Chaos als Chance für seelisches Wachstum

Chaos als Chance für seelisches Wachstum

Ein Gastartikel von Gerhard.

Wir alle haben meistens mehr oder weniger Angst vor chaotischen Situationen. Chaos gilt in “geregelten” Abläufen als eine höchst schädliche Situation, die es zu “vermeiden” gilt.

Was ist Chaos eigentlich? Chaos könnte man als einen unbestimmten Zustand definieren, eine hochdynamische Situation, in welcher der Ausgang und das Ergebnis nicht mehr erkennbar ist, da die Wechselwirkungen aller Kräfte so unberechenbar ablaufen, dass sie sich jeglicher Prognose, Logik und gut bekannter theoretischer Modelle entziehen.

Kein mentales Modell und keine Computersimulation ist dann in der Lage, genaue Vorhersagen zu treffen. Wir schreiten dabei durch einen bedrohlichen Nebel und wissen nicht mehr, was vor uns liegt.

Diese bedrohlich wirkende Unsicherheit macht uns Angst. Wir verlieren immer mehr unser “Vertrauen” in jene Strukturen und etablierte Regeln, an denen wir uns bisher orientierten und die uns Sicherheit und Halt gegeben hatten. All jene Fundamente auf denen wir unsere Sicherheit aufgebaut hatten, werden durch die chaotischen Kräfte geschwächt und brechen unter der Wucht der Energien schließlich weg . . . wie uns die Flutkatastrophen und Verwüstungen der letzten Monate schön vor Augen führen.

Es mag vielleicht seltsam und vielleicht anstößig erscheinen, aber gerade in solchen Situationen, in welchen zunehmende Unsicherheit vorherrscht, ist das Potential für eine Veränderung und einen Neubeginn stets am größten. Solange wir uns an gut bekannten Strukturen fest halten können, ist es schwierig, sich für neue Möglichkeiten zu öffnen und die gewohnte Sicherheit aufzugeben. Nachdem wir nun aber den Ausgang nicht mehr vorhersehen können, uns nicht mehr auf das Altbekannte verlassen können, was uns bisher sicher erschien, öffnen wir uns zunehmend für neue unbekannte “Alternativen”.

Je stärker die Abhängigkeit von alten Strukturen, desto größer jetzt die Angst vor dem Unbekannten und umso mehr werden Strategien ergriffen, um sich vor dem Unbekannten zu schützen und auf diese Weise das Neue möglichst zu vermeiden.

Das Chaos und die damit zusammenhängende Krise ist aber auch ein Zeichen von Fortschritt!

Das klingt zwar etwas paradox, da wir vielleicht annehmen, dass Fortschritt sich doch gut anfühlen müsste und damit alles leichter, angenehmer, einfacher, bequemer wird. Hmm, für ein Neugeborenes war die Geburt zweifelsfrei ein Fortschritt, aber war das wirklich angenehm? Ist es für ein Kind angenehm, wenn die ersten Zähne unter Schmerzen durchbrechen? In all diesen Fällen begann plötzlich etwas sehr unangenehm zu werden, etwas tat weh und nur durch einen schmerzlichen “Gewaltakt” konnte ein neues bislang unbekanntes Ziel erreicht werden.

Wenn chaotische Zustände zunehmen, dann waren die Kräfte offensichtlich stark genug, um all das zu demontieren, was bisher als stabil gegolten hatte. Es kommt damit zu einer Phase des Umbruches und der Unsicherheit wohin die Reise geht.

Festgefahrene Ansichten und Weltbilder werden durch die chaotische Energien, denen man aufgrund ihrer Unberechenbarkeit kaum etwas entgegensetzen kann, sukzessive zerstört und bieten immer weniger Halt und Sicherheitsgefühl.

Ein extremes Beispiel dafür bildete in der Vergangenheit die physische Zerstörung des WW2. Nicht umsonst wurde die Zeit danach auch die Zeit des “Wiederaufbaus” genannt, wo viele neue Strukturen geschaffen wurden, die es vorher nicht gab.

Angst vor dem Verlust des Alten hat in solchen Phasen eine deutlich stärkere Wirkung als in stabilen Zeiten, denn nun werden aus dem losen Trümmerfeld der sich auflösender Gedankenformen und Glaubenssätze schnell alle Zutaten angezogen, die sich der Angstenergie folgend formieren und genau jene Situationen fördern, welche die Angstenergien aufrecht erhalten, da diese die Auflösungsprozesse hemmen. Die Angst nimmt dann schnell zu. Angst vor dem Verlust des Alten, Angst vor dem Neuen . . . alles führt zu einer Situation, in der dann eine Art Schockstarre einsetzt und man sich weder vor und auch nicht zurück bewegen kann. Wir wollen ja erst auf Nummer sicher gehen, bevor wir uns auf etwas Neues einlassen – aber das klappt jetzt nicht mehr.

Der Übergang kann aber bestenfalls nur verzögert, aber nicht wirklich aufgehalten werden, da diese alten Strukturen ausgedient haben, sie wurden ausgelebt und müssen losgelassen werden. Je stärker das Anhaften an alten etablierter Strukturen (die z.B. im Bereich der Industrie und Wirtschaft das Klima, Mensch und Tier massiv schädigen, aber in manchen Teilen der Welt für Wohlstand sorgen), desto schmerzhafter die irgendwann nötige Abtrennung, wenn die “Wehen” an Stärke zunehmen.

Wir stehen als Menschheit an einem Wendepunkt. Die neuen Strukturen, auf die wir uns zubewegen, werden uns wohl kaum noch dauerhaft dazu ermutigen, uns noch tiefer in die einseitige Sicherheit eines rein dicht materiellen Daseins als (ausschließlich) physische Wesen zu vergraben – das haben wir über lange Zeiträume schon übergebührlich praktiziert. Man könnte jetzt fragen, wie denn dann das Neue konkret aussehen wird? Das kann niemand genau beantworten, denn wir selber formen es ja kollektiv durch unsere Gedanken, Gefühle und Energien, die wir aussenden!

Es geht in dieser neuen Zeit mehr darum, eine zunehmende innere – von der “Seele” gestützte – Sicherheit im Leben zu entwickeln, die stark genug ist, um stabile Umgebungsbedingungen im Außen zu formen.

Die Emotional- und Mentalwelten der öffentlichen Meinung erscheinen aktuell chaotisch, widersprüchlich und gespalten. Sie bieten praktisch keinen Halt mehr, weder emotional noch auf rationaler Basis. Gerade eine solche Zeit zwingt jene, die bereits eine Verbindung zu ihrer Seele aufgebaut haben, sich jetzt vermehrt der Energie ihrer Seele zu bedienen, um als Persönlichkeit gefestigt zu bleiben. Eine solche Zeit bietet daher wie kaum eine andere die Chance, die Anbindung an das eigene höhere Bewusstsein zu stärken, da auf diese Weise eine zunehmende innere Gelassenheit möglich wird, die weitgehend unabhängig von den äußeren Einflüssen, Meinungen und Spaltungen bleibt.

Welche Zeit wäre dafür besser geeignet als Phasen einer zunehmend schwindenden Stabilität alter Strukturen im Außen? Die Energien der eigenen Seele führen jetzt deutlich schneller als sonst dazu, auch im Außen Veränderungen zu bewirken, die zuvor durch die kristallisierten erstarrten alten Gedankenformen nicht möglich gewesen wären.

Eine solche Zeit wirkt damit auch als Katalysator für das Bilden von Gruppen, die innerlich gefestigt wie ein Leuchtfeuer für ihre Umgebung wirken und damit auf eine andere Art und Weise neue stabile Strukturen und einen sicheren Platz erschaffen. Diese neuen Strukturen sind besonders für jene Menschen hilfreich, in denen sich das Bewusstsein der Seele bereits mit jenem ihrer Persönlichkeit bewusst verbindet. Die erzielte Stabilität ist nicht das Ergebnis eines Schutzwalles um die Persönlichkeit herum, sondern ein Werk der Kooperation zwischen Seele und Persönlichkeit. Auf den Ebenen der Seele und darüber gibt es keine chaotischen Verhältnisse und je stärker die Persönlichkeit ihr Bewusstsein mit den Welten der Seele verbindet, desto mehr kann sich die innere Ruhe dieser Ebenen in die Persönlichkeit ausbreiten. Mit der Zeit wird man dann vielleicht auch mehr Widerstand gegenüber all den (lauten) Ablenkungen der Persönlichkeit empfinden, welche das Bewusstsein der Persönlichkeit vom bewussten Kontakt mit den Welten der Seele abhalten und das Halten dieses Kontaktes erschweren. Aber auch das hat seinen Wert, denn es trainiert unsere Stärke, den seelischen Kontakt und unser Vertrauen in die eigene Seele zu halten.

Von diesem Gesichtspunkt aus wird auch verständlich, weshalb die persönliche Bewusstseinsentwicklung immer von Krisen begleitet wird. Wann immer das innere Bewusstsein eine neue Stufe erklimmt, muss das bisher Gewohnte bewusst losgelassen und der Wille eingesetzt werden, um das neue Ufer zu erreichen. Das ist ein schwieriger, aber nicht unmöglicher Prozess. Genauso wie wir uns in dieser Weise inneren Krisen stellen, sie überwinden und zu neuen Ufern fortschreiten, steht die Menschheit als Ganzes zyklisch vor Bewusstseinserweiterungen und den damit zusammenhängenden chaotischen Zeiten wie wir sie auch aktuell erleben.

Auch wenn solche Zeiten unsicher und bedrohlich erscheinen, so bieten sie doch die Möglichkeit zu einer schnellen Bewusstseinsentwicklung und beschleunigten Evolution, die auf andere Weise kaum möglich wäre.

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Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, fachkundige und entsprechend ausgebildete Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Keinen Oscar für innere Arbeit

Keinen Oscar für innere Arbeit

Oftmals wird der innere Weg als Landkarte der Seelenführung beschrieben. Für mich ist der Innere Weg mit der einhergehenden inneren Arbeit ein Erfahrungsprozess für Menschen, welche sich selber finden möchten und bereit sind, alle die damit einhergehenden Prozesse zu durchlaufen. Es ist keine Philosophie, Gebotsliste oder Eso-Pop-Spiritualität. Der Innere Weg kann zur Selbstrealisierung und Verwirklichung unserer wahren Natur auf dem jeweiligen Weg führen. Die eigene wahre Natur zu erkennen bedeutet, die Seele endlich in „Inkarnation zu bringen“. Die wahre Natur zu verwirklichen bedeutet, einen Integrationsgrad zu erreichen, der die Verkörperung dieser tieferen Dimension unseres Seins ermöglicht.

Viele Menschen verspüren jetzt den Impuls, sich früher oder später mit ähnlichen Fragen auseinanderzusetzen:
Wohin will ich in meinem Leben?
Was will ich erreichen?
Ist das, was ich anstrebe, wirklich das, was ich will?
Lebe ich wirklich mein Leben?
Bin ich bereit, alles zu durchleben, was das Leben mir bringt und alles loszulassen, was es mir nimmt?
Und was will das Leben von mir, wohin will es mich führen?
Woran halte ich fest, obwohl schon lange kein Leben mehr darin ist; und was vermeide ich, obwohl meine Lebenskraft darin steckt?

Diese Fragen sind nicht philosophische Spielerei, sondern die Grundfragen, die wir durch unsere alltägliche Lebenspraxis so oder so beantworten: zu unserer Zufriedenheit oder zu unserem Leidwesen.

Und so beginnt der „Aufwachprozess“ und man findet sich auf dem spirituellen Marktplatz wieder mit seiner Vielzahl von Wegen, Prozessen, Perspektiven, Traditionen und Prinzipien. Schon allein die ungeheure Aufgabe, sich in der Komplexität der Arbeit mit der Psyche und dem Ego zurechtzufinden, verlangt eine fein abgestimmte Fähigkeit zu unterscheiden.

Nichts ist so hungrig wie das menschliche Herz.

