Muss ich wirklich alles fühlen?

Muss ich wirklich alles fühlen?

Gefühle sind echt. Gefühle sind hundertprozentig. Gefühle brauchen keine Rechtfertigungen. Sie sind einfach da. Doch sie sind nicht immer einfach zu spüren, auszuhalten und zu integrieren. Viele Menschen haben Angst vor sogenannten „negativen Gefühlen“ wie Versagensangst, Trauer, Ablehnung, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Schuld, Wut, Zorn und vor allem vor Scham und Selbsthass, und so versucht unsere innere Wächterstruktur unser ganzes Leben lang, die Gefühle so zu kontrollieren, dass sie erst gar nicht hervorgerufen werden können.

Doch je mehr der Wächter kontrollieren will, desto stärker geratest du in die Ohnmacht. Dann fühlst du heftigen Widerstand in dir. Widerstand dagegen, anzunehmen, was ist. Genau das tut weh. Ich wiederhole: Es ist immer der Widerstand zu fühlen was gerade ist, was so weh tut! Könnte das Gefühl einfach da sein, ohne sofort bewertet oder „aufgelöst“ zu werden, kann es integriert werden. Doch viele Menschen haben keine Ahnung davon, wie man das macht. So bleiben sie im Widerstand gefangen – für mich sieht es so aus, als ob endlose Stacheldrahtschlingen um sie herum gezogen sind.

Vielleicht sagst du dir gerade: „Ich muss doch meine Gefühle kontrollieren, das wäre ja katastrophal …“ Ja, wäre es das wirklich? Wer in dir ist so überzeugt davon? Denn es geschieht genau das Gegenteil: Die Gefühle, vor denen du Angst hast, kontrollieren dein Leben und engen dich in deinem Verhalten ein. Du bist nicht frei und dein Leben läuft nicht besser, wenn du alle deine (negativen) Gefühle unterdrückst. Alles was du brauchst ist etwas Mut und Training darin, wie du mit deinen Gefühlen besser leben kannst. Du kannst dir beibringen, alle deine Emotionen zu lieben, sie wertzuschätzen und als einen Teil von dir zu intergrieren – auch die „unagenehmen“; du hörst auf, unglaublich viel Energie dafür aufzuwenden sie zu vermeiden, du fängst an bewusster zu handeln, wirst ruhiger und zentrierter und bleibst so im Fluss deines Lebens – vielleicht zum allerersten Mal.

Unterdrückte Gefühle ziehen Situationen an, die ausgelebt werden wollen

Haben wir nicht festgestellt, dass sich manche Situationen in unserem Leben wiederholen? Unterdrückte Gefühle (also Gefühle, die wir in einer bedrohlichen Situation ausgeblendet haben) wirken wie starke Magnete. Es ist, als würden wir solange eine Frequenz in die Welt senden, bis wir die Welle von jemandem treffen, der eine dazu passende Frequenz hat. Wenn das unterdrückte Gefühl z. B. Scham oder Wertlosigkeit ist, wird diese Person uns unsere Scham fühlen lassen, indem sie ständig an uns herummäkelt oder uns als Partner ständig betrügt.

Und es kann passieren, dass wir jedes Mal eine Art Erstarrung in uns spüren, die uns davon abhält, adäquat zu reagieren:
Wir können nichts sagen.
Wir können uns nicht verteidigen.
Wir fühlen uns wie gelähmt und der Situation völlig ausgeliefert.
Wir werden uns sogar an einen Teil der Situation später gar nicht mehr erinnern können.

Erinnern wir uns daran, kann es passieren, dass wir wütend auf uns selber werden, weil der Verstand unsere Handlungsweise als inkompetent abstempelt. Doch diese Handlungsweise ist nicht mit dem Verstand zu ändern und auch nicht mit Disziplin. Diese Handlungsweise ist nur mit dem Gefühl zu verändern, das unterdrückt ist.

In der Annahme des Gefühls geschieht die Veränderung

Es liegt an uns, ob wir die Macht der Gefühle gegen uns richten oder für uns nutzen. Es ist allein unsere Entscheidung. Gelegenheiten bekommen wir in unserem Leben genügend, das unterdrückte Gefühl endlich zuzulassen und zu heilen, indem wir es in unser Bewusstsein holen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Situationen, die uns begegnen, immer heftiger werden, um uns regelrecht mit der Nase darauf zu stoßen. Es ist so wichtig, keine Angst mehr vor unseren Gefühlen zu haben,.

Die Innenwelt hält alle Informationen für uns bereit

Um an unterdrückte Gefühle zu gelangen, sind innere Bilder sehr hilfreich. Wenn wir uns in der Tiefenentspannung etwas bildlich vorstellen, sind alle Informationen in dieser Vorstellung enthalten:
Das Gefühl
Die dazugehörigen Körperwahrnehmungen
Die dazugehörigen Gedanken und Erinnerungen
Die dazugehörigen Impulse.

