Es gibt keine Selbstverwirklichung ohne Dualität

Es gibt keine Selbstverwirklichung ohne Dualität

Jeder, der sich auf einen spirituellen Weg hin zur Selbstverwirklichung begibt, wird irgendwann der Doktrin der Nicht-Dualität oder Non-Dualität oder Non-Duality begegnen bzw. ihrem Einfluß innerhalb der spirituellen Szene nicht entkommen können. Die Philosophie der Nicht-Dualität oder Non-Dualität bleibt der primäre Einfluss in allen großen spirituellen Traditionen, die Selbstverwirklichung und Erleuchtung anstreben, denn nicht nur Advaita, sondern alle buddhistischen Schulen basieren auf diesem Konzept. Die meisten ernsthaft an Spiritualität interessierten Suchenden können sich also diesem Teaching nicht entziehen, nachdem die gesamte neo-advaitische Satsang-Kultur, die im kollektiven spirituellen Geist Wurzeln geschlagen hat, eine starke Kommerzialisierung eben dieses nicht-dualen Konzepts betreibt.

Nicht-Dualität (indisch: Advaita) bedeutet die Einsicht, daß kein Gegenstand ohne (s)einen Beobachter existieren kann, daß also Subjekt und Objekt stets ein zueinander komplementäres Paar darstellen. Das Selbst als individuelle oder separate Wesenheit ist ein Ding der Unmöglichkeit, weil es dann wieder ein zu beobachtender Gegenstand und damit ein Objekt wäre.

Laut Advaita ist ausschließlich diese Erscheinungs-Welt dual. So etwas wie ein Selbst gäbe es nur im Zusammenhang mit einer Erscheinung – nämlich als den Zeugen dieser Erscheinung. Sobald die Erscheinung sich auflöst, müsste sich auch der Zeuge auflösen. Die eigentliche Natur der Realität sei aber Nicht-Dual, was bedeutet, dass es dort keine Unterschiede und keine Individualität (Persönlichkeit) gibt. Mit Persönlichkeit ist hier nicht das Ego-Ich gemeint, sondern die innere, individuelle Subjektivität. Laut Advaita gibt es nur das Prinzip der Existenz, das in sich nicht strukturiert ist, also keine definierten Eigenschaften haben kann.

Die Lehre der Nicht-Dualität enthält einen wahren Kern, denn es gibt tatsächlich das Prinzip der Existenz – den unpersönlichen Anteil in der Quelle – der bei der blitzartigen Erfahrung der Leere erlebt werden kann. Viele nennen das eine “Erleuchtung” – in Wirklichkeit ist es aber nur eine Öffnung der inneren Tür, die zum Eintreten auffordert. Diesen Teil der Realität jedoch als die gesamte Realität anzusehen ist schlicht und einfach naiv, denn alleine schon die Behauptung, dass es keine Dualität gäbe, setzt Dualität voraus.

Es gibt auch keine einzige gemeinsame Version/Form von Nicht-Dualität. Das Konzept variiert von einer Tradition zur anderen und von extremen Ansichten zu moderateren. Zum Beispiel gibt es im Buddhismus die Idee von zwei Wahrheiten: eine höhere und eine niedrigere Wahrheit. Die niedrigere Wahrheit akzeptiert eine bestimmte Ebene der Dualität auf einer täglichen, praktischen Ebene, während die höhere Wahrheit als die Abwesenheit von Selbst oder Leere beschrieben werden kann. In Advaita gibt es auch verschiedene konzeptuelle Ansätze, wie zum Beispiel denjenigen, der die Existenz des persönlichen Gottes, Ishvara als Aspekt des einen Selbst, Brahman, akzeptiert. Es ist wichtig zu bedenken, dass Advaita durch den Austausch von Ideen zwischen hinduistischen und buddhistischen Gelehrten, die zu der Zeit für spirituelle und politische Vorherrschaft in Indien kämpften, stark vom Buddhismus beeinflusst war. Darüber hinaus schuf Buddha selbst einen Pfad und eine Philosophie, die zutiefst von den nicht-dualen Konzepten konditioniert waren, die bereits im alten Hinduismus existierten.

Was stimmt also nicht mit der non-dualen Philosophie?

An der Oberfläche erscheint sie sehr überzeugend, vor allem für diejenigen Menschen, welche glauben, sich nicht wirklich mit ihrer Psyche beschäftigen zu müssen und Spiritualität mit Psychotherapie verwechseln. Alle Versuche zu vorzeitiger Transzendenz – Zuflucht im unpersönlichen Absoluten zu suchen, um zu vermeiden, mit der eigenen psychischen Dynamik, den persönlichen Themen und Gefühlen oder der eigenen Berufung umzugehen – führen zu innerer Verleugnung und dies kann monströse Schattenelemente erzeugen. Spirituelle Umgehung beruft sich oft auf eine rationale Begründung, die darauf beruht, dass absolute Wahrheit benutzt wird, um relative Wahrheit zu leugnen oder zu entwerten.

Wir müssen uns auch der traurigen Tatsache stellen, dass sich die Menschheit auf vielen Ebenen seit den Zeiten der Upanishaden und Buddhas weiter entwickelt hat, aber die Wissenschaft der Erleuchtung hat sich kaum weiterentwickelt. Wir leben immer noch in den dunklen Zeiten der Spiritualität in dem Sinne, dass fast alle spirituellen Lehren auf der ständigen Wiederholung dessen basieren, was vor Tausenden von Jahren entdeckt und gelehrt wurde. Dieser Perspektive fehlt jedoch ein seit langem dringend notwendiger „Update“ und die Erkenntnis, dass östliche Weisheitslehren und Lehrer nicht immer für ein westliches Leben geeignet sind, da sie eine total unterschiedliche Ausgangsbasis haben.

Spirituelle Lehrer erinnern uns of daran, dass wir liebevoll und mitfühlend sein oder Selbstbezogenheit und Aggression aufgeben sollten, aber wie können wir das tun, wenn unsere gewohnten Tendenzen aus einem ganzen System von psychologischer Dynamik entstehen, das wir nie klar gesehen oder direkt angeschaut, geschweige denn durchgearbeitet haben? Menschen müssen ihre Wut oft fühlen, anerkennen und bewältigen, bevor sie zu einem echten Vergeben oder Mitgefühl gelangen können. Das ist relative Wahrheit.

Eine absolute Wahrheit ist es, dass zumindest in unserem Universum alles immer paarweise auftritt und dass es niemals einen reinen, nicht-dualen Zustand geben kann, den “jemand” erlebt, denn dann ist dieser Jemand bereits ein Ausdruck von Dualität. Advaita ist nichts anderes, als eine grob vereinfachte, intellektuelle Vorstellung der Natur der Realität. Der Verstand der Advaita-Urheber reichte damals nicht aus, um die Natur der Realität wirklich zu verstehen – es ging über die normale Verstandeskapazität hinaus. Daher vereinfachten sie und stellten ein Erleuchtungs-Modell auf, das ausschließlich auf der Erfahrung der Leere basiert.

Ich weiß, dass es schon immer eine Unstimmigkeit zwischen der buddhistischen Vorstellung von keinem Selbst und hinduistischen Behauptungen eines essentiellen Atman gab. Auch der große Sri Aurobindo sagte er habe Nirvana erlangt, aber dann erlebte er Zustände des Bewusstseins als darüber hinausgehend, Zugang zum Supermind, das ein höheres Selbst ist, das in die materielle Welt gebracht werden soll, um nicht nur das Individuum, sondern schlußendlich die ganze Menschheit zu verwandeln.

Wir hören so oft von einem globalen Erwachen oder einem neuen Zeitalter der Spiritualität, aber wer erwacht zu was?

Noch sehr viele Menschen sind sich ihrer wahren Natur so unbewusst wie sie es immer waren. Die Globalisierung des spirituellen Marktplatzes sollte nicht mit globalem Erwachen verwechselt werden. In Wahrheit wird Spiritualität immer oberflächlicher und die spirituellen Lehrer, die den unbewussten Massen billige und absurde Versionen der Erleuchtung verkaufen, werden immer effektiver. Manche Menschen mögen sich zu einem bestimmten Grad psychologisch etwas weiter entwickelt haben, aber geistig/spirituell sind viele stagniert, wenn nicht sogar zurückentwickelt, egal wie viele Satsangs, Yoga Kurse und Workshops besucht werden. Um in unserer Kultur zu leben, braucht man keinen Kontakt zu seiner Seele – nicht einmal zu der eines anderen. So seltsam das auch sein mag: Ein Leben ohne Seelenverbindung ist völlig normal! Millionen leben so, einschließlich gut angepasster Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und auf allen Stufen der wirtschaftlichen und sozialen Leiter. Zu ihnen gehören auch höchst erfolg- und einflussreiche Führungspersönlichkeiten, Organisationen und Nationen. Viele von ihnen haben wahrscheinlich niemals erlebt, wie es ist, Kontakt zur eigenen Seele zu haben. Auch das ist leider normal. Und gleichzeitig existiert der intensive spirituelle Hunger von so vielen in unserer Zeit. Diese „Hungrigen“ wandern neugierig am langen Spirit-Buffet entlang, kosten hier und da und werden früher oder später in den Sog der Non-Duality Geisteswahrnehmung gezogen. Und am Anfang hört sich vieles davon recht beeindruckend an.

Auch ich habe mich lange mit der Non-Dualen Satsang-Kultur gerumgeplagt, angefangen von Gangaji und Tibetischen Buddhismus bis hin zu John de Ruiter, mit dem ich mich doch einige Zeit beschäftigte. Es hat einige Jahre gedauert, bis ich da „durch“ war und es hat mir viel Herzschmerz beschert, denn vieles davon ist so nahe der Wahrheit und doch fehlte immer etwas, ich wusste nur nicht was. Mit John de Ruiter hatte ich zum ersten Mal wirkliche tiefe innere Stille erfahren und das war „zellerschütternd“ damals. Aber das Gefühl, dass ich mich irgendwie im Kreis drehe und doch nirgendwo ankomme, wurde immer stärker und letztendlich richtiggehend lähmend. Als ob ich in der ganzen Stille und Leere selber verschwinden würde. Ich wurde jeden Tag „weniger“, nicht mehr. Es war eine andere Form von Seelenverlust, denn „Sie“ (die Seele) zog sich damals fast ganz zurück. Ich erlebte das Paradox dass, je „spiritueller und erleuchteter“ ich wurde, desto mehr Seelenverlust erlitt ich. Erst als ich mir erlaubte, ganz aus dem mentalen Schwingungsfeld der Non-Dualen Welt herauszutreten, kam ich endlich wieder zu mir – in mir an – und Sri Aurobindo und Die Mutter betraten zu der Zeit meinen spirituellen Raum. Sie hinterließen tiefe und wichtige Spuren und Samen in meinem Bewusstsein – allen voran die Erkenntnis, dass es in der modernen Spiritualität um eine Abwärtsbewegung, um die volle Inkarnation der Seele im Menschsein geht, und nicht nur um Transzendenz und Tschüß in den Samadhi. Die knallharte Erkenntnis, dass meine Seele aber null Absicht hat endlos in irgendwelchen „Leeren“ zu schweben, sondern voll an ihrem Menschsein interessiert ist, war eiskaltes Wasser über meinen spirituellen Aspirationen und ein ziemlich abruptes Erwachen.