Manchen Menschen scheint der Weg entgegenzukommen und sich in ihr Leben einzufügen. Sie gehen gerade ihrer gewöhnlichen Tätigkeit nach, wenn mittendrin irgendein Mensch, ein Buch oder eine Erfahrung auftaucht, ihre Welt erschüttert und so laut zu ihnen spricht, dass sie es nicht länger verleugnen können. Es kommt als eine große Offenbarung und fühlt sich dennoch so intim und vertraut an. So ist das bei spirituellen Wegen oft. Etwas scheinbar Neues erscheint in unserem Leben und dennoch wissen wir, dass es immer bei uns gewesen ist.

Ob wir nun suchen oder nicht, die Entdeckung des eigenen Weges ist oft die Zeit einer großen Feier für das menschliche Herz. Es kommt der persönliche und intime Übergangsritus „ich bin gefunden worden“. Oft bringt das erleuchtende Erfahrungen und Einsichten mit sich. Der Weg erscheint einfach und offensichtlich. Alles was wir tun müssen, ist lernen, verstehen, den Geist beruhigen, die Übungen regelmäßig machen und mit der Zeit werden sich dauerhaft Frieden und Selbsterkenntnis bei uns einstellen.

„Und Gott amüsiert sich darüber, dass du einst versucht hast, ein Heiliger zu sein“, schreibt der Persische Mystiker Hafez. Wenn wir Glück haben, dauert der anfängliche Eintritt in spirituelles Leben, die großen spirituellen Flitterwochen, ebenso lange wie die Phase der Flitterwochen bei einer großen Romanze: Monate, vielleicht sogar Jahre. Bei den meisten tritt jedoch die Phase der Ernüchterung ziemlich schnell ein und sie verlieren ihre ursprüngliche Motivation und Freude durch das ständige Vermischen der einzelnen Schulen, Methoden und Lehren. Alles wird zu einer langweiligen braunen Brühe zusammengerührt und das anfängliche Feuer geht langsam aber sicher aus. Der Innere Weg des Erwachens geht in die Phase der dazugehörenden Herausforderungen wie Selbsttäuschung, Zusammenbruch und heilsame Krisen und oft auch die Desillusionierung ihres Traumes von der Erleuchtung und den Lehrern, die sie als erleuchtet bezeichnen. 

Was ist passiert?

Wenn Menschen durch ihren Erwachensprozess gehen, beginnen sämtliche persönlich-menschliche emotionalen Wunden hochzukommen, sodass sowohl die Kindheit und alle traumatischen Ereignisse dieses Lebens, als auch unerledigte Themen aus vergangenen Leben, emotional zum Abschluss gebracht bzw. integriert werden müssen. Das verstehen die meisten noch. Was sie immer wieder auf dem Weg vergessen ist, dass dieser Prozess niemals mehr wirklich aufhört. Er bewegt sich nur wie eine Spirale in eine immer höhere (oder tiefere) Ebene.

„Wie lange dauert das denn noch und wann kommt denn endlich die gute Zeit für mich und die Welt?“ Oder „Jetzt muss mal Schluss damit sein, ich habe das ja schon alles tausendmal prozessiert und losgelassen!“ sind Sätze, welche ich sehr sehr oft höre. Auch von Menschen, die schon viel Erfahrung auf dem Inneren Weg und mit Innerer Arbeit haben. Der Schmerz, den viele fühlen, wenn die Leichtigkeit, der Überfluss und das Schöne, das uns von „da oben“ prophezeit und versprochen wurde, nicht eingetroffen ist, löst oft handfeste Krisen aus. Diese Fragen stehen immer wieder im Raum wie ein großer rosafarbener Elefant, egal ob im geheimen oder laut, egal wie lange man schon auf dem Weg ist, heilgeworden und in den höchsten Sphären der Spiritualität herumschwirrte. Viele fühlen sich bis ins Mark enttäuscht, verraten, an der Nase herumgeführt. Sie haben ja alles versucht und doch scheint es nicht besser zu werden. Sie unterstützen viele unzählige andere auf ihrem Weg, geben ihnen Impulse und sehen, wie wunderbar sie sich entwickeln, aber was ist mit einem selbst? Noch ein Channeling? Ganz weg von der doofen Esoterik? Zurück zur Kirche? Einen neuen Tantra Kurs, Lachyoga oder vielleicht sogar an einer Ayahuasca Zeremonie teilnehmen?

Menschen sind (meistens) sehr komplexe Wesen und alles, was in den feinstofflichen Körpern „eingelagert“ und geparkt ist, dauert oft ein ganzes Leben, um es zu finden, zu transformieren, zu heilen, zu integrieren, anzupassen und zu befreien. Deshalb ist halt nie wirklich „Schluss“. Deshalb sind wir auf dem Inneren Weg bis zu unserem letzten Atemzug damit beschäftigt, zu prozessieren, erkennen, integrieren, um so immer mehr Bewusstsein in ALLE Ebenen unseres Seins zu bringen. Auch wenn wir die vermeintlich selbe Straße tausendmal runter gehen. Und dieser Fakt wird immer wieder verdrängt, geleugnet, vergessen. Es „verkauft“ sich sehr schlecht, deshalb werden viele Spirituelle Heiler, Energetiker, Coaches, Schamanen und Lehrer diese Tatsache nicht verraten. Das ist das gut gehütete Geheimnis – The Real Secret.

„The Secret“, wie Autorin Rhonda Byrne es nennt – war wenigen Auserwählten der Menschheitsgeschichte gegenwärtig. Die Smaragdtafel des Hermes Trismegistos, die Keimzelle aller heute bestehenden esoterischen Systeme, hat es ausgedrückt mit den Worten: „Wie innen, so außen“. Große Geister wie Platon, Leonardo da Vinci und Einstein haben um das Geheimnis gewusst; moderne Autoren wie Neale Donald Walsch und Bärbel Mohr haben in jüngster Zeit eine Millionen-Leserschaft damit inspiriert. „The Secret“, das als Dokumentarfilm schon weltweit erfolgreich lief, beweist in einer überzeugenden Mischung aus Erklärungen der Autorin und Zitaten bekannter Weisheitslehrer die Wahrheit einiger grundlegender Erkenntnisse: Wir sind selbst Schöpfer unserer Realität. Die Dinge, die uns im Alltag begegnen, haben wir durch die eigene Gedankenenergie angezogen. Die Kraft, die wir „Gott“ nennen, war und ist nie wirklich von uns getrennt.“

Zitat aus der Amazon-Buchbeschreibung.

Klingt doch super, oder?

Die Verkaufszahlen alleine dieses Buches sind der lebendige Beweis dafür, wie leicht Menschen verwirrt werden können. Die Verwirrung besteht nicht darüber, dass das alles nicht wahr ist, sondern darin, dass es meistens LANGE dauert, diese Weisheiten hier im physischen Leben umzusetzen. Und nein, für alle deine Bemühungen bekommst du keinen Oscar, keine besondere Erwähnung, kein „Sehr Gut“ am Ende des Weges. Die New Cagers (Wortspiel aus New Age und Cage – Käfig) „bestellen“ sich einfach alles; klar doch. Man ist halt noch nicht soweit, wenn das bei einem noch nicht so funktioniert, nicht wahr?

Und, The Secret hat nichts mit einem spirituellen Weg zu tun, nur um das mal klar zu sagen. Positiv ausgedrückt würde ich es als eine Einladung zum Umdenken bezeichnen; dafür hat es einem guten Zweck gedient. Ansonsten kann man es getrost zur Seite legen. Auch Hatha Yoga, Reiki, Aufstellungen, Astrologie, Tarot und die unzähligen Methoden und Ansätze auf dem Marktplatz sind keine spirituellen (inneren) Wege, sondern Methoden das Bewusstsein zu trainieren und Körper und Geist vorzubereiten auf die schwierige und tiefere Arbeit, die auf dem Inneren Weg auf einen zukommt.

Es gibt keine Wunderantwort oder einen Wunderweg mit leichten und schnellen Lösungen für alle Probleme des Lebens und des spirituellen Weges!

Wir kommen aus diesem Schmerz-Enttäuschungs-Karussell erst heraus, wenn wir aufhören, Spiritualität mit Psychotherapie, Heilung und schnellem Eso-Konsum zu verwechseln. Wenn wir aufhören, allen diesen „Lehrern“ zu glauben, die versprechen, dass sie die schnelle, einfache, superwirksame Lösung für oft sehr komplexe Probleme haben. Man kann eben nicht alles einfach „auflösen“, ein paar Aufstellungen dazu machen und puff, es ist weg. Es gibt 2 Punkte, vier Schritte, fünf Sätze, Quanten dieses und jenes … viele verwechseln ein YouTube Video anschauen mit ernsthafter Therapie oder damit, einen Inneren Weg zu gehen. Sich stundenlang Gratis-Eso-Kongresse und Verschwörungslektüre reinzuziehen informiert vielleicht unser Gehirn und befriedigt den gierigen Teil in uns, der nie genug Gratiszeugs kriegen kann, aber gleichzeitig werden wir mit vielen Gedankenmustern berieselt, die ungefiltert in unser Feld einmarschieren und energetische Haken setzen, die man dann nicht mehr so leicht los wird. Und egal wieviel man liest, anschaut oder darüber nachdenkt oder diskutiert, letztendlich bringt es einen keinen Schritt weiter.

Wie alles im Leben muss auch der Innere Weg ernsthaft gegangen werden, man muss sich mit Leib und Seele dafür engagieren und es wirklich WOLLEN, auch wenn’s oft schwer fällt.

Schlussendlich muss eine Verpflichtung eingegangen werden zwischen dem begrenzten Selbst und dem grenzenlosen Selbst, zwischen einem selbst und Gott oder der Wahrheit, und dann erst beginnt die tiefere Arbeit des Weges.

Eine der verwirrendsten Herausforderungen für spirituell Suchende ist, dass nach all den Jahren immer noch Spiritualität und Psychologie miteinander verwechselt werden. Es sind ZWEI verschiedene paar Schuhe! Auf dem Inneren Weg braucht es beides: Spiritualität und oftmals Therapie, um sich gesund und halbwegs sicher entfalten zu können. Der italienische Psychiater und Begründer der Psychosynthese, Roberto Assagioli, weist darauf hin, dass eine vollständige Psychotherapie nicht nur psychische Störung behandelt, sondern darüber hinaus spirituelles Erwachen fördert, damit man dann intelligent mit den Schwierigkeiten und neuen Herausforderungsstufen, die ein Erwachen mit sich bringt, umgehen lernt. Wenn wir neue Schichten unseres Bewusstseins zu Tage fördern, entdecken wir unvermeidlich auch das, was in uns auf persönlicher, familiärer, kultureller und historische Ebene nicht vollkommen und nicht geheilt ist. Das ist kein Problem, das man fürchten und nichts Falsches, das man berichtigen müsste, sondern ein notwendiger und gesunder Aspekt spiritueller Entfaltung, dem man mit zunehmend scharfer und wirksamer Unterscheidungsfähigkeit begegnen muss.

Es geht nicht um Erleuchtung, Glück oder „aus der Fülle leben“.

Was oft passiert ist, dass Innere Personen, die ihrer Essenz nach spirituell sind, häufig kompensatorische spirituelle Wege entwickeln: Manche flüchten sich zu Engeln, Elfen und Schöpfer, weil Kontakt mit den Menschen unvergleichlich schwerer und schmerzhafter erscheint. Andere wiederum tauchen in vergangene Leben ab. Jene sind wenigstens schon überstanden und rückblickend erscheinen sie viel cooler, spannender, erfüllter oder spektakulärer als das, was Jetzt Hier Ist. Ein wieder anderer verschwindet gern im nondualen Nichts und erklärt dies zum ultimativen einzigen Endzustand, um irdisch-menschliche Zustände nicht ertragen zu müssen oder zumindest genug Abstand dazu zu erhalten. Dann gibt es die große Gruppe der „Erwachten“ die zu 100% wissen, dass man heutzutage sowieso nichts mehr prozessieren muss, außerdem ist alles Karma erlassen worden und der Erzengel Michael/Gott/Mutter Maria hat sie schon längst von allem erlöst … Jemand anderes möchte endlich wieder mit Schöpfer eins sein und überdeckt damit regressive früh-kindliche SymbioseWünsche, die auf ungeheilten Kindheitstraumata beruhen.

