Glaubenssätze & Überzeugungen

Glaubenssätze & Überzeugungen

Ein früher Text über eigene und kollektive Glaubenssätze zu hinterfragen und ob sie ein Update brauchen.
Er bleibt hier bewusst sichtbar – als Teil des Weges, aus dem meine heutige Ausrichtung entstanden ist.


Unsere Glaubenssätze sind Autopilot-Programme, die in unserem Unterbewusstsein ablaufen und das Verhalten im Alltag steuern. Wir schwimmen in einem Meer von Glaubenssätzen und treffen im Alltag täglich auf Neue. Wir übernehmen sie, wenn sie uns nützlich erscheinen oder weil die anderen es auch tun. Doch eigentlich besitzen nicht wir die Glaubenssätze, sondern die Glaubenssätze besitzen uns. Und bewusst übernehmen wir auch Glaubenssätze, die uns schaden, weil wir verlernt haben, die Regeln, Gedanken, Sätze und Dinge zu hinterfragen. Es existieren auf der Welt mehrere Milliarden Glaubenssätze. Du hast dich für einige davon entschieden. Warum genau diese? War diese Entscheidung bewusst? Nutzen sie dir? Der gleiche Glaubenssatz kann für eine Person nützlich sein, für eine andere überhaupt nicht. Manche Glaubenssätze haben ein Verfallsdatum und brauchen ein Update.

Die Glaubenssätze entstehen vor allem im Kindheitsalter. In diesem Alter stellen wir noch alles infrage. Wenn man anfängt, die Regeln und Glaubenssätze immer mehr zu hinterfragen, bekommt man jedoch oft folgende Antwort: „Weil man das so macht, oder ‚Weil das so ist, oder „Weil sich das so gehört‘. Keine befriedigende Antwort für ein neugieriges junges Wesen. Dadurch lernen wir, die Regeln und Glaubenssätze nicht mehr zu hinterfragen und einfach anzunehmen. Viele Regeln und Werte sind natürlich sinnvoll und nützlich, doch irgendwann hört man auf, zu unterscheiden, was man bewusst wählt und was nicht. So übernehmen wir einfach alles, weil es sich so gehört und weil man das so tut.

Wir treffen auf sehr viele Quellen der Glaubenssätze in Form von autoritären Personen wie: Familienmitglieder, Lehrer, Professoren, Vorgesetzte, Freunde, aber auch von Filmen und sogar von Werbespots. Der angebotene Imitationstrieb ist für die Übernahme fremder Glaubenssätze zuständig. Jedes Lebewesen auf dieser Welt lernt am schnellsten durch das Imitieren seiner Eltern oder Vorbilder. In den ersten Jahren brauchen wir diesen Imitationstrieb, um laufen und sprechen zu lernen. Wenn wir erwachsen werden, leben wir weiterhin unseren Eltern oder Bezugspersonen nach. Deshalb ist es so wichtig, eigene Glaubenssätze immer wieder zu prüfen, zu filtern und durch neue und vor allem positive zu ersetzen. Weitere fremde Glaubenssätze, die wir in unser Unterbewusstsein übernehmen, sind die kollektiven Glaubenssätze. Ein kollektiver Glaubenssatz war früher zum Beispiel: Die Erde sei eine Scheibe. Viele Glaubenssätze übernehmen wir, ohne nachzudenken oder zu prüfen, ob sie der Wahrheit entsprechen. Dabei können sie uns auf ungute Weise in unserer Entwicklung oder Vorstellung blockieren. Manchmal übernehmen wir die Glaubenssätze, um einfach dazuzugehören. Dafür ist unser Überlebensinstinkt verantwortlich. Denn damals war es wichtig, zu einer Gruppe dazuzugehören, um überleben zu können. In der Tat funktioniert unser Gehirn immer noch wie in der Steinzeit und hat sich nicht so schnell an die heutige Zeit anpassen können.

Reflektiere, welche der folgenden Glaubenssätze und Redewendungen du immer wieder verwendest, weil du sie als richtig einstufst.

Glaubenssätze

  1. Die Welt ist kein sicherer Ort.
  2. Ein Indianer kennt keinen Schmerz.
  3. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Ohne Fleiß, kein Preis.
  4. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
  5. Etwas stimmt nicht mit mir. Das kann ich nicht.
  6. Andere haben es besser als ich. Andere sind besser als ich. Aus mir wird eh nichts.
  7. Andere werden immer bevorzugt.
  8. Dafür bin ich zu alt.
  9. Das begreife ich nie. Das werde ich nie lernen.
  10. Das hat bei mir noch nie geklappt.
  11. Das ist viel zu viel für mich.
  12. Das ist zu schwierig.
  13. Das kenne ich schon, das bringt mir nichts.
  14. Das Leben ist so hart / schwierig.
  15. Das Leben wird immer ein Kampf sein / Im Leben muss man sich durchbeißen.
  16. Die anderen denken schlecht über mich.
  17. Die Politiker, die Wirtschaft, die Eltern sind schuld.
  18. Für mich interessiert sich doch ohnehin niemand.
  19. Geld fällt nicht vom Himmel, man muss hart dafür arbeiten.
  20. Geld macht unglücklich. Geld verdirbt den Charakter. Geld wird meine Probleme lösen.
  21. Ich bin ein schwerer Fall.
  22. Ich bin fehl am Platz.
  23. Ich bin einsam / meine Beziehungen halten nicht lange.
  24. Ich bin nicht gut genug. Ich bin nicht liebenswert. Ich bin nicht lebensfähig.
  25. Ich bin nicht mutig genug.
  26. Nur er/sie allein kann mich glücklich machen.
  27. Ich brauche eine Beziehung, um glücklich zu sein.
  28. Ich gehöre einfach nicht dazu.
  29. Ich gewinne nie etwas. Ich habe einfach kein Glück.
  30. Ich glaube nicht, dass mir so etwas helfen kann.
  31. Ich habe zu wenig Zeit und zu wenig Energie.
  32. Ich habe zwei linke Hände.
  33. Ich habe es nicht verdient. Mir steht es nicht zu.
  34. Ich habe nicht genug. Ich kann mir das nicht leisten.
  35. Ich kann mich nicht entscheiden. Ich kann nicht Nein sagen.
  36. Ich enttäusche alle, mache immer alles falsch.
  37. Ich muss alles unter Kontrolle haben.
  38. Ich muss mich unterordnen.
  39. Ich treffe nie die richtigen Leute. Es war schon immer so.
  40. Ich weiß nicht, was ich tun soll.
  41. Ich weiß nicht, was ich will.
  42. Ich werde immer kämpfen müssen.
  43. Ich werde immer versagen.
  44. Wer hoch hinaus will, fällt tief.
  45. Ich werde mich nie ändern.

Positive Glaubenssätze

  1. Ich bin stets in Sicherheit.
  2. Wachstum und Entwicklung machen mir Freude und Spaß.
  3. Ich habe Spaß bei meiner Tätigkeit.
  4. Ich erreiche viel mit wenig Aufwand.
  5. Alles, was ich anfasse, verwandelt sich in Gold.
  6. Das Leben ist ein Ponyhof / ein Wunschkonzert.
  7. Ich bin einzigartig, so wie ich bin.
  8. Ich darf und ich kann alles, was ich möchte.
  9. Das Leben ist wunderbar.
  10. Ich bin jeden Tag erfolgreicher und besser als gestern.
  11. Ich bekomme alles, was mir zusteht.
  12. Ich lerne mit Leichtigkeit.
  13. Das Wissen und die Umsetzung bringe mir Freude.
  14. Bei mir klappt alles, was ich mir vornehme.
  15. Das mache ich mit links.
  16. Das kenne ich schon, nun wende ich es auch an.
  17. Das Leben ist voll mit tollen Überraschungen. Das Leben fühlt sich jeden Tag besser an.
  18. Was andere über mich denken, interessiert mich nicht. Ich finde mich toll.
  19. Es ist wie es ist, alles passiert zu meinem Besten.
  20. Ich bin interessant und einzigartig.
  21. Ich darf viel Geld haben und meine Arbeit bereitet mir Freude.
  22. Ich bin glücklich, egal, wie viel ich besitze.
  23. Ich finde für alles eine Lösung.
  24. Ich bin immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit.
  25. Ich fühle mich vollkommen, alleine oder mit anderen Menschen.
  26. Ich bin gut genug.
  27. Ich bin liebenswert.
  28. Ich bin lebensfähig.
  29. Ich allein kann mich glücklich machen.
  30. Ich habe bereits alles, um glücklich zu sein.
  31. Ich gehöre dazu / ich kann höflich Nein sagen, wenn notwendig.
  32. Ich gewinne immer / ich habe einfach ständig Glück.
  33. Ich habe es selbst in der Hand, was mir hilft.
  34. Ich habe so viel Zeit und so viel Energie. I
  35. Ich habe viele Talente und lebe sie aus.
  36. Ich habe das Beste verdient.
  37. Mir steht alles zu. Ich habe mehr als genug. Ich kann mir alles leisten.
  38. Ich treffe die richtigen Entscheidungen.
  39. Ich erreiche alle meine Ziele.
  40. Ich mache intuitiv alles richtig.
  41. Ich kann anderen Menschen vertrauen.
  42. Ich arbeite gerne mit anderen zusammen.
  43. Ich treffe immer die richtigen Leute.
  44. Ich bestimme, wie die Dinge sich entwickeln.
  45. Ich weiß ganz genau, was ich will.
  46. Ich habe viel Freude in allem, was ich tue.
  47. Ich ziehe Erfolg an.
  48. Ich stoße meine Entwicklung und Veränderung bewusst und mit Freude an.

Glaubenssätze können positiv oder negativ sein, sie bilden immer die Wurzel unserer Ergebnisse. Wenn wir mit den bisherigen Resultaten nicht zufrieden sind, reicht es nicht aus, nur an den Ergebnissen oder den Handlungen zu arbeiten. Für einen langfristigen und dauerhaften Erfolg bilden neue Glaubenssätze die Grundlage und die Quelle für neue Resultate.

Du hast nun die Aufgabe, deine Glaubenssätze und die automatisierten Programme zu erforschen – zu entdecken. Nimm dir dafür Zeit, um deine Gedanken zu beobachten, sie zu sammeln und aufzuschreiben. Teile ein Blatt Papier in drei Spalten und notiere zuerst alle deine Gedanken, die wie Glaubenssätze klingen, vor allem diejenigen, die negativ sind. Dazu gehören auch mentale Muster wie Aberglaube, dem du immer wieder begegnest, zum Beispiel: Die schwarze Katze bringt Unglück. Schreibe auch Sprichwörter und Sätze auf, die du immer wieder in deiner Umgebung hörst oder dir selbst denkst, wie Geld böse ist. Es gibt keinen Aufzug zum Erfolg. Man muss die Treppe nehmen. Wer schön sein will, muss leiden oder auch die Klassiker wie das Leben ist kein Ponyhof. Früher war alles besser. Und und und … Hier gibt es keine Grenzen, je mehr du findest, desto mehr kannst du verändern. Du solltest jedoch mindestens 30 Punkte finden: Auch wenn sie sich ähnlich anhören oder mit demselben Thema zusammenhängen, setzen sie alle auf die Liste.

Füge in der zweiten Spalte das ungefähre Alter hinzu, wann du glaubst, diesen Glaubenssatz übernommen oder zum ersten Mal gehört zu haben.

Schreibe in der dritten Spalte die Quelle auf, von wem du diesen Glaubenssatz hast oder wo du ihn gehört hast. Mögliche Quellen können sein: Eltern, Geschwister, Schule, Uni, Chef, Kollegen, Werbung, Filme, Freunde.
Notiere anschließend, ob der Glaubenssatz für dich (noch) hilfreich ist oder nicht. Wenn nicht, fange an, ihn durch einen neuen Glaubenssatz zu ersetzen oder ein neues Gedankenmuster dazu zu kreieren.

Nimm dir ausreichend Zeit für diese Übung und wiederhole sie immer wieder, wenn du dein Leben noch einen Schritt weiter bringen möchtest.

Durch das Aufschreiben erzeugen wir neue neuronale Verbindungen in unserem Gehirn und bringen dem Unterbewusstsein die neue Strecke bei. Nutze und fahre diese neue Straße, bis sie sich zu deinem neuen Glaubenssatz gefestigt hat. Entscheide dich bewusst, die alten Muster loszulassen, vor allem alte Redewendungen, und fokussiere einen neuen und vor allem deinen Weg. Lese deine neuen Sätze regelmäßig, am besten täglich.


© 08 /2024 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Du hast eine Seele – und sie will gelebt werden

Du hast eine Seele – und sie will gelebt werden

Ein früher Text über spirituellen Hunger und Sinnsuche.
Er bleibt hier bewusst sichtbar – als Teil des Weges, aus dem meine heutige Ausrichtung entstanden ist.


Ja, du hast eine Seele.
Und der Sinn deines Lebens ist es, dir ihrer bewusst zu werden und eine echte Verbindung mit ihr zu leben.

Der Begriff Seele wird heute inflationär verwendet und hat dadurch viel von seiner Tiefe verloren. Er taucht in religiösen Kontexten ebenso auf wie in spirituellen Marketingkonzepten oder im Mythos der Dualseelen. Gleichzeitig wird endlos darüber diskutiert, ob wir überhaupt eine Seele haben, wo sie sich befindet und ob sie unsterblich ist. All das schafft eher Verwirrung als Klarheit.

Oft wird angenommen, Seele sei gleichbedeutend mit Psyche – dem griechischen Wort für Seele. Doch Psyche und Seele sind nicht dasselbe.

Psyche und Seele

Das persönliche Selbst ist durch Ich-Bewusstsein gekennzeichnet.
Es entsteht durch das Zusammenspiel von Denken, Fühlen und Vitalität im physischen Körper. Wenn sich diese drei Aspekte verbinden, bildet sich die menschliche Psyche – das, was die Psychologie als Ego bezeichnet.