Unsere Realität in dieser Welt erfordert immer Gleichgewicht – das Dasein ist deshalb ein Spiel der Polaritäten.

Ich frage mich öfters, ob die Erfahrung der Selbstverwirklichung oder des Erwachens sich auf natürliche Weise in ein nicht-duales Verständnis hin-entwickelt. Oder ist es umgekehrt – dass ein nicht-dualer Wirklichkeitsbegriff das Wesen und die Erfahrung der Selbstverwirklichung einschränkt? Letzteres weist auf die Rolle unserer Intelligenz bei der Interpretation eines erwachten Zustandes hin. Hier ist das erste, was zu erkennen ist, dass es äußerst schwierig ist, jede erwachende Erfahrung im Verstand richtig zu verstehen und zu reflektieren. Die innere Welt ist der menschlichen Intelligenz oft völlig unbekannt und unverständlich, wenn der Verstand nur im Bereich der Objekte zu funktionieren und sich zu orientieren weiß. Daher haben die meisten von denen, die den spirituellen Weg gehen, sehr wenig Fähigkeit zu verstehen, was sie erfahren, wenn sie in der Meditation in bestimmte Zustände wechseln. Was sie als eine Erfahrung von Einheit oder Nicht-Dualität interpretieren, kann leicht ein tranceartiger Zustand des Geistes sein, der die Natur des veränderten Bewusstseins nicht richtig erfassen kann. Da die meisten Menschen nicht in der Lage sind zu verstehen, was sie erfahren, interpretieren sie ihre Erfahrungen durch die Konzepte ihrer jeweiligen (spirituellen) Traditionen. Und weil die Wissenschaft der Erleuchtung ursprünglich von einer nicht-dualen Philosophie ausging, ist die Nicht-Dualität zum Paradigma für all diejenigen geworden, die nicht fähig sind, ihre Grundannahmen in Frage zu stellen.

Viele Suchende sind wie blind und versuchen sich in einer Landschaft zu orientieren, die jenseits ihrer Fähigkeit ist, richtig zu sehen und zu verstehen und deshalb werden die meisten Erweckungs-erfahrungen als eine Form der Nicht-Dualität interpretiert. Dieser Mangel an Orientierung in der inneren Welt führt natürlich dazu, die einfache Lösung zu suchen und das Althergebrachte immer wieder neu aufzuwärmen, auch wenn es hinten und vorne nicht mehr richtig zu einem passt. Was nützt mir all das Gerede von Nicht-Sein, Alles ist nur eine Illusion, Ich bin schon perfekt in meinem Sein usw? Das Selbst wird immer verwirrter, je mehr es durch die Nicht-Dualität-Brille interpretiert wird, und so geht die erschöpfende EndlosSuche nach Selbsterkenntnis und Erleuchtung immer weiter und nach vielen Irrungen und Verwirrungen auf dem Weg geben die meisten einfach erschöpft, desillusioniert und zutiefst enttäuscht auf. Gar manche landen dann wieder mit den klassischen, christlichen Lehren, die aber in dieser Runde noch viel fundamentalistischer angehaucht sind. Da ist dann viel Gerede vom Teufel, Sünde und „Raus aus der Esoterik“ und das inzwischen riesige Angebot auf dem Verschwörungs-Markt fällt auf dankbare Abnehmer und fruchtbaren Boden. Angst steigt diametral zur Enttäuschung – es ist immer noch keine Lösung für all die Probleme der Menschen in Sicht. Keine einfache Situation, die da vorherrscht.

Die non-duale Philosophie ist als eine Absage an den Zustand der Trennung entstanden und man hat versucht, eine relativ simple Lösung zu finden. Dualität wurde schnell für alle Dramen und Probleme dieser Welt verantwortlich gemacht; es wurde als DAS zu überwindende Problem definiert, aber dies ist eine falsche Annahme, die auf einer falschen Prämisse beruht, die in Selbstverleugnung wurzelt. Diejenigen, die es künstlich vereinfachen, haben sich selbst nicht erkannt und täuschen andere. Darüber hinaus ist es nicht das Ende unserer spirituellen Entwicklung, sondern der wahre Anfang, zu erkennen, wer wir sind. An der „Nicht-Dualität“ festzuhalten oder „Ego-los“ zu sein, hält uns auf dem Berg fest. So zu tun, als hätten wir keine Wünsche, so zu tun, als würden wir keinen Schmerz oder Verlust empfinden, so tun, als ob wir nicht von einem inneren Impuls getrieben würden, zu wachsen und uns weiterzuentwickeln, ist eine müde alte Lüge.

Manche Menschen, die meine Hilfe bzw. Begleitung suchen, haben viele Jahre lang spirituelle Übungen gemacht. Sie leiden nicht unter traditionellen klinischen Syndromen (denn dann müsste ich sie zu einem Therapeuten schicken), sondern unter einem Stillstand in ihrem Leben, den sie mit ihrer spirituellen Praxis nicht durchdringen und lösen konnten: sie können keine dauerhafte Beziehung aufrechterhalten, keine wirkliche Freude empfinden, nicht produktiv oder kreativ arbeiten, sich selbst nicht mit Mitgefühl behandeln und nicht verstehen, warum sie bestimmte Verhaltensweisen immer noch nicht aufgegeben haben.

Die gewaltige Diskrepanz zwischen der Differenziertheit ihrer spirituellen Praxis und der Ebene ihrer persönlichen Entwicklung macht mich fassungslos. Manche von ihnen haben Jahre mit esoterischen Praktiken zugebracht, die einmal als die fortschrittlichsten galten, ohne die rudimentärsten Formen der Selbstliebe oder zwischenmenschlicher Sensibilität zu entwickeln. Oft wurde nur eine innere Unzufriedenheit verstärkt, die sie antrieb, hohe spirituelle Ideale zu verfolgen, ohne eine Spur von Freundlichkeit sich selbst und ihren Grenzen gegenüber zu empfinden.

Es gibt keine Selbstverwirklichung ohne Dualität, denn Erleuchtung löst die Dualität nicht auf.

Im Gegenteil, es erleuchtet das Bewusstsein der Dualität, so dass wir zum ersten Mal sehen können, was wirklich dual ist und auf was sich die Dualität bezieht. Dualität ist die Realität auf unserem Planeten und der aktive Geist der Schöpfung, die kostbare Kraft, durch die alles und jedes existieren kann. Nicht-Dualität ist das passive Prinzip der Existenz.

In allen Traditionen der Selbstverwirklichung fehlt das wichtigste Element und das Verständnis darüber, wer wir wirklich sind. Selbsterforschung auf dem Weg von Advaita oder Buddhismus führt uns zu den falschen Schlussfolgerungen: Es beginnt mit dem Vorurteil, dass unser einzigartiges Selbstempfinden unwirklich ist und nur das Universelle real ist.

„Wir haben die Göttlichkeit der Materie negiert und sie allein auf unsere heiligen Stätten verbannt, und dafür rächt sie sich jetzt – wir nannten sie grob und ungehobelt, und das ist sie auch. Solange wir dieses Ungleichgewicht tolerieren, gibt es keine Hoffnung für die Erde. Wir schwingen von einem Pol zum anderen genauso falschen, von materiellem Genuß zur spirituellen Entsagung, ohne jemals die wahre Erfüllung zu finden. Wir brauchen sowohl die Robustheit der Materie als auch die frischen Wasser des Geistes. Doch nun mag die Zeit gekommen sein, die Mysterien zu entschleiern, seien sie vedisch, orphisch, alchemistisch oder katharisch, und die vollkommene Wahrheit der beiden Pole zurückzuerobern innerhalb einer dritten Position, die weder die des Materialisten noch jene des Spiritualisten ist.“

Satprem – Sri Aurobindo oder das Abenteuer des Bewusstseins

Niemand hat die Frage „Wer bin ich?“ aus der Advaita Szene richtig beantwortet, denn sie stecken immer noch in der Vergangenheit fest. Zu Beginn unseres Erwachens können wir diese Frage überhaupt nicht beantworten, nicht nur weil die bewusste Verbindung mit der Seele unterbrochen und unser Höheres Selbst abwesend ist, sondern auch, weil unser Strategisches Selbst (Egopersönlichkeit) vollständig fragmentiert ist. Wenn ein reifer Suchender mit einer grundlegenden psychischen und geistigen Stabilität diese Frage mit absoluter Ehrlichkeit verfolgen würde, jemand, der bewusst genug wäre, um zu wissen, wo er suchen sollte, aber dessen Seele noch schlummert, würde er als seine Antwort das grundlegende Bewusstsein von „Ich“ entdecken. Ich ist unser angeborenes Selbstgefühl, in dem alle unsere Gedanken und Wahrnehmungen enthalten sind. Alle Lebewesen besitzen den Sinn für Ich, sonst wüssten sie nicht, dass sie existieren. Wenn die Inneren Anteile, die unser ICH ausmachen, genügend erforscht und integriert worden sind und so ein Bewusstes Selbst entwickelt werden kann, bekommen wir ein Wissen von „mir selbst“ an sich.

Für die tiefere Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“ müssen wir zu etwas erwachen, das wir noch nicht sind; wir müssen zu unserem Potenzial erwachen. Das Licht von ICH muss in unsere Existenz eintreten und sich in das Bewusstsein von mir integrieren, damit das Bewusstsein unserer Seele erwachen kann. Wenn die Seele nicht erfühlt, nicht erkannt wird, kann man diesen Zustand sehr leicht als unpersönlich, als universelles Bewusstsein missverstehen und vergessen, wer man ist. Diese Art der Identifikation mit dem Unpersönlichen ist eine der größten Gefahren auf dem spirituellen Weg, da sie die Verwirklichung unserer göttlichen Individualität gefährdet.