Die inneren Bilder sind durch Erfahrungen entstanden und sind in unserem Gehirn gespeichert. Das Gehirn macht keinen Unterschied, ob eine Erfahrung in der Innenwelt oder in der Außenwelt gemacht wird, denn wir sehen nicht mit den Augen, sondern mit dem Gehirn (siehe Film: „What the Bleep do we know“). Machen wir eine neue Lebenserfahrung, verändern sich unsere inneren Bilder und die neuronalen Wege im Gehirn, sprich unser Verhalten. Wenn wir durch „Vorsagen“ ein Bild verändern, passiert innerlich keine Veränderung im Gehirn. Eine Lebenserfahrung, die etwas im Gehirn bewirkt, beinhaltet eine Situation, ein intensives Gefühl, eine Körperwahrnehmung, eine Emotion und einen Impuls, den Ausdruck eines Gefühls und eine Reaktion unseres Gegenübers.

Wenn eine Klientin mit einer körperlichen Beschwerde oder mit einer unangenehmen Situation, die ihr immer wieder begegnet (z. B. wenn sie immer wieder an den „falschen“ Partner gerät), zu einer meiner Sitzungen kommt, beleuchtet sie in meiner Begleitung die Ursachen in der Innenwelt (in ihrem Unterbewusstsein). Ich helfe meiner Klientin an ihr Gefühl heranzukommen, das hinter den Beschwerden oder hinter der bestimmten Situation verborgen ist. Irgendwann einmal in der Sitzung kommt sie dann an ihr unterdrücktes Gefühl heran, welches manchmal schwer anzunehmen sein kann. Es kann zum Beispiel Ohnmacht mit Erstarrung sein. Genau dann ist es wichtig, meine Klientin dorthin zu begleiten, statt sie gleich wieder aus ihrer Empfindung herauszuholen.

Vorausgesetzt, man kann als Begleiter selber mit Ohnmacht und Erstarrung umgehen, kann die Klientin dadurch viel leichter in Resonanz mit dem Gefühl gehen, es zulassen und diesem den nötigen Raum geben. Dann heißt es, „nur noch“ präsent zu sein und der Klientin Zeit zu lassen, bis sie merkt, dass das Gefühl nicht so unerträglich ist, wie sie dachte, sie kann es jetzt „aushalten“. Die inneren Bilder ändern sich bald von alleine. Die Erstarrung vergeht, die Ohnmacht verwandelt sich in Hingabe oder Abwehr (Selbstschutz). Dann kann es sein, dass ein Dialog mit den inneren Bildern wieder notwendig wird, um die positive Lebenserfahrung zu vervollständigen.

Einengende Verhaltensmuster lösen sich auf

Nach so einer Erfahrung haben wir die Erstarrung und die Ohnmacht „abgeholt“ (ins Bewusstsein geholt). Erst dann können sich weitere unterdrückte Gefühle zeigen, z. B. Hilflosigkeit, Schuld oder Ekel. Es kann vielleicht sogar noch tiefer gehen. Die tiefsten Gefühle sind Selbsthass, Scham, nicht-gewollt-sein. Manche Klienten, die im Sinne ihrer Eltern „unerwünscht“ auf die Welt gekommen sind oder das „falsche“ Geschlecht hatten, und/oder in der Kindheit schwer gedemütigt/missbraucht wurden, tragen oft tief in sich Scham und Selbsthass – (Wenn ich mich so zeige, wie ich bin, werde ich nicht geliebt).

Diese Menschen nehmen sie selbst gar nicht mehr wahr. Sie fühlen sich im Leben oft leer, ängstlich und sind von der Meinung ihrer Mitmenschen abhängig. Wenn sich solch eine Klientin die Scham wie den Selbsthass bewusst gemacht hat, stärkt das mit der Zeit merklich ihre Selbstakzeptanz, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Auch von der Außenwelt bekommt sie gleich ein anderes Feedback und kann so beginnen, die Außenwelt ebenfalls anders wahrzunehmen.

Ihre Gefühle sind ihr bewusster geworden, und das Bedürfnis, sie weiterhin zu kontrollieren lässt nach. Sie wird handlungsfähiger und kann ihr Leben besser gestalten. Sie fängt an sich immer schneller daran zu erinnern, dass sie entscheiden kann ob Selbsthass wirklich die Wahrheit ist oder ob sie diesem Teil von sich, der dieses Gefühl tief in sich eingegraben hat, nicht endlich die Chance gebenkann, wieder ans Licht und ins Herz zurückzukehren.

Sie kann sich immer wieder neu für die Liebe entscheiden, aber selbst wenn sie sich wieder einmal hassen sollte, lässt sie dieses Gefühl zu, welches sie wiederum zurück in die Selbstakzeptanz und Selbstliebe führt. Jetzt wird sie langsam frei und ist nicht mehr so schnell durch Schuldgefühle oder fremde Meinungen manipulierbar. Auch körperlichen Beschwerden können mit der Zeit gänzlich verschwinden oder stark gelindert werden. Das einengende Verhaltensmuster fängt an sich aufzulösen.

