellte in der Hotelindustrie gearbeitet und dabei viele Länder bereist. Fast 10 Jahre hast du auf Bali + Java gelebt und eine intensive Zeit der Selbsterfahrung und Bewusstseinsveränderung durchlebt. Vielleicht kannst du mir und meinen Leserinnen über diese, wie ich finde so wichtige Zeit in deinem Leben, noch etwas mehr berichten. Wie war es, als du dich erinnern konntest, an die Zeit deiner Kindheit und was du in dieser aus der feinstofflichen Welt wahrnehmen konntest? Wer waren deine Lehrer und wie haben sie deinen spirituellen Weg beeinflusst?

Dann fangen wir mal in Tirol an: Jeden Sonntag mussten wir natürlich in die Kirche. Ich komme ja ursprünglich aus einem kleinen Dorf im Bezirk Kitzbühel, alles streng römisch katholisch! Für ein Kind ist so eine Messe sehr lange und auch langweilig, also habe ich mich mit den Aura-Feldern des Pfarrers und der Ministranten „gespielt“. Als Kinder saßen wir ja ganz vorne, also hatte ich guten Zugang – sie waren ja die Einzigen direkt im Blickfeld vor mir und kamen so zum „Handkuss“. Ich konnte energetische Felder schon als Kind sehen, einfach viele Farben und Formen die sich da tummelten … also begann ich energetische „Schleifchen“ zu ziehen zwischen dem Pfarrer und den Buben, wickelte sie ein, schmückte sie schön mit Blümchen, Bändern und was mir halt so einfiel … es war lustig.

Ich erinnere mich noch vage daran, dass ich bis ca. zum 10 Lebensjahr endlos geredet habe über alles Mögliche. Ich hielt meiner Oma richtiggehende „esoterische Vorträge“, vor allem darüber, dass „hier auf der Erde alles falsch sei“. Der Himmel hatte die falsche Farbe, die Häuser die falsche Form (ich war überzeugt davon, dass die rund sein müssten). Mein großes Glück war eine Oma, die mir zuhörte und meine Geschichten nicht für Unsinn abtat. Ich sah ja ständig irgendwelche Gestalten, Formen und Wesen, die mit uns den nichtsichtbaren Raum teilen. Viele Kinder nehmen das wahr, nur viele Eltern tun es als Fantasie und Spinnerei ab und dann fängt das Kind an zu zweifeln bzw. hört auf, darüber zu sprechen. Nach einiger Zeit hat mir Oma dann allerdings ein „Sprechverbot“ auferlegt. „Du darfst das nicht anderen Leuten erzählen“ war die tägliche Ermahnung, was damals natürlich Sinn machte, denn ich fing an, den Sommergästen unserer kleinen Pension „Vorträge“ zu halten und sie waren anscheinend nicht immer amüsiert über das, was ich da so „plauderte“ …

Als Erwachsene habe ich dann lange gebraucht, dieses Sprechverbot wieder aufzulösen – ich glaube erst vor kurzem ist es mir einigermaßen gelungen, denn es hat alles behindert, vor allem als ich anfing zu schreiben. Es war auch die Oma die mich täglich zum Beten aufforderte, mir aber schon mit 6 Jahren den Unterschied zwischen Kirche und Gott erklärte und warum ich in die Kirche gehen musste (Überleben im Dorf) – obwohl sie von der Kirche gar nichts gehalten hat. Oma war eine einfache Frau, aber weise und sie war eine wichtige Person in meiner Kindheit.

Meiner Mutter habe ich selten etwas erzählt, denn sie hatte kaum Zeit und war auch nicht daran interessiert, sich mit meinen „Geschichten“ auseinanderzusetzen; sie waren ihr unangenehm und unheimlich, glaube ich. Mit 15 kam ich ins Internat und von da an waren meine „außersinnlichen Wahrnehmungen“ kaum mehr präsent. Ich konnte die Energien nicht mehr sehen – ich vergaß und das blieb auch so, bis ich Jahre später in Bali ankam. 1978 verließ ich Österreich und kehrte erst nach 30 Jahren wieder zurück.

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INDONESISCHE ZEITEN 

Ich war von April 1984 bis April 93 in Indonesien und die ersten 2 Jahre davon in Bali. Das ist inzwischen dreißig Jahren her und klingt jetzt wie aus einer anderen Zeit. Die starke Modernisierung und der Aufschwung im Tourismus hatten erst zaghaft begonnen. Die sehr astrale, mystische Energie von Bali war damals noch viel stärker und klarer, nicht so verwirrt wie jetzt. Es war ein ziemlich abruptes Eintauchen in eine Welt voller Götter und Geister, eigentlich ein totaler Kulturschock, obwohl ich davor für zwei Jahre in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) lebte und arbeitete. Bali war sehr schwierig und faszinierend zugleich für mich. Ich lebte im Hotel, war einsam, frustriert und vermisste das rege gesellschaftliche Leben von Abu Dhabi. Das Hotel war damals 40 Minuten vom nächsten Ort entfernt, hatte weder Fernseher noch Videos, drei der männlichen Kollegen waren verheiratet, der Rest war Homosexuell. Es war wie Instant-Entzug, alles Bekannte war auf einmal wie weggewischt und ich war total auf mich selbst zurückgeworfen. Es gab keine Bücher, keine Zeitungen – alles angefangen von Kosmetik bis Kleidung musste in Singapur gekauft werden. Mein „Training“ hatte begonnen, ohne dass ich den geringsten Schimmer davon hatte. In dieser Welt aus Göttern und Dämonen gab es viel zu entdecken, erkunden, mit staunenden Augen wahrzunehmen und so wurde ich langsam wieder mit den Energien, die ich aus der Kindheit kannte, bekannt gemacht – aber es war auch wie ein Sprung ins kalte Wasser, denn viele der inzwischen erworbenen Realitäts-Konzepte wurden auf den Kopf gestellt.

Mein eigentliches „Aufwachen“ begann ernsthaft in 1986 in Jakarta mit der Ankunft meiner Freundin Ernestine, eine sehr talentierte österreichischen Malerin und Künstlerin, die auch lange auf Bali lebte. Sie kam damals gerade aus Singapur, wo sie mit ihrem Mann lebte, um ihre Bilderausstellung im Petroleum Club von Jakarta zu eröffnen. Diese Begegnung war ein magischer Moment – wir fühlten beide etwas ganz Besonderes, ohne es erklären zu können – denn wir sind Seelenfamilie und wenn man einem Mitglied seiner Seelenfamilie begegnet, ist das Gefühl fast nicht zu beschreiben. Diese Begegnung hat uns beide „aktiviert“ und viel in uns in Bewegung gesetzt. Neue Lebensweichen wurden gestellt, denn mit Ernestine kam (m)ein neues Leben, neue Ideen, Kreativität hoch zehn. Es war, als ob endlich der Lichtschalter in meinem Leben anging. Ich war zu dieser Zeit schon sehr frustriert mit meiner Karriere in der Hotelindustrie, ausgelaugt vom vielen Arbeiten und den langen Stunden. Viele Illusionen über meine berufliche Laufbahn waren schon erkannt und geplatzt und es begann, sich leer und schal anzufühlen. Der ewige Kampf gegen die männlichen Karriere-Schallmauern war zermürbend. 1984 sagte mir der damalige Personaldirektor noch, dass „in dieser Hotelkette sicher keine Frau General Direktor werden würde“. Es waren wirklich noch andere Zeiten.

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Bildquelle: © Christian Knospe – Shutterstock/com

Ernestine trennte sich 1986 von ihrem Mann und zog wieder nach Bali. Ihre Welt bestand aus vielen Künstlern – Bali ist ein Künstlerparadies, Hippies – die aus den Kommunen in Indien nach Bali zogen, Amerikanern mit tollen neuen „new age“ Konzepten, Geschäftsleuten, Touristen und balinesischen Zeremonien. Bei jedem Besuch brachte sie eine Menge neuer psycho-spiritueller Konzepte vom Feinsten mit sich von diesem bunten Menschengemisch, welches sich in Bali in den 80ern und 90er tummelte. Wir hatten so viele Fragen, waren wissbegierig und lernfreudig und es gab viel zu entdecken, erkunden, erfahren, auszuprobieren, endlos zu diskutieren. Wir waren in einer Welt, wo Metaphysik, Spiritualität, Heiler, Dukuns (Indonesische Schamanen/Zauberer), Magie und Bewusstseinsveränderung „normal“ waren. Weiße Magie und Schwarze Magie und fünf offizielle Religionen leben in Indonesien mehr oder weniger friedlich Seite an Seite – sie sind uns da weit voraus. Niemand schrie „aufpassen Sekte“, weil wir uns mit solchen grandiosen neuen Ideen befassten. Ich bin sehr froh darüber dass ich in Asien „aufwachte“, nicht im erstarrten, übermentalen Europa, mit seiner Sektenangst und Big Brother Mentalität – von Massenmedien regelmäßig geschürt.

Nach dem Zusammentreffen mit Ernestine ging der Aufwachprozess immer schneller. Wir gingen zu Raja Yoga um Meditation zu erlernen, flogen nach Singapur zum indischen Handleser und einer amerikanischen Astrologin, erhielten unsere ersten Reiki Einweihungen durch ein österreichisches Ehepaar, welches damals in Jakarta lebte und Panzer von der Voestalpine (große österreichische Stahlfirma) an die dortige Regierung verkaufte. Es war eine verrückte Welt! Wir begannen das Balancing Programm von Walter Burleigh, wo wir 5 Jahre lang täglich 15 Minuten lang auf drei Symbole meditierten. 1990 traf ich auf meine erste Spirituelle Lehrerin (auch eine Österreicherin, die schon lange in Indonesien lebte und dort verheiratet war) beim Reiki-Kurs. Danach verlor ich ziemlich schnell mein Interesse an Reiki, denn Ingrid weihte mich in eine Javanesische Meditationspraxis ein, die „Sadar Langsung“ genannte wurde – ungefähr übersetzt Direkter Kontakt. Und das war meins! Diese unglaublichen Energien strömten durch mich und zu meinem absoluten Erstaunen hoben sich meine Arme jedes Mal von selber in die Höhe, wenn ich die Energie laufen lies, so als ob sie dem Himmel entgegen streben wollten. Ich hatte endlich „meine Form der Spiritualität gefunden“. Ich war komplett überzeugt von Ingrid und diesen wunderschönen Energien. Wir übten und praktizierten endlose Stunden. Meine ganze übrige Zeit, die ich nicht im Hotel war, wurde meinem spirituellen Leben und meiner Bewusstseinsentwicklung gewidmet. Da ich damals noch 3 Hausangestellte beschäftigte, die meinen Haushalt führten (das geht leider nur in Indonesien) und ich weder Partner noch Kinder hatte, war das kein Problem.

mit meiner Hündin Cleo in Jakarta, ca. 1988

mit meiner Hündin Cleo in Jakarta, ca. 1988

Ich begann die feinstofflichen Felder der Menschen und Energien und Wesenheiten wieder wahrzunehmen und mein Heilertalent begann, sich zu zeigen bzw. zu entfalten. Jeder der dazu bereit war, wurde gratis „behandelt“ – denn wir brauchten „Versuchskaninchen“ … die meisten waren dankbar. Mein 3. Auge begann sehr aktiv zu werden. Über Monate hinweg verwandelten sich z. B. Wände in Farben und geometrische Formen, die miteinander tanzten – mitten in meinem Abteilungsleiter Meeting im Hotel. So werden manchmal LSD Trips beschrieben, ich hatte sie „gratis“. Übrigens habe ich nie mit „Magic Mushrooms“ (sehr populär in Bali) und Drogen experimentiert, habe selten und wenig Alkohol getrunken – nur das Rauchen (Zigaretten) musste ich mir schließlich abgewöhnen. Wir begannen vegetarisch zu essen, Tarotkarten zu legen, mit Kristallen zu arbeiten und unser erster Channelingversuch war spektakulär! Ernestine channelte mir um 2.00 Uhr morgens, dass ich rauchen aufhören müsse. Allen Ernstes. Aber es kam noch spannender als sie davon sprach, dass ich die DNA von Menschen lesen könne – ihre „Außerirdische DNA“ und kompliziertes Zeugs über eine geometrische Form. Erst viele Jahre später erkannte ich die Form wieder (da Ernestine sie skizzierte) – es war eine Merkabah (durch Drunvalo Melchizedekbekannt geworden).

Wir mussten uns wirklich sehr viel selber erarbeiten und manches blieb noch „unbekannt“, denn es war schwierig, Bücher zu bekommen; man konnte sie nicht kaufen und Amazon war noch Spacedust. Aber wir waren kreativ und jeder der von Europa, Amerika, Australien oder Singapur kam, wurde um seine esoterischen Bücher „angebettelt“, es wurde kopiert was das Zeugs herhielt, Copyright ade … Viele Jahre später erst wurde uns bewusst, welch ein wichtiger Zeitpunkt dieses Zusammentreffen von Ernestine und mir war, denn 1986 war der Beginn der Harmonischen Konvergenz.