Die Psyche ist ein nicht-materielles Organ, das im Körper verankert ist und in enger Wechselwirkung mit ihm steht. Sie ist Ausdruck von Eigenbewusstsein und zeigt sich durch Intellekt und emotionale Eigenliebe. Gleichzeitig ist sie Ursprung vieler emotionaler und körperlicher Probleme, weil sie uns dazu bringt, uns ausschließlich mit unserer körperlichen und gefühlsmäßigen Wahrnehmung zu identifizieren.

Ohne die Seele könnte sich die Psyche nicht entwickeln.
Die Seele ist der Grund, warum wir hier sind.

Seelenverlust

Der zunehmende spirituelle Hunger unserer Zeit und die endlose Suche nach Sinn stehen in engem Zusammenhang mit einem weitverbreiteten Verlust der Seelenverbindung. Seelenverlust ist keine bloße Metapher und nicht nur ein schamanisches oder psychologisches Konzept. Er entsteht nicht ausschließlich durch Trauma, Missbrauch, Unfälle oder extreme Lebensereignisse.

Manchmal genügt schlichte Missachtung.

Wenn Menschen über lange Zeiträume hinweg ausschließlich auf Funktionieren ausgerichtet sind und die leisen Impulse ihrer Seele ignorieren, beginnt sich etwas zurückzuziehen. Das Leben wird routiniert, bedeutungslos oder leer – auch wenn äußere Strategien weiter funktionieren. Erfolg, Geld, Beziehungen, Unterhaltung oder Ablenkung füllen die Leere nur scheinbar.

Was fehlt, ist die bewusste Verbindung zur eigenen Seele.
So wird das ungelebte Leben zu einem stillen Hintergrundschmerz.

Die Kernwunde

Für mich bedeutet Seelenverlust vor allem die Trennung vom eigenen göttlichen Wesen – von Seele, Höherem Selbst und Monade. Die meisten Menschen haben keinen bewussten Kontakt zu ihrer Seele. Stattdessen bleibt ein diffuses Sehnen, das oft romantisiert wird – als Suche nach der Dualseele oder dem Seelenpartner.

Eine der tiefsten Kernwunden vieler Menschen ist, niemals wirklich gesehen worden zu sein. Wenn das einzigartige Wesen, das wir sind, nicht wahrgenommen wird, beginnt sich die Seele zurückzuziehen. Das Menschsein leidet im Schatten dieses Getrenntseins – bewusst oder unbewusst.

Manche spirituellen Lehren sagen, die Seele könne nicht verwundet werden. Das ist wahr – und zugleich nicht. Über viele Inkarnationen hinweg kann sie verletzt, fragmentiert oder abgespalten werden, meist als Schutzreaktion auf unerträgliche Erfahrungen.

Jetzt beginnt für viele die Phase der Integration:
die bewusste Verbindung zwischen Persönlichkeit (Psyche) und Seele.

Was Persönlichkeit braucht – und was die Seele braucht

Das gesunde Ich benötigt Sicherheit, Anerkennung, Schutz und irdische Erfüllung, um seine Aufgaben zu meistern.

Die Seele hingegen kennt den größeren Zusammenhang. Sie trägt die Erinnerung an alle Inkarnationen, an Talente, Aufgaben und den inneren Plan dieses Lebens. Sie ist der Ort unserer tiefsten Absichten, unserer Bedeutung und unseres Sinns.

Hier entstehen die Antworten auf Fragen wie:

  • Warum bin ich hier?

  • Was ist meine Aufgabe?

  • Was ist meine Berufung?

  • Was will durch mich in die Welt?

Die drei Bewusstseinsebenen

1. Persönlichkeitsbewusstsein
Der Mensch identifiziert sich mit der Form und beginnt, schöpferisch in der äußeren Welt zu wirken.

2. Seelenbewusstsein
Der Mensch erkennt die seelischen Qualitäten hinter der Form und beginnt, sich mit der Seele als wahrem Selbst zu identifizieren.

3. Geistiges Bewusstsein
Der Mensch erkennt den göttlichen Willen und den größeren Plan, den die Seele durch die Persönlichkeit zum Ausdruck bringt.

Ich bin die Seele

Diese Affirmation stärkt die Identifikation mit der Seele als wahrem Selbst. Sie ist zunächst ein Akt des Vertrauens – und wird mit der Zeit zu erfahrener Realität.

Indem wir uns bewusst als Seele wahrnehmen, beginnen unsere Handlungen, Gedanken und Beziehungen aus dieser Ebene heraus gelenkt zu werden. So entsteht allmählich eine Brücke zwischen Persönlichkeit und Seelenbewusstsein.

Ich bin Liebe –
Ich bin geistiger Wille –
Ich habe einen Lebensplan

Diese Aussagen vertiefen die Verbindung zu den drei Aspekten der Seele:

  • Wille

  • Liebe-Weisheit

  • Intelligenz

Mit zunehmender Bewusstheit beginnt sich unser Leben stimmig auszurichten. Auch schwierige Situationen verlieren ihren Sinnverlust – sie werden Teil eines größeren inneren Zusammenhangs.

Der Weg

Der Mensch ist ein Wesen in Entwicklung.
Das Bewusstsein erweitert sich über viele Leben hinweg. Je bewusster wir werden, desto klarer erkennen wir, dass unsere Inkarnationen Teil eines viel größeren schöpferischen Geschehens sind.

Die bewusste Verbindung mit der Seele ist kein Rückzug aus dem Leben –
sondern seine eigentliche Verkörperung.


Dieser Text stammt aus einer früheren Phase meiner Arbeit, in der die bewusste Verbindung zur Seele und zu höheren Bewusstseinsebenen im Mittelpunkt stand.

Heute arbeite ich nicht mehr mit spirituellen Modellen oder Bewusstseinsstufen, sondern mit der konkreten inneren Architektur, aus der Menschen führen, entscheiden und präsent sind.

Was geblieben ist, ist die Erfahrung, dass Sinn nicht durch Konzepte entsteht, sondern durch gelebte innere Anbindung.

Diese Anbindung zeigt sich heute weniger als spirituelle Suche – sondern als innere Führung, Klarheit und Zugehörigkeit im gelebten Leben.


© 1 /2023 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Egotod – wenn es denn endlich sterben würde

Egotod – wenn es denn endlich sterben würde

Ein früherer Text über Persönlichkeit, Seele, Einweihung und Verantwortung.
Ich lasse ihn bewusst sichtbar, weil er einen wichtigen Abschnitt meines Weges widerspiegelt – und weil viele der hier beschriebenen Missverständnisse bis heute wirksam sind.


Es gibt nicht mehr viel, was mich so leicht aus meiner inneren Ruhe bringen kann, aber Angebote wie das folgende können das noch. In meiner eigenen Praxis erlebe ich ja ständig, dass viele Menschen auf dem Weg glauben, sie müssten diesen Ideen folgen  – manchmal mit fatalen Folgen. Einfach, weil sie es nicht besser wissen und oft in der Hoffnung, etwas/jemand wird jetzt schnell und effektiv alle ihre Probleme beseitigen. Und Egotod klingt irgendwie schräg genug … für die Abenteurer, und die Ewigsuchenden vertrauen sich gerne jedem an, der die richtige Locksprache verwendet.

„Ich arbeite mit Einzelpersonen, die auf ihrem Weg zur Ichlosigkeit, zum Erwachen begleitet werden möchten. Der Prozess des Erwachens ist mitunter sehr verwirrend und schmerzhaft – er bedeutet den Tod des Egos. Ich biete Unterstützung dabei, dass Du Dich unterwegs nicht verläufst und möglichst bald Dein Ziel erreichst. Der Prozess des Erwachens ist mitunter sehr verwirrend und schmerzhaft und führt sehr oft zu starken Widerständen und krisenhaften Zuständen, die von der Außenwelt und mitunter auch vom Individuum selbst als psychische Störung oder Lebenskrise interpretiert werden. “ Zitat Ende;

Eine Psychologin, Yoga & Tanztherapeutin mit buddhistischem Hintergrund

Ich bin mir auch sehr bewusst darüber, dass meine Irritation mit dem leidigen Thema keineswegs daran viel verändern wird. Aber wenn es nur ein paar Personen hilft, durch diesen Artikel etwas mehr Klarheit darüber zu bekommen, dann hat es sich schon gelohnt. Ständiges Schweigen hilft halt auch nicht immer.

Der Tod des Egos, Weg zur Ichlosigkeit

Es ist schwer nachvollziehbar, dass diese Vorstellung bis heute so hartnäckig propagiert wird.
Ich verstehe nicht, was so schwer daran ist zu verstehen, dass das erstens gar nicht geht und zweitens völliger Unsinn ist. Warum also immer noch diese alte Leier herunterbeten? Die Egopersönlichkeit kann nicht zerstört werden, sie kann nur kennengelernt, integriert und mitgenommen werden auf dem Weg der persönlichen Entwicklung – dem Pfad der Bewusstseinsarbeit.

Warum um Himmels willen soll jemand Ichlos werden wollen? Auf dieser Erde und in dieser Zeit? Wie sollte denn dann das normale Leben gemeistert werden? Nur weil das mal vor langer Zeit gesagt wurde?

Keiner der „Anbieter von Ichlosigkeit“ hat diesen Zustand selbst erreicht. Dennoch halten viele verkrampft an der Idee fest – vermutlich, weil sie nicht wissen, wie sie sich aus diesem Denkrahmen wieder lösen können. Manchmal erfordert Entwicklung schlicht, einen Irrtum einzugestehen und weiterzugehen. Kein Drama. Bleibt diese Einsicht jedoch aus, verharrt man in einem Konzept, das längst nicht mehr trägt.

Persönlichkeit, sprich Ego und die Seele

Die Struktur für unser geistiges Selbst hat oft unterschiedliche Namen, und es gibt verwirrend viele Modelle. Wörter werden oft unterschiedlich angewendet bzw. ausgelegt – und deshalb ist es so leicht, Menschen zu verwirren und zu täuschen, da sich kaum jemand die Zeit nimmt herauszufinden, was denn mit den einzelnen Worten und Konzepten wirklich gemeint ist.

Ich verwende das Modell: Mensch (Persönlichkeit), Seele, Höheres Selbst und darüber die Monade.

Im Laufe der Inkarnationen gibt es das Leben und den Moment, wo die Persönlichkeit genügend gereift ist, dass sie beginnt, sich mit der Seele zu verbinden. Letztendlich führt das zu einer harmonischen Verschmelzung mit der Seele – wenn alles gut geht – und dieser Prozess kann unter Umständen viele Leben dauern.

Diesen Verschmelzungsprozess hat man irrtümlich als „Egotod“ bezeichnet. Tatsächlich stirbt das Ego nicht – es wandelt sich. Es wird bewusster, integrierter, tragfähiger. Dieser Prozess ist langsam und kann nicht beschleunigt werden. Die menschliche Psyche ist dafür im normalen Leben schlicht nicht ausgelegt. Wer lebt schon dauerhaft im Ashram oder Kloster?

Und selbst in solchen Gemeinschaften wird eine wirkliche Seelenverschmelzung nur selten erreicht. Häufig werden emotionale Themen eher unterdrückt oder ausgehungert, während Regungen und Bedürfnisse des physischen Körpers in den Astral- bzw. Emotionalkörper verschoben und dort gebunden bleiben. Viel Zeit wird im Mentalraum oder in Zuständen des „Nicht-Seins“ verbracht – aus dieser Perspektive entstehen dann die Vorstellungen von „Egolosigkeit“.

Ist ja nicht, dass ich das nicht auch schon so versucht habe – aber, auch ich musste wieder „runter vom Dach“ und ordentliche Zwischenetagen bauen. D. h. alle feinstofflichen Körper müssen auf dieser Reise ins höhere Bewusstsein (früher auch Erleuchtung genannt) mitgenommen werden. Alle Ereignisse (Dramen, Traumen, Schmerzen) dieses Lebens und auch anderer Leben sind im EMOTIONAL- ASTRALKÖRPER gespeichert. Der Mentalkörper hat dafür keine gesunden, nachhaltigen Lösungen, denn er ist auf einer ganz anderen Frequenzebene. Er hat nur Bypassing (also eine Umgehung) im Repertoire.

Und, Mentalkörper Erleuchtung ist eben nur die halbe Miete. Ohne einem geheilten, geklärten und updated Emotional- Astral Körper gibt es keinen vollständigen Zugang zum Buddhi Körper, sprich zum Höheren Selbst. Die Schwingungsfrequenz wäre zu niedrig. Das Ziel jedes ernsthaften „Jüngers auf dem Pfad“ ist es allerdings, die Buddhi-Ebene zu erreichen – nur weiß keiner mehr davon … außer den (übrig gebliebenen) Schülern der Ageless Wisdom Teachings von DK/Alice Bailey.

Ich denke, ihr wisst alle, wie schwer es letztendlich ist, nur kleine Dinge in sich permanent zu verändern; es geht selten von heute auf morgen. Die gesamte Struktur des Emotionalkörpers inklusive der Inneren Personen, die ja die Persönlichkeit (Ego) ausmachen, schnell zu verändern bzw. gänzlich aufzulösen ist doch totaler Schwachsinn. Eine kohärente Verbindung aller Inneren Anteile mit einem Bewussten Ich (Seele) dauert schon eine gefühlte Ewigkeit, wenn man weiß, was man tut. Es ist unglaublich viel innere Arbeit damit verbunden; bei vielen Menschen ist auch Therapie notwendig, um die Wunden und Traumen der einzelnen Teile in sich heilen zu können!

Also, „möglichst bald dein Ziel zu erreichen …“ das kann nur jemand ohne eigene gültige Seelenanbindung „anbieten“, ansonsten weiß man, wie unverantwortlich und letztendlich unethisch das ist.

“Euer Ego ist als Sensor für euer äußeres Leben gedacht. Ihr könnt es weder loswerden noch sublimieren. Falls ihr das versucht, wird das alte Gesetz des Universums “Wenn man sich etwas widersetzt, bleibt es bestehen” das Ego in eine immer noch stärkere Position bringen.

Euer Ego ist ein überaus wertvoller Aspekt von euch. Es muss nur ins Gleichgewicht gebracht werden.”