Eine wundervolle Unterstützung bei dieser Lebensaufgabe, deine Gefühle kennenzulernen, zuzulassen und endlich zu intergrieren, ist Focusing. Focusing ist eine Problemlöse-Methode, die Denken und Fühlen systematisch in Beziehung bringt. Indem die Wahrnehmung auf das körperlich spürbare Unklare einer Situation gerichtet wird, ist es möglich, gezielt in den Bereich eines Themas zu kommen, in dem Worte noch fehlen. Der Begründer ist Eugene T. Gendlin

Ich wünsche dir viel Kraft, dich deinen Gefühlen wirklich stellen zu können um dein Leben so um vieles freudvoller zu gestalten.

Alles Liebe, Renate

Om Mani Padme Hum ?

Om Mani Padme Hum ?

Da ich immer daran interessiert bin, dich näher kennen zu lernen, würde ich mich sehr freuen, wenn du unter diesen Artikel etwas darüber schreibst, was dich gerade am stärksten zu diesem Thema bewegt. ?

© 03/2017 Renate Hechenberger. All Rights Reserved. Bitte Beiträge NICHT kopieren. Du kannst gerne einen Blogbeitrag von mir Rebloggen oder ein Zitat aus einem meiner Blogbeiträge mit meinem Namen und einem Link zum jeweiligen Artikel auf meinem Blog einbinden. Danke.

Foto credit: © pathdoc – Shutterstock/com
Foto credit Fun Frog: © Julien Tromeur – Shutterstock/com

Literatur:

Die Kunst des Annehmens von Ann Weiser Cornell

https://www.amazon.de/Die-Kunst-Annehmens-Arbeiten-Focusing/dp/3732241971/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1483354301&sr=1-2

 

Melde dich für meinen „NEWSLETTER“ an (unter Newsletter ganz oben). Du bekommst exklusive passwortgeschützte Blogartikel von mir und Steven Black & meine geführten Meditationen nur für Abonnenten. Kostenlos. Keine Weitergabe an Dritte. Jederzeit abbestellbar.

Merken

Merken

Schattenliebe – Ewige Geliebte(r)

Schattenliebe – Ewige Geliebte(r)

Rivalin, Gespielin, Nebenbuhlerin, Worte die sich im Laufe der Geschichte nicht wirklich geändert haben. Geliebte zu sein, zieht den Duft des Verruchten – Geheimen nach sich. Spielerisches Umweben seiner Gefühle, wie eine Spinne, die Ihren Partner nach dem Liebesakt verschlingt. Etwas geben können, was die ”Andere ” nicht kann oder will, treibt das starke Geschlecht in ihre Arme. Was für ein Triumph. Was für eine blinde Euphorie, einen Mann an sich binden zu wollen, der genau dieser Enge seines trauten Heimes entfliehen möchte. Sie ist ein magisches Wesen für ihn, welche geduldig wartet, bis er seiner Frau wieder einmal eine Geschichte von Überstunden, Geschäftsessen oder sonstigen, seiner, auf wundersame Weise entsprungenen Phantasien auftischt. Natürlich lächelt sie auch dann, wenn er in machohafter Weise zum Handy greift, sich bei seiner Frau entschuldigt, dass es wieder später wird, während sie in seinen Armen liegt.

Die ewige Nummer Zwei

GeliebteGeliebte zu sein macht einsam. Man wird zur Schattenfrau. Von dem Tag, an dem sie ”Ihm” ihr Denken und Fühlen opfert und ihre eigene Identität aufgibt, beginnt die Frage nach dem Warum. Hochdotierte Managerinnen, wie Putzfrauen sitzen im selben Boot. Warum nehmen Frauen Jahr für Jahr diese seelischen Qualen auf sich? Nur um ihren Spaß zu haben? Mit Sicherheit nicht, denn als Geliebte wird man nicht geboren, man wird zu ihr gemacht. Ist es die Sehnsucht nach Geborgenheit oder der Drang, sich in moralisch nicht akzeptable Gefilde zu begeben? Böse Zungen behaupten, dass diese Frauen keinen Mann bekommen und sich deshalb verheirateten Männern wahllos an den Hals werfen.

Heimliche Liebesbeziehungen

Umfragen zeigen dass immer mehr Menschen schon einmal fremd-gegangen sind oder eine heimliche Liebesbeziehung neben einer festen Partnerschaft hatten. Die Gründe, warum es jemanden in die Arme eines oder einer Anderen treibt, sind vielfältig und reichen von Abenteuerlust bis zum Stillen einer tiefen Sehnsucht. Längerfristige Affären kommen übrigens häufiger vor als das schnelle Abenteuer zwischendurch.