Eine der größten Tragödien (für die Seele) nimmt ihren Lauf, wenn Menschen mit einer Leidenschaft für die Wahrheit, für Gott, sich vom spirituellen Weg abwenden, weil sie nicht über die Enttäuschung hinwegkommen, die sie mit einem spirituellen Lehrer erlebt haben oder über ihre eigene Naivität für ihre Mitwirkung an einer nicht gerade optimalen Situation. Ihre Seele verliert die Gelegenheit zu nachhaltigem Wachstum in dieser Lebenszeit hauptsächlich aufgrund psychologischer Umstände, die sie hätten überwinden können. Wir wollen uns noch einmal daran erinnern, dass keiner von uns dagegen gefeit ist, in die Falle von spiritueller Verwirrung und spirituellem Trugschluss zu gelangen. 

Es existieren unglaublich viele Missverständnisse und Unwissenheit darüber, was ein spiritueller Meister/Lehrer überhaupt ist (existiert in unserer Kultur praktisch nicht), darüber, wie die Natur des Inneren Weges beschaffen ist und darüber, was unter „wahrem Menschsein“, „Heilung“ „Bewusstsein“ und „Wachstum“ eigentlich zu verstehen ist. Große Unwissenheit zeigt sich im Geist westlicher Suchender häufig auch, wenn es um die Bedeutung verbindlicher Schülerschaft auf dem Inneren Weg geht. Dazu kommt noch das Problem, dass in unserer deutschsprachigen Gesellschaft jeder spirituelle Lehrer oder Guru unter dem Generalverdacht der Manipulation von Menschen steht. Menschen wünschen sich einerseits Autoritäten, nach denen sie sich orientieren können, andererseits ist die Beziehung zu natürlichen Autoritäten spätestens seit dem 2. Weltkrieg massiv gestört. So sind auch spirituelle Gemeinschaften um einen Lehrer folgerichtig einem pauschalen Sektenverdacht ausgesetzt und werden immer wieder öffentlich diskreditiert. Wie aber kann man einen wahren von einem falschen Lehrer unterscheiden? Wo ist der Übergang zwischen blinder Gefolgschaft und sehender Hingabe?

Die Amerikanerin Mariana Caplan untersucht in ihrem Buch „Brauchst du einen Guru?“ ausführlich den Weg zu einer bewussten Schülerschaft. Er ist der rote Faden in dieser umfassenden Studie des großen Labyrinths der Schüler/Lehrer-Beziehung in der westlichen Kultur. Ihr Beitrag „speist sich aus mehr als zwanzig Jahren Kontakt und persönlichem Engagement mit so ziemlich jeder Art Guru, Schmuru, Tulku, Sensei, Sheikh, Schamane, Rabbi, Therapeut, Weisem, Mentor, Nicht-Lehrer, Heiler und Göttlicher Mutter, die man sich vorstellen kann.“

DU bist der liebe Gott, der jetzt gefragt ist.

Man wird nicht erleuchtet, indem man sich Lichtgestalten vorstellt, sondern indem man die Dunkelheit bewusst macht, sagte Carl Gustav Jung. Auch ich musste mein Ziel der Erleuchtung (im klassischen Sinne, nicht Erleuchtung der Pop-Spiri-Szene) zu Grabe tragen, denn sie repräsentiert das Gedankengut (alter) spirituell/mentaler Wege. Wenn jemand so einen Weg beschreitet, dann passt das so für die Person, zumindest für eine Zeit. Die meisten Suchenden auf dem Weg haben oft eine grandiose Vorstellung von ihrem spirituellen Potential. Die geheime Fantasie, sie hätten einen besonderen Zugang zur Erleuchtung, ist oft eine der größten Fallen auf dem Weg. Das ist besonders während der frühen Jahre unseres spirituellen Lebens nicht unüblich, wo wir die Tendenz haben, uns von dramatischen Einsichten und überwältigenden Erfahrungen gefangen nehmen zu lassen. Aber, ein unablässiges inneres Bedürfnis hämmert an die Türen unseres Bewusstseins und verlangt von uns, in die Tiefe zu gehen, und dann gehts wieder weiter. Alle großen Meister, die gewagt haben, ihr Bewusstsein bis zu ihren äußersten Möglichkeiten auszudehnen, sagen, dass man den ganzen Weg auf Messers Schneide geht und dass er eine Straße ohne Wiederkehr ist. Sie sagen, dass der Preis für die Wahrheit höher ist, als wir uns zu Beginn des Weges je hätten vorstellen können und weit über das hinausgeht, was die meisten von uns zu zahlen bereit gewesen wären. Ich kann das aus meiner eigenen Erfahrung zu hundert Prozent bestätigen.

Der spirituelle Weg eines jeden Menschen bringt seine ganz eigenen besonderen Bedürfnisse mit sich und es dauert (für die meisten) einige Jahre, bis sie sich zurechtgefunden und herausgefunden haben, welcher Weg ihnen am meisten entgegenkommt. Zen ist nicht für jedermann, Tibetischer Buddhismus oder Sufismus auch nicht, sich gänzlich von der Welt zurückziehen und/oder im Ashram verschwinden auch nicht.

Unsere Aufgabe als westliche Spirituelle Lehrer ist es, Spiritualität in das Alltagsleben eines „modernen“ Menschen zu bringen. Spiritualität „alltagstauglich“ zu machen, fern von jedem Getue und Geheimnis. Spiritualität von Religion und Psychotherapie zu trennen und authentische Wege für die ernsthaft Suchenden in der westlichen Welt anzubieten. Es gibt z. Zt.  kaum Innere Schulen / Mysterienschulen im Westen, also wenden sich die meisten Suchenden an östliche Lehrer, Lehren und Schulen, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Ein Reikilehrer, Energetiker, Auraleser usw. ist kein spiritueller Meister bzw. Lehrer, sorry.

Esoterik als „Geheimlehre“ ist nicht mehr notwendig, nicht in dieser Zeit. Es braucht etwas Mut, ja, aber niemand stirbt heute am Scheiterhaufen. Das „Märtyrertum“ durch Soziale Medien ist allerdings die Neuauflage davon, keine Frage. Wie oben bereits erwähnt, wir Spirituellen Lehrer stehen prinzipiell unter Generalverdacht und alle, die mit uns arbeiten möchten, müssen sich auch über diese Hürde hinwegsetzen können. Fragen wie „Was machst du da genau“? „Was tut ihr denn da“? Bist du jetzt in einer Sekte“? sind nicht immer leicht zu beantworten für diejenigen mit Familie und Partnern, die kein Verständnis für diesen „Blödsinn“ haben. Alles Fremde ist bedrohlich und die Lektionen der letzten 2000 Jahre Kirche haben sich tief in das Unterbewusste der westlichen Menschen eingeprägt. Die offizielle Religion des Landes, des Volkes, der Nation ist erlaubt, alles andere ist nicht gerne gesehen oder richtiggehend verpönt. Es ändert sich, aber eher langsam (in manchen Ländern). Die diversen Verschwörungstheorien der letzen 25 Jahre haben ihres dazu beigetragen, dass Menschen auf dem Inneren Weg noch mehr verwirrt werden und sich am Ende ängstlich zurückziehen oder den Schmarrn ungefiltert inhalieren und schön in den Sozialen Medien weiterverteilen.

Im alten Ägypten mussten die Schüler der Mysterienschulen sich diversen Tests und Herausforderungen und den „Dämonen auf dem Weg“ stellen. Es gab sogar physische Krokodile im Wasser, wie man im Tempel von Kom Ombo in der Nähe von Assuan (Ägypten) sehen kann, die den Jünger entweder durchließen, oder eben auch nicht. Der Jünger endete dann als Krokodil-Snack. Daran hat sich bis zum heutigen Tag nicht viel geändert; das Krokodil heißt jetzt nur anders, ist aber genauso tödlich für Mensch und Seele. Uns darüber den Kopf zu zerbrechen, ob die Erde eine Scheibe ist oder rund, die Queen ein Reptilianer oder Außerirdische uns entführen könnten, sind die neuen Krokodile des Tages. Über Maskenpflicht oder für „keine Impfpflicht“ zu demonstrieren ist einfach bescheuert, eine riesige Energieverschwendung und eine Ablenkung par excellence.

Wenn jemand seine persönlichen Energien dafür einsetzen möchte und es einem hilft daran zu glauben, dass der Staat nur daran interessiert ist uns zu belügen, zu betrügen und unser größter Feind ist, dann bitte schön. Es ist deine Energie, dein Leben, deine Wahrheit, absolut, sie steht dir zu. Aber dann kann man sich nicht als spirituell oder bewusst bezeichnen, denn das ist man mit diesem Gedankengut ganz sicher nicht. Auf dem Weg wird allerdings ALLES sichtbar, auch alle geheimen Ängste, Irrungen und Verwirrungen, vor allem die der diversen mentalen Schichten. Corona ist eine wunderbare Gelegenheit, für sich selber herauszufinden, wo man denn wirklich steht (mit seinem Bewusstsein). Da lauern die Krokodile auf den „Jünger auf dem Weg“ und sie warten (oftmals) mit viel Geduld auf ihn. Meistens gibt es eine reiche Ernte … und man darf wieder viel Zeit, Energie und die richtige Gelegenheit einsetzen, um aus diesem Schlamassel herauszukommen. Oftmals geht das erst wieder in einem neuen Leben …. aber man hat ja unendlich viele davon, nicht wahr …  🙂

Nicht alle auf dem Weg bewegen sich natürlich in den sehr verschmutzen und giftigen Astralebenen der Verschwörungstheoretiker, aber die Energie ist inzwischen schon so groß und heftig, dass sie uns alle immer wieder erreicht. Vor allem in der westlichen Medienlandschaft. Das Drama mit all den Verschwörungstheorien ist, dass sie meisten auch ein paar Körner Wahrheit enthalten, gemischt mit reiner Lüge und/oder Verzerrungen, und das macht sie so giftig, so zerstörerisch, so „Krokodilisch“. Bis man das alles wieder entwirrt hat, ist man so erschöpft und gestresst, dass es sich einfach nicht lohnt, sich damit zu befassen.

Ja, einen Weg des Erwachens, der inneren Schulung – einen spirituellen Weg zu gehen, bedeutet viel Anstrengung, viel Desillusionierung, viel Verantwortung und endlose Selbst-Arbeit. Ich kann nicht nur auf meinem Meditationskissen sitzen und Om chanten und den lieben Gott mal machen lassen, wir sind ja eh alle Eins … Von einem Bewusstseinszustand, wo wir alle EINS sind, sind wir noch mindesten 100 Millionen Jahre Entwicklung entfernt, also in dem Leben wird nix mehr draus, sorry.

Erwachen bedeutet in ALLEN LEBENSSITUATIONEN wach werden: Beziehung, Familie, Spiritualität, Politik, Arbeit, Ökologie & Umwelt, Kinder usw. Was sind MEINE Werte, was kann ich dazu beitragen … usw. Wir werden die Politik nicht verändern, wenn wir nicht wählen gehen, ganz einfach. Auf Merkel und Co. zu schimpfen ist einfach nur billig, sonst gar nichts. Und so geht es jedem von uns. Wir sind im Moment gezwungen, Seite zu beziehen, neutral zu sein gilt nicht. Jeder muss jetzt Farbe bekennen und es ist schon interessant, was sich da alles so zu zeigen beginnt. Rechtsradikales Gedankengut überschwemmt die spirituelle Szene geradezu und die meisten sind anscheinend nicht fähig, sich erst mal richtig zu informieren, bevor sie mit diesen Gruppen Seite an Seite in Demos stehen.