Die Seele sollte nicht mit irgendeiner Art von Strategischem Selbst verwechselt werden. Sie ist unser höheres Wesen, welches erst in unseren physischen Körper kommen muss, sonst bleibt sie nicht existent. Die Seele, wenn sie erwacht ist, umarmt unsere menschliche Natur und lässt den Menschen in uns ganz werden, um Reinigung und Heilung zu erreichen und unsere wesentlichen menschlichen Wünsche zu erfüllen. Die Seele ist das heilige Reich unserer innigsten Absichten, unserer einzigartigen Bedeutung und unseres letztendlichen Lebenssinns. Die Seele ist der Schlüssel zu unseren zentralen Lektionen – und zu unseren Gaben, die wir und nur wir alleine einbringen können.

Die Verwirklichung unserer reinen Natur ist ein komplexer Prozess.

Spirituelle Sucher, die versuchen, unemotionaler, selbstloser oder mitfühlender zu sein, als sie in Wirklichkeit sind, hassen sich oft im Geheimen dafür, wie sie ihre hohen Ideale verfehlen. Das gibt ihrer Spiritualität etwas Kaltes und Feindliches. Indem sie Spiritualität auf eine Weise praktizieren, die die Diskrepanz zwischen der Wahrheit, wie wir sind, und wie wir meinen, sein zu müssen, vergrößert, wird das Gefühl von Selbsthass und innerer Unfreiheit und Zwang noch intensiver. Oft dient das Streben nach einem spirituellen Ideal nur dazu, das kritische Über-Ich zu stärken – die innere Stimme, die uns sagt, dass wir nie gut genug, nie aufrichtig genug, nie liebevoll genug sind. In einer Kultur, die von Schuld und Ehrgeiz durchdrungen ist, in der Menschen verzweifelt versuchen, sich über ihre unsicheren irdischen Fundamente zu erheben, übt das spirituelle Über-ich einen durchgehenden unbewussten Einfluss aus, der besondere Aufmerksamkeit und Arbeit verlangt. Dazu braucht man ein Verständnis von psychischer Dynamik, die traditionellen spirituellen Lehrern und Lehren oft fehlt.

Zu lange war das Absolute König. Zu lange haben wir versucht, Gedanken los zu werden, Emotionen zu überwinden, unsere Menschlichkeit loszulassen. Zu lange waren wir in eine körperlose, distanzierte und leidenschaftslose spirituelle Fantasie verstrickt, in der „nichts passiert“ und „niemand etwas tut“. Lass dich nicht von Jahrtausenden der spirituellen Tradition mit diesem Nicht-Dualen Mythos zurückhalten. Selbst diejenigen, die spirituell erleuchtet sind, sind Menschen. Auch spirituelle Lehrer sind Menschen. ?

Jetzt ist die Zeit, wo wir uns unsere Verletzlichkeit eingestehen, die Tiefe unserer Gefühle zugeben und vor allem zugeben, dass wir uns manchmal verwirrt oder verängstigt oder gebrochen fühlen.
Jetzt ist die Zeit, dass wir den bittersüßen Geschmack des Lebens auf der Erde annehmen, unsere Zärtlichkeit und unsere Wildheit willkommen heißen.
Jetzt ist die Zeit, in der wir tanzen und weinen und auf unsere Knie fallen.

Bitte, versteht mich nicht falsch. Es geht nicht darum, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Es geht darum, uns von spirituellen Vorstellungen, spirituellen Definitionen und spirituellen Rollen zu befreien.

Lasst das Absolute nicht zu eurem Gefängnis werden, in dem ihr nicht mehr atmen könnt. Wir sind viel größer, viel reicher und viel reifer.
Lasst uns die Fesseln der Spiritualität, Erleuchtung, Nicht-Dualität … und alles andere abschütteln, was die ganze Breite und Tiefe unserer Lebendigkeit erstickt.
Lasst uns dem, was hier ist, treu sein, ohne zu transzendieren, zu leugnen oder zu betäuben.

Lassen wir das Leben in jeden angstvollen, beschämenden, hässlichen Teil von uns eindringen und uns weit aufreißen, damit wir die Schönheit auch dorthin bringen können.
Lassen wir uns doch mit offenem Herzen auf die Trauer, Verzweiflung und das Entsetzen der Welt ein.
Lassen wir unsere Menschlichkeit in unsere Göttlichkeit und unsere Göttlichkeit in unsere Menschlichkeit fließen und lassen wir sie hin und her fließen wie die Gezeiten, die kommen und gehen.

Von Herz zu Herz ?
Renate

 

Om Mani Padme Hum ?

 

P.S. Auch Steven Black hat einen Artikel zu diesem Thema geschrieben: Das Nonduale Paradigma

Hast du Fragen oder Anregungen zum Artikel? Schreibe mir dazu in der Kommentarfunktion.
Ich freue mich immer, von dir zu hören!

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Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Blog nicht zur Diagnose und Behandlung medizinischer und psychischer Erkrankung gedacht ist. Bei einer entsprechenden Indikation wird an die Eigenverantwortung der LeserInnen appelliert, einen fachkundigen und entsprechend ausgebildeten Mediziner, Psychotherapeuten oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Tückische Gewässer

Von den etwas älteren Semestern unter uns, die sich auf einen spirituellen Weg begeben haben, waren viele noch daran interessiert „Erleuchtung“ zu erfahren, erleuchtet zu werden. In der Zwischenzeit ist auch das Wort „Erleuchtung“ in eine komische Schublade gerutscht, zusammen mit dem unschuldigen Wort „Esoterik“, welches im deutsch-sprachigen Raum schon zum Schimpfwort avancierte. Das Witzige daran ist, dass im Englischen viele versuchen, sich von dem Begriff „new age“ zu distanzieren und jetzt dafür „Esoteric“ verwenden. .. sometimes this world is very funny ..

Heutzutage wird vielfach das Wort „Erwachen oder Aufwachen“ verwendet, obwohl Erleuchtung gemeint ist, so irgendwie .. man schämt sich ja fast für das „Erleuchtungswort“. Aufwachen klingt etwas bodenständiger, nicht so esoterisch wie Erleuchtung, so empfinden es sicher viele in der Bewusstseinsszene. Auch Aufwachen beinhaltet viele Phasen und ist nicht immer permanent. Ich glaube, hier beginnt die ernsthafte Verwirrung für viele, denn sie meinen das ist es jetzt. Sie sind erwacht und das sollte genügen – ich habe eh schon alles aufgelöst und losgelassen und bearbeitet und aufgestellt ..

Aber erst nach einer halbwegs stabilen Phase des Aufwachens BEGINNT die große Reise in die Spiritualität, die Erleuchtungsphase fängt an, sich bemerkbar zu machen. Die tiefe Enttäuschung darüber, wenn das herausgefunden wird, ist oft sehr schmerzhaft. Man zieht sich zurück, Projektionen laufen heiß, Verwirrung breitet sich aus. Jetzt wäre der perfekte Moment innezuhalten, mal tief Einatmen und überlegen, was denn eigentlich los ist. Wo befinde ich mich? Verstehe ich, um was es geht? Was möchte ich eigentlich wirklich – WIRKLICH? Aber auch das ist eine natürliche Phase auf dem Weg und eine ganz wichtige sogar.

Ein ganz toller Artikel dazu von David Rotter auf Sein.de über „Was ist Erleuchtung“. Es lohnt sich ihn zu lesen, da er Klarheit in die unterschiedlichen Konzepte bringt und versucht, unser SprachGewusel etwas zu entwirren. Wie Rotter sagt, Kommunikation im spirituellen Bereich ist sehr herausfordernd geworden, da jeder etwas anderes meint oder denkt zu verstehen, wenn über diverse spirituelle Konzepte, Theorien, Ansichten, Methoden und Anweisungen „kommuniziert“ wird. Anscheinend stört das niemanden ..

Auch ich habe nicht die „Erleuchtung“ zum Thema, es wäre eine endlose Gratwanderung und ist nicht meine Aufgabe .. aber hier folgt meine persönliche Meinung, mein Konzept, so wie ich es verstehe, erlebt und gelebt habe; vielleicht hilft es dem/der einen oder anderen zu etwas mehr Klarheit für sich selber. Bitte erinnere dich nur daran, dass meine heutige Erkenntnis sich morgen natürlich wieder ändern kann, wenn mein Bewusstsein sich wieder verändert hat. Es gibt also keine absolute „Wahrheit“, sondern immer nur mein jetziges Verständnis zum Thema XY in diesem Moment. Das ist keine leichte Sache zu akzeptieren, vor allem zu Beginn des Weges; es flößt zumindest Unbehagen, wenn nicht sogar Angst ein, denn wir sind es nicht gewohnt so zu denken. „Man muss ja wissen“ ..

Für mich bedeuten Erwachen und Erleuchtung auch zwei total unterschiedliche Dinge.

Viele Menschen, die in ihrem Leben schon etwas erreicht haben, entdecken, dass etwas Wichtiges fehlt. Wiederum viele Menschen, die immer noch nicht mit ihrem Leben zurecht kommen, entwickeln den tiefen Drang nach etwas Anderem, Besserem, Schönerem. Was also beide Gruppen gemeinsam haben, ist diese tiefe Sehnsucht nach Verbesserung, Frieden und Glück, nach etwas echter Lebensqualität (und damit meine ich nicht nur Geld und Gesundheit) und sehr oft fühlen sie sich leer und einsam. Sie begeben sich also auf die Suche und einige von ihnen „wachen auf“.

Aufwachen oder Erwachen

ist also der allererste Schritt, den wir machen, wenn wir uns für Spiritualität und Bewusstseinsentwicklung interessieren, aber es ist erst der Anfang, tut mir leid. Und vielen reicht diese Stufe auch schon. Es ist ein tiefes Erlebnis endlich Aufzuwachen und diese neue, oft aufregende Luft zu schnuppern und darin verweilt man erst mal eine Weile. Hier befindet sich die Ebene, wo man zur Astrologin geht, Karten lesen lernt, ein paar Readings sich einverleibt, eine Past Life Session gibts auch noch obendrauf, alles wird mit der besten Freundin besprochen, man sprudelt so richtig über mit all dem tollen Zeugs, das man da so entdeckt hat. Meist kommt dann auch noch ein tiefes Gefühl von Heimweh nach etwas Unbekanntem hoch, man weint oft und sehnt sich nach etwas ..

Quelle: Shutterstock

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Die Welt der Engel und Channelings wird entdeckt und endlich ist da jemand, jetzt viele, die doch verstehen, wie ich mich insgeheim fühle oder schon lange gefühlt habe. Und es gibt so viele Bücher, ach all die Bücher … und sooo schöne Kristalle und und und … Dein Herz geht auf und du möchtest dich NUR noch mit all dem Zeugs befassen. Dann entdeckt man, dass man seine Familie „aufstellen“ kann, huch, was für eine geniale Idee, so wirst du die ganze Bagage endlich aussortieren .. und deinen Sohn, der nicht so richtig will in der Schule, den schickst mal schnell zum Schamanen, wird ihm sicher gut tun. Und Vegetarier muss man auch noch werden oder besser gleich Vegan? Was wird nur deine Familie dazu sagen? Ob die das auch essen …?. Und ohne Yoga gehts auch nicht, sagen alle, aber du magst diese verrückten Verrenkungen nicht so wirklich .. aber eine Ayurveda Massage wünscht du dir schon lange, vielleicht gleich zur Kur nach Sri Lanka? Ach, man weiß gar nicht, wo zuerst anfangen ..?