Ernestine und ich gehen diesen Weg jetzt seit dreißig Jahren zusammen und sie ist immer noch die beste Begleiterin, Freundin, Erklärerin, Versteherin und Guru, die man sich nur wünschen kann in dieser Welt. Ohne sie hätte ich es nicht geschafft, da bin ich mir ganz sicher, denn diese Welt ist nicht gerade einfach – vor allem für die Empathen und SuperFeinfühligen unter uns, denn ein Empath zu sein bedeutet, mehr als hochsensibel zu sein. Es sind nicht nur die Emotionen, die wir wahrnehmen, sondern auch körperliche Empfindlichkeiten; ich spüre alles was der andere Körper spürt, schmecke und rieche feinstoffliche Energien (nicht nur sehen und hören), was nicht immer angenehm ist.

Bildquelle: © jejim – Shutterstock/com

MEISTER HO LEE – OHM OLLY

Ein anderer wichtiger Heiler-Lehrer aus meiner Zeit in Jakarta war ein Chinese (es leben viele Chinesen in Indonesien). Er praktizierte ein Mischung aus Chinese-Folk-ReligionTaoismus und Buddhismus und wurde als „Priester“ tituliert. Es ist schwierig zu erklären – es besteht aus diesem Potpourri unterschiedlicher Traditionen, mit etwas Schamanismus, Magie, Ahnenkult und VIELEN Göttern dazu gemischt.

Es ist eine fast unglaubliche Geschichte, wie ich zu ihm kam. Eine chinesische Kollegin aus dem Hotel setzte sich eines Tages zu mir zum Mittagessen. Sie war noch relativ neu – fing gerade als stellvertretende Finanzdirektorin an und wir begannen ein freundliches Gespräch, ein sich abtasten und kennenlernen. Ein paar Wochen später trafen wir uns wieder zufällig zum Lunch und sie fragte mich zögerlich, ob ich etwas über „Chinese Folk Religion“ wisse. Ich sagte nein, nicht wirklich, und warum sie mich denn fragen würde. Sie war irgendwie nervös und entschuldigte sich viele Male, aber sie müsse mir jetzt etwas sagen. Sie hatte auf einmal meine volle Aufmerksamkeit!

Kwan Kung

Kwan Kung – Bildquelle: AliExpress.com

Sie erzählte, dass sie regelmäßig zum „Prayer“ bei einem chinesischen Heiler/Priester/Schamanen gehen würde, er heiße „Ohm Olli“ (Onkel Olli – sein Spitzname) und ein „Gott“ namens „Kwang Kung“ würde durch ihn sprechen und heilen – wenn er in Trance ist. Dieser besagte Kwan Kung hätte ihr aufgetragen, die „weiße Frau von ihrem Arbeitsplatz“ zu ihm zu bringen. Christine (so hieß meine Kollegin) meinte, sie könne sich nur mich vorstellen, denn es gäbe ja keine andere Weiße, die in leitender Position im Hotel arbeitet. Und ob ich mich mit Spiritualität und Heilung befassen würde, denn das hätte er gesagt. Es war ihr peinlich, mir das alles zu erzählen, denn sie war unsicher darüber, wie ich Ausländerin darauf reagieren würde. Ob ich sie für verrückt halten würde? Und doch war sie ganz aufgeregt, denn es war schon eine ungewöhnliche Geschichte – auch für sie.

Ich war wie vom Donner gerührt, einmal total sprachlos. Stell dir vor: Du bekommst eine Einladung von einem chinesischen Heiler/Schamanen (Taoismus enthält viel Schamanisches) von dem du bis dato niemals was gehört hast – und er auch nie von dir – und dann richtet dir ein „Gott“ über eine Arbeitskollegin aus, dass er dich „sehen will“. Also wenn ich mir diese Szene selber geschrieben hätte, dramatischer wäre es wohl nicht gegangen. Ich hätte mir nie im Leben so was ausdenken können. Spirit hat wirklich Humor – manchmal.

Ich erzählte Christine dann ein bisschen von mir und meiner Lehrerin Ingrid und dem Direkten Kontakt. Danach war sie beruhigt. Ich war offensichtlich keine „normale Weiße“ – Problem erledigt. Wir vereinbarten, dass ich beim nächsten Termin, wo sie zu ihm fahren würde, mitkommen könnte und sie würde auch dolmetschen, denn mein Indonesisch war nicht gut genug. Ich war jetzt sehr gespannt und wollte so schnell als möglich meinen „blind date“ kennenlernen. Endlich kam der richtige Tag dafür und wir fuhren nach China Town, ein Stadtteil von Jakarta, wo ich vorher noch nie war und natürlich bin ich aufgefallen wie ein bunter Hund, denn kaum ein Ausländer verirrte sich je dorthin. Enge Straßen, gerade genug Platz für ein Auto, schmale Wasserkanäle entlang der Straße, viele Bananensträucher, Hühner, Hunde, Menschen, sogar ein paar Affen liefen umher. Wir stoppten bei einem kleinen Haus mit den üblichen Vogelkäfigen und Hunden am Eingang. Es diente als Wohnhaus für seine ganze Familie und auch als Tempel – seinem Arbeitsplatz. SEHR viele Menschen drängten sich im Inneren, eine schmale Eisenwendeltreppe führte in den 1. Stock. Der Geruch vieler schwitzender Körper, gemischt mit den dichten Nebelschwaden unzähliger Räucherstäbchen schwängerte die heiße Luft. Tausende Moskitos (Stechmücken) hatten Hochsaison. Es war unglaublich laut, im Erdgeschoß liefen Fernseher und Radio, Menschen sprachen laut um einander zu übertönen, Hunde bellten – es war ein unglaubliches Getöse – und ich mittendrin.

Christine erklärte mir ungefähr wie der Ablauf so eines „Prayers“ stattfinden würde: ein innerer Raum fungiere als Tempel, mit einem großen Altar zum beten und Räucherstäbchen darbringen, davor sitze Ohm Olli in Trance. Ein älterer Chinese assistiere als Übersetzer, da Ohm Olli nur in einem alten chinesischen Dialekt sprechen würde, wenn in Trance. Der alte Mann übersetze das ins Indonesische. Interessanterweise sprach Ohm Olli kein Chinesisch wenn nicht in Trance, er konnte nur Indonesisch. Dann gäbe es noch ein paar jüngere Trainees, die assistierten. Jeder der zum Prayer kommt, könne einzeln vor ihn treten und sein Anliegen vortragen. In Trance würde er dann eine Antwort geben, Hu’s (gelbe lange Blätter aus Papier mit magischen Schriftzeichen) zubereiten und bestimmte andere magische Gegenstände verabreichen. Es war nie sicher welcher der Götter anwesend wäre, denn sie wechselten konstant. Die ersten zwei Stunden gäbe es Heilungen für Kranke – viele Menschen kämen nur dafür und gingen wieder, bevor die „Fragestunde“ beginnen würde. Heute würden wir Channeling dazu sagen. Bevor wir vom Hotel losfuhren, sagte mir Christine noch, ich solle mir vorher überlegen, was ich fragen möchte und auf einen Zettel schreiben und mitbringen. Ich schob den Zettel in meine Hosentasche und dachte nicht mehr daran.

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Bildquelle: © 123Nelson – Shutterstock/com

Als wir uns endlich zu dem besagten Raum vorkämpften, hörte ich zuerst nur lautes, tiefes Gebrüll – schauerlich. Ich war mir auf einmal gar nicht mehr sicher, ob ich wirklich hier sein wollte. Dann sah ich ihn: Ein kleiner Chinese mit weißen Haaren, knallgelben Hosen und entblößtem Oberkörper führte einen heftigen Tanz auf und stieß dabei diese tiefen Laute aus. Er war von zwei Dolchen x-förmig durch den Mund und Wangen durchbohrt – und nein, das war kein Trick! Das geht nicht in Indonesien – nicht mit den Einheimischen. Aber ich kannte ja die rituellen Kristänze aus Bali, wo sich die Tänzer bei lebendigem Leib große Schwerter (Kris) durch den Köper stoßen und damit tanzen. Sie sind natürlich alle in Tieftrance und es geschieht nur bei ganz speziellen Feiertagen und Zeremonien und einer langen Vorbereitung. Fast jeder der länger auf Bali lebt und Zugang zu solchen Zeremonien bekommt, hat das schon gesehen. Es fließt kein Blut, die Wunde schließt sich sofort, wenn der Kris entfernt wird. Und so war es auch bei Ohm Olli.

Irgendwann wurde die Masse von Menschen weniger und Christine hatte endlich ihre „Session“ mit Ohm Olli und Kwan Kung und als sie fertig war, drehte er sich um und zeigte auf mich und gab Anweisung, dass ich vortreten sollte. Ich dachte wirklich für einen Moment, mein Herz bleibt stehen, so hab ich mich erschreckt. Die Energie war so powerful, ich konnte kaum atmen. Ich kann mich bis heute nicht mehr genau daran erinnern, was er sagte, als ich vor ihm stand, denn ich war selber wie in Trance, aber ich weiß noch, dass er sagte, dass alles was ich auf meinem Zettel in der Hosentasche hätte, sich erledigen würde. Ich hatte den Zettel ganz vergessen! Und dem war dann auch so, nur nicht so, wie ich hoffte … Er forderte mich auf, mit Ohm Olli Heilungen zu machen, „anwesend zu sein und meinen Job zu machen“ … so etwas in der Richtung. Wir waren alle schockiert, inklusive Ohm Olli. Als er aus seiner Trance herauskam, berichtet man ihm, dass er diese „Orang Bule“ (Weiße auf Indonesisch – Slang) als seine „neue Assistentin“ hätte – er war zuerst sehr amüsiert, aber als er sah, dass es mir Ernst war damit, hatte er viele Bedenken.

Es war kompliziert und wir führten einige längere, teilweise mühsame Gespräche, mit Christine als Übersetzerin. Wir waren uns total im Unklaren darüber, wie das denn gehen sollte. Nicht alle in seiner Community (seiner Gemeinde) waren davon angetan, eine Ausländerin bei ihren Zeremonien dabei zu haben. Und „als Heiler fungieren“ ginge schon gar nicht, denn das ist ja eine große Ehre – und das konnte ich gut verstehen. Das größte Problem aber war, dass kein Mann in dieser Tradition eine Frau unterrichten/trainieren kann. Frauen lernen von Frauen, Männer von Männern. Frauen haben eine untergeordnete Rolle (wie in allen Religionen) – auch die chinesischen Heilerinnen waren nicht gleichwertig – und durften bei bestimmten Zeremonien nicht immer vorne mit ihm sein – wenn eine Frau ihre Tage hatte, durfte sie den Tempel nicht einmal betreten – denn sie sind unrein usw. .. halt immer die gleiche Geschichte.

Ohm Ollies Frau rettete letztendlich die Situation, indem sie den Vorschlag machte, immer anwesend zu sein, wenn ich „heilen“ würde und mir „assistieren“ – sie war wirklich sehr unterstützend. Ich denke, sie erkannte auch das „Public Relations Potenzial“, denn meine Anwesenheit brachte viele Neugierige. Alle wollten mal die „Weiße Heilerin“ zumindest sehen – und die ganz Mutigen, sich mal von ihr behandeln lassen. Und das brachte viel Geld in den Haushalt, denn alle diese „Prayer-Zeremonien und Heilungen“ waren strikt auf Spendenbasis und Ohm Olli und seine ganze Familie lebte von diesen Einkünften. Die vielen Zeremonien sind auch teuer, denn es braucht viele frische Blumen, Obst, Räucherwerk, Öl usw. für den Altar und endlosen Tee, Saft und Knabbereien für die Besucher – für die Gemeinde. Viele der Menschen die kamen waren sehr arm – bezahlten oft nur mit einem Ei oder einer Kokosnuss, außer die reichen Chinesinnen, die gaben Geld (auch nicht immer) und brachten Essen und Lebensmittel. Ohm Olli hatte viele Javanesen (Jakarta befindet sich auf der Insel Java), nicht nur Chinesen, die zu ihm kamen, denn er war ein populärer und weitum bekannter Heiler. Viele Einheimische nahmen lange Wege auf sich, um von ihm geheilt zu werden. Die meisten einfachen Leute gingen damals nicht in die normalen Kliniken und Krankenhäuser wenn sie krank waren, da sie es sich einfach nicht leisten konnten – westliche Medizin ist viel zu teuer.