Unser lineares Denken ist an eine Grenze gestoßen, und wir stehen vor einem scheinbar unlösbaren Widerspruch. Genau an diesem Punkt haben wir die große Chance, unsere denkende, trennende Ordnung aufzugeben und den Inneren Weg zu betreten. Genau an diesem Punkt beginnt, streng genommen, erst der innere Weg des Menschen, der spirituell genannt werden kann. Es ist ein Weg, der für das alte Denken widersprüchlich, unvereinbar, unlösbar und unbegehbar ist. Die einzig mögliche Antwort, die wir auf dem Inneren Weg noch geben können, ist eine Antwort mit unserem ganzen Wesen, nicht mehr nur mit unserem Verstand.

Die CoReOn Schule für Innere Arbeit ist ein Angebot, ein Innerer Weg, der einladet, mit dem Lehrer, der Lehre und den Weggefährten zu gehen. Damit das Leben wieder lebenswert und lichtvoller wird und der Innere Weg wieder zur Herzensangelegenheit wird.

Wir sind aufgerufen, “jetzt die Frage zu lebenschreibt der Dichter Rainer Maria Rilke, damit wir “vielleicht dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein leben.“

 

 

Om Mani Padme Hum ?

 

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Egotod – wenn er denn endlich sterben würde

Egotod – wenn er denn endlich sterben würde

Es gibt nicht mehr viel, was mich so leicht aus meiner inneren Ruhe bringen kann, aber Angebote wie das folgende können das noch. In meiner eigenen Praxis erlebe ich ja ständig, dass viele Menschen auf dem Weg glauben, sie müssten diesen Ideen folgen  – manchmal mit fatalen Folgen. Einfach, weil sie es nicht besser wissen und oft in der Hoffnung, etwas/jemand wird jetzt schnell und effektiv alle ihre Probleme beseitigen. Und Egotod klingt irgendwie schräg genug … für die Abenteurer, und die Ewigsuchenden vertrauen sich gerne jedem an, der die richtige Locksprache verwendet.

„Ich arbeite mit Einzelpersonen, die auf ihrem Weg zur Ichlosigkeit, zum Erwachen begleitet werden möchten. Der Prozess des Erwachens ist mitunter sehr verwirrend und schmerzhaft – er bedeutet den Tod des Egos. Ich biete Unterstützung dabei, dass Du Dich unterwegs nicht verläufst und möglichst bald Dein Ziel erreichst. Der Prozess des Erwachens ist mitunter sehr verwirrend und schmerzhaft und führt sehr oft zu starken Widerständen und krisenhaften Zuständen, die von der Außenwelt und mitunter auch vom Individuum selbst als psychische Störung oder Lebenskrise interpretiert werden. “ Zitat Ende;

Eine Psychologin, Yoga & Tanztherapeutin mit buddhistischem Hintergrund

Ich bin mir auch sehr bewusst darüber, dass meine Irritation mit dem leidigen Thema keineswegs daran viel verändern wird. Aber wenn es nur ein paar Personen hilft, durch diesen Artikel etwas mehr Klarheit darüber zu bekommen, dann hat es sich schon gelohnt. Ständiges Schweigen hilft halt auch nicht immer.

Der Tod des Egos, Weg zur Ichlosigkeit

Es ist wirklich zum Haareraufen, dass dieser Schwachsinn immer wieder propagiert wird. Ja klar dass manche psychische Störungen bekommen, wenn man ihre Persönlichkeit zerstören will!!!!!
Ich verstehe nicht, was so schwer daran ist zu verstehen, dass das erstens gar nicht geht und zweitens völliger Unsinn ist. Warum also immer noch diese alte Leier herunterbeten? Die Egopersönlichkeit kann nicht zerstört werden, sie kann nur kennengelernt, integriert und mitgenommen werden auf dem Weg der persönlichen Entwicklung – dem Pfad der Bewusstseinsarbeit.

Warum um Himmels willen soll jemand Ichlos werden wollen? Auf dieser Erde und in dieser Zeit? Wie sollte denn dann das normale Leben gemeistert werden? Nur weil das mal vor langer Zeit gesagt wurde?

Keine „Anbieter der Ichlosigkeit“ haben das selber geschafft, aber sie bleiben an der Idee verkrampft hängen, weil sie anscheinend nicht wissen, wie sie da wieder herauskommen. Tja, manchmal muss man halt einen Irrtum auch zugeben, damit hat sich das erledigt und man geht weiter. Kein großes Drama. Wenn die Egolos-Proponenten das allerdings selber bis jetzt noch nicht herausgefunden haben, ist sowieso Hopfen und Malz verloren.

Persönlichkeit, sprich Ego und die Seele

Die Struktur für unser geistiges Selbst hat oft unterschiedliche Namen und es gibt verwirrend viele Modelle. Wörter werden oft unterschiedlich angewendet bzw. ausgelegt – und deshalb ist es so leicht, Menschen zu verwirren und zu täuschen, da sich kaum jemand die Zeit nimmt herauszufinden, was denn mit den einzelnen Worten und Konzepten wirklich gemeint ist.

Ich verwende das Modell: Mensch (Persönlichkeit), Seele, Höheres Selbst und darüber die Monade.

Im Laufe der Inkarnationen gibt es das Leben und den Moment, wo die Persönlichkeit genügend gereift ist, dass sie beginnt, sich mit der Seele zu verbinden. Letztendlich führt das zu einer harmonischen Verschmelzung mit der Seele – wenn alles gut geht – und dieser Prozess kann unter Umständen sogar einige Leben dauern.

Diesen Verschmelzungsprozess hat man irrtümlicherweise als Egotod bezeichnet. Aber das Ego stirbt nicht, es transformiert sich nur, sprich wird BEWUSSTer und schnell geht da sowieso mal gar nichts. Die Psyche schafft das einfach nicht im normalen Leben und wer lebt schon ein ganzes Leben im Ashram/Kloster? Und auch in diesen Gemeinschaften wird selten eine „echte“ Seelenverschmelzung erreicht, denn der emotionale Köper mit seinen Thematiken wird dort oftmals nur unterdrückt oder ausgehungert und alle Regungen und Bedürfnisse des physischen Körpers im Astralkörper „eingesperrt“. Man verbringt viel Zeit im Mentalkörper und im Nicht-Sein und von dort kommen diese Ideen der „Egolosigkeit“. Yes, nice try.

Ist ja nicht, dass ich das nicht auch schon so versucht habe – aber sorry Leute, musste wieder „runter vom Dach“ und ordentliche Zwischenetagen bauen. D. h. alle feinstofflichen Körper müssen mitgenommen werden auf dieser Reise ins höhere Bewusstsein (früher auch Erleuchtung genannt). Alle Ereignisse (Dramen, Traumen, Schmerzen) dieses Lebens und auch anderer Leben sind im EMOTIONAL- ASTRALKÖRPER gespeichert. Der Mentalkörper hat dafür keine gesunde, nachhaltige Lösungen, denn er ist auf einer ganz anderen Frequenzebene. Er hat nur Bypassing (also eine Umgehung) im Repertoire.

Und, Mentalkörper Erleuchtung ist eben nur die halbe Miete. Ohne einem geheilten, geklärten und updated Emotional- Astral Körper gibt es keinen vollständigen Zugang zum Buddhi Körper, sprich zum Höheren Selbst. Die Schwingungsfrequenz wäre zu niedrig. Das Ziel jedes ernsthaften „Jüngers auf dem Pfad“ ist es allerdings, die Buddhi-Ebene zu erreichen – aber heutzutage müssen wir das ohne Bypassing und schnell künstlich das Ego töten, schaffen.

Ich denke ihr wisst alle, wie schwer es letztendlich ist, nur kleine Dinge in sich permanent zu verändern; es geht selten von heute auf morgen. Die gesamte Struktur des Emotionalkörpers inklusive der Inneren Personen, die ja die Persönlichkeit (Ego) ausmachen, schnell zu verändern bzw. gänzlich aufzulösen ist doch totaler Schwachsinn. Eine kohärente Verbindung aller Inneren Anteile mit einem Bewussten Ich (Seele) dauert schon eine gefühlte Ewigkeit, wenn man weiß was man tut. Es ist unglaublich viel innere Arbeit damit verbunden; bei vielen Menschen ist auch Therapie notwendig, um die Wunden und Traumen der einzelnen Teile in sich heilen zu können!

Also, „möglichst bald dein Ziel zu erreichen …“ das kann nur jemand ohne eigene gültige Seelenanbindung „anbieten“, ansonsten weiß man, wie unverantwortlich und letztendlich unethisch das ist.

“Euer Ego ist als Sensor für euer äußeres Leben gedacht. Ihr könnt es weder loswerden noch sublimieren. Falls ihr das versucht, wird das alte Gesetz des Universums “Wenn man sich etwas widersetzt, bleibt es bestehen” das Ego in eine immer noch stärkere Position bringen.

Euer Ego ist ein überaus wertvoller Aspekt von euch. Es muss nur ins Gleichgewicht gebracht werden.”

Zitat aus: “P`TAAH Das Geschenk” von Jani King

Was passiert also zwischen der Seele und der Persönlichkeit?

Während intensiver Persönlichkeitsarbeit (dem Erwachen) bekommt die Seele von uns ein Signal, dass wir „aufwachen“ und erst dann fängt sie an, sich für den physischen Menschen (sich selbst in Inkarnation) zu interessieren. Für die normale Seele und dem Menschen beginnt erst jetzt die Phase der Annäherung und eventuellen Seelenverbindung, was letztendlich zu einem seelendurchfluteten Menschen führt und einen großen Einweihungsschritt darstellt. Die einzige Ausnahme ist eine sehr fortgeschrittene Seele. Die ist oftmals gleich von Geburt an sehr präsent und sorgt dafür, dass die Persönlichkeit nicht zu weit vom Weg abkommt (was natürlich auch passieren kann), denn sie hat kein Interesse daran neues Karma zu kreieren.

Also, eine bewusste Seelenverbindung mit der Persönlichkeit herzustellen ist knallharte Arbeit, wie alle Teilnehmer meiner CoReOn Gruppen bezeugen können, und führt keineswegs zu einem Egotod oder Ichlosigkeit, sondern zu mehr und mehr Führung der Seele über die Persönlichkeit!

Nachdem die Phase der Seelenverschmelzung mit der Persönlichkeit abgeschlossen ist, fängt die Seele den Prozess an, sich mit dem Höheren Selbst zu verbinden. Das ist die Phase, wo der Kausalkörper anfängt sich (LANGSAM) aufzulösen und alles was dort gespeichert ist, geht ins höhere Bewusstsein über. So beginnt sich die SEELE langsam „aufzulösen“ indem sie wieder ins Höhere Selbst (HS) „absorbiert / zurückgebracht“ wird.

Das könnte man als „Egotod“ bezeichnen, vor allem, wenn man bedenkt, dass in manchen (alten) Lehren das Wort Ego für die Seele steht. Das wird auch als die Phase des „Horrors des Nicht-Seins“ beschrieben und ich denke, diesen Zustand haben die buddhistischen Meister gemeint als sie vom Egotod sprachen, sie hatten halt nur keine besseren (und modernere) Erklärungsmodelle dafür.

Viel später dann beginnt das HS sich wiederum mit ihrer Monade zu verschmelzen. D.h. die Monade kann auf der Ebene des HS beliebig Veränderungen durchführen und Inhalte auslesen und sobald das menschliche Bewusstsein alle Ebenen des HS durchschritten hat und die monadische Ebene erreicht und sich damit verbindet, zieht die Monade das HS in sich zurück. Sie könnte das HS aber jederzeit auch wieder aus ihrem Memory-Komplex („Gedächtnis“) manifestieren . . . ja, sie könnte nach dem Erfahren der Ebene der Persönlichkeit sogar alle Ebenen bis hinunter in die physisch-ätherische neu manifestieren, da sie am Entwicklungsweg die Kontrolle über alle Ebenen bis ganz nach unten erlernt hat. Der Kausalkörper ist da die wesentliche Zwischenstruktur, die nur bis zum Erreichen des Höheren Selbst von der Persönlichkeit aus (das der Manifestation der Monade entspricht) nötig ist und danach wie Stützräder vom Fahrrad abmontiert wird.