Es ist meistens eine schöne und gute Zeit, man entdeckt wieder den unschuldigen, enthusiastischen, kreativen Teil von sich selbst, der Teil, der oft schon lange brach gelegen hat mit all dem Überleben. Auch ich war damals wie ein kleines Mädchen, das man im Süßigkeiten Shop vergessen hat, it was a lovely time.

Dann wird es richtig spannend, denn jetzt beginnt sich die Spreu vom Weizen zu trennen. Jetzt kommt das große „Sortieren“. Ich weiß, klingt etwas elitär, aber auch das ist nur ein Konzept, ein Wort, welches oft Menschen verwenden, die meist keine Ahnung davon haben, um was es in Wirklichkeit geht. Es kommt der Zeitpunkt wo Partner, Kinder, Eltern, Freunde, manchmal auch Kollegen (wenn du nicht fähig warst, deinen Mund zu halten) etwas „unrund“ werden und anfangen „sich Sorgen“ zu machen. Es kommen Fragen, wie, ob du bei einer Sekte gelandet bist oder ähnlicher Unsinn. Wie um Himmels willen kann man denn an Reinkarnation glauben und obendrein noch an Engel, mit Verstorbenen reden usw.? Sogar Yoga wird gespenstig. Ich wurde einmal von einem Ex-Boss gefragt, ob auch ich bei dem „furchtbar gefährlichen Ayurveda“ mitmache .. Hah, Ayurveda ist furchtbar gefährlich?? Aber so passiert es. Die meisten Menschen die sich „um dich sorgen“, haben selten Fachwissen über diese Themen, noch wirkliches Interesse daran. Aber „man hört ja so vieles und muss sich Sorgen machen“ …

In meinem Fall war es Ayurveda, „man wuste“, dass es gefährlich ist und an „spinnst du“ muss man sich etwas schnell gewöhnen ?. Wenn diese Zeit beginnt, ist man (vielleicht zum ersten Mal) froh darüber, alleine zu leben, niemandem Rechenschaft ablegen zu müssen, sich ganz auf dieses neue Leben einlassen zu können. So war das bei mir damals, aber die meisten haben diesen zweifelhaften „Luxus“ nicht. Sie müssen sich mit ihrer Umgebung arrangieren lernen. Meiner Meinung nach beginnt hier die erste richtige „Prüfung“ und es gibt kein Schummeln. Spirit ist da schon genial! Viele schaffen es nicht über diese erste Hürde, vor allem, wenn der Widerstand der Familie zunimmt. Eine schwere Prüfung für viele. Ein ganzes Buch könnte alleine nur darüber geschrieben werden, aber nur so viel dazu: Wenn dir so heftiger Widerstand entgegen schlägt, durch die Menschen die dir am nächsten stehen, gibt es auch jemand oder etwas in dir, das anfängt sich sehr dezidiert zu wehren, etwas in dir will das auch nicht. Man könnte es einen Spiegel nennen, aber es ist meist verzwickter. Das wäre dann ein guter Zeitpunkt, jemanden zu finden der dir hilft, daran zu arbeiten, damit du wieder Klarheit erlangst. Aufstellungen z.B. sind ein ausgezeichnetes Werkzeug dafür, wenn man damit umgehen kann.

Du stellst auf: „Der Teil in mir, der sich weiterentwickeln will, der all das spirituelle Zeugs nur so verschlingt und der Teil in mir, der das nicht will, der sich wehrt“ und dann gehts los. Du musst Klarheit finden, rausfinden, was los ist, BEVOR du dich entscheidest, ob du auf diesem spirituellen Weg, mit diesem Aufwachprozess weitermachst oder einfach resignierst und aufgibst. Vor allem wir Frauen sind dafür sehr anfällig. Das Emotions-pendel fängt an wild auszuschlagen, angefangen von: „Ich bin es nicht wert“ oder „Ich kann das gar nicht“ oder „die geistige Welt will das nicht“, bis zum anderen Ende des Pendels, wo dann Teufel und Religion ins Spiel kommen.

„Für die meisten Menschen ist Erwachen kein dauerhafter Wandel, sondern wiederholt sich viele Male, bis sich ein radikaler, permanenter Wandel einstellt. Aber auch der ist nicht das Ende, sondern wirklich erst der Anfang der eigentlichen spirituellen Reise und des inneren Wachstums.
Tatsächlich ist vor dem Erwachen überhaupt nichts vorhanden, was wirklich hätte in Bewusstheit wachsen können – es ist „niemand da“ egal, zu wie viel Meditation und Therapie sich der Mind überredet haben mag.
David Rotter auf Sein.de

Erst dann beginnt die nächste Phase – oder eben auch nicht. Wenn sich dieser Abschnitt zu melden beginnt, wäre es wichtig, sich das sehr unterschiedliche und vielfältige Angebot auf dem Bewusstseinsmarkt etwas genauer anzuschauen. Hier kommt auch die Frage nach einem Lehrer ins Spiel. Es wird einem ganz schwummrig bei dem allem. Diese Phase meldet sich immer durch den Drang, weiter gehen zu wollen, mehr wissen zu wollen, einfach dieses innere Wissen darüber, dass du weiter machen MUSST, egal was die Welt darüber denkt. Irgendwie ist einem klar geworden, dass da noch viel auf einen wartet, denn das Bewusstsein hat sich vertieft, neue Ebenen, Vistas, Gedanken und Inspirationen haben sich eröffnet. Neue Menschen kommen dir unter, du bist inzwischen wirklich unzufrieden mit dem Status Quo.

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In diesem Stadium stellt sich ziemlich schnell die Frage, ob du ernsthaft bereit bist, dich weiterzuentwickeln, herauszufinden wer und was du WIRKLICH bist. Möchtest du wirklich das Thema „Erleuchtung“ näher anschauen? Der Dalai Lama hat dich schon sehr inspiriert .. Buddhismus und Eckhart Tolle auch, aber auch Tantra. Zen würde dir auch gefallen, aber da braucht man einen Meister und das willst du doch nicht. Wie passen sexuelle Enthaltsamkeit und Tantra zusammen? Muss du dich für das eine oder andere entscheiden? Was versteht man eigentlich wirklich von all diesen großen Wörtern, Ideologien und Konzepten?

Du wirst viele Erklärungen, Modelle, Theorien und Meinungen dazu finden. Dann haben wir noch ein paar spirituelle Schlaumeier die sagen, das Aufwachen könne man „nicht machen“. Das Aufwachen etwas sei, das einem geschieht, wenn man nur genügend Loslassen könne oder so was in der Richtung. Was mach ich denn nu?

Also schauen wir uns mal die „Frau Schlaumeier“ genauer an: Erstens meint sie Mentale Erleuchtung, auch wenn sie vom aufwachen spricht. Sie weiß höchstwahrscheinlich nicht, dass es laut Barron nämlich drei Erleuchtungsstufen gibt. Aber sie sprach ja vom aufwachen. Nur so viel: JEDER kann AUFWACHEN, ganz bewusst und mit Absicht.
Also hat sie doch Erleuchtung gemeint? Nein, aufwachen ..mein armes Gehirn!

Jeder der sich auf den Weg der Erleuchtung begibt, MUSS sehr viel dafür tun. Fast alles im normalen Leben bekommen wir meistens durch viel Anstrengung, Arbeit, Tun und Machen, gepaart mit Durchsetzungsvermögen. Es stimmt, Erleuchtung kann man nicht erzwingen noch tun oder machen oder sonst irgendwie herbei wünschen oder „befehlen“ (nach dem Englischen „ I command ..“ welches oft in der Szene verwendet wird). Unser spiritueller Schlaumeier argumentiert also immer noch, weil man es nicht machen könne, könne man gar nichts machen, also übe er sich „Im Sein“.. ? und das wiederum ist aber so was von einem Schildbürgerstreich, dass er auf keine Kuhhaut passt. Erleuchtung und das Innere Geschehen gelingen eben NICHT von alleine. Da kann der Einzelne sehr viel machen und das wichtigste Stadium dazu ist erst mal das Aufwachen.

Quelle: Shutterstock

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Viele von euch haben schon gelernt: Um aufzuwachen, muss ich fähig sein, mich ganz auf den gegenwärtigen Augenblick einlassen zu können und das annehmen, was jetzt gerade ist, statt der Gedanken, was sein sollte oder könnte. Ich muss mich also ganz auf die Erfahrung dieses Augenblickes einlassen können.

ABER: der Atem ist so blockiert, dass das Gefühl gar nicht wirklich gefühlt und angenommen werden kann, so sehr ich es auch möchte; der Körper ist angespannt und blockiert, sodass das Loslassen nicht gelingen will, im Gegenteil, ich verkrampfe mich zusehends. Denn wenn ich mich auf den Augenblick einlasse, begegne ich einer tiefen Angst, dass ich den Boden unter den Füßen verliere, meinen inneren Halt verliere. Ich muss also erst lernen, diese existenzielle Angst aushalten und erleben zu können. Die inneren Anteile, die mit der Angst verbunden sind, müssen erst lernen, dass sie sehr wohl ins „tiefe Wasser“ tauchen können und alles, was sich dann in den unbekannten Tiefen zeigt, aushalten und fühlen können und, ganz wichtig, dass sie diesen Prozess überleben können. Ich möchte vielleicht wirklich alles annehmen, das was jetzt ist und auch die Vergangenheit, zumindest versteht mein Verstand das vom intellektuellen Standpunkt aus, aber mich hindern innere Konflikte mit den Mutter- und Vaterfiguren der früheren Zeit. Ich möchte vielleicht wirklich so gerne alles loslassen und mich endlich besser fühlen, nicht immer was „tun müssen“ und die innere Kontrolle aufgeben, weiß aber noch nicht, wie das gehen soll; weiß noch nicht, wie ich der Angst begegnen kann, das alles gar nicht aushalten zu können. Dann bleibt das Aufwachen nur ein Wunsch, vielleicht für lange.

Und da hilft der praktische Teil in dir: Du kann etwas tun, hurra! Es sind inzwischen viele Methoden und Werkzeuge entwickelt worden, die helfen, die inneren und körperlichen Blockaden zu lösen, die inneren Konflikte zu heilen und dadurch ein Loslassen wirklich ermöglichen. Dieses vollständige Erkennen, Fühlen, Heilen und letztendliche Loslassen von all dem alten Zeugs, Theorien und intellektuellen Konstrukten ist die Voraussetzung zum Aufwachen, sonst tut sich gar nichts.

