Die fragmentierte Ichheit

Die fragmentierte Ichheit

geschrieben von Steven Black:

Letztens war das Thema der Ungleichgewichte, die wir an Körper, Geist und Verstand haben, aber wie sowas aussehen KANN, das möchte ich heute näher beleuchten und darstellen.

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Man kann es natürlich verstehen, wenn sich jemand sagt:

“Ist doch alles nur total übertrieben, ich lasse mir doch keine schweren Verletzungen einreden. Und mein Gott, sicher wird da das eine oder andere sein, aber was hätten unsere Großeltern gesagt, die durch Kriege gehen mussten, die hatten wichtigeres zu tun und haben auch ein Leben gelebt, die haben nicht wehleidig rumgejammert, “oh, ich bin ja so verletzt, bähhhh” ..  man kann sowas auch mit Anstand durchstehen .. “

Ja, na klar, kann man so vorgehen, natürlich, die Mehrheit der Menschen tut dies auch. Im unterdrücken und wegpacken sind wir alle großartige Meister.

Dabei “erarbeiten” sie sich “innere Personen”, die jedesmal zum Vorschein kommen wenn  Verletzungen “einkeyen”, wenn sie einen Reiz, oder eine Stimulierung dazu erleben und/oder vorliegt, denn SIE handhaben den Schmerz. Diese “inneren Personen” schützen den Kern des Menschen vor weiteren Verletzungen, indem sie die Menschen davon abhalten, die schmerzvollen Gefühle nochmal zu fühlen. Sehr wirkungsvolle Abwehrstrategien, das muss man schon sagen ..  sie beschützen wahrhaftig das ursprüngliche des Menschen.

image<-Quelle:

Hmmmm, und WER genau ist dieses ICH? Und damit meine ich unser ALLER Ego-Ich.

Für gewöhnlich betrachtet man das Ich als eine immens wichtige “Zutat” des Gesamtwesens. Und fragt man Wissenschaftler, so ist ihre Auffassung über unseren “Erste Person Fokus”, je nachdem, welchem Wissenschaftsbereich sie angegliedert sind, derart unterschiedlich und dennoch übereinstimmend gleich, daß echt “Hopfen & Malz” verloren ist – denn die meisten gehen von gewissen neurologisch – Gehirnmassebezogenen Voraussetzungen aus. Igitt, wie Strunz langweilig und wie vorhersehbar ihre Ergebnisse ..

Hirnforscher, Naturwissenschaftler, einige Quantenphysiker und Psychologen streiten sich dabei um die korrekte Philosophie. Sie alle scheinen so sehr davon überzeugt, daß die Entstehung des menschlichen Bewusstseins von der etwa 1,5 Kilogramm schweren, neuronalen Masse innerhalb unseres Kopfes abhängt.

Einer ihrer “Glanzlichter”, der 72-jährige, amerikanische Hirnforscher Michael Gazzaniga etwa, erklärt jedem der es hören will, oder auch nicht, daß unser “Gefühl, dass wir selbstbestimmt handeln und Entscheidungen treffen”, im Grunde lediglich eine Illusion sei,  “eine Illusion, die unser Gehirn selbst hervorbringe und mit der es uns »permanent in die Irre« führe” meint er.

Und WIE ist der da drauf gekommen?

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