Bei diesen Verschmelzungsprozessen geht allerdings nichts verloren, es fühlt sich aber immer wieder so an, deshalb wird von Tod oder Auflösung gesprochen. In diesen Prozessen wird das gesamte Wissen, das die Seele bzw. das HS über lange Zeit angesammelt hat, in die nächsthöhere Ebene „transferiert“ und so wird das ganze Wissen, das ganze Erlebte, dem ganzen Wesen auf der neuen Ebene zur Verfügung gestellt. Und das ist das „Opfer“ das immer wieder geleistet wird; man „stirbt“ durch die einzelnen Phasen und findet sich neu auf der nächsten Ebenen wieder; das ist es, von dem immer wieder berichtet wird.

Aber, die meisten Menschen gegenwärtig auf Erden sind so weit vom Stadium eines Egotods entfernt wie Erde zum Jupiter. Meines Wissens nach gibt es ungefähr 1000 Menschen derzeit auf Erden, die sich bewusst in den Buddhi-Körper (Höhere Selbst Ebene) bewegen – und das ist schon eine Guru+ Ebene.

Eine kurze Zusammenfassung der verschiedene Stufen des Erwachens oder auch Einweihung genannt

Das Wort „Einweihung“ ist ja sehr unpopulär geworden, aber ich habe noch keinen besseren Ersatz dafür gefunden, ohne alles bis ins Unkenntliche zu verzerren. Inzwischen bin ich der Meinung, dass Menschen auf dem Weg bestimmte „Worte“ zugemutet werden können (wie Esoterik und Einweihung) und dass sie in der Lage sind, klar zu unterscheiden wann wer von was spricht.

Ich verwende Einweihung in der gleichen Weise wie die Geistige Hierarchie, um bestimmte größere Meilensteine in der Bewusstseinsentwicklung eines Menschen verständlich zu erklären.

Erste Einweihung – das sogenannte Erwachen

Zur Zeit bewegen sich Millionen von Menschen in Richtung 1te Einweihung. In dieser wichtigen Phase geht es um die erstmalige BEWUSSTE Verbindung des physischen Körpers mit der Seele. Das bedeutet, dass die Seele sich jetzt immer aktiver darum bemüht, den Annäherungsprozess der Persönlichkeit zu unterstützen. In der westlichen Welt, wo immer mehr Menschen ein gesünderes, sportlicheres Leben anstreben und damit beginnen, ihren Körper bewusst zu führen (statt allen körperlichen Vorlieben unbewusst nachzugeben und somit der Körper die Führung wieder übernimmt), zeigt sich das ganz deutlich.

Man „wacht auf“, kümmert sich mehr um die Umwelt, überlegt genauer was dem Körper zugeführt wird, man wird wesentlich sensibler auf Umwelteinflüsse usw. Der Mensch schaut auf seinen Körper und lernt ihn zu feiern, zu genießen und als göttlich zu betrachten. Das wachsende Bewusstsein darüber, dass der Körper der physische Tempel ist, der die Seele beherbergt, hilft dabei, das Leben (wieder) etwas mehr als sinnliche Freude zu erfahren. Der Mensch wird zum ersten mal wirklich BEWUSST darüber, dass er mehr als nur ein Körper ist und (eventuell) eine Seele hat. Er beginnt sich „mit oben“ zu verbinden bzw. versucht herauszufinden, wie das am besten bewerkstelligt werden kann. Schließlich gipfelt diese Bemühung in der ersten Einweihung.

Diese Einweihung nimmt die eigene Seele an der Persönlichkeit vor und hat nichts mit einer physischen Zeremonie zu tun – die Zeremonie findet auf der Ebene des Kausalkörpers der Seele statt und kann im Gehirnbewusstsein der Persönlichkeit registriert werden. Die Seele ist ab diesem Zeitpunkt zum ersten Mal bewusst mit der Persönlichkeit verbunden. Dieses Ereignis hat permanenten Charakter und die Verbindung bleibt für alle folgenden Inkarnationen bestehen.

Der große Schritt zur 1ten Einweihung geschieht gerade als Gruppe, denn ein bestimmtes Gruppen- oder Gemeinschaftsbewusstsein muss dafür bereits existieren um als Gruppe das zu schaffen – was es jetzt tut.

Zweite Einweihung bzw. die nächste Stufe des Erwachens

Die 2te Einweihung betrifft jetzt in einem verhältnismässig großen Ausmaß die gesamte Menschheit. Diese Einweihung betrifft jenen Aspekt der Persönlichkeit, der einem jeden die grössten Schwierigkeiten bereitet: den Emotional- und Astralkörper. Heute wird die Mehrheit der Menschen von Gefühlen und einer empfindsamen Erwiderung auf Umstände getrieben. Hier geht es um die Astralebene mit ihrer Unbeständigkeit, ihren Stürmen, ihrer Ruhe, ihren überwältigenden emotionellen Reaktionen. Sie reagiert auf jede Anregung, jeden Wunsch und alle Begierden.

Wenn man sich der 2ten Einweihung nähert bzw. tief darin steckt, spürt man das recht schnell, denn viele alte (oft schon als erledigt abgehakt) Probleme emotionaler Natur tauchen erneut auf. Man beginnt, sich mit Emotionen, Beziehungen usw. auf einer wesentlich tieferen Ebene zu beschäftigen. Jetzt geht es um die emotionale Seelenanbindung und die Vertiefung des Erwachens. Das bedeutet, dass die Seele sich über das Herzchakra in den Solar Plexus bewegt und versucht, sich mit der kompletten Gefühlsnatur der Persönlichkeit zu vereinen. Das ist die Ebene des Emotionalkörpers mit allen Inneren Anteilen und der Astralebene. Das ist sicher die schwierigste aller Phasen auf dem Weg und wurde in der Vergangenheit auch von vielen „Jüngern auf dem Pfad“ versucht zu umgehen. Die gesamte christliche wie auch östliche Spiritualität hat das bis zum Exzess praktiziert.

Wie wichtig diese Phase für viele Millionen Menschen (und die gesamte Menschheit) ist, zeigt sich klar durch die absolute Explosion an Literatur, Workshops, Seminaren usw. die sich jetzt mit emotionalen Themen beschäftigen. „Aus dem Kopf in den Köper oder in die Emotionen“ ist das grundlegende Thema. Man beginnt sich sehr intensiv mit dem Inhalt des Solar Plexus auseinanderzusetzen. Gleichzeitig muss das Herzchakra weiter geöffnet und geheilt und mit der zunehmenden Seelenenergie vertraut gemacht werden. Viele Seelen, die bereits höhere Einweihungsstufen aus anderen Leben hinter sich haben, sind jetzt wieder inkarniert, um genau dieses fehlende Stück Bewusstsein „nachzuholen“, da es erst jetzt wirklich möglich geworden ist. In früheren Zeiten und Leben gab es dafür kaum Gruppenbewusstsein und auch keine geeigneten Lehrer. Einige meiner Klienten kommen aus dieser Gruppe.

Moderne buddhistische Lehrer fangen an zu erkennen, dass ein rein mentaler Weg und alte östliche Lehren nicht mehr ausreichend sind für westliche Schüler und Aspiranten und beginnen, sich den Herausforderungen und Bedürfnissen eines Menschen, der sich auf die 2. Einweihung vorbereitet, oder sich schon mitten darin befindet, mehr gerecht zu werden. Psychologen mit buddhistischem Hintergrund wie John Welwood und Robert Augustus Masters sind z. Zt. bahnbrechend, indem sie neue Wege aufzeigen wie Buddhismus, Emotionalität, Spiritualität und normales Leben auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden können, und so zu lebbarer Spiritualität werden. Jeff Brown’s neues Buch Grounded Spirituality ist eine exzellentes Beispiel dafür, wie sich dieses neue Bewusstsein gerade aus seinem Kokon schält.

Ab der 2ten Einweihung kann die Seele bewusst die Persönlichkeit nutzen und damit arbeiten und man ist „fix“ auf dem (spirituellen) Pfad/Weg angekommen.

Dritte Einweihung – Vertiefung des Erwachens

Ab der 3ten Einweihung wird der Kausalkörper, der jetzt Teil der inkarnierten Persönlichkeit geworden ist und sich jetzt „nach oben“ richtet, dauerhaft mit dem Höheren Selbst und der Monade verbunden. Ab diesem Zeitpunkt fließen 75% Buddhi-Substanz (Höhere Selbst Substanz) durch den Ätherkörper. Der Kausalkörper verliert ab diesem Zeitpunkt an Einfluss, da jetzt eine direktere Verbindung zwischen Persönlichkeit und Höherem Selbst besteht.

Die 3te Einweihung kann noch im selben Leben (wie die 2te) oder im darauffolgenden stattfinden. Dabei handelt es sich meist um eine mühsame Zeit, in der die Persönlichkeit sich zunehmend mental von den Stufen der Persönlichkeit ausgehend, in die noch höheren Ebenen zwischen dem Kausalkörper und dem Höheren Selbst ausdehnt. Es geht jetzt darum, konkrete mentale Spannungen durch widersprüchliche Gedankenmodelle auszugleichen, zu integrieren und zu bereinigen. Das passiert, indem das höhere Denken zunehmend durch das Höhere Selbst über die Intuition „erleuchtet“ wird und die Persönlichkeit immer mehr zu einem passiven Empfänger der Gedanken der Seele wird. Sie ist jetzt aber auch Empfänger der seelischen Empfindungen über den Emotionalkörper und damit bereit, gefahrlos die Energien des Höheren Selbst zu empfangen. Die Seele, die sich jetzt mit der Persönlichkeit vereint hat, beginnt sich in diesem Prozess gemeinsam mit der integrierten Persönlichkeit dem Höheren Selbst zuzuwenden. Sobald ein bestimmter Punkt relativ stabil erreicht wird, kommt es zur dritten Einweihung. Das bedeutet, dass die seelenintegrierte Persönlichkeit durch das Feuer der Monade fest mit dem Höheren Selbst verbunden wird.

Der Mensch ist jetzt zum ersten Mal mit dem Höheren Selbst BEWUSST vereint. Es strömen jetzt ca. 75% der höheren Energien durch seinen physischen Körper. Die Seele hat damit ihre Führungsposition zum Teil schon an das Höhere Selbst abgegeben, welche ab diesem Zeitpunkt die Führung über die Seele bzw. die damit verbundene Persönlichkeit übernimmt. Die „Eingeweihte“ ist damit auf einem Level angelangt, wo ihr echte „Macht“ zum ersten Mal anvertraut wird, da sie unter fester Führung ihres göttlichen Selbst steht und damit diese Macht verantwortlicher handhaben kann. Nicht Macht im weltlichen Sinne. Bei Macht meine ich hier, dass dieser Mensch bewusster weiß war er/sie tut und kann andere auf ihrem Weg unterstützen bzw. begleiten. Macht, wo energetische Dinge schneller verändert werden können. Macht, andere mental und emotional leichter zu „lenken“. Macht, Energien in die Welt zu bringen, die viel verändern und bewirken können. Also ja, Macht die mit SEHR viel Verantwortung kommt. Man geht durch eine längere „Testphase“ wo eben genau beobachtet wird, wie man mit der neu-erlangten Macht im täglichen Leben umgeht, wie sie angewendet wird, wo es noch Schwachpunkte gibt usw. Man lernt im Anwenden – im täglichen Leben. Und so kommen sukzessive die nächsten „MachtEbenen“ dazu, wenn das HS darauf vertraut, dass die Persönlichkeit damit umgehen kann.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die ersten drei Einweihungen darin bestehen, die Persönlichkeit mit ihrer Seele sukzessive zu verbinden:

  • In der ersten Stufe wird der bereits beherrschte physische Körper sowie das Herzzentrum mit dem Kausalkörper verbunden, wobei die Seele noch lernen muss, mit den Emotionen der Persönlichkeit richtig umzugehen. Bis zur nächsten Stufe können noch viele Leben verstreichen.
  • In der zweiten Stufe erfolgt die vollständige Anbindung des Herzzentrums über den Solar-Plexus an den Emotionalkörper der Persönlichkeit, der jetzt stabil unter der Führung der Seele steht.
  • In der dritten Stufe wird schließlich der Kausalkörper der Seele auf den oberen Mentalebenen über die Energie der Monade mit dem Höheren Selbst permanent verbunden.