Ohm Olli gab schließlich die Erlaubnis, dass ich regelmäßig kommen und erst einmal „zuschauen“ durfte – und lernen. Christine tat ihr Bestes, damit wir einigermaßen kommunizieren konnten. Vor allem lachten wir viel – er mit seinem bisschen Englisch und ich mit meinem bisschen Indonesisch – „Kitchen Bahasa“ nannten wir es damals (um mit Hausangestellten reden zu können) und die ungewöhnlichste Zeit meines Lebens begann. Ein sehr exotisches Training für eine Europäerin, immer spannend, oftmals herausfordernd und mind blowing und sehr lehrreich. Vieles geschah bei diesen Heilungen, was überhaupt keinen Sinn für mich machte, ich absolut nicht verstehen konnte, aber er hatte oft wirklich spektakuläre Ergebnisse – auch mit schweren und unheilbaren Krankheiten wie Krebs usw. Es war wie ein Sturz in tiefes Wasser, ohne zu wissen, ob man überhaupt schwimmen kann. Ich war ja vorher nie solchen Situationen ausgesetzt.

Um meditieren zu können, musste in meinem Haus immer alles ganz still, sauber und korrekt sein – hier war alles genau gegensätzlich. Indonesien in einem 5-Sterne Luxushotel ist etwas anderes als in Jakartas China Town. Die vielen Räucherstäbchen, die ich am Anfang nicht ausstehen konnte, bereiteten oft Kopfschmerzen. Es war fast immer sehr heiß – auch am Abend hatte es oft über 30 Grad und die vielen Öllampen und Kerzen verstärkten dies noch. Moskitos, Geckos und Kakerlaken waren eine ständige Herausforderung – ich hab’s so gar nicht mit Insekten. Ich brachte immer mein eigenes Wasser und ein T-Shirt zum wechseln mit. Tee und Essen konnte allerdings nicht immer abgelehnt werden – vor allem an den Festtagen – wo dann die Opfergaben (Prasad) nach der Zeremonie verteilt werden – ein besonderes Geschenk, das sofort gegessen werden muss, um den Segen „zu essen“. Es gab nur eine indonesische Toilette (hockend, nicht sitzend, mit viel Wasser) welche sich VIELE Leute geteilt haben. Das Menschen-Gewusel und der Krach waren so, als ob man am Bahnhof meditieren und heilen würde.

Incense Burner

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Es war wirklich teilweise hartes Training, aber ich lernte mich zu konzentrieren und fokussieren und mich nicht vom Außen ablenken zu lassen. Ich lernte schnell die Umstände zu akzeptieren, so wie sie waren – ich konnte es ja nicht ändern. Ich begann sehr viel über Dämonen, gute und böse Geister und Götter zu lernen. Ohm Olli war wirklich ein Meister darin, schwarze Magie aus Menschen zu entfernen, das war eines der Hauptanliegen, warum so viele Menschen von weit her zu ihm kamen. In Indonesien wird ja sofort immer ein „Dukun“ (Magier) für alle möglichen Probleme aufgesucht, man kann jederzeit weiße oder schwarze Magie kaufen – egal für was, und die Betroffenen bekommen dadurch oft wirklich große Schwierigkeiten, vor allem gesundheitlich.

Meister Ho Lee (so war sein richtiger Name) war ein Tieftrance-Medium, Heiler, Priester, Schamane. Er konnte unglaubliche Dinge mit seinem Körper bewerkstelligen. Feuer machen nur mit seinen Händen, die Wände hoch laufen, sich Messer und Dolche durch den Körper jagen … Ich verstand am Anfang sehr wenig von dem, was er da fast jeden Abend machte, ich war ja gänzlich unbedarft in dieser chinesischen Tradition, welche von Region zu Region sehr verschieden sein kann, und es hatte mich vorher auch nie interessiert. Kwan Kung war die Hauptgottheit, die er in Trance durchbrachte. Und wir sprechen hier nicht von ein bisschen Channeling in leichter Trance, sondern von einer totalen Übernahme seines Körpers durch die Gottheit/Wesenheit. Diese Form der Trance ist ein Wahnsinn für den physischen Körper, kostet unglaublich viel Energie und Kraft, denn es ist superanstrengend. Seine eigene Persönlichkeit war während der Trance total weg, von ihm war nichts mehr anwesend, nur noch die Gottheit, die den Körper übernommen hatte. Heiler wie Ohm Olli fangen schon sehr jung mit einem Meister an zu trainieren – wenn sie die Fähigkeiten und das Talent dazu haben, denn es ist eine sehr lange und schwierige Ausbildung.

Kwan Kung ist ein Bodhisattva im Buddhismus und eine Schutzgottheit im Taoismus. Er ist der berühmteste General und God of War (Kriegsgott) im chinesischen Pantheon. Heutzutage wird er auch oft als „God of Business“ verehrt. Ab und zu kamen auch andere „Priester-Medien-Heiler“ zu den großen Feiertagen, welche andere – unterschiedliche „Götter“ hereinbrachten und es gab auch eine Chinesin, die Kwan Yin „channelte“. Sie alle führten Heilungen und „Frage-Stunden“ durch.

Ich bekam auch „Privatstunden“ mit Ohm Olli, d.h. ich war Untertags anwesend, wenn ich freihatte und der „Unterricht“ bestand aus langen Meditationen im inneren Sanktum seines Heilraumes. Er sprach fast nichts – sagte nur ich solle mich hinsetzen und „lernen“. Was für eine Herausforderung – ich platzte fast von den vielen Fragen, die sich ständig in meinem Kopf türmten! Zu dieser Zeit hatte ich noch keine Ahnung davon, dass man sehr wohl über Energieübertragung „lernen“ kann. Christine kam viel zum Einsatz, wenn sie anwesend war, aber vieles durfte sie als Außenstehende, Nicht-Eingeweihte auch nicht wissen, also wurde nicht immer alles erklärt – es gab viele Geheimnisse, die ich nie erfahren habe. Aber langsam lernte ich und bekam meine eigenen Informationen zu vielen meiner Fragen in den langen Meditationen – genau wie Ohm Olli sagte! Ich verstand einfach auf einmal.

Die Menschen gewöhnten sich langsam daran, dass ich bei den „Prayers“ anwesend war und man fing an, mich zu akzeptieren. Für zwei seiner Söhne und für eine Schwiegertochter war ich allerdings Anathema. Als ihr ständiger Protest nichts nützte, ignorierten sie mich einfach – Gott sei Dank keine „Black Magic“. Ich glaube davor hatten sie zu viel Angst vor ihrem Vater und Kwan Kung – es wurde ja immer alles aufgedeckt, man war sehr transparent mit all diesen Göttern. Ich bekam einen Geschmack davon, als ich einmal bei einem Abend dabei war, obwohl ich meine Tage hatte. Ohm Olli in Trance wusste immer, wenn Frauen das machten – er schrie sie an und warf sie aus dem Raum. Aber ich wusste es ja besser – dachte ich. Er sagte nichts während des Abends, aber nachher holte er Christine und sagte ihr, dass er mich nur nicht vor allen Leuten blamieren wollte, aber ich solle mich in Zukunft gefälligst daran halten. Christine war entsetzt, dass ich so was machte … aber mein kleiner innerer Rebell konnte einfach nicht anders, vor allem, wenn es um Verbote ging, die ich als sinnlos empfand … aber das war mir dann doch peinlich und habe mich danach auch immer daran gehalten.

Eines Tages, Ohm Olli war mal wieder in einer sehr tiefen Trance und trieb gerade einen bösen Geist aus einem armen Mann (er schlug ihn recht heftig mit einer Rute), sprang er vor mich hin und schrie etwas. Ich hatte keine Ahnung, was er wollte, aber der Übersetzer sagte mir, ich solle mich um den Mann kümmern, der gerade von einem bösen Geist befreit worden ist, ich solle ihn „heilen“.. Ich erschrak sehr und erinnere mich nur noch an den Gedanken „dass jetzt alle sehen werden, dass ich es nicht kann“. Ich war wie ein hypnotisiertes Kaninchen mit rasendem Herzschlag, aber ich ging auf den Mann zu und fing an, mit meinen Händen zu heilen – so wie ich es bei Reiki gelernt hatte. Das was alles, was mir im Moment einfiel. Aber nach einer Weile hörte der Mann auf zu zittern und zu wimmern, und es schien ihm um einiges besser zu gehen. Später am Abend, als ich die Chance hatte vor Kwan Kung zu treten und um Heilung und Segen für mich zu bitten, „verkündete“ er plötzlich ganz laut allen Anwesenden, dass ich eine „große Heilerin sei und alle von mir lernen könnten“. Die Leute starrten mich mit großen Augen an – es wurde auf einmal ganz still im Raum. Gott war mir das peinlich, denn ich glaubte das überhaupt nicht – damals war ich noch weit davon entfernt. Aber von da an wollten viele auch von mir geheilt werden und an starken Abenden arbeiteten wir uns durch hunderte von Menschen. Ich lernte mit Menschen in der Stufe „Kind“ zu arbeiten (was den Großteil der indonesischen Bevölkerung ausmacht, denke ich). Da muss immer etwas magisches, am besten sehr dramatisches passieren, eine „normale Behandlung“ genügt da nicht, denn sie glauben dann nicht, das „Heilung“ geschehen würde. Das war meine große Herausforderung, denn ich konnte natürlich nichts von dem, was Ohm Olli täglich aus der Hand schüttelte. Mein „Zauberkasten“ war da doch recht bedürftig.

Nach diesen Monsterabenden war ich immer sehr erschöpft und total leer, aber da war diese immense Kraft in mir, die mich ständig begleitete und durch mich in die Leute strömte – und das konnten sie fühlen und wahrnehmen – und das genügte anscheinend, denn ich bekam ein richtiges „Following“. Da ich keine Zeit hatte darüber nachzugrübeln, ob ich „es“ nun kann oder nicht – ich hatte ja nur max. 10 Minuten pro Person, blieb mir einfach nichts anderes übrig als zu tun – und das war meine Rettung und der eigentliche Segen. Mein Intellekt wurde einfach ausgeschalten. Ich bekam viel Praxis und Kontakt mit den diversen Krankheiten, Sorgen und Nöten der Menschen. Langsam begann ich dieser Kraft in mir, die seit damals nie mehr aufgehört hat zu strömen, zu vertrauen. Mein Ego wurde jedes Mal bis auf äußerste gefordert und gedehnt und die Persönlichkeit „zerfiel“ langsam in Stücke und formte sich neu. Irgendwie „überlebte“ ich diese Phase meines Lebens und Trainings. Ich hatte ja auch noch einen anstrengenden Job im Hotel, eine Abteilung mit über 250 Leuten … die gab’s ja auch noch und mein Training mit Ingrid hatte ja auch nicht aufgehört – auch da kamen immer mehr Menschen, die von uns hörten und Heilungen wollten! Die halbe Expatriate Community ging bei Ingrid ein und aus.

Ich habe damals wirklich ein unglaubliches Geschenk erhalten, von Spirit und von Indonesien, mit seinen wunderbaren Menschen, die da mitgemacht haben, sich zur Verfügung gestellt haben, denn wir sind sehr arrogant, wir Weißen, so überzeugt, dass wir alles besser wissen. In den ca. 10 Monaten mit Ohm Olli wurden die menschlichen „Häute und Schichten“, die ich in diesem Leben bisher angehäuft hatte, aufgeweicht, Strukturen entfernt, all das westliche mentale Gehabe zertrümmert, Konzepte umgeformt, Illusionen erkannt, Energiekörper aufgebaut, Chakren transformiert und aktiviert – das ganze System wurde für meine zukünftige Arbeit vorbereitet. Ich war ja erst Vierunddreißig, eine junge Managerin mit vielen Flausen im Kopf, aber einer sehr tiefen Verbindung zu Spirit. Der Diamant musste anschließend noch viel schleifen über sich ergehen lassen. Und ich bin immer noch dabei, die Codes zu entschlüsseln, die damals übertragen wurden.

Die ganze Geschichte würde ein Buch füllen, das hier ist nur eine Kostprobe von meinen bescheidenen Anfängen als Heilerin in diesem Leben. Das eigenartige war ja, dass es nicht darum ging, Ohm Ollies „System“ zu lernen und so zu arbeiten, sondern das was ich mitgebracht hatte, aus mir herauszubekommen. Er schenkte mir sein unglaubliches Talent als Medium und seine großer Erfahrung als Heiler, damit ich aktiviert werden konnte. Fernab von jeglicher westlicher Tradition und mentalen Konzepten. Er hatte mich blank geputzt, gestrippt und vorbereitet, damit mein Spirit „inkarnieren“ konnte. Er lehrte mich viel über astrale Welten und Wesenheiten, die Ebene der Götter und Dämonen und dafür bin ich sehr dankbar. Kein westlicher Lehrer hätte mich das lehren können, denn sie haben alle keine Ahnung, wie denn auch. Die Erkenntnis und die Erfahrung, dass Weiß und Schwarz immer nahe beieinander liegen, dass Gute und Böse immer Hand-in-Hand leben, formen dieses Leben, diese Erfahrung hier. Die Essenz von Taoismus – das Yin und das Yang. Man kann das eine nicht ohne das andere hier erleben. Dass ich das früh in meiner Heiler-Aktivierung erfahren durfte, dafür bin ich Ohm Olli und den Götter-Wesen, die mich schon lange begleiten und trainieren, unendlich dankbar.