Zitat aus: “P`TAAH Das Geschenk” von Jani King

Was passiert also zwischen der Seele und der Persönlichkeit?

Während intensiver Persönlichkeitsarbeit (dem Erwachen) bekommt die Seele von uns ein Signal, dass wir „aufwachen“ und erst dann fängt sie an, sich für den physischen Menschen (sich selbst in Inkarnation) zu interessieren. Für die normale Seele und dem Menschen beginnt erst jetzt die Phase der Annäherung und einer eventuellen Seelenverbindung, was letztendlich zu einem seelendurchfluteten Menschen führt und einen großen Einweihungsschritt darstellt. Die einzige Ausnahme davon ist eine sehr fortgeschrittene Seele. Die ist oftmals gleich von Geburt an sehr präsent und sorgt dafür, dass die Persönlichkeit nicht zu weit vom Weg abkommt (was natürlich auch passieren kann), denn sie hat kein Interesse daran, neues Karma zu kreieren.

Also, eine bewusste Seelenverbindung mit der Persönlichkeit herzustellen ist knallharte Arbeit und führt keineswegs zu einem Egotod oder Ichlosigkeit, sondern zu mehr (innerer) Führung der Seele über die Persönlichkeit!

Nachdem die Phase der Seelenverschmelzung mit der Persönlichkeit abgeschlossen ist, fängt die Seele den Prozess an, sich mit dem Höheren Selbst zu verbinden. Das ist die Phase, wo der Kausalkörper anfängt, sich (LANGSAM) aufzulösen und alles, was dort gespeichert ist, geht ins höhere Bewusstsein über. So beginnt sich die SEELE langsam „aufzulösen“ indem sie wieder ins Höhere Selbst (HS) „absorbiert / zurückgebracht“ wird.

Das könnte man als „Egotod“ bezeichnen, vor allem, wenn man bedenkt, dass in manchen (alten) Lehren das Wort Ego für die Seele steht. Das wird auch als die Phase des „Horrors des Nicht-Seins“ beschrieben und ich denke, diesen Zustand haben die buddhistischen Meister gemeint, als sie vom Egotod sprachen, sie hatten halt nur keine besseren (und modernere) Erklärungsmodelle für westliche Schüler.

Viel später dann beginnt das HS sich wiederum mit ihrer Monade zu verschmelzen. D.h. die Monade kann auf der Ebene des HS beliebig Veränderungen durchführen und Inhalte auslesen und sobald das menschliche Bewusstsein alle Ebenen des HS durchschritten hat und die monadische Ebene erreicht und sich damit verbindet, zieht die Monade das HS in sich zurück. Sie könnte das HS aber jederzeit auch wieder aus ihrem Memory-Komplex („Gedächtnis“) manifestieren . . . ja, sie könnte nach dem Erfahren der Ebene der Persönlichkeit sogar alle Ebenen bis hinunter in die physisch-ätherische neu manifestieren, da sie am Entwicklungsweg die Kontrolle über alle Ebenen bis ganz nach unten erlernt hat. Der Kausalkörper ist da die wesentliche Zwischenstruktur, die nur bis zum Erreichen des Höheren Selbst von der Persönlichkeit aus (das der Manifestation der Monade entspricht) nötig ist und danach wie Stützräder vom Fahrrad abmontiert wird.

Bei diesen Verschmelzungsprozessen geht allerdings nichts verloren, es fühlt sich aber immer wieder so an, deshalb wird von Tod oder Auflösung gesprochen. In diesen Prozessen wird das gesamte Wissen, das die Seele bzw. das HS über lange Zeit angesammelt hat, in die nächsthöhere Ebene „transferiert“ und so wird das ganze Wissen, das ganze Erlebte, dem ganzen Wesen auf der neuen Ebene zur Verfügung gestellt. Und das ist das „Opfer“, das immer wieder geleistet wird; man „stirbt“ durch die einzelnen Phasen und findet sich neu auf der nächsten Ebenen wieder; das ist es, von dem immer wieder berichtet wird.

Aber die meisten Menschen gegenwärtig auf Erden sind so weit vom Stadium eines Egotods entfernt wie die Erde von Jupiter. Meines Wissens gibt es nur ungefähr 10.000 Menschen derzeit auf Erden, die sich bewusst in den Buddhi-Körper (Höhere Selbst Ebene) bewegen – und das ist schon eine Guru+ Ebene.

Eine kurze Zusammenfassung der verschiedenen Stufen des Erwachens oder auch Einweihung genannt

Das Wort „Einweihung“ ist ja sehr unpopulär geworden, aber ich habe noch keinen besseren Ersatz dafür gefunden, ohne alles bis ins Unkenntliche zu verzerren. Inzwischen bin ich der Meinung, dass Menschen auf dem Weg bestimmte „Worte“ zugemutet werden können (wie Esoterik und Einweihung) und dass sie in der Lage sind, klar zu unterscheiden, wann wer wovon spricht.

Ich verwende als Erklärungsmodell für die einzelnen Einweihungsebenen das Ageless Wisdom Teaching von DK/Alice A. Bailey, um bestimmte größere Meilensteine in der Bewusstseinsentwicklung eines Menschen verständlicher zu erklären.

Erste Einweihung – das sogenannte Erwachen

Zur Zeit bewegen sich Millionen von Menschen in Richtung 1te Einweihung. In dieser wichtigen Phase geht es um die erstmalige BEWUSSTE Verbindung des physischen Körpers mit der Seele. Das bedeutet, dass die Seele sich jetzt immer aktiver darum bemüht, den Annäherungsprozess der Persönlichkeit zu unterstützen. In der westlichen Welt, wo immer mehr Menschen ein gesünderes, sportlicheres Leben anstreben und damit beginnen, ihren Körper bewusst zu führen (statt allen körperlichen Vorlieben unbewusst nachzugeben und somit der Körper die Führung wieder übernimmt), zeigt sich das ganz deutlich.

Man „wacht auf“, kümmert sich mehr um die Umwelt, überlegt genauer was dem Körper zugeführt wird, man wird wesentlich sensibler auf Umwelteinflüsse usw. Der Mensch schaut auf seinen Körper und lernt ihn zu feiern, zu genießen und als göttlich zu betrachten. Das wachsende Bewusstsein darüber, dass der Körper der physische Tempel ist, der die Seele beherbergt, hilft dabei, das Leben (wieder) etwas mehr als sinnliche Freude zu erfahren. Der Mensch wird zum ersten mal wirklich BEWUSST darüber, dass er mehr als nur ein Körper ist und (eventuell) eine Seele hat. Er beginnt sich „mit oben“ zu verbinden bzw. versucht herauszufinden, wie das am besten bewerkstelligt werden kann. Schließlich gipfelt diese Bemühung in der ersten Einweihung.

Diese Einweihung nimmt die eigene Seele an der Persönlichkeit vor und hat nichts mit einer physischen Zeremonie zu tun – die Zeremonie findet auf der Ebene des Kausalkörpers der Seele statt und kann im Gehirnbewusstsein der Persönlichkeit registriert werden. Die Seele ist ab diesem Zeitpunkt zum ersten Mal bewusst mit der Persönlichkeit verbunden. Dieses Ereignis hat permanenten Charakter und die Verbindung bleibt für alle folgenden Inkarnationen bestehen.

Der große Schritt zur 1ten Einweihung geschieht in der modernen Zeit als Gruppe, denn ein bestimmtes Gruppen- oder Gemeinschaftsbewusstsein muss dafür bereits existieren, um als Gruppe das zu schaffen – was es jetzt tut.

Zweite Einweihung bzw. die nächste Stufe des Erwachens

The 2te Einweihung betrifft jetzt in einem verhältnismäßig großen Ausmaß die gesamte Menschheit. Diese Einweihung betrifft jenen Aspekt der Persönlichkeit, der einem jeden die größten Schwierigkeiten bereitet: die Inhalte des Emotional- und Astralkörpers. Heute wird die Mehrheit der Menschen von Gefühlen und einer empfindsamen Erwiderung auf Umstände getrieben. Hier geht es um die Astralebene, mit ihrer Unbeständigkeit, ihren Stürmen, ihrer Ruhe, ihren überwältigenden emotionellen Reaktionen. Sie reagiert auf jede Anregung, jeden Wunsch und alle Begierden.

Wenn man sich der 2ten Einweihung nähert bzw. tief darin steckt, spürt man das recht schnell, denn viele alte (oft schon als erledigt abgehakt) Probleme emotionaler Natur tauchen erneut auf. Man beginnt, sich mit Emotionen, Beziehungen usw. auf einer wesentlich tieferen Ebene zu beschäftigen. Jetzt geht es um die emotionale Seelenanbindung und die Vertiefung des Erwachens. Das bedeutet, dass die Seele sich über das Herzchakra in den Solar Plexus bewegt und versucht, sich mit der kompletten Gefühlsnatur der Persönlichkeit zu vereinen. Das ist die Ebene des Emotionalkörpers mit allen Inneren Anteilen und der Astralebene. Das ist sicher die schwierigste aller Phasen auf dem Weg und wurde in der Vergangenheit auch von vielen „Jüngern auf dem Pfad“ versucht zu umgehen. Die gesamte christliche wie auch östliche Spiritualität hat das bis zum Exzess praktiziert.

Wie wichtig diese Phase für viele Millionen Menschen (und die gesamte Menschheit) ist, zeigt sich klar durch die absolute Explosion an Literatur, Workshops, Seminaren usw., die sich jetzt mit emotionalen Themen beschäftigen. „Aus dem Kopf in den Körper oder in die Emotionen“ ist das grundlegende Thema. Man beginnt sich sehr intensiv mit dem Inhalt des Solar Plexus auseinanderzusetzen. Gleichzeitig muss das Herzchakra weiter geöffnet und geheilt und mit der zunehmenden Seelenenergie vertraut gemacht werden. Viele Seelen, die bereits höhere Einweihungsstufen aus anderen Leben hinter sich haben, sind jetzt wieder inkarniert, um genau dieses fehlende Stück Bewusstsein „nachzuholen“, da es erst jetzt wirklich möglich geworden ist. In früheren Zeiten und Leben gab es dafür kaum Gruppenbewusstsein und auch keine geeigneten Lehrer. Einige meiner Klienten kommen aus dieser Gruppe.

Moderne buddhistische Lehrer fangen an zu erkennen, dass ein rein mentaler Weg und alte östliche Lehren nicht mehr ausreichend sind für westliche Schüler und Aspiranten und beginnen, sich den Herausforderungen und Bedürfnissen eines Menschen, der sich auf die 2. Einweihung vorbereitet, oder sich schon mitten darin befindet, mehr gerecht zu werden. Psychologen mit buddhistischem Hintergrund wie John Welwood und Robert Augustus Masters sind z. Zt. bahnbrechend, indem sie neue Wege aufzeigen, wie Buddhismus, Emotionalität, Spiritualität und normales Leben auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden können, und so zu lebbarer Spiritualität werden. 

Ab der 2ten Einweihung kann die Seele bewusst die Persönlichkeit nutzen und damit arbeiten und man ist „fix“ auf dem (spirituellen) Pfad/Weg angekommen.

Dritte Einweihung – Vertiefung des Erwachens

Ab der 3ten Einweihung wird der Kausalkörper, der jetzt Teil der inkarnierten Persönlichkeit geworden ist und sich jetzt „nach oben“ richtet, dauerhaft mit dem Höheren Selbst und der Monade verbunden. Ab diesem Zeitpunkt fließen 75% Buddhi-Substanz (Höhere Selbst Substanz) durch den Ätherkörper. Der Kausalkörper verliert ab diesem Zeitpunkt an Einfluss, da jetzt eine direktere Verbindung zwischen Persönlichkeit und Höherem Selbst besteht.

Die 3te Einweihung kann noch im selben Leben (wie die 2te) oder im darauffolgenden Stattfinden. Dabei handelt es sich meist um eine mühsame Zeit, in der die Persönlichkeit sich zunehmend mental von den Stufen der Persönlichkeit ausgehend, in die noch höheren Ebenen zwischen dem Kausalkörper und dem Höheren Selbst ausdehnt. Es geht jetzt darum, konkrete mentale Spannungen durch widersprüchliche Gedankenmodelle auszugleichen, zu integrieren und zu bereinigen. Das passiert, indem das höhere Denken zunehmend durch das Höhere Selbst über die Intuition „erleuchtet“ wird und die Persönlichkeit immer mehr zu einem passiven Empfänger der Gedanken der Seele wird. Sie ist jetzt aber auch Empfänger der seelischen Empfindungen über den Emotionalkörper und damit bereit, etwas leichter die Energien des Höheren Selbst zu empfangen. Die Seele, die sich jetzt mit der Persönlichkeit vereint hat, beginnt sich in diesem Prozess gemeinsam mit der integrierten Persönlichkeit dem Höheren Selbst zuzuwenden. Sobald ein bestimmter Punkt relativ stabil erreicht wird, kommt es zur dritten Einweihung. Das bedeutet, dass die seelenintegrierte Persönlichkeit durch das Feuer der Monade fest mit dem Höheren Selbst verbunden wird.