Also Aufwachen und dann Erleuchtung bedeutet für die meisten Menschen eine Mischung aus einem spirituellen Weg und den unterschiedlichen Methoden westlicher Psychotherapie. Es geht in erster Linie um das eigene Wachstum und ein tiefes Sich-Öffnen und Loslassen, das Voraussetzung für das Aufwachen ist. Persönliches Wachstum mit dem Aufwachen zu verbinden ist sicher das größte Abenteuer des Lebens.

Aufgewacht bin ich in Indonesien, Mitte der Achtziger und befinde mich heute auf Stufe XYZ meines Weges zur Erleuchtung. Entdeckte unendliche Stille und grenzenlose Weite; inneren Frieden und ein Glück, das ich niemals für möglich gehalten hätte. CoReOn als ein spiritueller Weg und eine Energetik-Methode wurde geboren und ist am sich entwickeln. Mein ErleuchtungsProzess erstreckt sich über dreißig Jahren und führte zu einer Zeit, wo ich plötzlich und ohne Absicht einen massiven Durchbruch erreichte. Aber diese Ebene konnte ich nicht halten und kam bewusst wieder eine Stufe „zurück“. Viele mögen da natürlich argumentieren, dass es dann keine wirkliche Erleuchtung war. Ja, bitte schön. Aber mein Zustand war nicht haltbar, nicht mehr lebbar im Physischen, ganz einfach. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man es ein „Zurück“ nennen kann, aber es fühlte sich so an. Dafür kamen und kommen immer noch umfassendere, tiefere Ebenen und Prozesse, neue Erkenntnisse und Zustände, immer noch neue Ebenen von unerlöstem Schmerz usw. Mein Erleuchtungs-Prozess ist on going und ist sicherlich nicht beendet, bis ich meinen letzten Atemzug hier auf Erden gemacht habe. Ausserdem habe ich nie behauptet, eine „Erleuchtete“ zu sein, um Himmels willen. All die Ansprüche die dann meines Weges kämen, nein Danke ?. Wie der große Indische Philosoph und Weise Sri Aurobindo schon sagte, „die Stufe des Nicht-Seins ist erst der Anfang auf dem langen Weg der Erleuchtung und dass es viele Stufen zu erklimmen gibt, im Prozess der Erleuchtung“. Er sprach aber auch immer von „Descension of Spirit into Matter“, dem „Herabsteigen von Geist in die Materie“.

Aufgewacht (oder etwas erleuchtet) zu sein bedeutet aber nicht, dass ich keine Überlebenssorgen habe, mich niemals ärgere (über mich und andere), niemals weine, krank werde, meinen schmerzenden Körper oft ignoriere und müde und erschöpft bin. Das ist doch totaler Unfug. Wir lesen solches Zeugs und glauben und erwarten, dass ein Erleuchteter, eine Erwachte, jetzt in unendlicher Perfektion durchs Leben wandelt. Viele sind davon überzeugt, dass wenn sie „spirituell“ sind, keine Emotionen mehr haben bzw. die dürfen nicht sein, vor allem keine „negativen“. Das ist wirklich eine der größten Illusionsblasen, die wir lernen müssen loszulassen, ansonsten wird es ein unmöglicher Weg, der IMMER in die Irre führt.

Unsere Aufgabe hier im Westen ist es, aufzuwachen im normalen Leben, bewusst und wach zu werden in der Beziehung, in der Familie, in unserer Arbeit, im Leben. Und das ist natürlich viel schwieriger, als in einem Ashram zu leben und Om zu singen, wo mich niemand von außen beeinträchtigt, ärgert und ständig etwas von mir will. Sich für eine Weile aus dem Alltagsleben zurückzuziehen mag eine wichtige Phase auf dem Weg sein, für manche ist sie unumgänglich, für viele aber gar nicht realisierbar oder zumindest schwierig, also müssen wir Wege finden, wie wir eben das „Aufwachen“ und dann „Erleuchtung“ im normalen Leben bewerkstelligen.

Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wieviel Unsinn über das Erleuchtet Sein doch noch immer kursiert, wie das folgende Beispiel zeigt:

Kritik: Eckhart Tolle muss noch Zukunftsangst haben.
„Eckhart Tolle ist einer der wenigen Erleuchteten, der nach seinem Erwachen geheiratet hat. Wenn ich keine Angst mehr vor dem Leben und dessen Unwägbarkeiten habe, wieso heirate ich dann? Bei der Heirat wird eine Objekt-Liebe in ein Vertragsverhältnis übergeführt. Alle Gründe zu Heiraten, haben in letzter Konsequenz mit Angst zu tun.
(Muni hat auf die Frage, warum er geheiratet hat, geantwortet: „Damals war ich noch nicht so bewusst“).
Das wirft ein Licht auf den Grad der Realisierung von Eckhart Tolle ..“

Wow, welche Weisheit da so manchmal verbreitet wird ..
Alleine schon die Idee, dass verheiratet sein „unerleuchtet ist und nur von Angst zeugt“, well, mir bleiben einfach die Worte weg – ja auch dieser Zustand kann manchmal bei mir eintreten .. ?

Meiner Meinung nach hat Eckhart Tolle das einzig Richtige getan in seiner Situation, nur mal so nebenbei erwähnt. Zu heiraten hat ihn wieder geerdet, hat ihm Überleben ermöglicht. Der Mann hat schon gewusst was er tat, da war nichts „unerleuchtetes“ in ihm. Berichten zufolge war er schon fast nicht mehr lebensfähig, als er da so auf der Parkbank „erwachte“ oder „erleuchtete“, also musste was geschehen, das ihm half weiterzuleben, denn das war offensichtlich seine Aufgabe. Er musste mit seiner plötzlichen Berühmtheit zurecht kommen, den Ansprüchen seines Verlages, seiner Leser gerecht werden und ein „normales Leben“ bewältigen. Und wie soll das funktionieren, wenn man schon ganz woanders durch die Gegend schwebt? Es ist das Weibliche, welches ganz schnell dabei hilft. Und warum soll seine Frau nicht auch davon profitieren? (Noch eine Kritik auf jenem Blog).

Zölibatär zu leben ist sehr einseitig. Total angebracht, zu unterschiedlichen Zeiten unseres Lebens und für manche mag es eine Lebensentscheidung sein, die absolut richtig ist. Aber erst in intimen, tiefen Beziehungen finden wir heraus, wo wir WIRKLICH stehen im ErleuchtungsBusiness. Da kommt alles an die Oberfläche, aber auch wirklich alles. Ich sehe die zustimmenden Köpfe nicken .. ?. Sich wirklich einlassen können bedeutet, dass man seinen Emotionalkörper sehr viel heilen muss, aber lassen wir das, es würde wirklich zu umfangreich, darüber jetzt zu schreiben.

Natürlich beeinträchtigt diese Kritik Eckhart Tolles Leben in keinster Weise und ich habe auch nicht das Bedürfnis, ihn zu verteidigen, es ist nur ein gutes Beispiel für all den Unsinn, der da durch das Netz kursiert. Diese Formen von „Kritik“ tragen aber sehr wohl zur allgemeinen Verunsicherung bei und helfen, die stark verschmutzen mentalen Felder noch dunkler zu machen, ganz unter dem Banner von „Information & Kritik“ und das ist gar nicht hilfreich.

Die wirklichen BewusstseinsPioniere sind für mich diejenigen Menschen, die neben all dem Aufwachen und Erleuchtet werden noch ihr Leben meistern, Haushalt führen, Kinder erziehen, arbeiten gehen und ALLES um sich herum in ihren Bewusstseinsprozess miteinbeziehen. Dazu gehört sehr viel Liebe, Geduld mit sich und anderen, ein sich einlassen auf das Leben, verletzbar werden, Hüllen abwerfen und sich nackt zeigen können – so ganz ohne Masken, ganz authent werden. Vor diesen Menschen zieh ich meinen Hut, denen zolle ich meinen Respekt, denn es ist wirklich nicht leicht, das zu erreichen. Und ich habe entdeckt, dass viele dieser Menschen aus EINER Quelle gespeist werden, nämlich aus der unendlichen Liebe aus dem großen Herzen der Göttin. Es ist die Weibliche Gottheit, die jetzt die Hand im Spiel hat, uns unterstützt, führt, unsere Tränen trocknet und, wenn notwendig, uns einen Tritt in den Allerwertesten beschert, wenn wir zu langsam dahin trödeln, oder einfach nur in der ZickenPhase dahin schwelgen .. Dann erscheint SIE manchmal auch in der Form von Renate ? (Kick in den Allerwertesten), um dich ganz schnell wieder auf den Weg zu bringen .. hui, böse Renate, solche unspirituellen Witze aus ihrem unmöglich großen Ego heraus .. LOL, aber ich diene auch, indem ich Projektionsfläche biete ..

Erleuchtung

Laut Daniel S. Barron gibt es drei Hauptstufen der Erleuchtung:
1. Somati: die Praxis der Erleuchtung des Emotionalkörpers
2. Satori: die Praxis der Erleuchtung des Mentalkörpers
3. Samadhi: die Praxis der Erleuchtung des Ätherischen/Chakralen Körpers

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Quelle. Shutterstock

Was im Allgemeinen als Erleuchtung bezeichnet wird, ist die Mentalkörper Erleuchtung. Das ist die Stufe, die vor allem die östlichen Meister erreicht haben und alle spirituellen Texte, sprechen immer über diese Form von Erleuchtung. In seinem Buch „Erherzung“ erklärt Barron das mit einer Genauigkeit, die einfach umwerfend ist. Mit der Klarheit eines Mannes, der Mentalkörper Erleuchtung erfahren hat und dann zu seinem Entsetzen feststellen musste, dass er erst einen Teil des langen Weges erreicht hat. Barron ging den Weg des Zen Buddhismus.

Samuel Sagan, französischer Arzt und Weiser, Begründer der Clairvision School und ISIS Methode räumt dem Emotionalkörper keine eigene Bedeutung bei, da gibts nur den Ätherischen und den Astralkörper. Sagan kommt auch aus der traditionellen Indischen Spiritualität. Auch bei Steiner und Blavatski wird kein eigener Emotionalkörper erwähnt. Da gibts wiederum nur den Ätherischen und den Astralkörper, aber etwas anders definiert. Also sprechen alle immer nur von einer Mentalkörper Erleuchtung.