Wenn man sich mit dir und deiner Arbeit intensiver beschäftigt, stößt man immer wieder auf deine CoReOn Methode. Was muss man sich darunter vorstellen. Es klingt ja alles für einen Außenstehenden etwas kompliziert. Vielleicht kannst du es mir noch einmal ganz einfach erklären? Was ist die CoReOn-Methode und was ist CoReOn?

CoReOn kann ich leider nicht mit ein paar Worten erklären und versuche es gar nicht mehr. Wer mehr darüber wissen will, kann ein bisschen dazu auf meiner Webseite lesen und der Rest muss in den Workshops erfahren werden. Es ist eine Resonanzgeschichte, entweder du fühlst die Energie und sie fühlt sich richtig an – oder eben nicht. Es ist nicht kompliziert, nicht wirklich, aber man muss bereit dafür sein, denn die Energie löst alles auf, was nicht wirklich zu dir gehört – und das ist nicht immer angenehm.

CoReOn ist direktes Göttliches Licht, Göttliches Bewusstsein, Göttliche Liebe aus ihrer Quelle – dem RA Continuum. Es baut unter anderem eine energetische Brücke zwischen dem 3/4-D Körper auf der Erde und der nächsthöheren Lichtkörperebene der Person, die damit arbeitet. Es ist wie das Interface beim Computer. Es hilft der Zellebene, höhere Lichtfrequenzen „auszuhalten“, es unterstützt den Körper, die nächsten Ebenen der DNA-Aktivierungen zu bewerkstelligen – und das ist erst der Anfang. Manche Heilmethoden (wie Reiki) verwenden “Chi” oder “Pranische Energie” oder “Lebensenergie”. Das sind aber keine direkten Göttlichen Energien, sondern Energien aus der 4. astral-Dimension. Das gleiche gilt für die Energien, welche sich als “Universelle Energien” bezeichnen – es sind alles polarisierte Energien. Alle diese Energien können zum Zwecke der Heilung benützt werden, sie können jedoch niemals so tief reichen, wie direkte Göttliche Energie.

CoReOn – Yoga of Fusion ist interessant für Menschen, die kein klassisch strukturiertes spirituelles System mehr benötigen, die dem schon entwachsen sind. Die keinen „Ismus“ mehr brauchen. Hier gibt’s keinen Jesus und keine Engel und keinen Buddha und keinen Zen Meister, keine Aufgestiegenen Meister und so weiter, die dich retten; wir schicken nichts ins Licht, sondern lernen, alles zu integrieren. Hier gibt’s viel knallharte Energiearbeit und Wiederanbindung an die Seele und die Seelenfamilie.

Ich bin mehr daran interessiert, das was in der Person bereits vorhanden ist, was als Talent mitgebracht wurde, aus ihr herauszuholen und nicht, ihr wiederaufgewärmte alte Dogmen in neuen Kleidern zu verkaufen. Die letzten Stufen der Reifen Seele und alle Stufen der Alten Seele fühlen sich wohl mit dieser Frequenz, denn sie wollen genau das, was CoReOn ihnen anbietet: nämlich alles, was nicht mehr passt, verzerrt ist, kaputt, verletzt, verbogen und verwirrt ist, wird an die Oberfläche gebracht, damit es geheilt werden kann. Sie wollen den “übrig gebliebenen alten Mist aus ihren vielen Leben“ entsorgen und klären, nichts Unnötiges mit sich weiter herumschleppen, sie wollen abschließen, aufräumen, beenden.

Alle Teilnehmer für die CoReOn Gruppen werden aus meiner Klientenbasis einzeln „herausgefiltert“. So haben sie bereits eine Basis dafür, etwas Erfahrung mit meiner Arbeit und der intensiven Energie. Oftmals haben diese Menschen auch einen klaren Seelenauftrag damit verbunden und das Geistige Team (Führer) der Person macht sich oft bemerkbar. Fast alle haben einen Auftrag, sie sind oft die Lehrer und Trainer und Therapeuten der neuen Zeit.

Weiterhin bietest du Renate Pur Sessions an. Was genau passiert in so einer privaten 1 : 1 Session und für wen ist sie geeignet?

Die Renate Pur Sessions sind bestens dafür geeignet, wenn man viele Fragen hat oder wenn es gerade „brennt“, wenn die Emotionen sich nur noch im Kreis drehen und die Gedanken nicht aufhören. Es wird immer Energie übertragen die ausgleicht, energetische Löcher gestopft und das gesamte System geklärt und höher eingeschwungen. Ich bringe Informationen, Anregungen und Hintergrundmaterial – wenn angebracht, um die nächsten Schritte machen zu können. Sie sind eine gute Möglichkeit, meine Arbeit kennenzulernen.

Wenn ich CoReOn Touch – meine energetische Heilarbeit mache, gehe ich in eine tiefere Trance, dann verschwindet mein „Alltags-Ich“ so ziemlich und mein Höheres Selbst macht die Arbeit. Ich studiere das Feld (Aura) und habe so Zugang zu der „Geschichte“, zu den Themen von der Person vor mir. Wenn ich „Spezialwissen“ brauche, hole ich jemanden aus meinem Spirit-Team und wenn sie es nicht wissen, suchen sie jemanden der es weiß, wenn es etwas sehr Spezifisches ist, was aber selten vorkommt.

Ganz spannend finde ich auch dein Mentoring-Programm. Bitte erzähle mir und meinen Leserinnen doch noch mehr über dieses Angebot.

Das Renate Pur Mentoring-Programm ist ein neues Projekt, welches ich erst vor kurzem begonnen hab. Von diesem Angebot profitierst du am meisten, wenn du weitreichende Veränderungen in deinem Leben planst und/oder du bereits mehrere Anläufe hinter dir hast und es dieses Mal WIRKLICH schaffen willst – mit Unterstützung von mir. Man geht den Weg konzentriert über einen längeren Zeitraum – 12 Monate –  mit mir und erlebt, dass MEISTERSCHAFT nicht belastet, sondern befreit.

Mentoring im spirituellen Bereich ist sehr aus der Mode gekommen, außer man ist halt Rinpoche dieser oder jener Couleur. Es ist „out“, denn man muss jetzt alles selber machen, wissen und umsetzen, egal wie sehr man sich dabei selber verletzt und schadet. Aber das sind halt auch die Themen der Reifen Seele.

Liebe Renate, ganz vielen Dank für deine Zeit! Eine letzte Frage habe ich noch: wird es bald auch ein Buch von dir geben oder gibt es schon eins und ich habe es übersehen?

Ich sage dir liebe Mara aus ganzem Herzen Danke, dass ich hier sein darf und nein, es gibt (noch) kein Buch von mir. Ich habe im Moment auch nicht die Zeit, mich mit so einem Projekt zu befassen. Aber irgendwann sicher einmal.

Alles Liebe, von Herzen
Renate

Om Mani Padme Hum ?

Om Mani Padme Hum ?

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Buchtipps:

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Verkehrt gelebte Spiritualität

Verkehrt gelebte Spiritualität

Da bin ich mal wieder ?. Der Sommer ist so gut wie vorbei und ich hoffe, ihr habt euch alle gut erholt und viel Sonne getankt, damit ihr jetzt mit frischem Elan in das prächtige Farbenspiel des Herbstes eintauchen könnt. Ich liebe diese Jahreszeit, nicht mehr so heiß, wunderschöne Landschaft, tiefblauer Himmel, köstliches Essen ..
Nach diesem anstrengenden Halbjahr war ich so erschöpft, dass ich mich im August total zurück gezogen habe, um einigermaßen meine Batterien wieder aufladen zu können. Ich habe mich um nichts gekümmert, rein gar nichts ? – well, die Küchenschränke sind aussortiert und geputzt worden. Hat richtig gut getan, so einfache körperliche Arbeit, ohne viel zu denken. Aber die geplanten Blogartikel sind nicht geschrieben worden – wollte endlich welche im Voraus schreiben, damit ich nicht immer so in Zeitdruck komme. Na ja, mein guter Plan hat sich wieder einmal in die 5. Dimension verschtschüßt – und das ohne meine Erlaubnis ?. Aber, ich habe es geschafft mit meiner besten Freundin für ein paar Tage nach Pöllau zu fahren, einem wirklich schönen Ort in der Obersteiermark. Köstliche Ruhe, wunderschöne Wanderwege und begehbare Themengärten, fantastische Kirchen, kann ich jedem nur empfehlen.
Zurück in der Alltagsrealität

Alles ist eigenartig still im Moment, so als ob wir wieder einmal an einem Stück des Weges stehen (Abgrund?) wo alle mit angehaltenem Atem darauf warten, wie es weitergehen wird, so sieht es zumindest im Moment aus. Zu meinem „Erstaunen“ jagen schon wieder viele Gedanken und Emotionen zum Thema 3. Weltkrieg wie Cruise-Missiles durch das Internet und den Sozialen Medien. Meine Klienten fragen mich, was ich davon halte, deshalb bin ich überhaupt erst darauf aufmerksam geworden. Es ist unglaublich, dieses Monster ist einfach nicht totzukriegen. Und all die aufgewärmten Nostradamus Katastrophen-Vorhersagen werden sich wieder en masse reingezogen – Videos dieser Art haben hohe Klickraten. Ich habe mir wirklich überlegt, ob ich darüber schreiben oder es einfach ignorieren soll, aber die ständigen Fragen meiner Klienten und Leser danach zeigen von einer um sich greifenden Verunsicherung, die ich nicht ignorieren möchte.

Es ist bemerkenswert, dass so viele Menschen, die sich als Erwachte, als spirituell bezeichnen, sich immer und immer wieder mit diesen Katastrophen- und Weltuntergangs-phantasien befassen. Sie füttern und verstärken diese Gedankenmuster und Szenarien mit ihren Energien, indem sie ihr Bewusstsein darauf fokussieren. Again and again. Das erschreckende an der Sache ist, dass vor allem diejenigen, die ganz laut bestätigen, dass sie das ja alles nicht wollen, am meisten dazu beitragen, dass genau diese Realität erschaffen werden wird, geschürt durch ihre Angst, falsch verstandene Spiritualität und im aktiven Weiterverteilen dieser sehr aggressiven Energien. Not at all well done!

Auch das leidige Thema Archonten, Illuminati, böse Aliens, Reptilians, Nefilim, Elite taucht immer wieder auf und die diversen Verschwörungsszenen füllen die Seiten vieler Blogs und Webseiten. Seit den 90ern wird massenhaft darüber geschrieben, gepostet, spekuliert, diskutiert … und ja natürlich kommen immer wieder „neue/junge“ Menschen dazu, die das halt noch nicht gehört/gelesen haben. Und jedesmal, when the newest kid in the blog world gerade so ein „Geheimnis“ oder DAS neueste Channeling entdeckt, muss es natürlich schnell mit angehaltenem Atem seinem Publikum mitgeteilt werden, so nach dem Motto: „Ja, siehste, hab dir gleich gesagt, man will uns aussaugen, als Futter verzehren, als Sklaven halten, unser Genmaterial klauen und wir Armen können uns nicht wehren, denn die falsche Matrix hält uns gefangen und unsere DNS ist manipuliert … die böse Frau Merkel und der böse Obama, die böse Elite … und Hillary Clinton ist sogar nur ein Klon. Stellt dir vor!“
Wir müssen da nicht mitmachen, denn wenn die „alten Hasen“ diesen Cocktail aus Wahrheit, alten Geschichten, hochgepuschtem Drama und dreisten Lügen immer wieder konsumieren und dadurch um ein vielfaches verstärken, ist das fatal. Alle diese „wann-hat-wer-etwas-verbrochen“ Geschichten sind inzwischen langweilig, repetitiv, destruktiv, keinesfalls NEU und bringen letztendlich kaum positive Veränderungen. Es ist an uns gelegen, liebe Alte und Reifen Seelen, das „hochkarätige Drama“ mit unseren kostbaren Energien nicht auch noch zu nähren und zu unterstützen und dadurch genau denjenigen Kräften (unfreiwillig) zu dienen, von denen wir uns doch so dezidiert distanzieren und fernhalten möchten.

Und was hat das mit dir zu tun?

Ganz viel, wenn du immer wieder in diesen stinkenden Tümpel eintauchst und dich dazu verleiten lässt, deine Energien dafür bereitzustellen. Viele der alten Geschichten über Archonten und Co. sind mehr oder weniger korrekt und Teil unserer langen Geschichte auf der Erde – und im Universum. So what?

  • Mit welchen „künstlich erzeugten Hiobsbotschaften“ wirst du abgelenkt von dem, was jetzt gerade wichtig ist in deinem Leben?
  • Was ändert es genau in diesem Moment für dich, wenn du so etwas liest, hörst oder anschaust?
  • Was tut es mit dir?
  • Wie fühlst du dich danach?
  • Trägt es positiv zu deinem Leben bei?
  • Kannst du jetzt irgendetwas davon verändern, was in der Vergangenheit passiert ist?
  • Kannst du ganz sicher wissen, dass die Story wahr ist? Ganz sicher? Wie willst du das überprüfen?
  • Was hat das, was du gerade liest, wirklich mit dir zu tun? (z.B. ob Hillary Clinton ein Klon ist oder nicht).
  • Wen oder was fütterst du mit deinen Ängsten? Weißt du das?
  • Wohin wird dein Fokus mit diesen Stories wirklich gelenkt?