Einweihungen Vier bis Neun

Die gibt es auch, sind aber hier nicht wichtig, denn es befindet sich kaum jemand in diesen Phasen. Erst ab der 5ten Einweihung beginnt man die Phase der Kausalkörperauflösung (also der „Egotod“ – Ego als Wort für die Seele) durchzustehen und das betrifft z. Zt. vielleicht 150 Menschen von acht Milliarden, also warum davon überhaupt reden? Und ab der sechsten befindet man sich nicht mehr in einem physischen Köper – eigentlich auch schon ab der 5ten, aber manche machen das noch im Physischen.

CoReOn ist ein Weg, wo man die zweite oder/und dritte Einweihungsphase durchlaufen kann

In meiner persönlichen Entwicklung befinde ich mich in einer intensiven Vertiefung der Phase der Anbindung zum Höheren Selbst und der Monade. Das bringt viele Herausforderungen mit sich und auch Schwierigkeiten mit dem physischen Körper. Teilweise unsägliche Müdigkeit, gefolgt von aktiven Phasen. Genauer über die Zustände zu berichten, die ich auf meiner Entwicklungsstufe erlebe, macht keinen Sinn, denn es kreiert meistens mehr Verwirrung als gutes, denn Menschen haben eine Tendenz, diese Zustände dann auf sich zu projizieren und das führt unweigerlich in turbulentes Fahrwasser für die Betroffenen. Ich beobachte das immer wieder mit den Lehren von Eckhart Tolle. Nichts was er sagt, ist falsch, keineswegs. Es passt nur nicht für Menschen, die kaum eine stabile Seelenanbindung haben! Sie plagen sich mit Theorien und Konzepten, die für ihren Entwicklungsstand überhaupt nicht vorgesehen sind. Und wir bekommen dann viele Facebook Postings mit endlos langweiligen Sprüchen … und so mutieren tiefsinnige Weisheiten zu Gedankenmüll.

In meinem Fall führt meine Entwicklungsphase oftmals zu längeren „Auszeiten“ (deshalb hört ihr immer wieder mal länger nichts von mir), weil ich es in bestimmten Phasen kaum schaffe, mich mit „normalen“ irdischen Dingen zu beschäftigen. Der Computer, Denken, Schreiben usw. wird zur Qual. Und ohne die Unterstützung von den Menschen die mir nahestehen und den CoReOn Gruppen, wäre es für mich fast unmöglich, diesen Spagat zwischen Buddhi-Bewusstsein und menschlichem Bewusstsein täglich zu navigieren. Es ist also auch ein Gruppenprojekt. Und, auch auf meiner Ebene ist Ichlosigkeit oder Egotod noch kein Thema, aber man nähert sich der Kausalkörperauflösung mit Riesenschritten.

Ich hoffe, ich konnte etwas mehr Klarheit in dieses verzwickte Thema bringen, denn es ist nicht o.k. wenn vor allem Menschen bei Verdacht auf schwere Traumata, besonders wenn eine hohe Suggestibilität bei niedriger innerer Stabilität vorliegt, suggeriert bekommen dass, wenn sie ihr Ego auflösen, alles gut wird! Das gesamte Überlebenssystem der Person, inklusive Wächter, geht auf Höchstalarm, denn wenn es kaum Schutzbarrieren gibt, ist es durchaus möglich durch diverse spirituelle Techniken in Verbindung mit Egoauflösung direkt mitten im tiefsten, dunkelsten Bereich zu landen, und das könnte fatale Folgen (Re-Traumatisierung, spontane Dekompensation, Psychose etc.) haben!

Macht euch also bitte klar: Egotod und Ichlosigkeit anzustreben tut genau das Gegenteil und kann zu schweren Psychosen führen! Und nährt ein Feld, welches schon lange nicht mehr genährt gehört! Bitte seid achtsam, geht nicht leichtfertig mit euch um, bedenkt die Folgen und übernehmt Verantwortung für euer Handeln und Denken.

Viele Menschen wissen, was FELDER bewirken. Doch kommt zu diesem Wissen das Erlebnis der Erfahrung hinzu, so öffnet sich uns eine höhere Dimension des Seins. Meine „Arbeit“ hier auf Erden beinhaltet auch, das FELD eines friedlichen, ko-kreativen, ko-evolutionären, ko-inspierten WIR zu nähren. In dieses Feld kommt man allerdings erst erfolgreich, wenn die Seele mit ihrer Persönlichkeit verschmilzt. Und das ist es was so viele von euch zur schieren Verzweiflung bringt, dass das „so langsam geht“ und Leute sich kaum von ihren alten Emotionen und Gedanken lösen können. Es wird keine nachhaltige, tiefgreifende Veränderung passieren, bis diese Stufe nicht von einer großen Gruppe Menschen erreicht ist. Aber, viele sind auf dem Weg!

Dieses neue WIR Feld gibt es jetzt und schwingt als Noosphäre um den gesamten Erdball.
Dieses FELD wird genährt von der Kraft und Weisheit unseres Herzens. Nicht durch nachgeplapperte Ideen der Ichlosigkeit und des Egotods.
André Heller sagte gerade in einem Interview, dass unsere Muttersprache nicht Deutsch oder Swahili ist, sondern MITGEFÜHL! Wie schön 🙂

In diesem Sinne AUFWACHEN und aufhören, Felder zu nähren aus Unwissenheit oder einfach aus Starsinn.

Freude und Segen und umfassendes Gelingen dir, euch, uns allen.
Zusammen erleben wir Einheit in der Vielfalt, Individualität in der Gemeinschaft.
Auf unser aller Neues WIR.

 

 

 

Om Mani Padme Hum ?

 

Ich freue mich immer, von euch zu hören!
Benutzt dafür die Kommentarfuktion. Danke.

© 11 /2019 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

 

Emotionen im Digitalen Kommunikationszeitalter

Emotionen im Digitalen Kommunikationszeitalter

Geschrieben von Garry – ein CoReOn Student.

In der modernen Welt sind wir täglich einer Flut von Informationen ausgesetzt. Es sind Informationen, die häufig darauf abzielen, instinktive emotionale Reaktionsmuster in Gang zu setzen, um uns bei Laune zu halten und uns zum Mitspielen im wirtschaftlichen Wettbewerb und auf der Bühne des gesellschaftlichen Lebens zu motivieren. Eine solche Welt ist kein sehr friedlicher und ruhiger Ort für einen Menschen, der den Kontakt zu seinem innersten Selbst anstrebt und dabei versucht, in der einen oder anderen Entwicklungsphase innere Konflikte aufzulösen.

Man würde also eher an die Abgeschiedenheit als einen idealen Ort für Selbstfindung denken, aber kaum jemand kann es sich heute leisten bzw. vorstellen, sich als Aussteiger in ein Kloster oder einen Ashram zurückzuziehen. Für das Praktizieren der Lehren nach alten Systemen ist das allerdings ab einer gewissen Stufe für eine Weile nötig, aber genau an diesem Punkt ist ebenfalls ein Umdenken angesagt, wie dieser Beitrag zeigen soll. Diese oft zitierten Jahrtausende alten Lehren für die Kontaktaufnahme mit dem spirituellen Selbst sind für Menschen zugeschnitten, die sich im täglichen Leben nicht mit komplexen mentalen Aufgaben beschäftigen mussten und der Flut der Medien ausgesetzt waren.

Viele alte Meditationstechniken, die sich besonders darum bemühen, die gedankliche Konzentrationsfähigkeit zu meistern, sind für viele emotional-mental veranlagten Menschen von heute nicht mehr zeitgemäß und auch nicht notwendig. Der moderne Mensch durchläuft von Kindesalter an häufig eine stark (über) mental geprägte Entwicklung, die für jene Menschen vor 2000 Jahren – mit sehr wenigen Ausnahmen – nicht vorstellbar war. Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium kann in vielen Fällen als langjähriges Training des Denkvermögens mit abschließender Sponsion oder Promotion im Sinne einer Einweihungszeremonie für die erreichte mentale Bewusstseinsstufe betrachtet werden. Das heißt, der Mensch hat zu einem gewissen Grad die Fähigkeit erworben, sein Denken auf eine rein intellektuelle Aufgabe zu konzentrieren, ohne sich durch (emotionale) Außeneinflüsse ständig ablenken zu lassen. Moderne Fitness-, Gesundheits- und Ernährungsprogramme und eine damit einhergehende gesunde Lebensweise tragen ihrerseits dazu bei, den Energiehaushalt und die Gesundheit des Körpers zu verbessern und disziplinieren dabei unsere körperliche Natur.

Obwohl wir also vieles in unser heutiges Leben eingebaut haben, was zur damaligen Zeit nur wenigen geistig fortgeschrittenen Menschen vorbehalten war, befinden wir uns trotzdem in einem spirituellen Dilemma, das viele von uns hindert, unser innerstes Selbst bewusst wahrzunehmen. Während der Mystiker des Mittelalters in Gefühlen der Hingabe an sein Ideal so tief versunken war, dass er allein durch die Kraft seiner sehnsüchtigen Hingabe ein überwältigendes Aufblitzen einer inneren emotionalen Realität in sich auslöste, die er sich nicht erklären konnte und die in den verschiedenen Erleuchtungserlebnissen der Geschichte dokumentiert sind, haben wir in der heutigen Zeit einen Punkt erreicht, an dem wir selbst sichtbare Ereignisse ohne rationale Erklärung nicht akzeptieren wollen und vielfach nicht mehr in der Lage sind, in die lebendigen Gefühlswelten der frühen Mystiker einzutauchen.

Da unsere moderne Welt immer tiefer in den von Denken dominierten Materialismus eintaucht, verlieren wir zunehmend den natürlichen Kontakt zu unseren Gefühlen. Viele der heutigen Themen, die das Betätigungsfeld der Psychologie bilden, haben ihre Ursache im Verdrängen oder im Versuch des erzwungenen Regulierens einer oft als hinderlich betrachteten Gefühlswelt. Dabei vergessen wir leicht, dass Gefühle den überwiegenden Treibstoff für menschliches Handeln darstellen und unsere rationale Welt viel stärker von Gefühlen angetrieben wird als viele denken.

Damit soll nicht der Eindruck entstehen, dass das Denken einer spirituellen Entwicklung im Wege steht. Ganz im Gegenteil, es stellt eine wichtige Voraussetzung dar und ermöglicht viel weitreichenderen seelischen Kontakt als durch emotionale Hingabe des Mystikers allein möglich ist. Wir sollten dabei aber nicht vergessen, dass wir weit mehr sind als nur unsere Gedanken. Wir alle kennen Descartes‘ bekannten Ausspruch „Ich denke, also bin ich“. Das klingt sehr einseitig und dieses Zitat trägt sehr dazu bei, den Menschen als reinen gefühllosen Denker zu idealisieren. Man muss aber begreifen, dass Descartes als der Begründer des frühneuzeitlichen Rationalismus dem Wissenschaftsideal der 17. Jhds verpflichtet war, in welchem qualitative Eigenschaften der Natur konsequent ausgeschaltet wurden, um systematische Erkenntnisse über sie zu gewinnen. Dieser Zeitgeist war eine rationale Gegenbewegung zu früheren Epochen. Neben den Problemen, die durch diese mentale Überbetonung verursacht werden, konnten dadurch aber auch viele Probleme, die ihren Ursprung in angstgetriebenen Aberglaube und Unwissenheit hatten, beseitigt werden.