Alle Beziehungen unterlaufen einen Reifeprozess. Ungezwungene Gespräche unter Kollegen, die sich über einen längeren Zeitraum einstellen, das Entdecken vieler kleiner Gemeinsamkeiten, welche eine vertraute, ja fast intime Atmosphäre ausstrahlen. Der Kaffee oder das Glas Wein, zu dem man sich nach Feierabend trifft, bevor sie die Familien in Anspruch nehmen. Die Ungezwungenheit einer Freundschaft. Bis man erkennt, dass im Verborgenen ein tiefes Gefühl entstand, das förmlich nach Erfüllung schreit. Das Gewissen, welches sie Nächtelang nicht schlafen lässt, fordert sein Tribut. Vielleicht hat sie all diese Seelenqualen als einstige Ehefrau selbst durchlitten und möchte seiner Familie nicht den Vater und Mann nehmen.

emotionale-wundenDas Herz sagt ja, der Verstand nein. Was siegen wird, liegt in seiner Endgültigkeit, an der Endscheidung des Mannes. Die Dauer dieser Beziehungen trifft oft das Leben selbst. Gewohnheit die sich einschleicht, wenn der Schleier der Verliebtheit den Bildern der Realität weicht. Einsame Überlegungen, ob sie wirklich ihre schönsten Jahre mit Warten verbringen möchte. Seine ständigen Vertröstungen, die seine Bequemlichkeit zum Ausdruck bringen. Die Firma, die er verlieren würde, wenn er seine Frau nach einer Scheidung ausbezahlen müsste, Kinder, die ihren Vater brauchen um groß zu werden. Ausweichende Gespräche, dass man auch zwei Frauen gleichzeitig lieben kann, lassen ihr die letzte Farbe aus dem Gesicht weichen und ihre Hilflosigkeit erkennen. Wenn er sich in diesem Rollenspiel wohl fühlt, zu Hause eine treusorgende Ehefrau zu haben und eine Geliebte, die immer ein offenes Ohr für seine Sorgen und sexuellen Phantasien hat, wird sie ewig Nummer zwei in seinem Leben bleiben.

Die Wiener Psychologin Prof. Dr. Gerti Senger hat sich auf dieses Thema spezialisiert. In ihrem Buch »Schattenliebe« schlüsselt sie die zehn tückischsten Fallen auf, um die jede Frau einen weiten Bogen machen sollte – sofern sie das noch kann. Leider ist es für viele „Schattenfrauen“ und „Zweite Geigen“ bereits zu spät, wenn ihnen dämmert, dass an der Dreiecksbeziehung etwas nicht stimmt. Plötzlich stellen sie fest: Die heimliche Romanze hat sich zur Belastung entwickelt, die das gesamte Denken und Fühlen blockiert. Aus den einst so schönen Gefühlen wurden völlig überdrehte emotionale Höhenflüge, gefolgt von ebenso intensiven Abstürzen.

Kennst du das auch? Statt den zwanglosen Sex und die Schmetterlinge zu genießen, wirst du von widersprüchlichen Empfindungen zerrissen. Schuldgefühle wegen der Lügen und des Betrugs, unerfüllbare Sehnsucht nach entspannter Zweisamkeit, Zorn über die Ausweglosigkeit der Lage, Selbstzweifel und Unsicherheit wechseln im Stundentakt. All diese Ausschweifungen funktionieren so lange, bis, ja bis, sich die emotional nicht greifbare Gefühlsregung der Liebe einen Weg in diese Beziehung bahnt. Spuren durchlittener Nächte, lassen die Konjunktur der Kosmetikstudios und Beautyfarmen aufleben. Zerschlagene Gläser, welche sich, noch halb gefüllt mit edlem Bordeaux, zur Freude eines jeden Malermeisters, an den Zimmerwänden wiederfinden. Hysterische Anfälle, die das Herz der Psychotherapeuten höher schlagen lässt oder Freundinnen, die dieses ewige Gejammer nicht mehr ertragen können und sich mehr und mehr zurückziehen. Natürlich streitest du dich regelmäßig mit deiner Schattenliebe darüber. Mit wem sonst? Schließlich gibt es kaum jemanden, dem du dich anvertrauen kannst. Jeder Streit endet in einer tränenreichen Versöhnung, in der ihr euch verzweifelt eure Liebe schwört, aber nie etwas ändert.

Wo die Liebe hinfällt, weiß man nicht. Allerdings muss man sorgfältig abwägen, was man will und was nicht. Wo liegen die Perspektiven für die Liebesbeziehung, die nicht sein darf? Kommunikation ist in einem solchen Fall wichtig. Vielleicht schreibst du in anonymen Foren, holst dir Rat bei Frauen, denen es ähnlich ergeht und stellst fest, dass es nur zwei Wege gibt: weitermachen oder trennen.

Auch wenn es schwerfällt, sich das einzugestehen: Die Schattenliebe ist außer Kontrolle geraten. Um dein Seelenheil wiederzufinden, mußt du diese Beziehung entweder auf ein gesundes Maß zurückschrauben und dich aus den Fallen befreien – oder die Schattenliebe beenden. Tief im Herzen weißt du das längst. Doch für den ultimativen Schnitt mußt du zunächst verstehen, wie du überhaupt in diese Situation geraten konntest. Und warum du darin festzukleben scheinst, ohne dich lösen zu können. Du täuschst dich nicht: Das Gefühl ist keine Einbildung!