Der Mensch ist jetzt zum ersten Mal mit dem Höheren Selbst BEWUSST vereint. Es strömen jetzt ca. 75% der höheren Energien durch seinen physischen Körper. Die Seele hat damit ihre Führungsposition zum Teil schon an das Höhere Selbst abgegeben, welche ab diesem Zeitpunkt die Führung über die Seele bzw. die damit verbundene Persönlichkeit übernimmt. Die „Eingeweihte“ ist damit auf einem Level angelangt, wo ihr echte „Macht“ zum ersten Mal anvertraut wird, da sie unter fester Führung ihres göttlichen Selbst steht und damit diese Macht verantwortlicher handhaben kann. Nicht Macht im weltlichen Sinne. Bei Macht meine ich hier, dass dieser Mensch bewusster weiß war er/sie tut und kann andere auf ihrem Weg unterstützen bzw. begleiten. Macht, wo energetische Dinge schneller verändert werden können. Macht, andere mental und emotional leichter zu „lenken“. Macht, Energien in die Welt zu bringen, die viel verändern und bewirken können. Also ja, Macht, die mit SEHR viel Verantwortung kommt. Man geht durch eine längere „Testphase“ wo eben genau beobachtet wird, wie man mit der neu-erlangten Macht im täglichen Leben umgeht, wie sie angewendet wird, wo es noch Schwachpunkte gibt usw. Man lernt im Anwenden – im täglichen Leben. Und so kommen sukzessiv die nächsten „MachtEbenen“ dazu, wenn das HS darauf vertraut, dass die Persönlichkeit damit umgehen kann.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die ersten drei Einweihungen darin bestehen, die Persönlichkeit mit ihrer Seele sukzessive zu verbinden:

  • In der ersten Stufe wird der bereits beherrschte physische Körper sowie das Herzzentrum mit dem Kausalkörper verbunden, wobei die Seele noch lernen muss, mit den Emotionen der Persönlichkeit richtig umzugehen. Bis zur nächsten Stufe können noch viele Leben verstreichen.
  • In der zweiten Stufe erfolgt die vollständige Anbindung des Herzzentrums über den Solar-Plexus an den Emotionalkörper der Persönlichkeit, der jetzt stabil unter der Führung der Seele steht.
  • In der dritten Stufe wird schließlich der Kausalkörper der Seele auf den oberen Mentalebenen über die Energie der Monade mit dem Höheren Selbst permanent verbunden.

Einweihungen Vier bis Neun

Die gibt es auch, sind aber hier nicht wichtig, denn es befindet sich kaum jemand in diesen Phasen. Erst ab der 5ten Einweihung beginnt man die Phase der Kausalkörperauflösung (also der „Egotod“ – Ego als Wort für die Seele) durchzustehen und das betrifft z. Zt. vielleicht 150 Menschen von acht Milliarden, also warum davon überhaupt reden? Und ab der sechsten befindet man sich (meist) nicht mehr in einem physischen Körper.

Einen Einweihungsweg zu gehen, bringt viele Herausforderungen mit sich und auch Schwierigkeiten mit dem physischen Körper.

Teilweise unsägliche Müdigkeit, gefolgt von aktiven Phasen. Genauer über die Zustände zu berichten, die ich auf meiner Entwicklungsstufe erlebe, macht keinen Sinn, denn es kreiert meistens mehr Verwirrung als gutes, denn Menschen haben eine Tendenz, diese Zustände dann auf sich zu projizieren und das führt unweigerlich in turbulentes Fahrwasser für die Betroffenen. Ich beobachte das immer wieder mit den Lehren von Eckhart Tolle. Nichts, was er sagt, ist falsch, keineswegs. Es passt nur nicht für Menschen, die kaum eine stabile Seelenanbindung haben! Sie plagen sich mit Theorien und Konzepten, die für ihren Entwicklungsstand überhaupt nicht vorgesehen sind. Und wir bekommen dann viele Facebook Postings mit endlos langweiligen Sprüchen … und so mutieren tiefsinnige Weisheiten zu Gedankenmüll.

In meinem Fall führt meine Entwicklungsphase oftmals zu längeren „Auszeiten“ (deshalb hört ihr immer wieder, mal länger nichts von mir), weil ich es in bestimmten Phasen kaum schaffe, mich mit „normalen“ irdischen Dingen zu beschäftigen. Der Computer, Denken, Schreiben usw. wird zur Qual. Und ohne die Unterstützung von den Menschen, die mir nahestehen und meinen Gruppen, wäre es für mich fast unmöglich, diesen Spagat zwischen Mensch und Höchstem Selbst täglich zu navigieren. Es ist also auch ein Gruppenprojekt. Und ab der 3. Einweihung ist die Begleitung eines:r Meister:in absolut notwendig.

Ich hoffe, ich konnte etwas mehr Klarheit in dieses verzwickte Thema bringen, denn es ist nicht o.k. wenn vor allem Menschen bei Verdacht auf schwere Traumata, besonders wenn eine hohe Suggestibilität bei niedriger innerer Stabilität vorliegt, suggeriert bekommen, dass, wenn sie ihr Ego auflösen, alles gut wird! Das gesamte Überlebenssystem der Person inklusive Wächter, geht auf Höchstalarm, denn wenn es kaum Schutzbarrieren gibt, ist es durchaus möglich, durch diverse spirituelle Techniken in Verbindung mit Egoauflösung direkt mitten im tiefsten, dunkelsten Bereich zu landen, und das könnte fatale Folgen (Re-Traumatisierung, spontane Dekompensation, Psychose etc.) haben!

Macht euch also bitte klar: Egotod und Ichlosigkeit anzustreben tut genau das Gegenteil und kann zu schweren Psychosen führen! Und nährt ein Feld, welches schon lange nicht mehr genährt gehört! Bitte seid achtsam, geht nicht leichtfertig mit euch um, bedenkt die Folgen und übernehmt Verantwortung für euer Handeln und Denken.

Viele Menschen wissen, was „Felder“ bewirken. Doch kommt zu diesem Wissen das Erlebnis der Erfahrung hinzu, so öffnet sich uns eine höhere Dimension des Seins. Meine „Arbeit“ hier auf Erden beinhaltet auch, das FELD eines friedlichen, ko-kreativen, ko-evolutionären, ko-inspierten WIR zu nähren. In dieses Feld kommt man allerdings erst erfolgreich, wenn die Seele mit ihrer Persönlichkeit verschmilzt. Und das ist es, was so viele von euch zu schierer Verzweiflung bringt, dass das „so langsam geht“ und Leute sich kaum von ihren alten Emotionen und Gedanken lösen können. Es wird keine nachhaltige, tiefgreifende Veränderung passieren, bis diese Stufe nicht von einer großen Gruppe Menschen erreicht ist.
Aber viele sind auf dem Weg!

Dieses neue WIR-Feld gibt es jetzt und schwingt als Noosphäre um den gesamten Erdball.
Dieses FELD wird genährt von der Kraft und Weisheit unseres Herzens. Nicht durch nachgeplapperte Ideen der Ichlosigkeit und des Egotods.
André Heller sagte gerade in einem Interview, dass unsere Muttersprache nicht Deutsch oder Swahili ist, sondern MITGEFÜHL! Wie schön 😄.

In diesem Sinne AUFWACHEN und aufhören, Felder zu nähren aus Unwissenheit oder einfach aus Starsinn.

Freude und Segen und umfassendes Gelingen dir, euch, uns allen.
Zusammen erleben wir Einheit in der Vielfalt, Individualität in der Gemeinschaft.
Auf unser aller Neues WIR.


Dieser Text gehört zu einer früheren Phase meiner Arbeit.
Heute leite ich keine spirituellen Gruppen mehr ausser meiner langjährigen MasterClass.
Mein heutiger Schwerpunkt liegt auf einer integrativen, verkörperten Praxis, die innere Stabilität und Verantwortung ins Zentrum stellt.



© 11 /2019 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Ich hätte so gerne eine Beziehung

Ich hätte so gerne eine Beziehung

Ein früher Text über Innere Kinder, Schutzmechanismen und Nähe.
Er bleibt hier bewusst sichtbar – als Teil des Weges, aus dem meine heutige Ausrichtung entstanden ist.


Beziehungen, Innere Anteile und die Suche nach Nähe

Dieses Thema gehört zu den häufigsten und zugleich schmerzhaftesten Anliegen unserer Zeit.
Der Wunsch nach einer erfüllenden Beziehung nimmt bei vielen Menschen enormen Raum ein und bindet viel Energie. Gemeint sind hier intime Partnerschaften, eine lebendige, emotionale und sexuelle Verbindung. Denn Beziehungen gehen wir mit vielen ein – mit Menschen, Tieren, Dingen, Ideen. Doch die intime Paarbeziehung berührt eine besonders verletzliche Schicht.

Für diesen Wunsch gibt es keine einfache Lösung – und schon gar keine, die für alle gleichermaßen gilt. Die schnellen Ratschläge aus Frauen- oder Männermagazinen greifen meist zu kurz. Auch das breite Angebot an Paartherapie, Coaching oder tantrischen Formaten hilft vielen Betroffenen nicht nachhaltig dabei, die tiefer liegende Verzweiflung wirklich zu verstehen und zu heilen.

Jeder Mensch bringt eine eigene innere Landschaft in Beziehungen mit: persönliche Geschichte, Prägungen, innere Muster, Konditionierungen, familiäre Dynamiken, seelische Reife, innere Anteile. Wenn Beziehungen immer wieder scheitern, kurz bleiben oder gar nicht erst entstehen, liegt die Ursache sehr häufig nicht im Außen – sondern in dieser inneren Dynamik.

Aus meiner Erfahrung zeigt sich fast immer:
Es gibt innere Anteile – oft mehrere –, die Nähe als bedrohlich erleben oder kein echtes Interesse an einer Partnerschaft haben. Deshalb war und ist die Arbeit mit den Inneren Anteilen für mich ein zentraler Schlüssel, um überhaupt eine tragfähige Basis für Beziehung zu schaffen.

Für manche Menschen ist das zeitweilige Alleinsein tatsächlich Teil ihres Lebensplans oder Ausdruck einer reifen Seele, die Partnerschaft nicht zwingend braucht. Für andere wiederum ist das Alleinsein ein vertrautes Rückzugsfeld, in das sie immer wieder zurückfallen – selbst wenn sie sich eigentlich nach Beziehung sehnen.

Bei den meisten Menschen jedoch, die mit diesem Thema zu mir kamen, zeigte sich ein Inneres Kind, das enge Beziehungen als überwältigend, verletzend oder gefährlich erlebt. Dieses Kind wehrt sich nicht grundlos. Es hat gelernt, dass Nähe Schmerz bedeutet. Und es zweifelt zutiefst daran, dass der erwachsene Anteil stark genug ist, Schutz, Grenzen und Sicherheit zu gewährleisten.

Ein weiterer zentraler innerer Anteil ist der Wächter oder Beschützer. Er erkennt oft lange im Voraus, dass man sich immer wieder zu Partnern hingezogen fühlt, die alten Mustern entsprechen – emotional nicht verfügbar, abwertend, kontrollierend oder distanziert. Da seine Aufgabe Schutz ist, versucht er, Beziehungen zu verhindern oder massiv zu sabotieren.

Häufig wird in Coaching- oder Therapiekontexten von Glaubenssätzen gesprochen wie „Ich bin nicht liebenswert“ oder „Ich bin nicht genug“. Aus meiner Sicht handelt es sich dabei nicht um abstrakte Gedanken, sondern um tiefe Überzeugungen des Inneren Kindes, die sich früh geformt haben. Sie lassen sich nicht einfach „loslassen“. Mentale Techniken greifen hier nicht.

Fast alle Menschen tragen innere Kinder in sich, die emotional unterversorgt sind. Diese Anteile brauchen Zeit, Aufmerksamkeit, Geduld und Zuwendung. Heilung geschieht nicht durch Druck, sondern durch Beziehung – zu sich selbst. Ohne diese Integration bleibt Veränderung oberflächlich, egal wie viel man investiert.

In Partnerschaften begegnen sich deshalb häufig zwei bedürftige innere Kinder, die unbewusst nach elterlicher Liebe suchen. Der Partner wird zum Ersatz für etwas, das nie erfüllt wurde. Tragischerweise zieht man oft genau jene Menschen an, die dem ursprünglichen Elternmodell ähneln – und das alte Drama beginnt erneut.

Solange wir unbewusst nach Liebe dort suchen, wo sie nie verfügbar war, wiederholt sich diese Schleife. Erst wenn wir diese Dynamik erkennen und innerlich „nach Hause holen“, kann sich etwas verändern. Dieses Kind kann nicht transzendiert oder weggedacht werden. Es will gesehen, gefühlt und integriert werden.

Ohne diesen Schritt bleibt Beziehung ein Ort der Wiederholung. Sexualität mag intensiv sein, doch emotional bleibt das Kind hungrig.

Erst wenn auch jene inneren Anteile gestärkt werden, die an Reife, Selbstführung und innere Autorität glauben, wird eine erwachsene Beziehung möglich – eine Beziehung, die nicht kompensiert, sondern verbindet.

„Es ist nicht deine Aufgabe, mich zu mögen.
Es ist meine.“

Byron Katie


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Wer handelt in mir?

Wer handelt in mir?

Ein früher Text über innere Anteile, Ego, Bewusstsein und den Weg zu innerer Führung und Reife.
Er bleibt hier bewusst sichtbar – als Teil des Weges, aus dem meine heutige Ausrichtung entstanden ist.


Über innere Anteile, Bewusstsein und Reife

Manche spirituellen Lehrer arbeiten mit dem Enneagramm, um Persönlichkeit und Ego weiterzuentwickeln.
Mir diente und dient dafür das Modell der Inneren Personen.

Wer ist eigentlich „ich“?

Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zeigen klar:
Unsere Entscheidungen und Verhaltensweisen werden weit stärker von Emotionen geprägt als von rationalem Denken. Die Rolle des bewussten, steuernden „Ichs“ wird dabei häufig überschätzt.

Der Mensch ist kein eindimensionales Wesen, sondern eine vielschichtige, adaptive Multilevel-Persönlichkeit. Wir erleben unser Leben als Individuum – und tragen zugleich ein inneres Vielstimmigkeitsfeld in uns.

Jeder Mensch besitzt eine einzigartige Persönlichkeit, zusammengesetzt aus verschiedenen Persönlichkeitsanteilen – den Inneren Personen.
Sie entstehen überwiegend in der Kindheit, manche reichen weiter zurück. Sie sind physischer, emotionaler, mentaler und auch transpersonaler Natur. Viele von ihnen übernehmen Schutzfunktionen für verletzliche innere Bereiche.

Welche Anteile sich entwickeln und wie viele, hängt stark von den jeweiligen Lebensumständen ab.

Die Arbeit mit Inneren Personen unterstützt Bewusstwerdung und Heilung innerer Wunden – auch solcher, die tief geprägt oder lange verdrängt sind. Sie eröffnet einen Weg, die Ganzheit des eigenen Seins erfahrbar zu machen.