Es ist nicht möglich, ein Modell zu finden, welches alle Schulen, Methoden und Praktiken verwenden, also dreht man sich im Kreis und letztendlich muss man sich für ein Modell entscheiden. Ich habe von Anfang an mit dem Modell der Feinstofflichen Körper von Barbara Ann Brennan gearbeitet und habe bisher keinen guten Grund gefunden, das zu ändern. Es verdeutlicht und erklärt für mich am besten die individuellen Ebenen der feinstofflichen Körper.

Seit Anfang der Neunziger gibt es auch im Westen spirituelle Lehrer, die selber aufgewacht sind und Menschen darin unterstützen, aufzuwachen. Ich getraue mich zu sagen, dass die große Mehrheit der spirituellen Lehrer in die Kategorie der Aufgewachten fallen, nicht in die Kategorie Erleuchtete. Und es geschieht jetzt immer häufiger, dass Menschen spontan erwachen, es passiert immer schneller und einfacher.

Erleuchtete MeisterInnen sind immer noch eine ganz andere Sache. Aber es gibt sie in jeder Tradition, auch im Westen, keine Frage. Eckhart Tolle, John de Ruiter, Reshad Feild – ein Englischer Sufi Meister, Barry Long, Byron Katie, Gangaji .. wie sie auch alle heissen, sind alles Mentalkörper Erleuchtete. Die meisten von Ihnen „predigen“ immer noch eine Form von „Egoauflösung“. Ein Prozess, welcher viele andere Probleme mit sich bringt, aber mehr darüber in einem anderen Artikel.

Egal ob Erwacht oder Erleuchtet oder Er-Irgendwas, zuerst und zuletzt sind wir hier immer noch Menschen, mit allem was dazu gehört, das sollte man nie aus den Augen verlieren. Eine Spiritualität die auch praktisch anwendbar ist, ohne Schnörkel, ohne dem endlosen mentalen Herumgetue, großen Worten und Konzepten ist mir sehr am Herzen gelegen. Ich mag auch den männlich intellektuellen Teil (ganz echt ?), aber da bleiben einfach so viele für lange Zeit hängen, reden und reden und denken und verwirren sich und kommen einfach nicht weiter, weil das tägliche Leben sie immer wieder einholt.

Es geht schließlich um menschliches Wachstum und das heißt: Wirklich ganz lebendig werden und nicht wie lebende Tote durch die Gegend wandeln.

  • Es bedeutet authentisch und selbstbestimmt zu werden.
  • Es bedeutet dein Leben selbst in die Hand nehmen zu können und deine Fähigkeiten und Talente wirklich zu entwickeln.
  • Es bedeutet NICHT auf Wolke sieben schweben, endlos große Ideale in den Mund zu nehmen, vor allem, wenn man diese Ideale selber nicht (oder kaum) umsetzen kann.
  • Es bedeutet ein Erwachsenes und Bewusstes Selbst zu entwickeln. Aber was heißt das überhaupt?

Eine kurze Definition könnte sein:
Eine aufgewachte, erwachsene Person ist jemand, die materiell, emotional und mental ganz und gar auf eigenen Beinen steht. Das bedeutet, diese Person hat ihren Platz in der Welt gefunden, kann für sich selbst in jeder Hinsicht sorgen, ist innerlich stabil, hat ihre grundlegenden Verhaltensmuster verstanden – die eigenen und die der anderen, hat zu einem gesunden Selbstwert gefunden, kann Grenzen setzen und akzeptieren, ist in ihrer Kraft, kann entscheiden und mit den Konsequenzen umgehen, kann Kompromisse schließen, kann sich tief ausdrücken, kann nahe und intime Beziehungen führen ..

Das Schöne des Weges besteht darin, dass Lebendigkeit und Aufwachen, dass das Leben und die immer tiefere Selbsterkenntnis, dass die innere und die äußere Welt Hand in Hand gehen.

Nachtrag: Einen Tag nach erscheinen dieses Artikels hat Bodo Deletz auf Mystika TV einen interessanten Beitrag zum Thema Erleuchtung veröffentlicht. Synchronizität läuft mal wieder auf Hochtouren ..

 Om Mani Padme Hum ?

Om Mani Padme Hum ?

Foto credit: Yoga in the Moonlight – Shutterstock- © Lucy Baldwin
Fotocredit Fun Frog: Shutterstock – © Julien Tromeur

© 9/2015, Renate Hechenberger.
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Quellennachweis:

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http://clairvision.org/deutsch/termine-deutschland.html
http://www.bhs-austria.at/methode.html

Literatur:
Lichtarbeit von Barbara Ann Brennan

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Eine Neue Welt

Eine Neue Welt

Jetzt ist doch wieder mehr als ein Jahr vergangen seit meinem letzten eigenen Artikel und nein, ich bin nicht in die fünfte Dimension entschwunden, auf den Jupiter ausgewandert oder von Ausserirdischen entführt worden, sorry.

Mein längeres „Schweigen“ wurde durch tiefe persönliche Prozesse und Veränderungen ausgelöst und ich brauchte einfach Zeit, mich neu zu orientieren und mein Leben wieder in einigermaßen „geordnete Bahnen“ zu lenken. Ich hatte gerade noch genug Energie übrig für die Arbeit mit meinen Klienten und den CoReOn Gruppen. Mein Blog ging dabei leider etwas unter. Mein Innerer Schreiber verschwindet einfach während solcher Phasen und dann ist da nur Leere, Nada, Niente, Nothing, Nichts.

Ein herzliches DANKESCHÖN an all meine treuen Leser und Besucher auf dem Blog während dieser Zeit, wo es fast nur noch „Steven Black“ Artikel gab. Steven und ich haben eine uralte, tiefe Seelenverbindung und ich habe das Privileg, ihn ein Stück seines Weges begleiten zu dürfen, also darf er sich auf meinem Blog auch „etwas breit machen“ :-). Seine Erfahrungsberichte von der „Front“ sind ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, was man erleben kann, wenn man sich wirklich auf diesen Prozess der Bewusstseinsveränderung und des Abstiegs von Geist in Materie einlässt.

Eine neue Welt

Um es gleich vorwegzunehmen, das hier geschilderte ist eine subjektive Wahrnehmung, meine Wahrnehmung des Kosmos‘ und all der Wesen die darin enthalten sind. Es ist rein mein Verständnis über die Schöpfung, Gott, den Aufbau des Universums und kann (und wird) sich immer wieder ergänzen oder sogar total verändern, so wie ich mich auch weiterentwickle und verändere. Wer es liest, bitte erlaube dir – und auch mir – den Raum, etwas anderes, neues zu lesen. Erst mal etwas „sitzen lassen“, bevor das liebe Gehirn es sofort in „möglich“ oder „unmöglich“ zerrupft, zerteilt, kommentiert und verwirrt.

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Irgendwann im September 2012 bin ich eines Abends (ganz spontan im Bett vor dem einschlafen) aus dieser Welt in eine andere gewandert. Ich sah mich über eine Brücke gehen, die sich nach jedem Schritt sofort hinter mir auflöste und auf einmal war ich auf der anderen Seite. Hinter mir schlossen sich riesige Flügeltüren mit einem sehr lauten Knall. Ich wusste auf einmal ganz klar, dass ich meine alte Welt verlassen hatte und mich jetzt in einer neuen/anderen befand. Welche neue Welt – keine Ahnung. Man könnte es natürlich auch als eine andere Bewusstseinsstufe bezeichnen, aber für mich war es wirklich so, als ob ich eine andere Welt betrete. Ich konnte kaum etwas um mich herum sehen, ausser meine Füße und ein kleines Stück Weg vor mir, der Rest war wie in einen dichten Nebel gehüllt. Es fühlte sich anders an, leichter, ruhiger, feiner, klarer, aber auch unbekannt und diffus. Das Schönste aber war diese tiefe Stille und der Frieden. Dann bin ich irgendwann eingeschlafen. Dieser Zustand von Stille blieb auch am nächsten Morgen erhalten und dauerte letztendlich über ein halbes Jahr lang an. Stell dir vor, kein EndlosGeschnatter und Getöse mehr in meinem Kopf, keine langen Selbstgespräche, keine 10 Gedanken die simultan um Aufmerksamkeit heischen, kein wenn und aber und überhaupt. Einfach nur tiefe Zentriertheit, Innerer Friede, STILLE. Ein Zustand, der mich total bewegte und den ich die letzen 25 Jahre gesucht habe. Ich fühlte mich zum ersten Mal in meinem Leben so richtig glücklich und zufrieden. Mein Bewusstsein hatte eine Brücke geschlagen, zwischen der Welt, die vergeht und dem Neuen, das gerade erschaffen wird.

Das große ABER kam dann allerdings in der Form des sogenannten normalen, praktischen Lebens. Es wurde nach und nach immer schwieriger den Alltag zu bewältigen. Normale Körperbedürfnisse wie Essen, Toilette, Baden, wurden auf einmal zu einem größeren Projekt. Der Impuls dafür war immer klar zugegen, aber die Aktion, die darauf folgen sollte, dauerte immer eine kleine Ewigkeit und war wirklich mit Fokus und Anstrengung verbunden. Einkaufen gehen und solche Dinge wurden fast ein Ding der Unmöglichkeit. All die normalen täglichen Aktivitäten verloren komplett an Wichtigkeit, alles erschien irgendwie bedeutungslos und es gab kaum einen Impuls mehr, etwas zu wollen oder zu tun.

Meine energetisch/spirituelle Arbeit mit meinen Klienten wurde immer komplizierter. Ich vernahm alles was meine Klienten mir sagten, war auch ganz klar darüber was mit der Person (nicht) in Ordnung war, aber ich sah fast niemals einen Grund zu handeln. Es war mir auf einmal unmöglich all die Dunkelfelder, Besetzungen, Wunden, Parasiten und Anhaftungen, die ja immer so zahlreich in jedem zugegen sind, wahrzunehmen. Ich verstand mehr und mehr, dass sie auf dieser Ebene des Bewusstseins nicht mehr zugegen sind. Es wurde immer klarer, warum die östlichen Weisheitstraditionen das Leben hier und all die Probleme in und mit unseren Körpern als Illusion darstellen und als Maya betrachten. Es ist wirklich so, als ob all das Zeugs auf höheren Bewusstseinsstufen nicht mehr existiert. Es ist einfach alles o.k., Eins, nichts ist nicht in Ordnung, egal wie schlimm es scheinen mag.

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Es wurde auch zunehmend schwieriger zu sprechen, denn in diesem Bewusstsein braucht man keine Sprache. Ich war so tief mit allem verbunden, dass Sprache und mentale Konzepte sich einfach auflösten. Es bedurfte wirklicher Anstrengung und Konzentration, meinen Mund zu bewegen. Vielleicht ein toller Zustand wenn man „nur“ meditiert und keine Klienten hat, total unmöglich in einer Human Energetiker Praxis und mit Gruppen.