Eine Schattenbeziehung bietet zahlreiche „Festhalter“, die wie emotionaler Superkleber wirken.

Deshalb ist es gerade für Frauen so schwer, sich aus solchen Beziehungen zu verabschieden. Doch hier gilt: Gefahr erkannt, Gefahr (fast) gebannt. Wenn du verstanden hast, womit du es zu tun hast, wird es dir besser gehen. Es gilt, für sich selbst herauszufinden: Sind es bloß momentane Gefühlswallungen, die man fehl- oder überinterpretiert? Und: Was riskiere ich, wenn ich was mache? Es ist dein Unterbewußtsein, welches sich immer wieder einen Mann (Frau) wählt, der sich nicht wirklich auf dich einlassen wird. Es hat also nicht wirklich etwas mit den Männern zu tun. Sondern mit dir. Es ist sehr wichtig zu erkennen dass du eine „Geliebte“ bist! Ohne dem Annehmen der Wahrheit, kannst du nichts ändern. Und täusche dich nicht: Eine „Geliebte“ kannst du auch ohne einem Mann an deiner Seite sein.

Deine eigenen Verstrickungen aus deiner Kindheit lassen oft keine feste Bindung zu. Es kann Treueversprechen aus anderen Leben geben (oder auch aus diesem) welche du gemacht hast, die jetzt eine Beziehung verhindern. Es wird immer wichtiger uns daran zu erinnern was in unserer Vergangenheit (noch) steckt, damit wir vor allem diese schwierigen Verstrickungen in Liebe (er)lösen.

Wir wollen unsere „Verflossenen“ vergessen, doch jede Partnerschaft lebt in unserer Seele weiter durch die vielen „cords“, die energetischen Schnüre die uns auf energetischer Ebene verbinden. Wir haben diese cords mit allen sexuellen Partnern (auch die one-night-stands) und die lösen sich nicht von selbst auf. Sie wirken und wirken – manchmal etwas verblasst – im Hintergrund und beinflußen alle unseren gegenwärtigen oder zukünftigen Beziehungen.

In geführter Trance kann man diese Orte der Verstrickung aufsuchen und sie lösen. Versprechen zurückgeben und so die Energien wieder zum Fließen bringen. So kann aus einer kleinen Prinzessin, der jahrelang Geliebten, eine liebende und geliebte Frau werden.

Mit ihren Thesen und Tipps spricht Gerti Senger übrigens explizit nicht nur die heimlichen Geliebten verheirateter Männer an, sondern auch die betrogenen Ehefrauen. Diese bekommen die Kälte des Schattens zwangsläufig ebenso zu spüren wie die beiden Hauptakteure und wissen oft nicht, wie sie sich verhalten sollen. Zu wissen, welche Gefahren eine Schattenliebe vom Lustspiel zum Drama kippen lassen, ist daher äußerst hilfreich für die betrogenen Dritten im Bunde. Und natürlich finden auch unglückliche Schattenmänner, d.h. Ehemänner und männliche Geliebte, hier wertvolle Anregungen und „Aha-Effekte“, um ihre vertrackte Situation besser zu verstehen und den ersten Schritt in Richtung emotionale Unabhängigkeit wagen zu können. Ob mit oder ohne Schatten-partner.

Centre

Vielen Dank fürs lesen. Wenn dich das inspiriert hat, teile es doch mit anderen und hinterlasse ein Kommentar. Und wenn Du hier auf meinem Blog von deinen Erlebnissen berichten magst, würde ich mich sehr freuen von dir zu hören.

Herzlichst, Renate

Bild: © Arthur-studio10 – Shutterstock/com

Literatur

Gerti Senger »Schattenliebe« (ersch. 1997 im Amalthea Signum Verlag)

 

Hast Du Teile Deines Selbst verloren?

Hast Du Teile Deines Selbst verloren?

“To thine own self be true.” – Shakespeare

Es ist so einfach sich selbst zu verlieren während wir immer schneller dahin rasen auf den Autobahnen des täglichen Lebens.

Hast du dich jemals so gefühlt? Vielen Menschen geht es so.

Vielleicht hast du ein geliebtes Hobby aufgegeben müssen? Manchmal zwingen uns unsere Lebensumstände und Verantwortungen all das aufzugeben was uns wichtig war und ist. Und dann kann es Jahre dauern bis wir uns wieder damit beschäftigen können, oder auch wollen.

Vielleicht warst du eines der vielen ungeliebten, ungewollten, unverstandenen und unterdrückten Kinder. Höchstwahrscheinlich hast du sehr früh und sehr schnell gelernt wie man nicht alles von sich preisgibt, wie man sich zurückhält, wie man überlebt indem man eben nicht spezielle Qualitäten und Talente wie neugieriges Erforschen, Freundlichkeit, Spontanität und Selbstbewusstsein zeigt. Wenn das kleine Kind nicht gewürdigt wird, nicht gesehen wird in diesem speziellen Moment, wenn es nicht genügend Momente von echter Aufmerksamkeit gibt, dann fangen wir an uns zu spalten, separieren und zu verstecken und letztendlich geht dadurch viel von uns einfach „verloren“ in den inneren Welten des Seins.