Ein zentraler Reifungsschritt besteht darin, die Polarität zwischen Verletzlichkeit und Macht zu erkennen. Innerhalb dieser Spannung leben wir unser Leben und unsere Beziehungen. Oft beginnt Transformation dort, wo eine innere Schwachstelle bewusst wahrgenommen wird – denn jedes innere Problem ist an einen bestimmten Anteil gebunden.

Wir identifizieren uns meist mit einigen wenigen sogenannten Hauptselbsten. Das sind jene Anteile, die im Alltag dominant auftreten, laut sind oder scheinbar gut funktionieren. Andere sind leise, scheu oder treten nur in bestimmten Situationen hervor. Manchmal stehen mehrere Anteile in Konflikt zueinander – jeder beansprucht Recht. Das führt zu innerer Zerrissenheit und Entscheidungsunfähigkeit.

Innere Anteile agieren grundsätzlich strategisch. Sie sind darauf ausgerichtet, Anerkennung zu sichern und Ablehnung zu vermeiden – gesteuert von bewussten und unbewussten Programmen.

Jeder Anteil nimmt die innere und äußere Welt aus seiner eigenen Perspektive wahr.
Er denkt, fühlt, handelt und bewertet auf seine Weise.
Und jeder trägt seine eigene Geschichte und seine eigenen Bedürfnisse in sich.

Traditionell wird das Ego als „Exekutive der Psyche“ beschrieben – als Instanz, die entscheidet und handelt. Um alte Missverständnisse zu vermeiden, spreche ich hier vom Strategischen Selbst. Dieses Selbst sammelt Informationen sowohl aus bewusster Wahrnehmung als auch aus den Erfahrungen der verschiedenen inneren Anteile.

Mit wachsendem Bewusstsein kann sich daraus ein Bewusstes Selbst entwickeln – ein innerer Zustand, aus dem authentischere Entscheidungen möglich werden.

Ein entscheidender Wendepunkt entsteht, wenn wir beginnen zu unterscheiden:
Wann spricht ein Wächteranteil?
Wann reagiert ein verletztes inneres Kind?
Wann übernimmt ein rebellischer oder angepasster Anteil?

Sobald diese Differenzierung wirklich verstanden wird, verändert sich die Lebensperspektive spürbar. Man erkennt, dass unterschiedliche innere Stimmen je nach Situation völlig unterschiedlich handeln – und dass keine davon „die ganze Wahrheit“ ist.

Die Arbeit mit Inneren Personen ist für echte persönliche und spirituelle Reifung wesentlich.
Ohne ihre Integration bleibt Entwicklung fragmentiert.

Kritische innere Stimmen, selbstschädigende Muster, wiederkehrende Beziehungsdynamiken oder lähmendes Aufschieben sind Ausdruck ungelöster innerer Anteile. Werden sie gesehen und einbezogen, können sie sich wandeln und zu tragenden Kräften werden.

Angst, Wut, Scham, Kontrolle, Rückzug oder Depression wurzeln häufig in frühen emotionalen Verletzungen. Sie gehören zu Anteilen, die einst Schutz boten, heute aber festgefahren sind. Erst durch ihre individuelle Würdigung und Integration kann sich das Bewusste Selbst stabil entfalten.

Das Bewusste Selbst

Das Bewusste Selbst ist jener innere Raum, aus dem Achtsamkeit, Mitgefühl, Verbundenheit und Klarheit entstehen.
Es ist kein Anteil unter vielen, sondern ein Zustand von Präsenz, der allmählich Führung übernehmen kann.

Ziel dieser Arbeit ist keine Auflösung der Persönlichkeit, sondern eine durchlässige, integrierte Persönlichkeit, in der das Strategische Selbst lernt, sich von bewusster Präsenz leiten zu lassen.

Das Ego kann – solange wir leben – nicht aufgelöst werden.
Versuche, es zu „beseitigen“, führen meist zu innerem Kampf oder Dissoziation. Beides ist kein Zeichen von Reife.

Reifung entsteht nicht durch Transzendieren, sondern durch Integrieren.

Wenn innere Anteile sich nicht mehr verteidigen müssen, wenn sie gesehen und gehalten werden, kann das Bewusste Selbst natürlicherweise in den Vordergrund treten – ruhig, tragfähig, klar.


Brücke zu den heutigen Orchard-Texten

Dieser Text stammt aus einer Phase, in der ich innere Dynamiken noch stärker erklärend und strukturierend beschrieben habe.
Heute arbeite und schreibe ich aus einer anderen Haltung: weniger modellhaft, weniger methodisch – näher an Präsenz, Feld und gelebter innerer Architektur.

Die Grundfragen jedoch sind geblieben:
Wer handelt in mir?
Wer führt?
Und was geschieht, wenn innere Anteile nicht mehr gegeneinander arbeiten, sondern gehalten werden?

Die Orchard-Texte nehmen diese Fragen heute auf einer anderen Ebene wieder auf – nicht mehr als Beschreibung innerer Mechanismen, sondern als Einladung, innere Führung zu verkörpern.

Dieser Artikel bleibt als Ursprung sichtbar.
Nicht als Anleitung, sondern als Spur.


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Warum Selbstverwirklichung Dualität braucht

Warum Selbstverwirklichung Dualität braucht

Ein früher Text über die Grenzen der Nicht-Dualität und spirituelles Bypassing.
Ich lasse ihn bewusst sichtbar, weil er einen wichtigen Abschnitt meines Weges widerspiegelt – und weil viele der hier beschriebenen Missverständnisse bis heute wirksam sind.


Über die Grenzen der Nicht-Dualität und die Reifung moderner Spiritualität

Wer sich auf einen spirituellen Weg in Richtung Selbstverwirklichung begibt, begegnet früher oder später der Doktrin der Nicht-Dualität – oder kann ihrem Einfluss innerhalb der spirituellen Szene kaum entkommen. Advaita, ebenso wie alle großen buddhistischen Schulen, basieren auf diesem Konzept. Die gesamte neo-advaitische Satsang-Kultur, die sich tief im kollektiven spirituellen Bewusstsein verankert hat, betreibt inzwischen eine weitgehende Kommerzialisierung dieser nicht-dualen Sichtweise.

Nicht-Dualität (indisch: Advaita) beschreibt die Einsicht, dass kein Gegenstand ohne einen Beobachter existieren kann – dass Subjekt und Objekt immer ein komplementäres Paar bilden. Ein getrenntes, individuelles Selbst erscheint in diesem Verständnis unmöglich, da es selbst wieder zum Objekt der Wahrnehmung würde.

Laut Advaita ist ausschließlich die Erscheinungswelt dual. Ein Selbst existiert demnach nur im Zusammenhang mit Erscheinung – als ihr Zeuge. Löst sich die Erscheinung auf, müsste sich auch der Zeuge auflösen. Die eigentliche Natur der Realität sei nicht-dual, jenseits von Unterschieden, Individualität und persönlicher Subjektivität. Mit Persönlichkeit ist hier nicht das Ego-Ich gemeint, sondern die innere, individuelle Erfahrungsqualität. Advaita beschreibt ein Prinzip reiner Existenz, das in sich nicht strukturiert ist und daher keine Eigenschaften besitzt.

Diese Lehre enthält einen wahren Kern. Es gibt tatsächlich das Prinzip der Existenz – den unpersönlichen Aspekt der Quelle –, der in der Erfahrung von Leere, Weite oder Stillheit berührt werden kann. Viele Menschen bezeichnen diese Erfahrung als „Erleuchtung“. In Wirklichkeit ist sie eher eine Öffnung – eine Tür, die sich zeigt und zum Eintreten einlädt.

Problematisch wird es dort, wo dieser Aspekt der Realität zur gesamten Realität erklärt wird. Denn bereits die Behauptung, es gäbe keine Dualität, setzt Dualität voraus. Absolute Wahrheit wird benutzt, um relative Wahrheit zu negieren oder zu entwerten. Genau hier beginnt spirituelle Selbstverleugnung.

Es gibt zudem keine einheitliche Lehre der Nicht-Dualität. Die Konzepte variieren stark – von radikalen Positionen bis hin zu moderateren Auslegungen. Der Buddhismus kennt beispielsweise das Modell der zwei Wahrheiten: eine relative, alltagsbezogene Wahrheit und eine höhere Wahrheit, die als Leerheit oder Nicht-Selbst beschrieben wird. Auch im Advaita existieren unterschiedliche Ansätze, etwa jene, die Ishvara – den persönlichen Gott – als Aspekt des einen Selbst (Brahman) integrieren. Historisch ist Advaita zudem stark durch den Austausch hinduistischer und buddhistischer Denktraditionen geprägt, die zur Zeit ihrer Entstehung nicht nur spirituell, sondern auch politisch miteinander konkurrierten.

Was stimmt also nicht mit der nicht-dualen Philosophie?

An der Oberfläche wirkt sie bestechend – insbesondere auf Menschen, die glauben, sich nicht wirklich mit ihrer Psyche beschäftigen zu müssen, oder Spiritualität mit Psychotherapie verwechseln. Alle Formen vorzeitiger Transzendenz – das Ausweichen ins Unpersönliche, um sich nicht mit innerer Dynamik, emotionalen Verletzungen, biografischen Themen oder der eigenen Berufung auseinanderzusetzen – führen zu innerer Verleugnung. Und diese kann massive Schatten hervorbringen. Spirituelles Bypassing beruft sich häufig auf eine rationale Begründung: Absolute Wahrheit wird genutzt, um relative Wahrheit zu entwerten.

Wir müssen uns auch der Tatsache stellen, dass sich die Menschheit in vielen Bereichen seit den Zeiten der Upanishaden und Buddhas enorm weiterentwickelt hat – die „Wissenschaft der Erleuchtung“ jedoch kaum. Noch immer basiert ein Großteil spiritueller Lehren auf der Wiederholung jahrtausendealter Konzepte. Was weitgehend fehlt, ist ein notwendiges Update: die Einsicht, dass östliche Weisheitslehren nicht automatisch für ein westliches, modernes Leben geeignet sind, da sie von völlig anderen kulturellen, psychologischen und sozialen Voraussetzungen ausgehen.

Spirituelle Lehrer:innen erinnern uns oft daran, liebevoll und mitfühlend zu sein oder Aggression und Selbstbezogenheit aufzugeben. Doch wie soll das gelingen, wenn unsere Verhaltensmuster aus komplexen psychischen Dynamiken entstehen, die wir nie wirklich gesehen oder durchgearbeitet haben? Menschen müssen ihre Wut fühlen, anerkennen und integrieren, bevor echtes Mitgefühl möglich wird. Das ist relative Wahrheit.

Eine absolute Wahrheit ist es, dass in unserem Universum alles in Polaritäten erscheint. Es kann keinen reinen, nicht-dualen Zustand geben, den jemand erlebt – denn dieser Jemand ist bereits Ausdruck von Dualität. Advaita ist letztlich eine stark vereinfachte, intellektuelle Annäherung an die Natur der Realität. Der menschliche Verstand der damaligen Zeit reichte nicht aus, um diese Komplexität zu erfassen. Also wurde vereinfacht – und ein Erleuchtungsmodell geschaffen, das primär auf der Erfahrung von Leere basiert.

Es gab immer Spannungen zwischen buddhistischen Vorstellungen von Nicht-Selbst und hinduistischen Konzepten eines essenziellen Atman. Sri Aurobindo etwa beschrieb, dass er Nirvana erlangt habe – und dennoch darüber hinausgehende Bewusstseinszustände erfuhr: den Zugang zum Supermind, einem höheren Selbst, das in die materielle Welt gebracht werden soll, um nicht nur das Individuum, sondern letztlich die gesamte Menschheit zu transformieren.

Wir hören oft von einem globalen Erwachen oder einem neuen spirituellen Zeitalter. Doch wer erwacht – und wozu? Viele Menschen sind sich ihrer wahren Natur heute ebenso unbewusst wie zuvor. Die Globalisierung des spirituellen Marktplatzes darf nicht mit kollektivem Erwachen verwechselt werden. Spiritualität wird oberflächlicher, während jene, die einfache und oft absurde Erleuchtungsversprechen verkaufen, immer erfolgreicher werden.

Ein Leben ohne bewusste Seelenverbindung ist in unserer Kultur völlig normal. Millionen Menschen leben so – auch hochangepasste, erfolgreiche, einflussreiche Individuen und Systeme. Gleichzeitig existiert ein tiefer spiritueller Hunger. Viele Suchende wandern durch ein endloses Spirit-Buffet, probieren hier und dort – und geraten früher oder später in den Sog der Nicht-Dualitäts-Narrative. Anfangs klingt vieles davon beeindruckend.

Auch ich habe mich lange in diesen Feldern bewegt – von Gangaji über tibetischen Buddhismus bis hin zu John de Ruiter. Ich erlebte tiefe Stille, berührende Zustände. Und doch wurde das Gefühl stärker, mich im Kreis zu drehen. Ich wurde innerlich immer „weniger“, nicht mehr. Es war eine subtile Form von Seelenverlust. Erst als ich das mentale Schwingungsfeld der nicht-dualen Szene verließ, begann meine Seele wieder vollständig zu inkarnieren. Die Begegnung mit Sri Aurobindo und der Mutter markierte einen Wendepunkt: die Erkenntnis, dass moderne Spiritualität eine Abwärtsbewegung braucht – die vollständige Verkörperung der Seele im Menschsein.

Unsere Realität erfordert Gleichgewicht. Existenz ist ein Spiel der Polaritäten. Die Frage ist nicht, ob Nicht-Dualität existiert, sondern welchen Platz sie einnimmt. Ein nicht-duales Paradigma kann erwachende Erfahrungen einengen, wenn es als alleinige Wahrheit verwendet wird. Viele Menschen interpretieren innere Zustände ausschließlich durch die Brille ihrer spirituellen Tradition – und verlieren dabei Orientierung.

Die Folge ist eine endlose Suche nach Erleuchtung, die oft in Erschöpfung, Resignation oder Desillusionierung endet. Manche kehren in fundamentalistische Systeme zurück, andere verfangen sich in Angst-Narrativen. All das sind Symptome derselben inneren Leerstelle.