Alle diese Geschichten machen IMMER zuerst einmal Angst! Die Energien, die mit diesen Stories hereinwabbern, sind wie klebrige Spinnennetze, du verfängst dich darin wie die Fliegen und die Spinne kommt ganz gemächlich und verspeist dich wenn und wann sie will. Das Buffet ist ja reichlich gedeckt, denn diese Themenbereiche sind verführerisch für viele Menschen, denn wir lieben Intrigen, Klatsch, Gruselgeschichten, Geheimnisse .. und je mehr du dich wehrst, desto mehr wirst du eingesponnen. Ja die falsche Matrix arbeitet so, aber sie wird ja ständig von UNS bedient, immer wieder gefüttert und am Leben erhalten. Deshalb schreibe ich auch normalerweise nicht darüber. Überlasse diese Themen mehr Steven Black … und der hat seine Nase auch schon gestrichen voll davon – und Steven kommt ursprünglich aus der Verschwörungsszene!

Wir werden ständig gewarnt „aufzupassen wegen der Gehirnwäsche“, welche die Elite über uns ausübt … aber Hallo, das endlose Wiederholen dieser Geschichten funktioniert genau wie Gehirnwäsche. Es suggeriert uns endlos, dass wir keine Wahl haben, keine Macht über uns, dass wir alle Opfer sind und dass wir uns „wehren“ und aufpassen müssen.
Als Beispiel einer der größten Stars in der Verschwörungsszene, David Icke, der mit solchen Statements die Welt seit Jahren im Atem hält: The Biggest Secret: Do Reptilian-Human Hybrids Run Our World?
Tut mir leid Leute, yes they do, denn wir sind ALLE Reptilian-Human Hybrids, nicht nur die Elite. Wir tragen alle Reptilien DNS in uns, plus die DNS all der anderen „Aliens“, die ihren Genpool zum „Projekt Mensch“ beigetragen haben – und derer sind viele.
Es gibt keine ursprünglichen „Erdlinge“ und wir haben uns sicher nicht über Äonen hinweg vom Affen zum jetzigen Menschen entwickelt. Darwin is dead.
Vieles was Icke sagt ist sicher korrekt und als guter Journalist hat er unschönes aufgedeckt und darüber berichtet. So jetzt wissen wir es. Und was nu? Icke hört sich inzwischen an wie eine gebrochene Schallplatte. Er ist in einer Endlosschleife seiner eigenen Stories steckengeblieben, und hat absolut keine brauchbaren Lösungen anzubieten für das ganze Drama, dem er sein Leben widmet. Wem um Himmels Willen hilft es zu wissen, dass die Queen ein Reptilian ist, sorry Korrektur, ein Lizzard, die „Unterform der Reptilians“, total primitive Wesen – lt. Icke. Aber die Verschwörungsszene glaubt ja auch, dass die Erde eigentlich eine Scheibe ist … Mit was man sich alles beschäftigen kann, nur damit man sich nicht mit sich selbst beschäftigen muss! Und nehmen wir mal an die Erde ist doch eine Scheibe, so what?

Was ändert dies in meinem Leben?

Glaubt jemand tatsächlich, dass sich die Queen anhört, dass sie ein Reptil ist? Was will man mit so einer Information konkret anfangen? Wem hilft all dieses Fingerzeigen und an den Pranger stellen? Niemandem, und das ist die Realität. Das Establishment schert sich keinen Millimeter um uns „Normalos“, denn es hat inzwischen herausgefunden, dass all diese Stories veröffentlicht werden können und sie rein gar keine Auswirkung haben, denn die meisten Menschen reagieren nicht darauf, interessieren sich gar nicht dafür. Und wer sich dafür interessiert, findet bald heraus, dass er, außer es immer wieder zu erwähnen, nichts an der Situation ändern kann. Aber das Establishment hat sehr wohl gelernt (inklusive der Mächte, die tatsächlich hinter ihnen stehen), dass sie es nur noch bunter und dramatischer machen müssen, inklusive einer ordentlichen Dosis Angst – die jedesmal gesteigert wird, und schwupps-die-wupps, jetzt haben sie dich! Jetzt bekommen die Mächte, die dahinter stehen, genau den Cocktail an emotionaler Angst, der ihnen halt so gut schmeckt, und wir sind die lieben Kühe, die man so einfach melken kann. Tja, das ist auch eine Realitätsversion.

Haben wir immer noch nicht gelernt, dass es immer um Resonanzen geht, also Energie folgt Gedanken, vor allem Gedanken, die stark mit Emotionen versehen sind? Wo ich meine Aufmerksamkeit hinschicke, dort wird manifestiert. Wir wissen, dass wir uns nicht auf das „was-wir-nicht-wollen“ konzentrieren sollen, sondern auf das „was-wir-wollen“. Es WAR zum Teil wichtig alle diese Geschichten zu erfahren, bewusst darüber zu werden, dass nicht alles so „heile Welt“ ist, wie man uns gerne vorgaukelt, aber sich endlos in diesen Energien zu wälzen, sich mit Wut, Aggression gegen wen auch immer, Verzweiflung und vor allem Angst vollzustopfen, dient niemandem, vor allem nicht dir selbst.
Für mich sind Archonten, Aliens (egal welcher Couleur), Illuminati, Nibiruaner, Engel, Meister, Götter und böse Zauberer wie Angebote im Supermarkt. Es sind Strömungen, Energiekonglomerate, Wesenheiten, „süß-saure Gurken“, die um deine Aufmerksamkeit ringen, die von dir „gekauft“ werden wollen. Auch die lichtvollste Gestalt bedient sich deiner Energie, denn es ist deine Energie, die sie hier zum Leben erweckt. Ansonsten hat sie hier nichts zu suchen, kann auch nicht viel ausrichten, hier in unserer Dichte. Und ja, viele „negativen“ Astralwesen kämpfen um unsere Energien, sind verzweifelt über jeden „Wirt“, jedes menschliche Gefährt das sie verlieren, denn auch sie wollen (über)leben und tragen ihres dazu bei, damit wir alle dieses „Spiel der Polaritäten“ durchführen können. Wenn es keine Guten und keine Bösen mehr gibt, aus die Maus, Spiel beendet. Etwas, dass sich viele von uns schon lange wünschen. Zurück in die Einheit, Stille, Liebe, keine Polarität. Aber das ist nicht der Plan für diese Welt (Erde), denn Creator hat da was anderes im Sinn. Und wenn du nicht dabei sein willst, was machst du dann auf der Erde? Ah ja genau, da gibt’s ja welche die behaupten, man hätte uns zwangsverschleppt … der Einzelne hatte mit dieser Entscheidung rein gar nichts zu tun …
Es ist schon interessant zu beobachten, dass die Eso-Welt in ungefähr 2 Lager geteilt ist: die eine Seite ist voll mit bösen Geistern, Aliens, Vampiren, Verschwörungen, Archonten und Big-Brother Verfolgungswahn, die andere Gruppe ist im Advaita Vedanta Himmel und bestätigt sich jedesmal, dass da niemand ist der was spürt, der Angst, Wut, Schmerz und Sorge hat, weil es „mich“ ja gar nicht gibt, und das Ego wird einfach getoastet – brauchst ja nicht das dumme Ding. Alles Illusion, niemand zu Hause. Wir sind alle Eins und damit basta. Kein Grund etwas zu unternehmen oder sich zu ändern, denn alles ist ja gut, so wie es ist. Beide Lager leben meiner Meinung nach eine
verkehrt gelebte Spiritualität
und das kann sehr verwirrend sein, denn in diesem Zustand vergisst man den oben erwähnten Supermarkt, der einfach immer wieder sein Angebot an Geschichten, Ideen, Philosophien und Wesenheiten erweitert. Du hast IMMER die Wahl dir auszusuchen, mit was du dich beschäftigst, welchen Strömungen du erlaubst, auf deinen Energien zu reiten. Was du „kaufst“ und was du im Regal stehen lässt.

„Verwirrung ist das einzige Leiden auf diesem Planeten. Es bedeutet, zwei Dinge auf einmal zu wollen.“ Byron Katie

Es ist ein ständiges feines Austarieren mit was wir uns beschäftigen. Ein totales sich zurückziehen und die Welt Welt sein lassen, trägt auch nicht zu einer Verbesserung der WeltSituation bei. Aber es ist immerhin besser, als sich mit angstbesetzten Geschichten voll labbern zu lassen, um sie anschließend in das Unterbewusstsein zu verdrängen, wo sie dann ein Eigenleben beginnen, von dem du keine Ahnung hast, welche Auswirkungen es in deinem Außenleben bringt.
Ich kann jedem nur empfehlen sich mal wieder The Work von Byron Katie aus dem Bücherregal zu holen (oder es kennenzulernen) und ANWENDEN, denn es ist eine hervorragende Methode, mit destruktiven Gedanken wie „der 3. Weltkrieg kommt gleich“ und „Hillary Clinton ist ein Klon“, konstruktiv umgehen zu lernen.

„The Work“ ist ein wertvolles, ausgezeichnetes Werkzeug für mentale Glaubenssätze und Überzeugungen, die wir manchmal haben, aber die wir sehr selten auf Stichhaltigkeit untersuchen. Dabei stellt sich sehr oft heraus, dass wir – oft jahrelang – nichts anderes als Bullshit mit uns herumtragen, den wir ein ums andere Mal in unseren Köpfen wieder-käuen. Und unsere Glaubenssätze sind immer mit emotionalen Inhalten verbunden. Zu erkennen, dass wiederholte Gedankeninhalte oft auf Selbstverletzungen beruhen, kann emotionale Triggerpunkte reduzieren. Haben wir es jedoch mit jahrelangen emotionalen Stauungen zu tun, wird nichts anderes übrig bleiben, als die emotionalen Ungleich-gewichte zu fühlen.
Weitere Informationen, wie man The Work macht, findest du auf http://thework.com/sites/thework/deutsch/

Innere Personen/Anteile und Focusing

Emotionales Ungleichgewicht fühlen geschieht am besten, wenn wir uns mit den Inneren Anteilen/Personen bekannt machen und herausfinden, welche von ihnen mit den diversen Angst- und Gedankenmustern verbunden sind, um sie so ins Bewusstsein zu bringen. Ich verwende Aspekte der Focusing Methode, Trance- und Energiearbeit sowie Aufstellungen dafür, um eine Heilung der Inneren Anteile zu bewerkstelligen. Ohne die Arbeit mit den Inneren Anteilen, vor allem der Wächter/Beschützer Strukturen, gibt es keine langfristige Verbesserung deiner Ängste, Traumen und Dramen, die sich endlos im Außen zeigen und sich in diesen Stories über Aliens, Archonten usw. widerspiegeln.

„Die Realität ist immer freundlicher als die Geschichte, die wir über sie erzählen.“

Byron Katie

 

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Quellen: http://thework.com/sites/thework/deutsch/ http://www.collective-evolution.com/2013/10/17/david-ickes-theory-of-the-reptilian-human-hybrid-apocalypse

Warum Professionalität in alternativen Heilberufen immer wichtiger wird

Warum Professionalität in alternativen Heilberufen immer wichtiger wird

Viele Menschen probieren sich derzeit in „alternativen Heilerberufen“. Aufgrund der Überzeugung, die in der gegenwärtigen spirituellen Landschaft vorherrscht, dass wir alle “Eins” und irgendwie sowieso alle gleich wären, begann sich ein esoterischer Supermarkt aufzubauen, in dem alle möglichen Leute, die vielleicht nur einige Wochenendseminare besucht oder ein paar Bücher gelesen haben, plötzlich anfingen mit Menschen zu arbeiten. Es ist also kein Wunder, dass „Esoterik“ zum Schimpfwort wurde und alle energetischen und spirituellen Aktivitäten mehr und mehr in die “Schmuddel-Ecke” verdrängt werden. Die Anerkennung des “Establishments” blieb uns bisher sowieso versagt. Inzwischen ist es aber so weit, dass auch all diejenigen Menschen, die schon lange auf den Gebieten von Energetik, Spiritualität und Bewusstsein ausgezeichnete Arbeit leisten, sich sehr unwohl fühlen damit, als „Esoteriker“ mit allen anderen in einen Topf geworfen zu werden.

In jedem “normalen Beruf” ist es wichtig, eine Qualifikation zur Ausübung des Berufes zu haben. Das sollte auch für die spirituellen/energetischen Berufe gelten. Ja, auf einer bestimmten, geistigen / spirituellen Ebene mögen wir alle “Eins sein”, aber wir sind auch Menschen und als solche unterschiedlich. Fähigkeiten müssen trainiert und ausgebaut werden. Niemand würde sein Auto in eine Werkstatt bringen, wo der Mechaniker gerade mal das Basiswissen hat. Wer gute Arbeit erwartet, der wird nach Kompetenz, Empathiefähigkeit, Professionalität und Bodenhaftung der Person Ausschau halten, der er sich anvertrauen will.