Heute haben wir allerdings einen Punkt erreicht, an dem viele Menschen durch die fortschreitende Technisierung eine zunehmende emotionale Kälte- und Oberflächlichkeit fühlen. Industrie 4.0, Smart Homes, Smart Phones bis hin zu Forschung an Cyber-/Neuro-Implantaten zur Beseitigung menschlich mentaler und körperlicher Schwachpunkte sind Gesprächsthemen, welche die Richtung illustrieren, in die wir uns im Moment bewegen. Trotz des Wohlstands und vieler Annehmlichkeiten fühlt sich dieser Zeitgeist weder besonders menschlich, noch in irgendeiner Weise spirituell an. Im Gegenteil, der Mensch erlebt sich oft als kleines Rädchen in einer immer intelligenteren und schwieriger zu begreifenden Maschine. Statt im persönlichen Kontakt mit Menschen interagieren wir zunehmend mit Maschinen. Im Bann der Verblendung eines Glaubens an materialistische Perfektion strebt der Mensch sogar oft selber danach, den Faktor Mensch – und damit am Ende sich selbst – ­als unberechenbare „emotionale“ Fehlerquelle durch Intelligenz in der Maschine zu ersetzen. Interessanterweise bringt uns diese digitale Vernetzung im Sinne von Kommunikation einander auch viel näher als jemals zuvor, aber die emotionale Komponente wird dabei häufig ausgeklammert; Emoticons bringen da nur wenig Abhilfe.

Vermutlich löst besonders dieses Thema der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung Ängste bzw. Emotionen aus, welche vielleicht durch eigene Erfahrungen mit diesem Thema motiviert sind. Das zeigt sehr gut, welchen Einfluss Emotionen auf unser Denken im Hinblick auf bestimmte Themen haben. Schnell geht dadurch ein neutrales Thema mit einem bewussten oder unbewussten Teil von uns in Resonanz und polarisiert uns, anstatt eine ausgewogene Position zwischen den Gegensätzen einzunehmen. Es wird dadurch schwierig, einen klaren konfliktfreien Standpunkt einzunehmen.

Damit finden wir uns im Außen mit ähnlichen emotional-mentalen Konflikt-Themen konfrontiert, die uns je nach Entwicklungsphase auch im inneren beschäftigen, wenn wir dem Ruf unseres innersten Selbst folgen.

Kann es überhaupt eine Lösung geben?

Je weiter wir uns auf eine spirituelle Reise in unser Innerstes begeben und unser Bewusstsein in bislang unbekannte Bereiche erweitern, desto empfindlicher reagieren wir auf feinste Regungen unserer Emotionen und Gedanken. Das ist einer der Gründe, weshalb in der Abgeschiedenheit leichter Fortschritte erzielt und innere Konflikte aufgelöst werden als eingebunden in den modernen Alltag, der uns emotional zusätzlich beansprucht. Wir werden allerdings nur dann heftig aus unserer Mitte gerissen, wenn wir einen Angriffspunkt in uns aufweisen, der mit dem äußeren Geschehen in Resonanz tritt. Solche emotionalen Angriffspunkte werden von Samuel Sagan, der bereits in den 80ern die Beeinträchtigung des Meditationsprozesses durch emotionale Blockaden und verinnerlichte Konditionierung erkannte, als Samskara bzw. als emotionale Narbe oder Prägung bezeichnet. Solche Narben in unserem Emotionskörper entstehen durch negative Erlebnisse, die sich durch die Wucht der dabei wirkenden Emotionen einbrennen bzw. Narben hinterlassen. Es sind genau diese Narben, die uns oft schon lange nicht mehr bewusst sind, aber unsere Gedanken und Emotionen je nach äußerem Geschehen mehr oder weniger stark beeinflussen und uns damit aus unserer Mitte bringen. Ebenso wie der physische Körper einer Überbelastung mit Muskelaufbau bzw. Verstärkung begegnet, um sich vor einer weiteren Überbelastung zu schützen, beginnt sich auch der Emotionskörper zu schützen, indem er intelligente Verhaltensmuster entwickelt, die in ähnlichen Situationen ausgelöst werden, um eine erneute emotionale Überlastung zu vermeiden. Häufig wird dabei auch von Sub-Persönlichkeiten oder Persönlichkeitsanteilen gesprochen, die mit diesen Verletzungen in Kontakt stehen und uns vor weiteren Verletzungen schützen wollen.

Je weiter die spirituelle Entwicklung voranschreitet, desto feinfühliger unser Gewahrsein und desto stärker die zeitweisen Auswirkungen unserer tiefsten emotionalen Prägungen, da sich der nun feinfühligere Emotionskörper noch besser gegen Verletzungen absichern will. Allerdings ermöglicht ein feineres emotionales Unterscheidungsvermögen bei entsprechender Anleitung und Führung auch die Entschärfung der dadurch vermehrt freigelegten emotionalen Auslösemechanismen.

Emotionale Feinfühligkeit bei gleichzeitiger Robustheit klingt nach einem Widerspruch, ist es aber nicht. Dazu ist es nötig zu verstehen, dass die eigentliche emotionale Narbe in den meisten Fällen nur eine äußerst schwache Reaktion auf äußere Einflüsse oder Gedanken hervorruft, die wir in vielen Fällen nicht einmal bewusst wahrnehmen können. Diese schwache Reaktion löst aber durch automatisch ablaufende Verhaltensmuster bzw. Persönlichkeitsanteile rasch eine Lawine von Gedanken und damit verbundene Emotionen aus, die eine enorme Verstärkung der emotionalen Reaktion und ein Aufschaukeln bewirken. Das verleitet uns dann schnell zu impulsivem und unüberlegtem Handeln, über das wir mental wenig bis gar keine Kontrolle zu haben scheinen. Mit voranschreitender spiritueller Entwicklung müssen daher die feinen Verkettungen zwischen lange vergessenen traumatischen Erlebnissen und den stark spürbaren emotionalen Verhaltensmustern, die unsere emotional-mentale Stabilität belasten, wieder ins Wachbewusstsein zurückgerufen werden. Bereits die Tatsache, dass man selbst vollbewusst den inneren Auslösemechanismus erkennt, der zu übertriebenen oder fehlgeleiteten Reaktionen führt, trägt bereits einen Großteil dazu bei, den inneren Auslöser wirksam zu neutralisieren. Es reicht jedoch nicht, diesen inneren Auslösemechanismus rational zu begreifen, sondern man muss auch selber im vollen emotionalen Gewahrsein – ohne Widerstand und in völliger Erwartung – fühlen wie er abläuft. Genau das ist das Schwierige dabei, denn viele Menschen, besonders Männer, haben einen Großteil ihres Lebens daran gearbeitet, Nichts zu fühlen, um im Gerangel unserer Leistungsgesellschaft zu bestehen.

Das Erkennen und Auflösen eigener emotionaler Themen ist daher ein wesentlicher Prozess, der die gesamte spirituelle Entwicklung begleitet und die eigene Psyche emotional festigt. Wie Sagan andeutet, sollte man nicht dem Irrtum verfallen als Mensch jemals völlig frei davon zu sein, egal ob erleuchtet oder nicht.

Es sollte damit klar sein, dass das Ziel einer ausgewogenen spirituellen Entwicklung nicht nur die bloße Erweiterung des Bewusstseins in immer höher und feiner schwingende Bewusstseinsbereiche einschließt, sondern von einer Klärung des Emotionskörpers begleitet werden muss, besonders von emotionalen Altlasten. Je klarer und aufgeräumter der Emotionskörper, desto weniger Widerstand bietet er dem innersten Selbst, ihn als verzerrungsfreien Spiegel für seelische Empfindungen zu benutzen, die wir dann als Mitteilungen unseres Herzens im eigenen Körper immer deutlicher wahrnehmen können.

Wenn wir es aber vernachlässigen, uns unseren emotionalen Themen zu stellen, entwickeln wir unweigerlich ein unausgeglichenes vergeistigtes Bewusstsein auf sehr wackeligen emotionalen Fundamenten. Schließlich wundern wir uns, dass wir trotz perfekt praktizierter Meditations-Technik und Fortschritten immer wieder gelegentliche emotionale Erdbeben in uns auslösen, die uns brutal und unbarmherzig aus spirituellen Höhen und sogar aus echten Selbsterfahrungen in jene Tiefen unserer emotionalen Vergangenheit zurückschleudern, in denen wir so manchen Schauplatz fluchtartig und verwahrlost hinter uns gelassen haben.

Die Zeit ist daher reif, für einen neuen Ansatz der spirituellen Selbstverwirklichung. Eine Selbstverwirklichung, die sich nicht allein darin verliert, der Dualität durch Flucht vor ungeliebten eigenen Gedanken und Emotionen in eine persönliche Scheinwelt zu entkommen, sondern einer Spiritualität, die den Menschen als ganzheitliches emotional-mentales Wesen betrachtet. Einem Wesen, das Gefühle, Gedanken und Geist in harmonischer Weise vereint und seiner Umwelt in vollem Gewahrsein seiner selbst durch mitfühlendes und weises Handeln begegnet.

Ein solcher Weg hilft nicht nur uns selbst, uns seelisch zu verwirklichen, sondern wir beeinflussen damit auch unsere Umgebung und tragen auf diese Weise wirksam dazu bei, emotionalen und seelischen Stress bei all jenen zu reduzieren mit denen wir täglich in Kontakt kommen.

CoReOn

CoReOn ist als spiritueller Weg für Menschen gedacht, die im Laufe ihrer natürlichen Entwicklung für sich selbst erkannt haben, dass sie im bunten Treiben unserer modernen Welt keinen wirklichen Halt und keine bleibende Erfüllung mehr finden und eine spirituelle Entwicklung anstreben, die auch ihre Emotionen beinhaltet bzw. wo sie sein dürfen. Damit sind keineswegs Menschen gemeint, die sich frustriert durch ihr Leben quälen und nach einem möglichst bequemen und schnellen Ausweg suchen, der Glück und Seeligkeit verspricht. Ganz im Gegenteil, denn oft finden solche einschneidenden persönlichen Transformationen – manchmal begleitet von schicksalhaften Ereignissen – gerade bei jenen Menschen statt, die nach allgemeinen Maßstäben ein eher erfolgreiches Leben führen. Plötzlich verlieren die persönlichen Lebensziele ihre bisherige Anziehungskraft und werden immer öfter hinterfragt. Es findet eine Art Aufwachen statt, meist in den 40ern, und man empfindet die Bedeutungslosigkeit, mit der man rein persönlichen Zielen hinterherjagte und sich im Wettbewerb mit anderen gerne treiben ließ.

Diese Phase löst oft eine Krise aus, die gern als Midlife-Crisis abgehakt wird und doch handelt es sich in vielen Fällen um einen Weckruf unseres innersten Selbst, um uns darauf hinweisen, dass es Zeit geworden ist – Zeit für eine Neuorientierung des eigenen Lebens. Obwohl gerade in der heutigen Zeit ein kaum zu übertreffendes Angebot an spiritueller Literatur, Kursen zur spirituellen Selbstverwirklichung sowie psychologischer Begleitung zur Verfügung steht, ist es dennoch schwierig, diese Lebensphase als Chance für die eigene persönliche und seelische Selbsterfahrung auf einem spirituellen Weg wahrzunehmen.

Einerseits befindet man sich in einer Gesellschaft, die immer noch sehr durch Konkurrenzdenken geprägt ist, andererseits lehnt sich ein eigener innerer Teil dagegen zunehmend auf und sehnt sich nach gemeinschaftlichem harmonischem Handeln. Das führt letztlich zu inneren Spannungen und Konflikten.

Der Weg des CoReOn als spiritueller Entwicklungspfad zur Selbstverwirklichung stellt einen holistischen Entwicklungsprozess in mehreren Stufen dar. Die Anfangsstufen beschäftigen sich konkret mit dem Erkennen und Auflösen emotional-mentaler Themen, um für die reife und bereits gut integrierte Persönlichkeit ein noch stärkeres und belastbareres Fundament zu schaffen, das die weitere spirituelle Entwicklung trotz zunehmenden „Feingefühls“ sicher trägt.