Nicht-Dualität entstand als Antwort auf Trennung. Doch Dualität ist nicht der Fehler der Schöpfung. Sie ist ihr schöpferischer Motor. Nicht-Dualität ist das passive Prinzip des Seins – Dualität das aktive Prinzip des Werdens.

Es gibt keine Selbstverwirklichung ohne Dualität.
Erleuchtung hebt Dualität nicht auf – sie erhellt sie.

Die Seele will nicht verschwinden. Sie will inkarnieren. Sie will den Menschen ganz werden lassen, um Heilung, Bedeutung und Erfüllung zu ermöglichen. Wahre spirituelle Reife integriert die menschliche Verletzlichkeit ebenso wie die göttliche Dimension.

Zu lange war das Absolute König. Zu lange haben wir versucht, Emotionen zu überwinden, Wünsche zu negieren, Menschlichkeit zu transzendieren. Es ist Zeit, die Fesseln spiritueller Ideale abzustreifen, die unsere Lebendigkeit einschränken.

Lasst das Absolute nicht zu einem Gefängnis werden.
Wir sind größer, reicher, reifer.

Jetzt ist die Zeit, Verletzlichkeit zuzulassen, Trauer, Wildheit, Zärtlichkeit.
Jetzt ist die Zeit, Menschlichkeit und Göttlichkeit ineinander fließen zu lassen – wie Gezeiten, die kommen und gehen.


Einordnung aus heutiger Sicht (2026)

Dieser Text ist aus einer Phase entstanden, in der ich mich intensiv mit den Grenzen nicht-dualer Spiritualität auseinandergesetzt habe – intellektuell, spirituell und existenziell. Viele der Fragen, die hier gestellt werden, haben mich über Jahre begleitet und meinen weiteren Weg wesentlich geprägt.

Heute würde ich weniger argumentativ entfalten. Nicht, weil es falsch war – sondern weil sich mein eigener Zugang verändert hat. Was damals vor allem gedacht und begriffen werden wollte, ist heute stärker verkörpert und gelebt.

Was geblieben ist, ist die zentrale Einsicht:
Dass echte spirituelle Reife nicht im Verlassen des Menschseins liegt, sondern in seiner vollständigen Durchdringung.
Dass Dualität kein Fehler ist, sondern ein notwendiger Erfahrungsraum.
Und dass die Seele nicht verschwinden, sondern ankommen will – im Leben, im Körper, in Verantwortung und Beziehung.

Dieser Text bleibt hier als Zeugnis eines Weges.
Nicht als endgültige Antwort, sondern als eine notwendige Etappe.


© 10 /2018 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Das Eiskind – Beziehung als Bühne einer verlorenen Seelenverbindung

Das Eiskind – Beziehung als Bühne einer verlorenen Seelenverbindung

Dieser Text stammt aus einer früheren Phase meiner Arbeit über verborgene Ebenen von Beziehung, innerem Kind und Seelenverbindung.
Ich lasse ihn bewusst sichtbar, weil er einen wichtigen Abschnitt meines Weges widerspiegelt – und weil viele der hier beschriebenen Missverständnisse bis heute wirksam sind.


Dieser Artikel handelt von der schwer fassbaren Verstrickung zwischen dem Drama des Eiskindes, deiner Beziehung – oder dem Fehlen von Beziehung – und der verlorenen Anbindung beziehungsweise bewussten Verbindung zur Seele und damit zum Göttlichen, zur Geistigen Welt, wie manche sie nennen.

Über die letzten Monate hinweg beobachte ich, dass vermehrt Frauen – und auch einige Männer – in meiner Praxis auftauchen, die alle an einem sehr ähnlichen Schmerzpunkt angekommen sind. Vielleicht gehörst du ja auch dazu, liebe Leserin, lieber Leser.

Diese Menschen haben bereits sehr viel innere Arbeit geleistet und sind dennoch verzweifelt darüber, dass sie immer noch hamsterradartig an denselben Themen nagen – insbesondere rund um Partnerschaft und Inneres-Kind-Dynamiken.
Ich glaube, dass ich für all jene, denen es so geht, eine Perspektive teilen kann auf das, was möglicherweise fehlt: der sogenannte Missing Link.

Beziehung & Partnerschaft

Auf der Beziehungsebene tritt derzeit vermehrt das Drama des Inneren Kindes wieder in den Vordergrund – unabhängig davon, wie viel Arbeit bereits geleistet wurde. Diese Themen sind wie ein Eisberg: Zuerst ist nur die oberste Schicht sichtbar, mit der man zu arbeiten beginnt. Nach einiger Zeit bewegt man sich in die mittlere Schicht – dort verbringen die meisten sehr viel Zeit. Und dann gibt es das untere Drittel, die schwierigste Ebene.

The Eiskind ist auf Ebene drei zu Hause.
Und es zeigt sich am häufigsten auf der Beziehungsbühne.

Hier stehen sich immer zwei Kinder gegenüber, die verzweifelt vom jeweiligen Partner Hilfe, Trost und Erlösung für ihren Schmerz erwarten. Und das kann nicht funktionieren. Dieses Kind sucht auch keinen Sex – es sucht Liebe. Mutter-/Vaterliebe.

Da Liebe in unserer Gesellschaft größtenteils über Partnerschaft organisiert ist, wird Beziehung zwangsläufig zum Schlachtfeld dieser Kinder.

Alle unsere Beziehungen leiden an einer scheinbar unheilbaren Krankheit. Sie heißt: ein extrem bedürftiges Inneres Kind.
Dieses Kind hat inzwischen suchtartige Züge entwickelt und kommt aus dem Suchmodus nicht mehr heraus. Es klopft immer wieder an dieselbe Tür – bis du vor lauter innerem Schmerz nicht mehr weißt, was du noch tun sollst.

Um in der Partnerschaft Frieden zu finden, muss das Eiskind „nach Hause gebracht“ werden.
Um eine bewusste Seelenverbindung herstellen zu können, muss das Eiskind zumindest teilweise auftauen und im Jetzt ankommen. Denn es ist dieses Eiskind, das die Verbindung zur „anderen Seite“ hält – oder unterbricht.

Generationenprägung

Alle Menschen, die vor 1990 geboren wurden, tragen ein Eiskind in sich – außer sie waren sehr gut gebundene Kinder, wie es die Psychotherapie nennt. Das bedeutet: Die Mutter – manchmal auch der Vater – konnte das Kind wirklich im Herzen ankommen lassen.

Das war vor 1990 äußerst selten.
Nicht als Schuldzuweisung an unsere Eltern, sondern als schlichte Tatsache: Sie hatten selbst keine Erfahrung damit. In den Kriegs- und Nachkriegsgenerationen ist das Eiskind oft noch stärker ausgeprägt.

Menschen, die nach 1990 geboren wurden und bereits etwas bewusstere Mütter hatten, sind meist weniger tief in diese Wunde verstrickt. Ihre Beziehungen verlaufen oft anders.
Wir, die vor 1990 Geborenen, haben hier noch viel Arbeit zu leisten.

In meinem bisherigen Leben ist mir nur ein einziger Mensch begegnet, der auf dieser Ebene halbwegs gesund war – meine Fühlbegleiterin. Ein sehr gewolltes Kind mit einer tiefen Anbindung an ihre Mutter. Das bedeutet nicht, dass sie keine Prozesse hatte – im Gegenteil. Aber sie trug diesen einen unverletzten Raum in ihrem Herzen, aus dem heraus sie das andere Herz fühlen konnte, ohne sich selbst zu verlieren.

Mit ihrer Hilfe konnte ich diesen Raum auch in mir wiederfinden – oder besser gesagt: zuerst finden, dann heilen und schließlich auch für andere öffnen.
Mein Eiskind konnte enteisen, sich integrieren und Schritt für Schritt im Jetzt ankommen.

Warnung

Alleine in die dritte Schicht abzutauchen, um das Eiskind zu erreichen, ist absolut nicht ratsam!

Auch ich gehe damit zu meiner Fühlbegleiterin und mache diese Arbeit nicht alleine.
Egal ob Therapeut:in, Heilpraktikeri:n, Schamanin, spirituelle Lehrer:in oder Begleiter:in – die Person muss ihr eigenes Eiskind an einen guten inneren Ort gebracht haben.

Sie muss fühlen können, was du fühlst, während du es fühlst.
Sonst passiert nichts.

Das Feld muss gehalten werden können.
Und das geht nur über Resonanz.

Das Eiskind erkennt sofort, ob das Gegenüber diese Ebene in sich integriert hat. Wenn nicht, wird es sich weigern, noch einmal hervorzukommen. Es verweigert den Schmerz des erneuten Nicht-gefühlt-Werdens. Jede ungelöste Runde drückt es tiefer in die Versenkung.

Das heilende Herz

Ich muss als Begleiterin fähig sein, mein Herz so weit zu öffnen, dass ich beim Kontakt mit der Ebene des Eiskindes nicht selbst in meinem ungeheilten Schmerz abstürze. Nur dann kann ich dein Eiskind in mein geheiltes Herz nehmen, damit es dort zu tauen beginnt.

Das ist ein zutiefst magischer Moment.

Das Eiskind braucht keine abstrakte, bedingungslose Liebe.
Es braucht konkrete, menschliche, persönliche Herzenswärme – also eine bedingte Liebe.

Männliche Lehrer und Heiler können diese Ebene derzeit kaum erreichen. Das ist keine Abwertung, sondern eine Beobachtung. Das Eiskind braucht weibliche Herzenswärme, die im Patriarchat über Jahrtausende verloren gegangen ist.

Dieses Kind will von einer Frau gefühlt und willkommen geheißen werden.
So einfach – und so schwierig – ist es.

Göttliche Mutter & Seelenebene

Bei dieser Arbeit begleiten mich oft Emanationen der Göttlichen Mutter, in unterschiedlichen Erscheinungsformen – je nach Person. Manchmal ist es Maria, manchmal eine andere weibliche Gottheit. In diesem Zusammenspiel aus göttlicher Mutterenergie und offenem Herzensraum kann das Eiskind heilen, auftauen, ankommen, den Schock lösen und schließlich zu seiner eigentlichen Besitzerin zurückkehren.

Ich behalte keine Kinder bei mir.

Dieses neue weibliche Heilfeld zeigt sich seit einiger Zeit immer deutlicher. Es ist ein Geschenk der Großen Mutter. Lange habe ich um Hilfe gebeten, weil es zuvor extrem mühsam und langwierig war, das Eiskind an einen guten Platz zu bringen. Jetzt ist Unterstützung da.

Seelenverbindung

Für eine echte Seelenverbindung muss das Eiskind einbezogen werden.
Es ist das Kind, das die Verbindung nach „oben“ hält – oder blockiert.

Solange es die Tür geschlossen hält, kann die Geistige Welt schreien, so viel sie will – du wirst sie nicht hören. Ja, es gibt Ausnahmen. Ich bin eine davon. Aber Ausnahmen sind nicht die Regel. Und selbst ich musste sehr viel Arbeit investieren, um die alte Verbindung wiederherzustellen.

Ich sehe bei vielen Menschen gespeichertes, gebunkertes Licht, das nicht mehr fließen kann – ausgelöst durch frühe Schocks. Energetisch verhungert das System. Das Gefühl, verlassen worden zu sein, ist das Kind in dir. Der „Horror des Seins“, wie Barron ihn nennt, schließt die Tür zur Seele.

Die spirituelle Entourage steht oft ganz nah – und kann den Menschen dennoch nicht erreichen.


Einordnung heute

Dieser Text entstand in einer Phase, in der meine Arbeit stark von energetisch-spirituellen Bildern, Resonanzfeldern und archetypischen Ebenen geprägt war. Viele der Beobachtungen sind bis heute gültig – insbesondere die Erfahrung, dass tiefe Beziehungsthemen nicht allein über mentale Einsicht oder klassische Innere-Kind-Arbeit gelöst werden können.

Was sich seither verändert hat, ist meine Sprache, meine Präzision und meine Verantwortung im Halten von Räumen.
Ich arbeite heute mehr mit innerer Architektur, mit Bindungsdynamiken, Nervensystemen, verkörperter Klarheit und der Fähigkeit, zwischen alten Schutzstrukturen und gegenwärtiger Autorität zu unterscheiden.

Das „Eiskind“, von dem hier die Rede ist, würde ich heute anders benennen – doch die Erfahrung dahinter bleibt dieselbe:
Es gibt frühe Erstarrungen, die nicht durch Technik, Willen oder spirituelles Streben gelöst werden können, sondern nur durch reife Präsenz, Resonanz und sichere Beziehung.

Ich lasse diesen Text bewusst stehen.
Nicht als Anleitung.
Sondern als Zeugnis eines Weges – und als Erinnerung daran, wie tief manche Fragen reichen.


© 02 2018 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Warum es keine Exit-Klausel gibt

Warum es keine Exit-Klausel gibt

Ein früher Text über Inkarnation, Verantwortung, Erinnerung und Wahl.
Er bleibt hier bewusst sichtbar – als Teil des Weges, aus dem meine heutige Ausrichtung entstanden ist.


Die Worte des sogenannten „Inkarnationsvertrages“ wurden von Joe Conrad im Jahr 2002 publiziert. Ich nehme sie hier bewusst als Thema auf, weil die Fragen, die sie berühren, bis heute aktuell geblieben sind.

Die Debatte darüber, ob es Inkarnationen überhaupt gibt, wird nach wie vor kontrovers geführt. Es steht selbstverständlich jeder Person frei, aus persönlichen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen die Reinkarnationslehre abzulehnen.

Mich interessiert an dieser Diskussion vor allem ein Argument, das immer wieder angeführt wird: die Annahme, sämtliche Erinnerungen an frühere Leben würden über die DNA transportiert. Für manche gilt dies als scheinbar wissenschaftlicher Beweis gegen die Idee der Reinkarnation.
Die Vorstellung, dass alle Erinnerungen früherer Leben ihren Ursprung im genetischen Material hätten und über Generationen weitergegeben würden, halte ich jedoch in vielerlei Hinsicht für nicht stichhaltig.