Prinzipiell, zumindest für mich, kann man weder Energiearbeit noch Spiritualität wirklich „lernen“, vor allem nicht in ein paar Wochenendworkshops, denn sie sind unabdingbar mit Bewusstseinsentwicklung verknüpft. Man kann alledings gute Techniken erlernen, sich Wissen über Ethik und „wie ich mit Menschen umgehe/arbeite“ aneignen. Wir „Energie-Geist-Heiler“ haben gewisse Fähigkeiten in uns, die vielleicht andere Menschen nicht haben – die haben dafür dann künstlerische Fähigkeiten, technologische Kompetenzen oder ganz praktische Talente. Das vorhandene Potenzial und der Zugang zu den Energien, die benötigt werden, um im energetischen Heilbereich tätig zu sein, wird durch die Schulung der eigenen inneren Anbindung an sich selbst verstärkt. Und das bedeutet Training, meist viel Training. Unser menschliches Gefäß muss von seinen angehäuften “Schlacken” geklärt und gereinigt werden. Das Energiesystem muss aktiviert, geschult und auf die richtige Frequenz gehoben werden, um die angeborenen und mitgebrachten Fähigkeiten zu veredeln, damit der Mensch, der damit arbeitet, immer wirkungsvoller und effektiver wird.

Ich habe entdeckt, dass ALLE, die in energetisch-heilerischen Berufen tätig sind und mit denen ich gearbeitet habe, schon die richtigen Informationen dazu in ihrer DNA – in ihrer Akasha – tragen. Sie tragen ihr Talent also schon in der Seele, um dieses als Auftrag in diesem Leben zu leben. Denn es dauert viele, viele Leben, sich die Kompetenz, das Wissen und auch die Kooperation von Spirit anzueignen. Es gibt also eine Art professionelles Niveau, von dem man sagen kann: Ja, dieser Mensch ist wirklich fähig, mit anderen Menschen kompetent zu arbeiten. Er hat ganz klar verstanden, dass seine eigene Bewusstseins-Entwicklung seine größte Verantwortung und Pflicht ist, sobald er mit anderen Menschen arbeitet. Sie erkennt ihre Möglichkeiten und ihre Grenzen. Sie geht versiert mit den Werkzeugen um, die sie anwendet. Aber die oberste Priorität eines Heilers ist es, sein menschliches Gefäß so gründlich zu klären und vorzubereiten, dass dieses Gefäß immer klarer und leerer wird, für die Kraft, die durch ihn wirkt.

Im Moment werden gerne alle spirituellen Lehrer über Bord geworfen. Damit werfen wir aber auch eine Zukunft über Bord, die physisch, emotional und intellektuell erfahren werden kann, weil sie von jemandem gelebt wird. Wenn ich auf die Uni gehe, dann nehme ich an, dass es dort einen Lehrer gibt, der mir etwas vermittelt, was ich noch nicht kann. Im Spirituellen oder Energetischen ist das genauso. Wenn wir das anerkennen, bedeutet das auf der einen Seite die tiefe Demut, sich dem hinzugeben. Auf der anderen Seite bedeutet es den Dienst am Ganzen. Kompetenz zeichnet sich auch dadurch aus, dass die Menschen wissen, wo sie stehen und nicht gerne woanders wären als sie gerade sind. Wenn sie wissen: Das kann ich geben und das kann ich nicht geben. Es geht nicht um Perfektion, es geht um eine gesunde Wahrhaftigkeit.

Für mich geht es darum zu zeigen, dass echtes Bewusstsein auch eine innere Wissenschaft ist, aus der Kompetenzen entstehen, die manche eventuell „heilerisch“ einsetzen möchten. Auf dieser Ebene sind wir nicht alle gleich. Es gibt Menschen, die sind kompetent. Und es gibt Menschen, die müssen noch viel lernen.

 

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Om Mani Padme Hum ?

 

Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe, Du genießt und profitierst von Deiner Zeit, die Du hier auf Renates Blog zubringst. Wenn Du von deinen Erlebnissen berichten magst, verwende die Kommentarfunktion.

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Vom Loslassen und ähnlichen Hühnern

Immer wieder lese ich ähnliche Kommentare auf diversen Blogs und Facebook wie der folgende, wo eine Person der anderen folgenden Ratschlag erteilt:

Lass alles los.
Auch die inneren Schatten. Ignoriere die Störfelder.
Konzentriere dich nur auf Licht und Liebe.
Die Zeit der langwierigen Therapien sollte vorbei sein.
Was wir wählen, wird unsere Realität.
Was bleibt in dir, wenn du alles losgelassen hast?
Nur Licht und Liebe, also Gott!

Klingt wie ein kleiner Eckhart Tolle, nicht wahr .. ?

Wenn es nicht so unsinnig wäre, müsste man lauthals lachen, denn genau das ist das Problem, welches Webseiten wie Achtung-Lichtarbeit.de zu ihren Mitgliedern verhilft. Ich weiß, schon wieder diese Webseite, aber wie ich schon in einem vorherigen Artikel erwähnte, viele Menschen kommen nicht mehr mit ihren Selbstdiagnosen, Pipifax”Lieb-Therapien“ und EigenBehandlungen nach Buch (oder Channel) XYZ zurecht und in ihrem Schmerz, Frust und Zorn laufen sie wieder zurück in die Arme von Mutter Kirche. Als ob dort Lösungen (Heilung) zu finden wären, also wirklich. Aber Religionen sind bekannte energetische „Räume“, die Sicherheit versprechen. Sie sind so verärgert und enttäuscht, dass sie tatsächlich eine Gruppe von Menschen, welche Homöopathie, Akupunktur, Kinesiologie oder sogar Bachblüten als „Werk des Teufels“ bezeichnen, für die bessere Alternative halten! Da fragt man sich allen Ernstes, in welcher Hölle sind wir hier gelandet? Sie führen sich auf wie hysterische Vierjährige, die ihr Gute Nacht Betthupferl nicht bekommen haben von der blöden Zauberfee. Und jetzt wird versucht, mit aller Gewalt wieder den alten, verschmutzten, durchlöcherten, abgelatschten Schuh anzuziehen, der doch schon vorher nicht mehr gepasst hat und sich eifrig einzureden, dass er doch super passt. Er ist ja soooooo bequem! Wer will den schon in neuen Schuhen herumlatschen? Da tun einem die Zehen schnell weh .. huch, ich hab Blasen, schau mal, böser Schuh ?

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Warum haben sie denn nach dem neuen Schuh gegriffen? Aber das war sicher der böse Teufel, der hat sie mal wieder verführt. Und um dem Ganzen noch den Narrenhut aufzusetzen, versuchen sie jetzt die ganze Welt davon zu überzeugen, dass es doch SOOOO gut ist mit dem alten Schuh. Aber ich bin mir sicher, Jesus wird sie schon von all dem Bösen erlösen. Der Arme. Er muss mal wieder Überstunden einlegen, und das noch nach 2000 Jahren … seinen Job hat wohl noch niemand wegrationalisiert. Vielleicht sollte ER sich mal mit dem griechischen Finanzminister austauschen. So ein „best practice meeting“ kann sich manchmal durchaus als nützlich erweisen ..

Wirkliche, echte Transformation dauert, das ist die unbequeme, nackte Wahrheit

Wie ich in meiner Praxis immer wieder feststelle, wird es zunehmend schwieriger, Menschen zu vermitteln, dass die Bearbeitung von Themen, Blockaden, Schmerzen, Schatten usw., die das bisherige Leben beeinträchtigt haben und die sie eigentlich ein Leben lang schon mit herumschleppen, nicht in einem Instantverfahren geschehen kann. Da hilft auch kein positiv thinking oder „EnergyMagic“. Ich kann die Blockaden nicht einfach in Luft auflösen, ein paar Verträge für ungültig erklären, Schwüre lösen, in ein paar Past Lives herumstöbern und „puff“ everything is perfect.

Wir sind dabei, das Gleiche zu machen wie die Schulmedizin. Alles muss Erfolgsorientiert „behandelt“ werden und wir vergessen den Menschen dabei. Auch Energetiker/Geistige Heiler/Schamanen fangen jetzt an, nur noch Symptomatik zu „behandeln“. Ach ja, sorry, ich darf ja gar nicht „behandeln“, bin ja kein Arzt oder Therapeut, da bin ich ja fein aus dem Schneider, nicht wahr? ?

Das heisst nicht, dass ich nicht den Frust eines jeden verstehe. Marketingmaschinen verkaufen immer etwas anderes, als sie halten können. Wir wissen das und trotzdem „vergessen“ wir es, wenn es darauf ankommt. Alle Einzelschritte sind wichtig, aber sie können nicht aus dem gesamten Gefüge herausgenommen werden.

Menschen sind wie ein kostbarer Gobelin, alles ist miteinander verwoben, alles hängt zusammen. Energetisch ist alles miteinander vernetzt. Viele Probleme ziehen sich durch alle feinstofflichen Körper (Ätherischer-, Emotionaler-, Mentaler-, Astralkörper). Chakren können in all diesen Ebenen verletzt sein, d.h. ich muss sie auf jeder Ebene reparieren und wieder in Ordnung bringen. Ich mache sehr viel Energetik, welche unter „Geistige Chirurgie“ fällt (etheric surgery oder auch psychic surgery genannt). Da lernt man SEHR schnell, dass man nicht einfach was rausnehmen kann, ohne genau zu verstehen, wie es mit etwas anderem verbunden ist. Ansonsten habe ich Löcher, die zu ernsthaften Verletzungen der feinstofflichen Körper führen können. Und ich muss fähig sein, genau zu sehen was ich mache, das ist wie „echte 3-D Chirurgie“, da hilft kein „Loslassen“ und „Gott wird es schon richten“.

Und das will natürlich kaum jemand wissen. Alles muss schnell gehen, möglichst billig sein und muss für immer und ewig wirken. Und bitte ohne viel Eigenengagement. Ich kenne goal orientiertes Arbeiten aus meiner Zeit im Business, aber das ist nicht angebracht, wenn es um Bewusstseinsentwicklung geht, dem Heilen der Inneren Personen, wenn es um persönliche Evolution geht.

Zum Beispiel: Eine geschätzte und erfahrene Klientin sagte kürzlich zu mir „ich glaub ich mach nicht mehr weiter, es ist einfach zu hart, zu schmerzhaft, zu endlos – es hört einfach nicht auf, ich halte es nicht mehr aus. Ich werfe das Handtuch und will nichts mehr mit Esoterik/Energetik/Spiritualität zu tun haben“ ..

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Diese Empfindung ist absolut verständlich, aber man kann nicht mehr rückwärtsgehen, alles Gelernte, teilweise mühselig Erarbeitete, einfach vergessen. Es ist eine harte Realität, denn der innere Druck wird immer größer, ausgelöst durch unterdrückte Emotionen, unerledigte Dinge aus der Kindheit und Familie. Beziehungen die immer schräger und frustrierender werden und Arbeit, die immer unbefriedigender wird. All das drängt jetzt immer heftiger an die Oberfläche und die große Mehrheit fühlt sich bis zum Anschlag gedehnt, überfordert und kommen kaum mehr mit ihrer Realität zurecht. Vor allem diejenigen, die sich erst jetzt im Aufwachstadium befinden, sind nicht zu beneiden. Sie haben nicht mehr soviel Zeit, wie wir noch hatten, um auszuprobieren, Fehler zu machen, den Weg immer wieder neu ausloten und korrigieren zu können.

Psychologische Probleme haben sich bisher weder durch Mentaltraining, noch durch Positives Denken oder Meditation gelöst. Auch kein Eckhart Tolle oder Buddhismus bieten dafür eine Lösung. Man kann 100mal sein Ego auflösen wollen, es geht einfach nicht. Psychologie & Psychiatrie mit ihren Konzepten von geistiger Krankheit oder Gesundheit befinden sich auch noch in den Kinderschuhen. Kommentare wie „Therapien braucht man nicht mehr, ihre Zeit ist vorbei“ sind in Wirklichkeit so was von unachtsam und geradewegs gemein denjenigen Menschen gegenüber, die sehr wohl Therapien und Begleitung brauchen. Und bei „denjenigen Menschen“ meine ich fast jeden, zumindest alle diejenigen, die nicht aus indigenen Kulturen stammen. Und wenn ihr mir das nicht glauben wollt, dann denkt doch bitte mal kurz an euren Arbeitslatz, oder eure liebe Familie. Beobachtet einfach mal. In vielen Meetings sitzen keine Erwachsenen, sondern oft Fünfjährige, die sich gegenseitig ihre Sandburgen kaputt machen und um die Schaufel streiten. Viele von euch müssen sich endlos mit unfähigen „Führungskräften“ herumschlagen und Manager managen meist einen Kindergarten mit Hochschulabschluss.