Oder bist du eines Tages einfach aufgewacht und wusstest nicht mehr wer du bist? Du fühlst dich leer. Du magst dich selber nicht mehr. Du möchtest einfach davonlaufen. Du möchtest dein wahres Selbst zurück, aber wer oder was ist das denn ohnehin?

Es können natürlich auch ganz große Stücke deines Selbst – sogar der gesamten Seele – ausgelöst durch einen heftigen Schock, Trauma oder Verlust, total überwältigt und verängstigt sein.

Warum male ich dieses Szenario? Weil ich weiß wie es sich anfühlt. Ich habe über die Jahre hinweg viele Teile von mir selber verloren.

Was immer du verloren hast, du kannst es zurückbekommen

Aber ich habe auch Aspekte des Kindes gefunden, die sehr wohl voller Freude und Übermut waren. Und ich fragte mich: was ist mit diesem Kind passiert? Was ist mit der Freude und dem Übermut passiert? Was ist mit meinem kleinen Mädchen passiert? Wer bin ich wirklich?

Trauma hat auch mein Leben aufs Tiefste verändert. Nicht nur ein Trauma, sondern einige. Auch ich bin ein Überlebenskünstler. Ich hatte schnell gelernt, was wichtig war, um zu überleben. Und wurde sehr tüchtig, ordentlich, eine ausgezeichnete Managerin. Über viele Jahre hinweg. Und während der ganzen Zeit hatte ich keine Ahnung, dass ich viele Teile meiner Selbst auf diesem Weg nach und nach verlor. Bis zu diesem speziellen Tag in Indonesien, als ich wieder anfing mich zu fragen „Wer bin ich?“ Und dieser umfangreiche Prozess der „Selbstfindung“ und Heilung, den ich in den Achtzigern begann, geht bis heute weiter.

Ja, auch ich habe viele Teile meiner Selbst verloren, aber jetzt hole ich sie mir alle zurück. Ich hole mir meine Freude am Leben, meinen Übermut, meine Ausgelassenheit, Selbstsicherheit, Power und meine Würde wieder zu mir zurück. Alle Teile und Aspekte, die ich im Laufe der Zeit verloren habe.
Was auch immer du verloren hast, du kannst es dir zurückholen.

Vier wesentliche Schritte sich wieder zu entdecken

Die eigene Geschichte kann natürlich nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Aber wir können uns wieder selber finden. Wir können uns wieder alle vermeintlich verlorenen Talente und Qualitäten zurückholen. Auch die verlorenen Seelenanteile und Energien. Es ist NIE zu spät.

shutterstock_114564661

Hier sind die 4 wesentlichen Schritte, die jedem helfen können, sich wiederzufinden.

1. Anerkennung des Verlustes
Gehst du einfach mechanisch durch dein Leben, deinen Alltag? Das ist die Essenz des sich verloren fühlen. Hektik und beschäftigt sein tüncht über den Schmerz der Leere und des Verlustes. Aber eines Tages tröpfelt ein bisschen „Gnade aus den spirituellen Welten“ herein. Ein winziges Licht erhellt ein Stück Dunkelheit.

Wenn das passiert, zögere nicht einen Moment! Greif nach den Gnadentropfen, bleib im Licht, auch wenn es nur ein paar winzige Strahlen sind und wage zu fragen: „Habe ich mich verloren?“ Es kann sein dass die Antwort sofort kommt, oder vielleicht tanzt sie noch etwas in den tiefsten Gehirnwindungen herum, bis sie eines Tages als Klarheit am Morgenhimmel erscheint.

2. Finde heraus, welche Teile verloren gingen
Was vermisst du? Hast du das Gefühl du bist überhaupt verloren? Oder vermisst du einfach Teile und Aspekte von dir? Versuche ein paar der Methoden im Teil 4 – z.B. Schreiben, Dialog oder Malen, um an die Wahrheit zu kommen.

Fragen zum Reflektieren:

  • Wer bin ich? Und ist das wer ich wirklich sein will?
  • Was vermisse ich?
  • Welche Teile vermisse ich?
  • Nach was sehne ich mich?
  • Was waren meine Träume als Kind, als Teenager, als junge/r Erwachsene/r
  • Was war meine Leidenschaft als Kind, als Teenager, als junge/r Erwachsene/r
  • Wie möchte ich, dass mein Leben ausschaut? Heute? In fünf Jahren? Wenn ich sterbe?
  • Was ist mir wichtig?
  • Was schätze ich am meisten?
  • Was bringt mir Freude, Zufriedenheit, einen Sinn für Errungenschaft

3. Schau dir an, wie du vom Weg abgekommen bist
Es gibt so viele Wege, wie man sich selber verlieren kann. Durch die Stimme des Inneren Tyrannen und durch die Umstände des täglichen Lebens, die uns jederzeit erreichen können. Jeder von uns kann ganz schnell den Boden unter den Füßen verlieren durch die zahllosen Anforderungen, Erwartungen und die vorrangigen Verbindlichkeiten, die unser Leben anscheinend endlos bestimmen.