Während dieser Zeit wurde mir auch bewusst dass ich eigentlich alles, was für Runde Eins in diesem Leben vorgesehen war, erfüllt hatte. Höheres Selbst kommunizierte ganz klar, dass ich die Wahl hatte zu gehen (diese Welt zu verlassen) oder zu bleiben. Aber wenn ich mich entschied zu bleiben, wie wollte ich dann leben? In diesem Zustand, der wundervoll war, aber total lebensuntauglich, außer man lebt in einem Kloster oder Tempel und wird von anderen versorgt, konnte ich meinen Klienten wirklich nicht mehr dienen und wie dann überleben? Also stellte sich die Frage, ob ich bereit war nur noch als „Wunderwutzi“ dazusitzen und Om zu singen 🙂 oder mich auf etwas Neues einzulassen, was immer das Neue dann auch sein mag.

Dieser Prozess des Klarwerdens dauerte einige Zeit an. Nach ungefähr sechs Monaten erwachte ich eines Morgens ganz klar mit dem Gedanken, dass ich noch eine Weile länger bleiben werde und dass Phase Zwei meiner Erdeninkarnation nun beginnen wird. Und gleich an diesem Nachmittag war ich auf einmal „schwuppsdiwupps“ wieder in einem anderen Bewusstseinszustand. Es fühlte sich wirklich an, als ob ich Stufen hinunter rasseln würde und es war physisch schmerzhaft und unangenehm. Ich war in Panik und wollte sofort wieder in den vorherigen Zustand, in die nun schon gewohnte Stille, aber nix da, all die alten „Freunde in meinem Kopf“ waren wieder da. Also echt, ich habe alles versucht, was ich da so in meinem Repertoire hatte, meditierte für Stunden, nichts, schimpfte mit Creator was das Zeugs hielt, nichts. Ich hörte nur meine wohlbekannte Innere Stimme, die mich ach so liebenswürdig darauf hinwies, dass wir das so entschieden hätten und der Weg sei jetzt eingeschlagen. Als ob ich das nicht schon wusste.

Die darauf folgenden Tage und Wochen waren echt furchtbar. Ich wollte diese Erde sofort und für immer verlassen. Ich dachte wirklich, es keine Sekunde länger ertragen zu können, vor allem da ich jetzt doch etwas Anderes gewohnt war. Ich nehme an so geht es vielen von uns, wenn wir hier auf der Erde ankommen. Aus diesem Licht und Wohlbefinden hinein in die Dichte, Schwere und Kälte. Aber nach und nach gewöhnte ich mich daran, wurde ruhiger und bemerkte, dass es doch nicht mehr der gleiche Bewusstseinszustand war, den ich vor September 2012 hatte. Ich konnte jetzt schnell und einfach zwischen den Zuständen tiefen Friedens und Stille, in die „lauteren“ und aktiveren Bewusstseinszustände hin und her wechseln. Nach einigen Wochen war ich auch dankbar, wieder „normal“ mit meinen Klienten arbeiten zu können. Ich weiß, das mag jetzt etwas schräg klingen, aber was ich für normal halte, ist für andere vielleicht nicht normal. Ich war es gewohnt simultan in mehrere Dimensionen blicken zu können, mich mit allen möglichen nicht-physischen Wesen zu unterhalten, die Kondition der Chakren und feinstofflichen Körper genau zu sehen und zu wissen, was mein Klient jetzt braucht usw., denn ich war ja schon jahrelang multidimensional unterwegs gewesen.

Im Frühjahr 2013 begann sich nun auch ganz klar abzuzeichnen, dass wir nicht in die fünfte Dimension aufgestiegen sind, wie von so vielen vorhergesagt. Ich bin überzeugt davon, dass es viele Menschen auf dem Planeten gibt, die einen enormen Schub und Erweiterung des Bewusstseins in 2012 erlebt haben. Viele fühlten allerdings absolut gar nichts und tiefe Wellen der Enttäuschung begannen, sich in der spirituellen Community auszubreiten. Das Gemisch aus einem Gefühl von Verrat aus den höheren Welten und Desillusion war wie eine Giftwolke, der keiner entkommen konnte. Man hatte sich so angestrengt, sich über Jahre hinweg bemüht, meditiert, endlose Therapien über sich ergehen lassen, zig Workshops besucht, sehr viel Geld für all das ausgegeben, den Partner zum Tantra geschleppt, beim Universum bestellen gelernt und sich „The Secret – Das Geheimnis“ einverleibt – jenes war dann doch nicht mehr so secret, aber hey, ein unglaublicher Verkaufsschlager. Trotz all der Bemühungen bekamen wir nicht den versprochenen Aufstieg in die fünfte Dimension, Licht, Liebe und endloses Glück, wo all das Böse sich von selbst erledigt hat. Viele begannen sich von Spiritualität und Esoterik abzuwenden, gingen wieder zu mainstream Religionsformen zurück oder einfach in ihre altbekannte Welt der Arbeit, Haushalt, Beziehung, Kinder ..

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In den letzten zwei Jahren fällt mir verstärkt auf, dass immer mehr Menschen in meine Praxis kommen, die voller Frust und Verzweiflung sind, weil sie in ihrer persönlichen Evolution nicht mehr weiter kommen. Sie waren bei so vielen spirituellen Lehrern, Schamanen, Energetikern, haben endlose Seminare und Transformationen hinter sich – und trotzdem haben sie jetzt die Erfahrung gemacht, dass ihr Leben nach 2012 immer noch das Gleiche oder ähnlich ist wie vorher. Sie haben wirklich mein volles Mitgefühl, denn ich verstehe diese Verzweiflung gut. Es ist so ähnlich, denke ich, wie in einer langjährigen Beziehung, wo man hineinbuttert und hineinbuttert und das Resultat am Ende ist doch Trennung oder Resignation. Sie sind wütend, wollen natürlich als letztes von mir hören, dass sie wieder zurück müssen und Schritte wiederholen, denn der Emotionalkörper und seine Wunden brauchen Zeit und jemanden der fühlen kann, was du fühlst, während du es fühlst. Das Innere Kind ist immer noch fragmentiert und traut sich nicht an die Oberfläche. Die Prä- und perinatale Phase ist tief im Zellbewusstsein gespeichert und mit dem Emotionalkörper verbunden. Da beginnen wir erst, uns mit den Wunden bekannt zu machen, die bisher noch nie an die Oberfläche kamen. Und kaum jemand hat ein echtes Bewusstsein darüber, dass er aus verschiedenen Anteilen oder Aspekten besteht, man kann sie auch Innere Personen nennen. Also beginnt die lange Reise herauszufinden wer ist Ich, und wenn ja, wer sind die alle.

Dieser Frust meiner Klienten ist verständlich, damit zu arbeiten aber eine totale Herausforderung geworden. Viele Themen der Suchenden fangen jetzt mit Prozessen an, mit denen wir 2008 gearbeitet haben, oder noch früher. Für mich ist es echt problematisch, ständig die Bewusstseinsleiter hinabsteigen zu müssen, dazu noch in eine alte Welt, damit ich die Person dort abholen kann, wo sie sich gerade befindet. Dann beginnt der mühsame Weg nach oben. Es ist manchmal geradezu qualvoll, noch einen Bezug zu finden für Probleme und Dinge, welche noch ganz mit der alten Welt und Vibration verbunden sind, denn mein Bewusstsein befindet sich nicht mehr in der alten Welt. Der Bewusstseinsspagat, den ich tägliche mache, ist anstrengend, aber auch total spannend. Und wir sind erst im Jänner 2015 :-). Das wird noch eine ordentliche Challenge werden.

Mir persönlich war natürlich schon vor 2012 klar, dass das mit dem Aufstieg nicht so laufen würde wie angekündigt und man wollte mir das damals gar nicht glauben. Es konnte unmöglich passieren, außer wir wären bereit gewesen 95% der Weltbevölkerung „zu verlieren“ (oder sogar einen noch höheren Prozentsatz), denn sie hätten die Frequenzveränderungen und drastische Schwingungserhöhungen, die mit einem Dimensionenwechsel einhergehen, nicht überlebt. Natürlich war auch ich nicht gegen die „Aufstiegs-Hoffnung“ immun und habe auch Aspekte in mir gefunden, die schon eine leise Hoffnung hegten, dass doch noch ein Wunder passiert und Creator uns einfach aus dem Schlamassel raus-beamen würde. But that’s not the game we signed up for. Wir sind nicht gekommen, um wieder auf der Kinderstufe stecken zu bleiben (wie schon seit Äonen) und uns von Big Daddy (Creator) retten zu lassen. Viele von uns sind gekommen, um uns und diese Welt in die nächste Dimension (übrigens kommt zuerst die Vierte, dann die fünfte Dimension) zu bringen, das ist wahr. Aber innerhalb einer Generation von 3-D auf 5-D zu springen, 4-D dann auch noch auszulassen, das war dann doch nur wishful thinking. Ich glaube, sehr viele Menschen in der spirituellen Gemeinschaft haben ihre spirit communications etwas verzerrt wahrgenommen oder missverstanden und wollten natürlich auch all die tollen Zukunftsprognosen glauben. Vielleicht konnten wir es auch (noch) nicht besser verstehen, da es einfach an genügend Bewusstsein dafür mangelte. Vielleicht haben wir auch die rosigen Prognosen gebraucht, um uns die Motivation, Kraft und den Antrieb zu geben, damit wir überhaupt ins Startloch für den Aufstieg kamen.

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Viele in der Community haben sich jetzt endlich von ihrer Enttäuschung erholt oder sind überhaupt erst nach 2012 aufgewacht, bereit, die wirkliche Arbeit der Zell-und Bewusstseinstransformation zu beginnen. Laut meinen Informationen aus meiner Inneren Quelle sind wir seit 2013 tatsächlich in einer anderen Frequenz und die alte Welt ist nicht mehr. Wir sind jetzt in der neuen Zeit angekommen und bei „neu“ ist wirklich neu gemeint. Das wurde auch von Quellen bestätigt wie Kryon (nur von Lee Carroll bitte), Robert Shapiro und anderen. Kryon aber äußerte sich auch ganz klar darüber, dass es noch ungefähr zweieinhalb Generationen dauern wird, bis wir im Außen das verwirklicht sehen werden, was wir uns für sofort gewünscht hatten (alle Kriege abgesagt, die Armut beseitigt, Chemtrails weg, Monsanto und Dupont in Luft aufgelöst, Global Business erleuchtet, Banken und Geldmanagement auf neuem Niveau, usw.). Kryon spricht in seinem Channeling davon, dass jetzt 18 Jahre des „Samen Setzens“ beginnen, danach sicher mindestens nochmals so viele Jahre, bis wir eine „Blüte“ erleben.