Ja, an manchen Tagen ist es fast nicht mehr zum Aushalten, denn viele von uns sind ja schon seit Jahren am Ackern und Fühlen, Transformieren, Prozessieren, Umwandeln, Transzendieren und und und und .. „Ich will nicht mehr, es hört niemals auf“ ist ein Satz, den ich mir sehr oft anhöre.

Seit wir durch dieses Zeittor in 2012 schritten, haben sich Dinge verändert. Nicht wie wir uns erhofften (kein instant Aufstieg in die fünfte Dimension .. ) und niemand kam, uns zu retten. Aber die alte Zeit und alles was damit zusammenhängt ist TOT. Es ist nicht mehr und das heisst auch, dass die dichte Schicht, die bisher das Unterbewusstsein vom normalen Tagesbewusstsein getrennt hat, immer dünner wird. Das Unterbewusste drängt jetzt mit aller Macht nach oben. Alle diese Energien und Wesen, die bisher in der Tiefe geweilt haben, wollen raus, gesehen und gefühlt werden, sie wollen auch wachsen und ihr Gesicht in die Sonne heben. Auch sie wollen Erlösung, Erleichterung, Erleuchtung, neues Bewusstsein. Diese neue Zeit und alles was damit zusammenhängt, ist natürlich ein sehr großes Thema und es würde total den Rahmen dieses Artikels sprengen, jetzt näher darauf einzugehen. Aber ich werde vielleicht mal später darüber schreiben.

Assoziation oder Dissoziation

Im Moment haben wir ein Labyrinth von Meinungen, wenn wir nach Antworten auf grundlegende Fragen suchen:

  • Ist meine Depression nur ein biochemisches Ungleichgewicht im Gehirn?
  • Ist das Konzept von Selbstwertgefühl nur ein Produkt der Pop-Psychologie und ihrer unreifen Selbstverliebtheit?
  • Was sind ko-abhängige Beziehungen und wie heilen wir sie?
  • Was ist wirkliche Intimität oder authentische Offenheit und worin unterscheidet sich ein gesundes Bedürfnis in einer Beziehung von ungesunder Ko-Abhängigkeit?
  • Ist das Beste, worauf ich hoffen kann, mit meinen Problemen irgendwie zurechtzukommen?
  • Was ist der wahre Grund für Suchtkrankheiten und kann man durch Abstinenz allein jemals davon geheilt werden?
  • Kann ich meine Beziehungsprobleme einfach durch bessere Kommunikation und Veränderungen im Verhalten lösen?

Auf alle diese Fragen gibt es bisher keine befriedigenden Antworten. Viele (auch gute) Ansätze und Ideen, aber nicht die „Eine Lösung“. Ich nehme an, die wird es auch niemals geben, hier auf dieser Erde, zumindest noch nicht für lange Zeit. Wir können nur weitermachen, da auf dem Weg, wo wir uns gerade befinden und JEDER darf sich all die Hilfe und Unterstützung holen, die er/sie benötigt, ohne sich unterschwellig dafür schämen zu müssen, nur weil es Menschen gibt, die ihre unreflektierten Meinungen kundtun müssen. Denn grundsätzlich gibt es nur zwei mögliche Reaktionen auf Schmerz aller Art, auf denen alle psychologischen Methoden aufbauen: Assoziation oder Dissoziation. Entweder können wir uns von unserem Schmerz dissoziieren, ihn kontrollieren, überdecken oder anderweitig vermeiden. Oder wir können uns ihm stellen, tiefer hineingehen und uns hindurcharbeiten, indem wir uns vollständig auf ihn einlassen.

Auch im bestehenden psychologischen Methodenkatalog gibt es nicht wirklich vieles, welches uns hilft, uns vollständig auf unseren inneren Schmerz einlassen zu können. Stattdessen haben wir Therapien, die entweder unser Verhalten verändern, uns mit dem Schmerz besser leben lassen, Techniken zur mentalen Dissoziation oder Methoden zum emotionalen Druckablassen anwenden – aber all das heilt uns nicht wirklich. Und wir haben viele Therapeuten, die nicht wirklich FÜHLEN was ihr Klient fühlt, während er/sie es fühlt. Also können sie auch nicht bis in die innersten Ebenen des Schmerzes und der Angst, vor allem die von den Inneren Kindern, vordringen. Das gilt für alle gegenwärtigen Therapieformen der Psychologie, der Psychiatrie und der New-Age-Bewegung, sprich Energiearbeit und Spirituelles Heilen.
Und übrigens: „Schatten“ ist IMMER mit Schmerz verbunden, also kann er nicht einfach „losgelassen“ werden.

Das „Kleine Tolle“ Loslassen Zitat

Es ist mir ein Bedürfnis, das Eingangszitat nochmals genauer auszuleuchten. Zusammengefasst:

„Sobald ich alle meine „Störfelder, negative Emotionen und Schatten“ loslasse, dann ist da nur noch Licht & Liebe, also Gott“

Wie genau soll ich das jetzt alles loslassen? Weg denken? Nicht fühlen? Ausatmen? Zerbomben? Ausspucken? Räuchern? Erschießen? Ah ja, einfach ignorieren war die Anweisung..

Und, bevor ich wieder „gekreuzigt“ werde ?, weil auch ich vom Loslassen spreche und das in Meditationen und Energiearbeit mit Menschen auch mache: Es ist in meinem Fall ein ganzer Prozess damit verbunden und dieser wird zusätzlich aufs tatkräftigste unterstützt von meinem Team aus der „Geistigen Ebene“.

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Loslassen ist ein Konzept, welches ich zuerst verstehen muss, bevor ich handeln kann. Ich muss also die gesamte Arbeit zu dem Thema, das ich „loslassen“ will, gemacht haben, damit es sich von mir lösen kann. Vor allem muss das, was losgelassen werden möchte, zuerst einmal ANGENOMMEN werden! Es darf keine inneren Resonanzen mehr zum Thema geben, ansonsten funktioniert „Loslassen“ nicht. Alle energetischen Haken und Schnüre auf der emotionalen Ebene, die mit dem Thema verbunden sind, können sich eben nicht „einfach lösen“, nur weil ich mental den „Befehl“ dazu gebe. Und auf der mentalen Ebene dreht sich die Gedankenwelt meist noch immer ums Thema und gräbt tiefe Rillen, oder produziert richtige „Dornenkronen“ um den Kopf. Ein feinstoffliches Bild, das ich oft bei Menschen sehe – mit Jesus habe ich aber keine WG .. 🙂

Mir hat bisher noch niemand zufriedenstellend erklären können, wie er/sie dieses „Loslassen“ fabriziert, wenn man mir einfach so vom „Loslassen“ erzählt, denn alle diejenigen, die das wirklich verstanden haben, würden das niemals so präsentieren. Also übt sich jeder nur in Dissoziation und meint, er/sie ist jetzt SEHR SPIRITUELL … und das tut weh, wenn man realisiert, dass man weit davon entfernt ist.

Alle diejenigen Menschen unter euch, die erfolgreich je was losgelassen haben, wissen von was ich spreche, denn ihr konntet es FÜHLEN! Ihr musstet es VORHER fühlen, bevor es gehen konnte. Und diejenigen, die Hellsichtig sind, können zusätzlich sehen, wie sich die Verbindungen zu dem Thema lösen und so entfernt und entsorgt werden können. Aber das passiert meist erst nach längerer Arbeit mit dem Thema und nach vielem FÜHLEN.

Ich sehe die AuraFelder ziemlich klar (wenn sie nicht unter einer Tonne Müll verborgen sind) und ich sehe ob das Thema „losgelassen“ werden kann, oder eben nicht, da Energien noch damit verbunden sind. Alles tickende Zeitbomben. Also kann mir auch keiner erzählen, was er/sie schon alles „bearbeitet“ hätte, ich sehe ob es so ist, oder nicht. Und hier gehts nicht um unterschiedliche Auslegung oder Interpretation. Es ist wirklich energetisch klar ersichtlich, wenn man weiß wo man schauen muss und das Gesehene richtig interpretieren kann.
Übrigens: Dieses „Klare Sehen“ hat mich 25 Jahre harte energetische Arbeit gekostet und kam nicht einfach beim Fenster hereingeflogen.

Nächster Punkt:

Was bleibt in dir, wenn du alles losgelassen hast? Nur Licht und Liebe, also Gott ..

Wenn Gott nur aus Licht & Liebe besteht, woher kommt dann der Schatten, all das Negative?

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Ach ja, vom sogenannten Teufel, oder sogar von den Menschen .. aber die gehören jetzt doch nicht zu Gott, oder wie? Aber wenn Gott ALLES WAS IST ist, woher kommen dann die Menschen, die Schatten, Störfelder und Negativität? Müssen wohl die bösen Aliens, Anunnaki und Archonten sein? Aber wer hat denn dann diese bösen Buben und Mädchen erschaffen? Ah, der böse Luzifer! Der kommt sicher von „Auswärts“, wahr wohl ein Flüchtling aus dem universellen Libyen Drama? Und woher kommt der Teufel? Aha, der kommt aus der Hölle?  Aber wem gehört denn dann die Hölle? Oder gibt es die etwa doch gar nicht?

Wie ihr seht, man kann sich bis ans Ende seiner Tage darin wälzen und kommt nie auf einen grünen Zweig. Das ist wie Zen Parabeln, ein Paradox, welches keinen Sinn ergibt bzw. ergeben soll. Und du kannst endlos darüber reden und denken und philosophieren, es bringt dich trotz allem keinen Millimeter vom Fleck.

GOTT ist ALLES WAS IST, das ALL THAT IS. Punkt. Ende. Also auch all das Negative, die Schatten und das Licht. Aber dann gibts natürlich die Philosophie von „es gibt keinen Gott, keinen Creator“, wie die Buddhisten sagen, da gibts nur „Alle sind Eins“, Nichts, Leere. Aber auch in diesem Konzept kann ich „Das Böse“ nicht an jemand ausserhalb von mir abgeben, denn wir sind ja Eins, also auch das Böse ist Eins mit Uns ..

Also, einfach loslassen Leute, all die Schatten verduften von ganz alleine, Gott wird’s schon richten .. ach wie schön .. LOL ?

Und zuletzt kommt noch Freie Wahl: „Wir kreieren, auf was wir fokussieren“:

Was wir wählen, wird unsere Realität ..

Korrekt. Aber wer oder was in mir wählt?

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Jeder der ein bisschen MentalTraining hinter sich hat, kann dir das sagen und die Essenz davon stimmt auch, ABER das Blöde ist nur, wer oder was in mir hat den Fokus? Das mentale Verstehen dieses Konzeptes alleine hilft leider meist nicht die Bohne. Denn beim Umsetzen wird ganz schnell klar, dass die darunter liegenden Glaubensmuster, Überzeugungen und Inneren Personen nicht immer mit dem neuen mentalen Konzept konform gehen, manchmal in unterschiedliche Richtungen drängen oder unterschiedlicher Meinung sein können, und totales Chaos entsteht.
Aber es ist ein Anfang, sicher besser als ständig Gedanken zu wälzen, die unproduktiv sind.

Wir werden heutzutage buchstäblich überschwemmt von spirituellen Konzepten, Ideen, Wahrheiten, Visionen, Halbwahrheiten, Lügen und all dem anderen Salat. Dazu gibt es psychologische Rohkost vom Feinsten, bis das Ganze total unverdaulich geworden ist. Es wird endlos buddhistisches Gedankengut zitiert, (aber die meisten Zitierenden haben keine Ahnung über Buddhismus), Advaita/Non-Duality** Konzepte à la Tolle sind extrem „in“ und weit verbreitet. Und dann haben wir natürlich noch Einen Kurs in Wundern, The Secret, Tantra, Wünschen/Bestellen vom Universum undsoweiterundsofort ..

All diese riesigen Konzepte und Modelle werden schnell konsumiert, neu aufgelegt, wiederholt, zitiert und dem nichtsahnenden Nächsten schön garniert serviert. Nur der Teller quillt meist über und ist in Wirklichkeit sehr unappetitlich, da sich das gesamte Buffet den kleinen Teller teilen muss.

Fazit
: Da ratet also eine Person einer anderen Person, die vielleicht um Hilfe sucht, zur Dissoziation, welches natürlich sehr effektiv sein kann, zumindest für eine Zeit. Und das mit absoluter Überzeugung. Wie geht der Spruch vom Blinden, der den Gelähmten führt? Oder so was in der Richtung ..

Die nackte Wahrheit ist, NICHTS von diesen Sprüchen und Weisheiten heilt deine Wunden, hilft deinem kleinen (inneren) Kind aus dem Eck, wo es sich seit Jahrzehnten verkrochen hat, trocknet deine Tränen und hilft dir durchs tägliche Leben. Warum also stur damit weitermachen?