Für viele Menschen verschwindet ihr wirkliches Selbst ganz einfach, Stück-für-Stück, Minute-bei-Minute, Tag-für-Tag, ohne dass sie es überhaupt bemerken.

Nimm dir jetzt etwas Zeit, um einmal genauer hinzusehen wie du deinen Weg verloren hast.

Hier sind ein paar der gängigsten Faktoren die dazu führen können:

  • ein Ereignis
  • eine Beziehung
  • Unzufriedenheit im Job
  • Familienmitglieder
  • Kinder
  • Heirat
  • Freunde
  • Starke Emotionen wie Sorgen, Angst, Wut/Zorn, Sehnsüchte, Fixierungen, Depressionen
  • Lebensveränderungen und Verluste
  • Umzug (neuer Lebensraum)
  • ein Unfall
  • Krankheit oder Operation
  • sich zu viel auf andere fokussieren
  • sich zu viel um andere kümmern
  • ein großes Projekt
  • Kindheitserfahrungen
  • Trauma
  • Kampferfahrungen (Militär, Polizei)
  • Verluste
  • immer ein glückliches Gesicht zeigen müßen
  • eine Lüge leben
  • in einer Rolle steckengeblieben

Wenn du erkennen kannst welche(s) deiner Themen dich am meisten behindern, hilft  es dir zu verstehen, wo du am angreifbarsten und schwächsten bist. Das wiederum hilft dir zu erkennen, wo am besten du Veränderungen in deinem Leben machen kannst, damit du wieder ganz wirst und dich weiterentwickelst.

Diese kleine Übung ist nicht dazu gedacht andere schlecht zu machen, ihnen Vorwürfe zu machen, oder äußere Umstände dafür verantwortlich zu machen. Du wirst niemals ganz und glücklich sein, solange du an der Vergangenheit festhältst – aber das wissen die meisten von euch natürlich schon lange. Auch wenn es sehr schlimm wahr, so schlimm, dass du das Geschehene in diesem Moment nicht verzeihen kannst, du kannst beginnen, den Teil (die Teile) in dir, der da immer noch feststeckt in dieser Zeit und diesem Raum, nach Hause zu holen, Stück für Stück. Erst dann kann so etwas Großes wie Verzeihen überhaupt in Erwägung gezogen werden, denn es geht nicht, wenn man sich dazu genötigt fühlt aus „Gutmensch“ Motivation heraus zu denken, man müsse ALLES verzeihen. Und dann mach weiter dabei all deine Teile zu finden, und dein Leben neu zu gestalten.

4. Verlange dein verlorenes Selbst zurück
Manchmal hilft es schon, sich einfach wieder mit etwas zu beschäftigen das in der Vergangenheit Spaß gemacht hat, wie z.B. ein Hobby.

Aber für die meisten von uns ist der Prozess des sich Wiederfindens ein langer. Man muss sich erst wieder an die verlorenen Aspekte erinnern können, um sie sich zurückzuholen; sie müßen zuerst gefunden, dann angenommen und genährt werden, damit sie sich wohl fühlen, wachsen und integriert werden können. Alle Methoden, welche die rechte Gehirnhälfte engagieren, sind sehr gut für dafür geeignet.

Hier sind ein paar Methoden, die du vielleicht ausprobieren möchtest. Aber erinnere dich bitte daran, dass du mit allen Methoden einen sogenannten „Trauma Flash Back“ kreieren kannst; d.h. es könnten Erinnerungen, oder Teilerinnerungen des Traumas, an die Oberfläche kommen. Bei ernsthaftem Trauma in der Vergangenheit, ist therapeutische Begleitung sicher die am geeignetsten Methode, diese Aspekte zurückzuholen und zu integrieren.

  • Schreibe ein regelmäßiges Journal
  • Werde kreativ wie Malen, Collagen, Zeichnen oder Töpfern
  • Verwendung von Farbe im Wohnbereich und Kleidung
  • Finde heraus was dir im Moment wirklich richtig Spaß macht; einmal am Tag etwas machen, das Spaß macht.
  • Beschließe einfach dass du jetzt bereit bist, dich wirklich selbst so anzunehmen und zu lieben so wie du jetzt bist; beginne heute damit.
  • Verwende ein „Machtwort“. Finde ein einziges Wort oder kurze Phrase die ausdrückt, was du jetzt in dir oder in diesem Jahr erreichen möchtest.
  • Setze dir ein Ziel – z.B. einen neuen Job finden, wenn der bisherige nicht mehr passt – und mache einen Plan, wie du das zu erreichen gedenkst.
  • Kreiere ein neue, tägliche Angewohnheit, die einen wiedergefundenen Aspekt von dir nährt und unterstützt.
  • Arbeite mit einem Psycho-Therapeuten, Energetiker oder Lebensberater
  • Verwende Symbole und Krafttiere