Unglaublicherweise gibt es immer (noch) Stimmen im Bewusstseinsmarkt, die weiterhin frischfröhlich den Aufstieg ankündigen, jetzt für 2015 oder 2017 oder 2025, such’s dir aus. Wieder Andere haben einfach beschlossen, dass wir uns jetzt in 5-D befinden. Also wirklich, es wird zusehends grotesker. Als ob wir so etwas nicht mitbekommen hätten. Welch eine Vergeudung von wertvollen Energien! Es ist natürlich jedem selber überlassen, was er glaubt und was nicht, aber vergeudet bitte nicht eure wertvolle LebensZeit und LebensKraft mit solchem Unsinn. Wie Kryon so klar sagte: „ Ja, ihr habt einen Bewusstseinssprung gemacht, einen wichtigen Meilenstein erreicht, etwas was es vorher noch nie gab, aber die Rekalibrierung eures KÖRPERS und des Emotionalkörpers für die nächste Dimension (oder besser ausgedrückt BewusstseinsFokus) dauert mehr Zeit, dafür sind noch viele Schritte notwendig“.
Während der letzten zwei Jahre habe ich genau das erfahren dürfen. Jawohl, mein Bewusstsein hat diesen kolossalen Sprung (für mich) in 2012 geschafft, aber nicht alle meine Körper. Meine spirituellen Körper haben den Aufstieg geschafft, aber das ist nur eine Teilerleuchtung, wenn man schon das Erleuchtungswort verwenden möchte. Daniel S Barron erklärt das sehr schön in seinen Büchern*. Er beschreibt sehr klar die einzelnen Stufen der Erleuchtung und dass in der Vergangenheit immer nur von einer Mentalkörper Erleuchtung gesprochen wurde. Dass auch der Emotionalkörper und der Ätherische Körper erleuchtet sein müssen, um überhaupt von Erleuchtung sprechen zu können, war bis vor Kurzem total unbekannt. Das Wort Erleuchtung könnten wir auch als Aufstieg bezeichnen.

JETZT ist die Zeit wo unsere Arbeit erst wirklich beginnt.

Soweit ist alles richtig verlaufen, wirklich! Laut meiner Information ist die Erde bereits im April 2012 in Aufstiegsposition gerückt (nicht erst im Dezember 2012). Der PLANET hat es durch alle die schwierigen Phasen und Stufen geschafft, mit der vollsten Unterstützung der Einzelnen die daran beteiligt waren und trotz all der Wiederstände der Massen und gegnerischen Mächten. WIR HABEN ES GESCHAFFT! Wir befinden und jetzt in 2015 und turbulent hat es begonnen.

Sehr interessant zu beobachten ist auch, dass auf einmal einige der bekannteren Stimmen am Marktplatz davon reden, alle alten Methoden und Praktiken wie Reiki, Wirbelsäulenbegradigung, Vortex Healing, Reconnection, usw. hinter uns zu lassen, denn sie sind nicht mehr wirksam! Das stimmt – und es stimmt doch nicht ganz. Wie meine CoReOn Students endlos von mir zu hören bekommen: „Die Methode ist nur ein Werkzeug! Ihr könnt 1000 Stunden auf euren kleinen Zeh meditieren, es wird sich nicht viel in eurem Leben ändern – ausser vielleicht einen sehr erleuchteten kleinen Zeh abgeben. Die Energie bzw. mit welcher Source sich verbunden wird, wenn man energetische Arbeit macht und meditiert, ist allerdings von großer Bedeutung und Wichtigkeit“.

In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird das immer klarer werden. Es reicht nicht, einfach zu sagen „ich arbeite mit neuen Energien in der neuen Zeit“ oder „ich arbeite mit göttlichen Energien“. Man kann nicht mit neuen Energien (oder hochfrequenten göttlichen Energien) arbeiten, wenn der Großteil des energetischen Systems, Glaubensstrukturen, Matrixen und Zellbewusstsein sich noch in der alten Energie und Welt befinden, bzw. die Person, die damit arbeitet, sich noch größtenteils dort befindet. Und da wird sich langsam die Spreu vom Weizen trennen, denn man kann nicht wirklich mit neuen Energien arbeiten und sie leben, wenn nicht alles dahingehend neu kalibriert wurde. Jeder Spirituelle Heiler wird das vermehrt für sich herausfinden. Bewusstseinsveränderung auf der Zellebene ist harte Arbeit, für die meisten von uns.

Prinzipiell ist ALLES göttliche Energie, egal von welcher Frequenz, daran hat sich nichts geändert. Also wenn irgendjemand behauptet, er oder sie arbeite mit „göttlichen Energien“, zeugt es eigentlich nur von Unwissenheit. Schon eigenartig, dass wir so lange brauchen, das endlich wirklich zu begreifen. Es gibt NICHTS außerhalb von Creator (oder Gott), also ist ALLES Creator, auch das sogenannte Böse. Da gibts kein „Nicht-Creator-Eck“ im Universum, wo all das Böse, Dunkle, Negative herkommt oder auch hingeht. Der dunkelste Schwarzmagier arbeitet mit göttlicher Energie, es geht nicht anders in dieser Creation. Es ist alles immer nur eine Frage der Frequenz, des Bewusstseins und Verzerrung.
Nochmals: Wir sind alle Aspekte Gottes und ALLES in diesem Universum ist Teil von Creator. That’s it.

Was diese Stimmen meinen, wenn sie davon sprechen, dass viele der alten Methoden nicht mehr wirksam sind, stimmt dahingehend, dass die meisten dieser Methoden und Ansätze in der alten Zeit verwurzelt sind und deshalb nicht mehr funktionieren oder den neuen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden können. Ob das jetzt Religionen oder Heilmethoden sind, ob Götter, Engel und Dämonen oder die EndlosTechniken der mentalen Bewusstseins-methoden.

Reiki – ein einfaches Beispiel.

Es ist hier absolut nicht meine Absicht, diejenigen Menschen herauszufordern oder zu verletzten, die mit Reiki arbeiten. Das folgende ist meine persönliche Erfahrung damit und meine Meinung.

Eine tolle Methode aus den Achtzigern, mit der auch ich angefangen habe und die immer noch populär ist. Sicher die bekannteste alternative Heilmethode (ich weiß ich darf das Wort „heilen“ nicht verwenden und werde auch sofort ins Bad gehen und mir den Mund mit Seife auswaschen, pfui … ). Die Methode des Handauflegens, der Ablauf der Sitzung, die einzelnen Handstellungen usw. sind immer noch relevant und perfekt, so wie sie sind. Daran ist nichts auszusetzen. Das Rad muss nicht neu erfunden werden! Dass Problem mit Reiki ist, dass man mit einer Energie durch Symbole magisch verbunden wird, die bestenfalls als 4-D Energie bezeichnet werden kann. Daran ist an sich nichts Falsches, nur die Wesen, die dahinter stecken und die sich in die Reiki Energie „eingemischt“ haben, das ist eine andere Geschichte.

Bereits in den 90ern, als ich noch in Indonesien lebte, haben wir herausgefunden dass mit Reiki etwas nicht stimmt. Die Ur-Energie von Reiki ist rein und klar, aber sie blieb es nicht. Sie wurde meiner Meinung nach richtiggehend von Archonten highjacked. Es gibt so viele Dunkle Astralwesen und Wesenheiten, die es lieben sich mit uns Menschen zu spielen und das Feld war ja damals weit offen. Die Menschen waren so hungrig nach was Neuem, nach Heilung, nach Bewusstsein und wir waren ja alle so naiv. Reiki wurde schnell unglaublich populär und zog auch all die Leute an, die halt schnell den Reibach damit machen wollten. Zu viele spielten mit ihren Egos darin herum und halfen so mit, die Suppe gehörig „zu versalzen“; übrig blieb eine brackige Brühe (so sieht die Reiki Energie für mich aus, wenn ich sie mit dem dritten Auge betrachte), mit der man nicht mehr viel machen kann.

Mir wird dann immer entgegen gehalten, dass eine reine, gute Absicht ja das Wichtigste sei, nicht ob ich mit Reiki oder einer anderen Energie arbeite. Ja, eine reine Intention ist die Grundvoraussetzung für energetische Arbeit, eigentlich für jegliche Arbeit mit Menschen. Aber es macht einen großen Unterschied, ob ich mit reinem oder verschmutztem Wasser arbeite (auf der 3-D Ebene) und so ist es mit der Reiki Energie. Und jedes Mal, wenn man sich als Heiler mit der Reiki Energie verbindet, „füttert“ man dann auch noch die Astralwesen, die sich dahinter versteckt halten, mit den eigenen Energien und so wird kostbare LebensEnergie von jedem unwissenden und wohlmeinenden Heiler abgezapft. Und der liebe Klient bekommt noch eine Dosis verzerrter, verschmutzter Energie zu seinem Energie-Wirrwar dazu, damit er auch schön in seinem Drama bleibt und sich nicht wirklich verändern kann oder muss.

Ich könnte hier noch viel länger darüber schreiben und in die Tiefe gehen, aber ich glaube, das hier reicht erst einmal. Wir haben damals schon alle unsere Reiki Kanäle durchtrennt, aber ich verwende immer noch die Reiki Handtechniken, wenn ich mit CoReOn arbeite.

Wir werden uns jede alte Methode, Technik, Energie und Wesenheit genau anschauen müssen und uns neu erarbeiten, was weiter verwendet werden kann und was wir gehen lassen müssen. Es muss auch mehr Klarheit darüber entstehen, was reine Techniken sind (wie zum Beispiel EFT, TFT) und was Heilmethoden sind, die mit Energien verbunden sind wie Reiki, Vortex, ReConnection, CoReOn usw.

Reine Techniken bewirken nicht viel ohne das korrespondierende Bewusstsein dazu, bzw. wird nur von vorübergehendem Nutzen sein. Heilmethoden sind wesentlich komplizierter, da sie mit Wesenheiten und Energien verbunden sind, aus denen sie kommen. Viele dieser Wesen sind aber nicht in die neue Zeit gegangen. Manche wollten nicht, andere durften nicht und manche sind überhaupt komplett zurück beordert worden.

Also, wie ihr seht, wartet viel Neues und Aufregendes auf uns und „Fortsetzung folgt“ – ganz bestimmt noch in diesem Jahr, versprochen :-).

Literatur:
Daniel S Barron: Erherzung, Es gibt keine negativen Emotionen – alle Bücher leider nicht mehr in Deutsch erhältlich
Robert Shapiro: The Explorer Race & Shining the Light Series – in English only

 

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Herzlichst, Renate