Unbewusste Erinnerungen an traumatische Erlebnisse aus früheren Existenzen können durchaus einen tiefen Abdruck im gegenwärtigen Körper hinterlassen. Dieser Abdruck ist jedoch nicht genetischer Natur. Die molekularen Codes des aktuellen Körpers sind neu und beziehen sich auf den jetzigen physischen Organismus.
Innere Überzeugungen, Haltungen und Prägungen des Seelengeistes beeinflussen das biologische Gehirn – ja. Es gibt auch Forschungen, die davon ausgehen, dass eine überdauernde Intelligenz, zu der energetische Eindrücke und Erinnerungsspuren aus früheren Leben gehören, biologische Prozesse beeinflussen kann.

Doch das bedeutet nicht, dass Erinnerungen aus früheren Leben im engeren Sinn in der DNA gespeichert wären. Vielmehr handelt es sich um Seelenerinnerungen, die aus tieferen Bewusstseinsschichten stammen. Dazu zählen auch Erfahrungen aus nicht-physischen Existenzformen – aus Räumen, in denen wir keinen Körper tragen.

Ein weiteres Argument gegen eine rein genetische Erklärung ist die Vielfalt früherer Inkarnationen. Die Körper, die wir in früheren Leben hatten, sind genetisch in der Regel nicht mit unserer jetzigen Familie verwandt. Während jemand in einem Leben Teil einer bestimmten Familie gewesen sein mag, kann er sich im nächsten Leben für eine völlig andere Herkunft entschieden haben.
Viele Menschen haben frühere Leben in unterschiedlichen kulturellen, ethnischen oder geographischen Kontexten geführt – ohne jede genetische Verbindung zur heutigen Inkarnation. Erinnerungen an andere Welten oder nicht-menschliche Existenzformen lassen sich ohnehin nicht über menschliche DNA erklären.

Was hier als „genetische Erinnerung“ bezeichnet wird, sind in Wahrheit Erinnerungen der Seele.

Erinnerungsebenen nach Michael Newton

Der Forscher Michael Newton († 2016) unterschied drei Ebenen von Erinnerung:

1. Bewusste Erinnerung
Sie umfasst all jene Inhalte, die im biologischen Gehirn gespeichert sind und vom bewussten Ich wahrgenommen werden. Diese Erinnerungen entstehen durch Sinneseindrücke, emotionale Erfahrungen sowie durch biologische und instinktive Prägungen. Sie sind anfällig für Verdrängung, Verzerrung und Schutzmechanismen.

2. Unsterbliche Erinnerung
Diese Ebene entspringt dem Unterbewusstsein. Sie ist mit autonomen Körperfunktionen verbunden und dient zugleich als Speicher bewusster Inhalte. Die unsterbliche Erinnerung kennt die Ursprünge dieses Lebens ebenso wie jene anderer physischer Existenzen. Sie bildet die Brücke zwischen Bewusstsein und Überbewusstsein.

3. Göttliche Erinnerung
Diese Erinnerungen entstammen dem Überbewusstsein – dem Bereich der Seele. Gewissen, Intuition und Inspiration können Ausdruck dieser Ebene sein. Die göttliche Erinnerung verweist auf eine Intelligenz, die größer ist als das individuelle Selbst und nicht an einen Körper gebunden ist.

Ich bin mir bewusst, dass es im Feld der Reinkarnation viel Verzerrung und Projektion gibt. Aus diesem Grund habe ich bereits vor vielen Jahren Seelenrückführungen aus meinem Angebot genommen.
Die immer gleichen Erzählungen – die x-te Kleopatra, Napoleon oder Königin eines großen Reiches – führen selten zu Erkenntnis, wenn die Bereitschaft fehlt, die gewonnenen Informationen tatsächlich zu integrieren.

Meine Erfahrung ist: Wenn Wissen aus anderen Leben relevant ist, zeigt es sich von selbst. In meiner Arbeit – etwa in CoReOn-Gruppen – wurden frühere Leben nur dann betrachtet, wenn es für ein aktuelles Thema notwendig war. Besonders im Bereich Beziehung zeigt sich häufig eine karmische Vorprägung, die sich über mehrere Leben hinweg wiederholt.
Die Informationen, die dabei auftauchen, sind selten angenehm. Meist handelt es sich um unverarbeitetes Trauma, nicht um glanzvolle Biografien.

Verantwortung statt Ausstieg

Der Gedanke eines „Inkarnationsvertrages“ verweist auf eine unbequeme Wahrheit:
Wir haben uns auf das Abenteuer Erde eingelassen – und tragen Verantwortung für diesen Entschluss.

Ausweichnarrative, Verschwörungstheorien oder Projektionen auf äußere Mächte ändern daran nichts. Ein eingegangener Inkarnationsvertrag lässt sich nicht umgehen.
Ich habe selbst lange nach einer Exit-Klausel gesucht – ohne Erfolg.

Der Vertrag wurde nicht vom körperlichen Ich geschlossen, sondern vom Seelengeist.

Das bedeutet jedoch nicht Ohnmacht. Im Gegenteil. Niemand ist hier ein „kleines Würmchen“ oder bedeutungslos. Unabhängig von Manipulationen, die weit zurückliegen mögen, sind wir heute hier, um diese Muster zu klären, zu heilen und zu beenden.

Auch du hast einmal Ja gesagt.

Gerade an jenen Tagen, an denen alles gegen dich zu sprechen scheint, an denen du dich verlassen oder fehl am Platz fühlst, ist diese Erinnerung wesentlich:
Du bist kein Fehler. Du hast nichts falsch gemacht.
Du bist nicht auf einem Gefängnisplaneten. Und keine Manipulation wirkt ewig, wenn du ihr nicht weiter zustimmst.

Gott hat dich nicht verlassen.
Im Gegenteil: Es liegt Vertrauen darin, dass du diesen Weg gehen kannst.


Inkarnationsvertrag – Text von Joe Conrad (2002)

Der folgende Text ist ein zeitgeschichtliches Dokument. Ich teile ihn hier als Referenz.

(Der Vertragstext bleibt inhaltlich unverändert und wird aus Gründen der Authentizität nicht neu formuliert.)

[§1–§11 und Hinweise wie im Original]

Es ist hilfreich, über jeden Satz einzeln nachzudenken.

§1)Sie erhalten einen Körper. Dieser Körper ist neu und einmalig. Niemand sonst bekommt den gleichen.
§2)Sie erhalten ein Gehirn. Es kann nützlich sein, es zu benutzen.
§3)Sie erhalten ein Herz. Die besten Resultate erzielen Sie, wenn Hirn und Herz ausgewogen benutzt werden.
§4)Sie erhalten Lektionen. Niemand bekommt exakt die selben Lektionen wie Sie oder kann sie Ihnen abnehmen.
§5)Sie können tun, was Sie wollen. Alles, was Sie anderen antun, kommt zu Ihnen zurück.
§6)Eine Lektion wird so lange wiederholt, bis sie begriffen wurde. (Auch inkarnationsübergreifend)
§7)Dieser Vertrag ist für alle gleich. Es gibt keine Privilegien, auch wenn einige das behaupten. (Handschriftliche Änderungen haben keine Gültigkeit.)
§8)Sie bekommen Spiegel, um zu lernen. Viele Spiegel sehen aus wie andere Körper. Sie sind dazu da, Ihnen etwas zu zeigen, das in Ihnen ist.
§9)Wenn Ihr Körper zerstört wird oder aufhört, zu funktionieren, bekommen Sie einen neuen. (Es kann zu Wartezeiten kommen.)
§10)Der Inkarnationsvertrag läuft erst aus, wenn alle Lektionen zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben.
§11)Was befriedigend ist, bestimmen Sie!

Nützliche Hinweise und Tipps:

Ziel ist es nicht, beim Verlassen eines Körpers möglichst viel Geld zu haben.
Es gibt keinen Bonus für Berühmtheit oder Beliebtheit.
Sie müssen sich nicht an den Fehlern anderer orientieren.
Regeln sind dazu da, überprüft zu werden.
Behauptungen anderer über das Ziel können Ablenkungen sein.
Sie können nichts falsch machen. Es kann höchstens länger dauern.
Zeit ist eine Illusion!
Sie haben Zugriff auf alle Antworten über eine spezielle Verbindung in Ihrem Herzen.
Alles innerhalb des Schulungsraums reagiert auf Herzensausstrahlung.
Versuche, den Schulungsraum zu beschädigen, führen zu Einschränkungen.
Niemand kann Ihnen die Verantwortung abnehmen.
Gewalt führt niemals zu einer Lösung.
Es kann nützlich sein, darauf zu achten, welche Situationen sich wiederholen.
Drogen (legale und illegale) können die Wahrnehmung der Lektionen verfälschen.
Nur, weil alle sich auf eine Weise verhalten, muß das nicht bedeuten, daß es richtig ist.
Es gibt selten nur eine richtige Lösung.
Sie können einen Antrag auf Vergebung stellen.
Es gibt keine Extraklauseln für niemanden.
Sie werden geliebt. (Auch wenn Sie in der Bronx oder Somalia sind.) Alles andere ist Täuschung.
Lektionen sind besondere Gelegenheiten, sich zu entwickeln und keine böse Absicht.
Es kann riskant sein, seinen Körper anderen anzuvertrauen.
Andere in der Entwicklung zu behindern, bringt keinen Vorteil.
Sie bekommen (vorzugsweise während der Nachtstunden) Gelegenheit, den Körper zu verlassen.
Erinnerungen an Erfahrungen außerhalb des Körpers werden nicht im Körper bzw. Gehirn gespeichert.
Herumspielen an Ihrem Körper ist Ihr gutes Recht. An den Körpern anderer erfordert deren Einwilligung.
Abgucken ist sinnlos!
Wer Ihnen eine Lebensversicherung anbietet, ist ein Betrüger.
Das mutwillige Beenden einer Inkarnation führt zu viel unnützem Papierkram.
Wissenschaftliche Gutachten und heilige Schriften dienen der Verwirrung.
Es geht nicht darum, Erster zu sein.
Es geht nicht darum, cool auszusehen.
Niemand macht in Ihrer Situation eine bessere Figur als Sie.
Sie sind nicht der Einzige, der am Sinn des Inkarnationsvertrages zweifelt.

Da Sie diesem Vertrag zugestimmt haben, ist es unnütz, sich darüber zu beschweren, dass Sie hier sind.
(Jo Conrad, 15.3.2002)


Einordnung aus heutiger Sicht

Dieser Text stammt aus einer früheren Phase meiner Arbeit.
Heute arbeite ich nicht mehr mit Inkarnationsmodellen oder Rückführungslogiken.

Was geblieben ist, ist die Frage nach Verantwortung:

Wie bleiben wir präsent, handlungsfähig und innerlich ganz – auch dann, wenn das Leben Druck erzeugt, Sinn infrage stellt oder keine Ausweichbewegung mehr zulässt?

Diese Frage bildet heute den Kern meiner Arbeit zu weiblicher Macht und innerer Führung.


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Warum Liebe allein nicht reicht

Warum Liebe allein nicht reicht

Ein früher Text über Beziehung, Bedürfnisse und innere Anteile.
Er bleibt hier bewusst sichtbar – als Teil des Weges, aus dem meine heutige Ausrichtung entstanden ist.

„Nur die Liebe zählt“, singt Gregor Meyle gerade im Radio.
„Nur die Liebe zählt, es ist nie zu spät daran zu glauben, du musst nur daran glauben, alles wird gut.“

Aber: Ist Liebe wirklich genug?

Natürlich ist echte Liebe eine kraftvolle, verbindende Qualität – etwas, wonach wir uns sehnen und das wir zugleich selten in reiner Form erleben. In unseren romantischen Beziehungen wirken fast immer Bedürfnisse mit, die in der abhängigen Phase der Kindheit nicht erfüllt wurden und sich später auf den erwachsenen Partner richten.

Und hier beginnt das Drama.

Wie soll ein einzelner Mensch all die Bedürfnisse eines anderen erfüllen können?
Viele Menschen wissen zu Beginn einer Beziehung selbst noch nicht, was ihre wirklichen Bedürfnisse sind. Manche zeigen sich erst im gemeinsamen Alltag. Häufig fehlt die innere Klarheit darüber, was eigentlich gebraucht wird. Diffuse Emotionen, hormonelle Schwankungen und eine oft wenig tragfähige Kommunikationskultur tragen dazu bei, dass man sich nicht ausdrückt – oder irgendwann aufhört, es überhaupt zu versuchen.

So entsteht schleichend das Gefühl, in der Beziehung nicht wirklich genährt zu sein. Gegenseitiges Bemühen lässt nach, Enttäuschung sammelt sich an. Am Ende landet die Beziehung innerlich in der Schublade: „Schon wieder etwas, das für mich nicht funktioniert.“

Es ist eine schmerzhafte Illusion, zu hoffen, ein Mensch könne alle inneren Lücken eines anderen füllen. Wir wissen das – und vergessen es dennoch immer wieder.
Die Vorstellung hält sich hartnäckig: Wenn zwei Menschen sich wirklich lieben, dann wird alles gut. Man wird sich gesehen, gehalten, wieder ganz fühlen.

Stattdessen zeigt sich im Laufe der Beziehung oft, dass es im Anderen Leerräume gibt, die sich nicht füllen lassen – egal, wie sehr man sich bemüht. Diese Leerräume entpuppen sich nicht selten als Fass ohne Boden.
Die Enttäuschung darüber ist tief. Sie wirft Fragen auf, die am Selbstwert rütteln:
Ist meine Liebe nicht stark genug? Liebe ich falsch? Bin ich nicht genug?

So beginnt eine Spirale, die sich immer weiter nach unten dreht. Wenn ein Partner beginnt, dauerhaft eigene Bedürfnisse zu opfern, um den anderen emotional zu stabilisieren, und dabei nichts zurückfließt, entsteht keine tragfähige Beziehung – sondern der Beginn einer emotionalen Erschöpfung.