Ich weiß wovon ich spreche, denn ich habe mich selber lange mit all diesen Themen herum gequält.

Ein kleiner Ausflug in meine Vergangenheit

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Indonesien in den 80ern, Anfang 90er:
Meine (langjährige und noch immer beste) Freundin lebte damals in Bali, ich in Jakarta. Wir beide gehen diesen spirituellen Weg zusammen, seit Tag Eins unseres Wiedertreffens hier auf Erden. Zwei Frauen, meine SeelenSchwester und ich, in denen sich die Erkundung und Entwicklung des Selbst beschleunigt und es zugleich transzendiert und Platz macht für eine neue, komplexere und tiefere Einheit. Wir unterstützen und befruchten uns gegenseitig. Wir sind der „check in balance“ für die Andere, damit keine zu weit vom Weg abweicht und sich verirrt. Super System und funktioniert immer noch einwandfrei. Für diese ungewöhnliche SeelenFreundschaft und Begleitung bin ich Ewig und Immer voller Dankbarkeit.
So, eines schönen Tages eröffnete meine Freundin mir, dass sie überlegt, Raja Yoga beizutreten und im Zölibat zu leben. Hilfe! Das war etwas, wo ich mir gänzlich sicher war, diese Strasse geh ich nicht runter .. LOL, aber natürlich habe ich dann auch darüber nachgedacht. Viel Kopfweh, Bauchweh, alles weh ..?
Dann fuhren wir nach Singapur zum Indischen Handleser, der mir eröffnete, dass ich diese starke Energie hätte und lernen müsse, sie zu kontrollieren bzw. damit zu arbeiten, ansonsten würde sie sich gegen mich wenden .. Hah, Huch, what the hell .. ach ja, und meditieren müsse ich auch lernen .. Ich wollte damals aber NUR Hotelmanager sein, na ja, zumindest Manager mit etwas Bewusstsein und viel theoretischer Metaphysik .. OMG ..

Wir wurden zumindest Vegetarier und ich versuchte, meditieren zu lernen. Dafür musste ich mir einen speziellen Platz im Schlafzimmer kreieren (laut meiner Freundin) und nur ich durfte da sitzen. Machte ich auch, kaufte weiße Seide für über US$ 1000,- für ein Baldachin, damit ich auch die „richtige Energie“ hatte .. ?, nur das Meditieren wollte einfach nicht klappen. Die Gedanken liefen endlos .. Zumindest bekam ich ab und zu ein paar gute Lösungen für meine Arbeitsthemen! Aber das verflixte Meditieren … Also kaufte ich Kristalle, Tarotkarten und all den Schnick Schnack. Half auch nicht viel, also mehr Bücher, mehr Reden und Denken und Konzepte wälzen und einen Trip ins Raja Yoga Zentrum in Jakarta, wo uns eine Deutsche Frau im wallendem weißen Gewand und Jesus Sandalen empfing. Also eine Runde Meditation im Zentrum. Es war heiß, unbequem und die Gedanken stoppten trotz allem nicht. Letztendlich waren wir heilfroh, als wir wieder gehen konnten.

Was haben wir nicht alles veranstaltet .. Und damals gabs im Vergleich zu heute fast nichts auf dem Eso-Markt, zumindest nicht in Indonesien. Ich glaube, ich wäre Bankrott gegangen, wenn ich im Westen und erst später aufgewacht wäre.

Ich war auch für das erste „Channeling“ meiner Freundin verantwortlich: sie musste mir mitteilen, dass ich Rauchen aufzuhören hatte! Hah!!! Es war echt komisch, aber nicht am nächsten Tag. Ich habe damals auch wirklich aufgehört und das bei einem Konsum von 2 Schachteln Marlboro jeden Tag (oder mehr) für ca. 15 Jahre ?.

Australien Mitte der 90er:
Da kam ich mit dem Kurs in Wundern in Berührung. Was hab ich mich damit geplagt und geärgert und schließlich das Buch an die Wand geworfen. Absolut nicht meines. Zu viele alte Ideologien (für mich) und ich hab’s nicht so mit der „Jesus-Sprache“, aber viele Menschen lieben dieses Buch und diese Ideologie.

Aber dann entdeckte ich ganz tolle, glitzernde NEUE Konzepte wie “evolutionary enlightenment” (Evolutionäre Erleuchtung) nach Andrew Cohen, Ken Wilber und Craig Hamilton. Das ist ja mal was tolles, dachte ich, und habe mich dann auch viele Jahre damit beschäftigt. Am Ende aber auch eine dead end road – für mich ..

Ich erinnere mich noch an einen Artikel im „EnlightenNext“ Magazine, wo Cohen darüber referierte, „dass nicht genügend Frauen sich ernsthaft mit dem Thema Enlightenment beschäftigen würden .. wir wären nur „Followers von Gurus “ .. und ich dachte „jetzt erst recht“ .. well, what a waste of time it was!
Übrigens: Andrew Cohen, dieser so erleuchtete Mann, der kein Ich mehr hatte und dessen Ego komplett aufgelöst war, hat sich jetzt offiziell bei seinen Followern und Spirituellen Gemeinschaft über seine diktatorische Art öffentlich entschuldigt und ist von seiner Position als „Guru“ zurück getreten. Kein Ego mehr, aha ..

Während meiner AustralienZeit kam auch besagte Freundin auf Besuch und wir flogen nach Ayers Rock, Uluru war das Ziel. Das war wirklich einer der heiligsten Plätze, die ich auf dieser Erde je besucht habe (und ich war auf vielen). Auf diesem „walk about“ (wie die Aborigines sagen) um den Berg herum, eröffnete sie mir, dass ich aufhören müsse, all diese Energien zu channeln. Das war noch die Zeit, wo ich die Energien diverser Engel, Aufgestiegene Meister, Götter und Göttinnen durch mich hindurchjagte und partout mit dem halben Universum kommunizieren wollte. Neben meiner „normalen“ Arbeit, und wann immer ich in Australien war (in der Zwischenzeit wurde ich Regional Director Asia Pacific und war für die Rooms Division Abteilungen, sowie alle Neueröffnungen in 30 Hotels in Asien und Australien zuständig) und meine spärliche Zeit es erlaubte, arbeitete ich mit kleinen Gruppen in meinen spirituellen Workshops und begann, wieder private healing sessions zu geben. Dafür brauchte ich mein Channeling, denn ich arbeite immer „live“.

Wir gingen also um den Berg herum, waren beide schon halb in Trance und dann kam so ein Hammer! Ich war von ihrer „Nachricht“ aber so gar nicht entzückt, konnte aber ihr Argument, dass meine Energien dadurch nur verwischt und unklar werden (sie sagte sogar verbogen), nicht entkräften. Als Zugabe meinte sie dann noch, dass es nicht meine Aufgabe wäre, als universelles Sprachrohr zu dienen ..
Ich war echt am Boden zerstört und fand das überhaupt nicht lustig, war sehr sauer mit dem Universum! Aber ich wusste immer, wenn ich Wahrheit höre, muss ich handeln, auch wenn’s mir gerade nicht in den Kram passt. Und meine Freundin war zur damaligen Zeit schon sehr klar und ist (immer noch) ein ausgezeichneter Channel.

Also habe ich mich schweren Herzens durchgerungen, aufzuhören „das Universum zu channeln“. Es war an der Zeit, mich sukzessive auf mich selber einzulassen, alle Stützen loszulassen. Ich wusste das, aber es auch zu tun, well, das war wiederum eine andere Geschichte. (Ha, erwischt! Ich hab auch was losgelassen, I am ever sooo good ?) Herauszufinden, was ICH zu sagen hatte bzw. mich auf mein Inneres Wissen, mein Höheres Selbst zu verlassen, wurde ein langer, dorniger, manchmal schwerer Weg. Viele Umwege und Unsicherheiten, mit abwechselnd total klaren Momenten und vielen Inspirationen .. und all das neben einer anstrengenden und anspruchsvollen Karriere.

Weiter ging’s über Ägypten nach England, Ende 90er, Anfang 2000

Da fing die „Im Jetzt Sein“ Phase an. Non-Duality hat immer wieder gewinkt und gelockt. „No Ego“ war aber so was von „in“. Wir waren uns ganz sicher, nichts mehr zu wollen, zu sein oder zu haben. Auf gings zu Byron Katie and The Work. Eine super Technik, wer so etwas mag (aber halt auch jemand, die kein Ego mehr hat ..).

Die traurige Realität allerdings war, dass der Kampf mit dem ICH (dem loswerden davon, genauer gesagt) immer mehr zur Last wurde. Mein Leben verlor total an Farbe, Lust, Sinn und Zweck. Alles verschwand unter dieser grauen Sauce genannt Egoloser Zustand. Was hab ich mich damit herum gequält!

Irgendwann in 2003 oder 2004, als ich schon in London lebte, traf ich auf John de Ruiter, der bekannte Kanadische Philosoph und Lehrer.

John’s teaching is about integration. While some may dismiss the material world as illusory or profound reality as elusive, John holds that both are real and relevant. There is an order of meaning, however, determined by core-splitting honesty and knowing. Life’s experience belongs to knowing and, by knowing, depths of inner meaning are manifested on the surface. Kindness, integrity and love matter.

John’s Lehre ist über das Thema Integration. Während manche die materielle Welt als illusorisch abtun oder tiefe Wirklichkeit als schwer fassbar, sind für ihn beide real und relevant. Es gibt eine Reihenfolge, bestimmt durch core-splitting Ehrlichkeit und Wissen. Lebenserfahrung gehört zum Wissen, und durch dieses Wissen, manifestiert sich tiefe innere Bedeutung an der Oberfläche. Freundlichkeit, Integrität und Liebe sind von Bedeutung.
Übersetzung: Renate

John de Ruiter lehrt und vermittelt meiner Meinung nach einen etwas lebbareren Ansatz in Non-Duality und mir hat es damals geholfen, etwas Klarheit in dieses Dickicht von Konzepten, Theorien, Wissen und Methoden von Anderen und meinem eigenen inneren Wissen, zu bringen. Ich werde nie vergessen, wie wohltuend es war, in diesem Raum mit fast 800 Menschen zu sitzen und plötzlich diese tiefe innere Stille in mir wahrzunehmen. Wir saßen über eine Stunde lang in Silence und danach wurde ganz viel klar in mir, vor allem, dass ich endlich aufhören musste, mich ausserhalb von mir selber zu orientieren und all diese Straßen runter zu gehen, die nicht die Richtigen für mich waren und sind.

Die endgültige Klarheit und Bestätigung meiner eigenen Erfahrung zu diesem Thema kam dann via Daniel S Barron und seinen Büchern Erherzung und Es gibt keine negativen Emotionen. Auch Barron ist eine sehr umstrittene Figur im Bewusstseinsmarkt, mit vielen Kritikern. Ich kenne ihn nicht persönlich, aber das meiste, das ich von ihm gelesen habe, hat zutiefst mit mir und meiner Erfahrung räsoniert. Er hat mit seinem ungemein klaren Geist das ganze Advaita-Zen-Non-Duality Thema, also die östliche Spiritualität, elegant und mit chirurgischer Präzision in seine Einzelteile zerlegt und logisch erklärt, WARUM das Ganze nicht funktionieren kann, und so zumindest für mich nachvollziehbar erklärt.

Österreich März 2008:
zurück zu den Wurzeln ? und nach 30 Jahren kam das Ende meiner Hotel Karriere und der Beginn meiner wirklichen „Berufung“. In 2009 wurde meine eigene „Methode“, die wir CoReOn nennen, ins Leben gerufen. CoReOn verspricht keine schnellen Lösungen. Es ist ein weit angelegter Übungsweg zur inneren Klärung und spirituellen Entwicklung. Es ist ein umfassender Weg, der allen Aspekten unserer komplexen und vielschichtigen Natur gerecht werden kann. Es ist ein Weg und eine Methode, die noch am reifen ist, deren Zeit erst jetzt gekommen ist und über die ich sicher noch öfters berichten werde.

Da bin ich wieder :-)

Da bin ich wieder ?

Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe, Du genießt und profitierst von Deiner Zeit, die Du hier auf Renates Blog zubringst. Wenn dich der Artikel inspiriert hat, teile ihn doch mit anderen. Und wenn Du hier auf meinem Blog von deinen Erlebnissen berichten magst, würde ich mich sehr freuen, von dir zu hören.

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Non-Duality ist die indische Tradition des Non-Dualismus (Advaita). Praxis der Kontinuität der Nicht-Dualität von Leerheit und Form, von Reinheit und Unreinheit. Nicht-Dualität ist das Wesentliche im Mahayana-Buddhismus.

Quellen:
http://whatenlightenment.blogspot.co.at/2013/06/andrew-cohen-and-fall-of-guru-in-age-of_21.html
http://www.mystica.tv/spirit-humor-jed-mckenna-trifft-andrew-cohen-ulrich-nitzschke/

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Literatur:
Daniel S Barron, „Erherzung“ und „Es Gibt Keine Negativen Emotionen“

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