Finde dich wieder nach Schock und Trauma
Bei Trauma ist immer mit dem Verlust eines oder mehrerer Aspekte des Selbst, zu rechnen. Es gibt schon genügend wissenschaftliche Untersuchungen, welche die somatische Wirkung und Neurophysiologie von traumatischem Stress erforschten. Heutzutage gibt es exzellente neue Methoden von und mit kompetenten Therapeuten, die sich auf Traumaheilung spezialisiert haben. Bis vor kurzem galten diese Arten von Trauma als schwer zu bewältigende Zustände. Dabei helfen auch Techniken wie Atemarbeit, Meditation, Metaphorik, Biofeedback, energetische Auflösungsarbeiten, Hypnose, NLP (Neuro-Linguistic Programming), Information Processing Techniques  (EMDR, EFT, TFT, TAT), kognitive Verhaltenstherapie, CoReOn® Energetik usw.

Du musst dich nicht jahrelang als Opfer fühlen und versuchen, alleine damit zurecht zu kommen. Jedes Trauma kann geheilt werden.

Die uralten medizinischen Traditionen der Chinesen, Inder und Indianer schöpfen auch aus einer Fülle von Möglichkeiten zur Linderung und Heilung von Traumata. Die chinesische Medizin ist fest davon überzeugt, dass bei heftigem Schock die Seele sich aus dem Körper entfernt. Vielleicht stehst du dem etwas skeptisch gegenüber, aber erinnere dich, dass sie auf eine jahrtausende alte Erfahrung zurückgreifen können. Unsere sogenannte moderne Medizin ist erst ungefähr hundert Jahr alt.

In seinem Buch, Healing with Form, Energy, and Light,  Tenzin Wangyal Rinpoche erklärt,“…in vielen schamanischen Traditionen gibt es den „Seelenverlust“. Obgleich es ein Ungleichgewicht der Elemente ist, ist dieses Ungleichgewicht größer, als man im täglichen Leben erleidet. Es ist eine Frage des Ausmaßes. Seelenverlust ist ein sehr tiefgreifender Verlust von elementaren Qualitäten. Es ist eine Kondition die normalerweise, aber nicht immer, durch traumatische externe Situationen und Wesen ausgelöst wird und so zu einem extrem gestörten Gleichgewicht führt.“

Die Elemente sind Erde, Feuer, Wasser, Luft und Äther in dieser Tradition. Diese Elemente bilden ihren Lehren nach den Grundstein für alles Sein und alle Prozesse.

Weiteres sagt er: “ Der gleiche innere Schaden kann ausgelöst werden durch den Verlust eines Kindes, Vergewaltigung, Brutalitäten, Krieg, Autounfall oder den Verlust des Heimes oder der Heimat – all die Katastrophen und das Elend, welches Menschen befallen kann. Der Schock überwältigt die Seele mit Angst, Verlust, oder einer anderen heftigen Emotion und das Resultat davon sind der Verlust aller positiven Qualitäten, der Verlust von Lebenskraft und Vitalität, der Verlust von Freude und Mitgefühl. Es kann auch zu physischer Gebrechlichkeit und dem Verlust von Sinneswahrnehmungen führen.“

Auch in diesen uralten Traditionen braucht es viel Zeit, Geduld und den richtigen Meister, um alle Rituale und Techniken zur Heilung zu erlernen. Genau wie bei Ärzten gibt es viele unterschiedliche Qualitäten von Schamanen und alternativen Heilern. Schau dich gut um, informiere dich und höre auf dein inneres Gefühl. Wenn du ein „ungutes Gefühl“ hast, schau/fühle genau hin ob es einfach dein Wiederstand ist, oder eine Innere Stimme, die dich vor der Person warnt. Aber wenn du jemanden vertrauenswürdigen gefunden hast, bleib dabei. Vor allem bei Traumaheilung bedarf es viel Geduld, Liebe und auch manchmal eine Dosis von tough love (robuster Liebe), um Erfolge zu erzielen. Ein ständiges wechseln von Therapeuten und Beratern bringt gar nichts. Das ewige jagen nach der neuesten Therapie auch nicht. Trauma wird nicht mit „2 Fingertechniken“ oder sonstigen ähnlichen instant healing technologies erlöst und geheilt werden. Das verletzte, verstörte, verlorene Innere Kind braucht einen sicheren Raum, damit Vertrauen wachsen kann. Und das geschieht fast nie sofort.

Inneres Kind

Literatur: Alexander Korittko / Karl Heinz Pleyer –  Traumatischer Stress in der Familie

Bildquelle: Shutterstock

Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe, Du genießt und profitierst von Deiner Zeit , die Du hier auf Renates Blog zubringst. Wenn dich der Artikel inspiriert hat, teile ihn doch mit anderen. Und wenn Du hier auf meinem Blog von deinen Erlebnissen berichten magst, würde ich mich sehr freuen von dir zu hören.

Copyright © 2011 – 2015, Renate Hechenberger. All Rights Reserved. Alle Artikel auf meiner Website dürfen bei Nennung des Autors und Linksetzung der Website gerne und jederzeit kopiert und weiterverteilt werden.