Im Gegensatz zu Methoden, die sich vorwiegend der Gedankenbeherrschung und Konzentration widmen, nimmt bei CoReOn die Fähigkeit zur Verarbeitung und Auflösung emotionaler Themen über den gesamten Entwicklungsweg eine zentrale Rolle ein. Dadurch stellt sich mit der Zeit eine immer deutlichere emotionale Entspannung und Gelassenheit mit begleitender Beruhigung der Gedanken ein. Dieser Prozess erleichtert und unterstützt dadurch auch die mentale Konzentration und führt zusammen mit begleitenden Meditationen und Energiearbeit zu immer tieferen ganzheitlichen Selbsterfahrungen.

Die Auswirkungen davon sind ein zunehmend entspanntes und tiefgreifendes Gewahrsein sowie eine Verstärkung der Intuition, sodass wir fähig werden, die Themen des Lebens aus höheren Perspektiven wahrzunehmen. Da wir auf diesem Weg innere Spannungen schon frühzeitig an der Wurzel erkennen und auflösen und wir dadurch zu einer gelasseneren Persönlichkeit reifen, bleibt dieses innere Gewahrsein auch im täglichen Leben trotz der vielen auf uns einwirkenden Ereignisse zunehmend erhalten.

Mit diesem Ansatz bietet CoReOn einen Weg bis hin zur geistigen Erleuchtungserfahrung auf Basis einer alltagstauglichen stabilen Psyche.

 

Om Mani Padme Hum ?

 

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Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Integrationsarbeit mit den Inneren Personen

Integrationsarbeit mit den Inneren Personen

Manche Spirituelle Lehrer verwenden das Enneagramm, um die Persönlichkeit, sprich Ego weiterzuentwickeln; mir dient dafür das Modell der Inneren Personen.

Wer ist ich?

Die neuesten Erkenntnisse der Gehirnforschung bestätigen, dass wir Menschen in unseren Entscheidungen und Verhaltensweisen zu einem weit höheren Grad von unseren Emotionen gesteuert werden, als von unseren rationalen Entscheidungen. Oder anders ausgedrückt: Die Rolle des bewussten, rationalen “Ichs” wird von den meisten Menschen stark überschätzt, denn wir sind nicht nur eine multidimensionale Wesenheit, sondern auch eine enorm facettenreiche, flexible, anpassungsfähige Multilevel-Persönlichkeit, die ihr großes WIR aus der Perspektive eines Individuums und das Leben durch diesen Kontext lebt.

Jeder Mensch besitzt eine einzigartige Persönlichkeit, die sich aus verschiedenen Persönlichkeitsanteilen (Inneren Personen) zusammensetzt. Sie entstehen im Laufe unseres Lebens, vorwiegend in der Kindheit, und manche von ihnen gibt es schon seit vielen Leben. Als solche sind sie von physischer, emotionaler, mentaler und spiritueller Natur. Sie übernehmen unter anderem Schutzfunktionen für unser verletzliches Inneres. Welche und wie viele Anteile sich entwickeln, hängt von den individuellen Lebensumständen ab.

Die Arbeit mit den Innere Personen hilft uns, das Bewusstsein zu transformieren und viele innerliche Wunden zu heilen, auch viele karmisch geprägte Wunden. Grundsätzlich ist es eine Methode, allmählich zu lernen, wie wir die Totalität unseres Seins erfahren, leben und ausdrücken können. Es ist wichtig für die Reifung der Persönlichkeit, die Polarität zwischen Verletzlichkeit und Macht zu erkennen. Innerhalb dieser beiden Pole leben wir unser individuelles Leben und unsere Beziehungen. Die Entdeckung der Schwachstelle ist oft der Beginn des Transformationsprozesses, denn alle Probleme in uns gehören zu den individuellen Inneren Personen. 

Wir identifizieren uns meistens mit einem oder mehreren Teilpersönlichkeiten, unseren sogenannten Hauptselbsten. Manchmal kennen wir einige von ihnen, hauptsächlich die bewährten, die sich im Alltag in den Vordergrund drängen, sozusagen am lautesten schreien. Andere wiederum sind sehr scheu und kommen kaum je zu Wort. Eventuell streiten auch mehrere Anteile miteinander und jeder will Recht haben. Dann fühlen wir uns zerrissen und verwirrt von den gegensätzlichen Impulsen, die uns daran hindern, wichtige Entscheidungen zu treffen.

Unsere gegenwärtigen Persönlichkeitsanteile sind ihrem Wesen nach immer strategisch und werden von bewussten und unbewussten Programmen beherrscht, die Bestätigung und Anerkennung maximieren und Zurückweisung und Ablehnung minimieren.

Jeder Persönlichkeitsanteil sieht die innere und äußere Welt aus seiner ganz eigenen Perspektive und hat eine eigene Art und Weise des Denkens, Fühlens, Verhaltens und Beobachtens.

Jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Bedürfnisse und will von uns gesehen, anerkannt und gewürdigt werden.

Traditionell wird das Ego die Exekutive der Psyche oder der Entscheidungsträger genannt. Jemand muss handeln und entscheiden und genau diese Aufgabe übernimmt das Ego. Wir verwenden den Ausdruck „Strategisches Selbst“, um die alten Ego-Konzepte zu umgehen. Das Strategische Selbst erhält seine Informationen sowohl von der Bewusstheits-Ebene als auch aus dem Erleben der verschiedenen Inneren Personen (Anteile). In dem Maße, in dem sich unser Bewusstsein entwickelt, wird aus dem Strategischen Selbst ein Bewusstes Selbst und dem fällt es leichter, echte (authentische) Entscheidungen zu treffen.

Wir beginnen, immer öfters zu erkennen, in welchen Momenten im Leben wir mit den verschiedensten Persönlichkeitsaspekten in uns reagieren und identifiziert sind. Sobald man unterscheiden lernt, wann man mit dem Wächterbewusstsein agiert, wann man mit dem inneren, verletzten Kind identifiziert ist, bei welchen Situationen der trotzige, rebellische Teenager aktiv wird, oder in welche Erfahrungsrollen wir sonst noch fallen – wenn dieser Tag kommt, wo man das wirklich verstanden und begriffen hat, dann ändert sich einiges in unserer Perspektive – und so in unserem Leben. Das sind die Momente, wo man wirklich begreift, dass es tatsächlich unterschiedliche Persönlichkeitsaspekte in uns gibt, die je nach Situation teilweise völlig anderes agieren.

Die Arbeit mit den Inneren Personen (IP) ist essenziell für die spirituelle Entwicklung.

Ohne die Kooperation und Weiterentwicklung der IP gibt es keine wirkliche spirituelle und persönlich/emotionale Entwicklung, zumindest nicht auf der Ebene, welche wir erreichen möchten, nämlich das Bewusste Selbst (Seele) authentisch und achtsam im täglichen Leben zu demonstrieren. So erlangt der Shadow Body (Schattenkörper) endlich die Erlösung und Heilung, die er dringend benötigt. Das Dekodieren der Shadow Dancers (Schattentänzer) bedeutet, unseren Schatten zu integrieren und zu heilen, ohne ihn zu transzendieren, denn wirkliche spirituelle Reife ist nur auf der Grundlage echter emotionaler Reife möglich. Emotionale Reife erreichen wir aber nur, indem wir alle Schatten- und Persönlichkeitsanteile erkennen und harmonisieren.

Kritische innere Stimmen, die unseren Selbstwert untergraben oder Teile, die uns dazu bringen, uns selbst z. B. mit endlosem Aufschieben oder schmerzlichen Beziehungsdynamiken zu schaden, können ihre destruktiven Verhaltensweisen aufgeben und sich in positive Kräfte verwandeln.

Angst, Wut, Scham, Schmerz, Kontrolle, Depression – all die extremen Gefühle und Überzeugungen, die wir im Laufe eines Lebens in uns aufgenommen haben, wurzeln oft in unserer emotionalen Verletzung aus unserer Herkunftsfamilie und gehören zu den verdrängten Persönlichkeitsanteilen. Nur durch die individuellen Heilungsschritte der einzelnen Anteile kann unser Bewusstes Selbst nach vorne gebracht werden. Zu Beginn dieser Arbeit ist diese Präsenz meist stark im Hintergrund, da wir oft unbewusst sind und keine Ahnung haben, dass es überhaupt existiert.

Das Bewusste Selbst – die Seele

Das Bewusste Selbst, der Begriff, den wir im CoReOn verwenden, gehört zum Kern unseres Seins, der Seele. Es ist der Ort in uns, der achtsames Gewahrsein, mitfühlende Verbundenheit und ruhige, zuversichtliche Klarheit ausstrahlt.

Das Ziel der Arbeit mit den Inneren Personen ist es, eine seelendurchdrungene Persönlichkeit zu werden.

Während wir mehr und mehr unsere Inneren Personen kennenlernen und die verdrängten Persönlichkeitsanteile integrieren, kann gleichzeitig das Bewusste Selbst anfangen, (zumindest sporadisch) die Führung über das Strategische Selbst zu übernehmen. Das Strategische Selbst (Ego) muss also nicht aufgelöst und transzendiert werden, sondern es hat die Möglichkeit sich zu wandeln, zu wachsen und zu lernen; das Strategische Selbst beginnt, sich der Führung des Bewussten Selbst anzuvertrauen.

Das Ego kann niemals aufgelöst werden, zumindest nicht solange man physisch lebt.

Es ist SEHR wichtig, das zu verstehen, denn wenn wir versuchen das Ego aufzulösen, beginnt der große Überlebenskampf des Egos! Das ist die große Verwirrung für viele, die sich mit östlichen (und auch westlichen) spirituellen Traditionen befassen. Wenn wir versuchen das Ego aufzulösen, sind wir gezwungen zu dissoziieren, und das wissen die meisten jetzt, ist keine gesunde Art, durch das Leben zu gehen. Wir brauchen unser Ego, um physisch auf diesem Planeten zu überleben.

Ich habe einen Artikel von Ann Weiser Cornell dazu auf meinem Blog gepostet, der das recht gut erklärt.

“Euer Ego ist als Sensor für euer äußeres Leben gedacht. Ihr könnt es weder loswerden noch sublimieren. Falls ihr das versucht, wird das alte Gesetz des Universums “Wenn man sich etwas widersetzt, bleibt es bestehen” das Ego in eine immer noch stärkere Position bringen. Euer Ego ist ein überaus wertvoller Aspekt von euch. 

Es muss nur ins Gleichgewicht gebracht werden. Wenn ihr merkt, dass ihr dabei seid, euch vehement zu verteidigen, dann wisst ihr, dass das Ego Angst vor Verurteilung hat. Werdet einfach still. Begebt euch in die Angst hinein und umarmt das Kind in euch, das sich fürchtet. Und bringt euch auch in Erinnerung, dass es nicht eure Angelegenheit ist, was jemand von euch denkt.”

Zitat aus: “P`TAAH Das Geschenk” von Jani King

Im CoReOn lernst du dein Ego – Strategisches Selbst gut kennen. Meine bevorzugte Methode dafür sind Aufstellungen, um dich schnell mit deinen Inneren Personen (Anteilen) bekannt zu machen. Dadurch bekommt jeder Anteil im wahrsten Sinne des Wortes eine Stimme und eine Bühne, um sich, vielleicht zum ersten Mal überhaupt, bemerkbar machen zu können. So kann er uns mitteilen, was ihn bewegt, motiviert und was er erreichen will. Das verschafft mehr Klarheit und führt zu einem inneren Gleichgewicht.

Das Bewusste Selbst (die Seele) bekommt dadurch den Impuls, dass die menschliche Persönlichkeit jetzt bereit ist zu erwachen und reif ist für die direkte Verbindung mit der Seele. So wird es nach und nach in den Vordergrund des Bewusstseins rücken, damit es Schritt für Schritt die Führung über die verschiedenen Persönlichkeitsanteile übernehmen kann.

Mehr Information zu diesem wichtigen Aspekt der Inneren Personen findest du in diesem Artikel von mir.

Auch Steven hat auf seinem Blog The Information Space viel darüber geschrieben.

Das WIR Modell

Der Krieg im Inneren

Die Schattenregierung

Wächter und Bewusste Präsenz

Tatort Familie

 

 

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