Ein alltägliches Beispiel

Der Küchenboden ist schmutzig. Brotkrümel liegen herum, eingetrocknete Kaffeeränder zieren das Tischtuch.
Man kann jedes einzelne „Vergehen“ benennen – doch der Boden bleibt schmutzig, bis er geputzt wird. Analyse allein schafft keine Veränderung.

Also beginnt man zu nörgeln. Oder man putzt schweigend – und schluckt den Ärger hinunter, bis er sich Bahn bricht.

Wessen Bedürfnis zählt nun mehr?
Das Bedürfnis nach Ordnung? Oder das Bedürfnis nach Freiheit und Ungezwungenheit?

Eine populäre Beziehungsphilosophie lautet:
„Man muss den anderen so akzeptieren, wie er ist. Niemand kann den anderen ändern.“

Das klingt gut – ist im Alltag jedoch anspruchsvoll. Denn Partnerschaft konfrontiert unweigerlich die inneren Anteile, vor allem jene verletzten kindlichen und jugendlichen Ebenen, deren alte Wunden berührt werden.

Diese bedürftigen inneren Anteile – oft verbunden mit unverarbeiteten Verletzungen – erzeugen die inneren Leerräume, denen sich der Partner hilflos gegenüber fühlt.

Innere Dynamiken

Ich selbst habe zum Beispiel einen starken inneren Perfektionisten. Er setzt mich unter erheblichen inneren Druck, angetrieben von der alten Hoffnung, Kritik oder Ablehnung zu vermeiden.
Das Kind in mir reagiert darauf mit Stress und Angst – in Erwartung von Schelte, die längst vergangen ist, innerlich aber weiterwirkt.

Diese inneren Dynamiken haben sich über Jahre nur langsam verändert. Sie brauchen Aufmerksamkeit, Geduld und Bewusstheit.
Für einen gelasseneren Partner wirken solche Reaktionen oft unverständlich – ebenso wie umgekehrt der Anspruch auf Ordnung Stress auslösen kann.

Was hilft, ist ehrliche Kommunikation und vor allem Selbsterkenntnis:
Wer fühlt da eigentlich? Welcher Anteil reagiert? Wovor schützt er?

Erst wenn diese inneren Ebenen gesehen und gefühlt werden können, beginnt Integration. Dann entsteht Verständnis – auch für den Partner.

Anpassung oder Selbstverlust?

In einer lebendigen Partnerschaft passen sich beide an. Es ist keine Schwäche, eigene Muster zu hinterfragen oder sich zu verändern, um einem Bedürfnis des anderen zu begegnen.
Doch es braucht Achtsamkeit: Anpassung darf nicht in Selbstverlust münden.

Liebe allein schützt nicht davor, dass Beziehung zur Bühne unbewusster Dynamiken wird. Im Gegenteil – sie kann zum Spielball werden, wenn innere Verantwortung fehlt.

Liebe kann tragen, wenn es schwierig wird.
Aber sie kann kein Trauma heilen.
Sie kann keine inneren Leerräume füllen, die nie gelernt haben, Liebe zu empfangen.

Diese Anteile brauchen etwas anderes: Zuwendung von innen.

Verantwortung für sich selbst

Es braucht die Bereitschaft, sich um die eigenen bedürftigen Anteile zu kümmern – statt diese Aufgabe an den Partner auszulagern.
Der Partner ist kein Elternersatz und kein Therapeut.
Er kann unterstützen, begleiten, mitgehen – aber nicht die innere Arbeit übernehmen.

Eine bewusste Beziehung erfordert Selbstanbindung, Klarheit über eigene Bedürfnisse und die Fähigkeit, innere Anteile nicht zu verdrängen oder gegeneinander auszuspielen.
Gesunde innere Führungsanteile sind verhandlungsfähig, kompromissbereit und lösungsorientiert. Wenn jedoch ausschließlich verletzte Kindanteile agieren, fehlt der Beziehung ein tragfähiges Fundament.

Viele Menschen fürchten, ihre Identität zu verlieren, wenn sie sich mit inneren Wunden beschäftigen. Das zeigt, wie fragil Identität oft ist.
Doch Liebe bedeutet Wandel. Sie fordert auf, alte Gewissheiten loszulassen – und verlangt Kommunikation, die gelernt werden will.

Romantische Ideale

Medien prägen bis heute Bilder idealisierter Beziehungen.
Der innere Teenager trägt diese Ideale oft besonders hartnäckig – und leidet, wenn sie sich nicht erfüllen.

Auch das Konzept der „Seelenliebe“ oder „Dualseele“ wirkt hier stark.
Ja, es gibt tiefe seelische Verbindungen. Doch sie bedeuten nicht automatisch Harmonie oder lebenslange Partnerschaft. Oft stellen sie gerade jene Basis bereit, auf der Konflikte sichtbar und bearbeitbar werden.

Eine gemeinsame spirituelle Anbindung kann Beziehung vertiefen.
Doch wenn Partnerschaft den Platz von Sinn, Halt und Transzendenz vollständig einnehmen soll, wird sie überfordert.

Ein stiller Anfang

Setze dich hin.
Halte all deine inneren Anteile in deinem Bewusstsein – auch die verletzten, wütenden, ängstlichen.
Nicht um sie zu verändern, sondern um sie wahrzunehmen.

Je mehr du das für dich selbst kannst, desto eher wirst du es auch in Beziehung können.

Geduld ist dabei unverzichtbar – eine Qualität, die unsere schnelle Welt kaum fördert. Doch ohne Geduld gibt es keine bewusste Beziehung.

Der Anfang liegt immer bei dir selbst:
Dich annehmen, mit dem, was jetzt ist.
Denn nur ein Herz, das sich selbst nicht mehr verleugnet, kann einem anderen wirklich begegnen.


Dieser Text stammt aus einer früheren Phase meiner Arbeit, in der Beziehung, Trauma und innere Anteile im Zentrum standen.

Heute arbeite ich nicht mehr primär auf der Beziehungsebene, sondern an der inneren Führung und Struktur, aus der Menschen Beziehung gestalten.

Was geblieben ist, ist die zentrale Erkenntnis:
Liebe allein trägt nicht – wenn innere Verantwortung, Selbstanbindung und Präsenz fehlen.

Diese Frage bildet heute einen Teil des größeren Rahmens meiner Arbeit zu weiblicher Macht und innerer Führung.


© 04/2017 Renate Hechenberger. Alle Rechte Vorbehalten.
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Muss ich wirklich alles fühlen?

Muss ich wirklich alles fühlen?

Ein früher Text über Gefühle, Widerstand und innere Integration

Dieser Text stammt aus einer früheren Phase meiner Arbeit.
Er bleibt hier bewusst sichtbar – als Teil des Weges, aus dem meine heutige Ausrichtung entstanden ist.


Gefühle sind real.
Gefühle sind vollständig.
Gefühle brauchen keine Rechtfertigung.

Und doch sind sie nicht immer leicht zu spüren, auszuhalten oder zu integrieren. Viele Menschen haben Angst vor sogenannten „negativen Gefühlen“ wie Versagensangst, Trauer, Ablehnung, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Schuld, Wut, Zorn – und insbesondere vor Scham und Selbsthass. Um diese Gefühle nicht spüren zu müssen, versucht die innere Wächterstruktur oft ein Leben lang, Emotionen zu kontrollieren oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

Doch je stärker der innere Wächter kontrolliert, desto größer wird die Ohnmacht. Es entsteht innerer Widerstand – ein Widerstand gegen das, was ist.
Nicht das Gefühl selbst tut weh, sondern der Widerstand gegen das Gefühl.

Könnte ein Gefühl einfach da sein, ohne sofort bewertet, analysiert oder „aufgelöst“ zu werden, wäre Integration möglich. Doch viele Menschen wissen nicht, wie das geht. So bleiben sie im Widerstand gefangen. Es wirkt manchmal, als wären sie innerlich von immer engeren Schutzstrukturen umgeben.

Vielleicht meldet sich an dieser Stelle der Gedanke:
„Ich muss meine Gefühle doch kontrollieren – sonst wäre das katastrophal.“

Doch wer in dir ist so überzeugt davon?

Denn oft geschieht genau das Gegenteil:
Die Gefühle, vor denen wir Angst haben, beginnen unser Leben zu bestimmen. Sie engen Verhalten ein, beeinflussen Entscheidungen und rauben Freiheit. Unterdrückung führt nicht zu Stabilität, sondern zu innerer Erstarrung.

Was es braucht, ist Mut – und Übung.
Mit der Zeit kann gelernt werden, auch unangenehmen Emotionen Raum zu geben. Der enorme Energieaufwand, Gefühle zu vermeiden, fällt weg. Handeln wird bewusster, das innere Erleben ruhiger, der eigene Lebensfluss spürbarer – manchmal zum ersten Mal.

Unterdrückte Gefühle ziehen Situationen an

Viele Menschen kennen das Phänomen sich wiederholender Situationen. Unterdrückte Gefühle wirken wie Magnete. Solange ein Gefühl nicht bewusst wahrgenommen wird, sendet es eine innere Frequenz aus, die passende Erfahrungen anzieht.

Ist das unterdrückte Gefühl beispielsweise Scham oder Wertlosigkeit, kann es geschehen, dass man immer wieder Menschen begegnet, die genau diese Empfindungen auslösen – etwa durch Abwertung, Untreue oder subtile Entwürdigung.

In solchen Momenten tritt häufig eine innere Erstarrung auf:

  • Worte fehlen.

  • Abgrenzung gelingt nicht.

  • Man fühlt sich ausgeliefert.

  • Teile der Situation bleiben später sogar erinnerungslos.

Im Nachhinein entsteht oft Selbstverurteilung: „Warum habe ich nichts gesagt?“
Doch dieses Muster ist nicht durch Verstand oder Disziplin zu verändern. Es verändert sich nur dort, wo das unterdrückte Gefühl selbst wahrgenommen werden kann.

In der Annahme geschieht Veränderung

Gefühle sind Macht – gegen uns oder für uns.
Die Entscheidung liegt bei uns.

Das Leben bietet immer wieder Gelegenheiten, unterdrückte Emotionen bewusst wahrzunehmen. Bleiben sie unbeachtet, werden die Situationen meist intensiver. Nicht aus Grausamkeit, sondern weil etwas gesehen werden will.

Um an unterdrückte Gefühle heranzukommen, sind innere Bilder oft hilfreich. In einem Zustand der Entspannung enthält ein inneres Bild bereits alle relevanten Informationen:

  • das Gefühl

  • die Körperempfindung

  • Gedanken und Erinnerungen

  • Impulse und Handlungsimpulse

Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen innerer und äußerer Erfahrung. Neue innere Erfahrungen verändern neuronale Bahnen – und damit Verhalten. Reine gedankliche Umdeutungen reichen dafür meist nicht aus.

Begleitung und Präsenz

Wenn eine Klientin mit körperlichen Beschwerden oder sich wiederholenden Beziehungsmustern in meine Begleitung kam, richteten wir den Blick nach innen. Ziel war es, das Gefühl zu finden, das hinter dem Symptom oder der Situation verborgen lag.

Oft zeigte sich Ohnmacht oder Erstarrung – Zustände, die schwer auszuhalten sind. Genau hier war es entscheidend, nicht vorschnell aus dem Erleben herauszuführen, sondern präsent zu bleiben.
Vorausgesetzt, die begleitende Person kann selbst mit Ohnmacht und Erstarrung umgehen, entsteht ein Resonanzraum, in dem das Gefühl zugelassen werden kann.

Mit der Zeit verändert sich das innere Bild von selbst. Erstarrung löst sich, Ohnmacht wandelt sich – etwa in Selbstschutz oder Hingabe. Schritt für Schritt wird Integration möglich.

Wenn sich Muster lösen

Sind Erstarrung und Ohnmacht bewusst geworden, können sich weitere Gefühle zeigen: Hilflosigkeit, Schuld, Ekel – manchmal auch Scham oder Selbsthass. Besonders Menschen, die sich früh unerwünscht oder abgelehnt fühlten, tragen solche Gefühle oft tief in sich.

Werden diese Empfindungen bewusst wahrgenommen, beginnt sich etwas zu verändern. Selbstakzeptanz wächst, Selbstwert stabilisiert sich. Auch das Feedback aus dem Umfeld verändert sich – nicht durch Anstrengung, sondern durch innere Klarheit.

Der Drang, Gefühle zu kontrollieren, lässt nach. Handlungsfähigkeit wächst. Einengende Verhaltensmuster beginnen sich aufzulösen. In manchen Fällen lindern sich sogar körperliche Symptome.

Ein innerer Lernweg

Focusing war in dieser Phase meiner Arbeit eine wertvolle Unterstützung. Diese Methode verbindet Denken und Fühlen, indem die Aufmerksamkeit auf das körperlich spürbare Unklare gerichtet wird – dort, wo Worte noch fehlen. Begründer ist Eugene T. Gendlin.

Der Weg, Gefühle kennenzulernen und zu integrieren, erfordert Geduld. Geduld ist jedoch eine Qualität, die in einer beschleunigten Welt wenig Raum bekommt. Und doch ist sie grundlegend für innere Reifung.

Der Anfang liegt immer bei sich selbst:
sich anzunehmen, mit allem, was gerade da ist.
Denn nur ein innerlich tragfähiges Herz kann auch andere halten.


Einordnung aus heutiger Sicht (2025)

Dieser Text stammt aus einer früheren Phase meiner Arbeit, in der das bewusste Fühlen und die Integration unterdrückter Emotionen im Mittelpunkt standen.

Heute arbeite ich nicht mehr primär über intensive Gefühlsprozesse, sondern mit der inneren Führung und Struktur, die es überhaupt erst ermöglicht, Gefühle zu halten, ohne von ihnen überwältigt zu werden.

Was geblieben ist, ist die zentrale Erkenntnis:
Nicht jedes Gefühl muss durchlebt werden – aber jedes Gefühl braucht einen inneren Ort, an dem es getragen werden kann.

Genau dort beginnt heute meine Arbeit.


© 03/2017 Renate Hechenberger. Alle Rechte vorbehalten.
Foto credit: Canva Pro

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